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Der traditionsreiche Messerhersteller PUMA GmbH IP Solingen feiert in 2009 sein 240jähriges Firmenjubiläum.
Zu diesem besonderen Anlass hat PUMA in Zusammenarbeit mit dem Designer Heinz-Peter Knoop zwei außergewöhnliche Messer entwickelt: Das Jahresmesser 2009 (oben) ist dem Anlaß entsprechend ein kostbarer Dolch. Das Sammlerobjekt wird weltweit in einer limitierten Auflage von nur 24 Exemplaren angeboten und erhält jeweils seine eigene Nummer. Das Gestaltungskonzept für den Entwurf war das PUMA Logo: Die vollendet geformte Dolchklinge aus rostfreiem Damaszener Stahl mit 120 Lagen ist durchbrochen und das Markenzeichen als dezenter Blickfang darin eingearbeitet. Die Klingenlänge von 126 mm steht in einem ausgewogenen Verhältnis zur Gesamtlänge von 240 mm. Für die Griffausarbeitung wurden ebenfalls nur die edelsten Materien verwendet. Die Griffschalen aus kostbarem Ebenholz sind eingefasst mit Knebel und Knauf, die aus Neusilber gefertigt wurden. Abgerundet wird die Gestaltung des Dolchgriffes durch die Ziernieten aus drei unterschiedlichen Metallen und Legierungen: Neusilber, Messing und Stahl. In die im Lieferumfang enthaltene rötliche, handgefertigte Lederscheide sind Neusilberbeschläge als Verzierungen eingearbeitet. Empf. VK-Preis für das ab sofort erhältliche Sammlerstück: € 2.900,00.
Das PUMA Jubiläumsmesser „240 Jahre PUMA“ (unten) wird auf 240 Exemplare limitiert, für jedes Jahr der Firmengeschichte eins. Bei der Klingenform verbindet PUMA die Eigenschaften aus Spear-Point und Drop-Point Klinge aus rostfreiem 1.4110/440A Stahl (56-58 HRC), die einen vielseitigen Gebrauch zulassen. Mit einer Klingenlänge von 111 mm entspricht das Jubiläumsmesser dem neuen deutschen Waffengesetz und kann frei mitgeführt werden. Die Form des Griffes betont den Raum für den Zeigefinger, sein Volumen richtet sich nach der Hand, die ihn in den unterschiedlichen Arbeitspositionen umfasst. Im Griffbereich sind feinste Ahorn-Holz Griffschalen eingepasst, Knebel, Knauf und Schrauben bestehen aus Neusilber. Die hintere Backe besitzt eine neuartige Öffnung, die mit einer Handschlaufe aus Naturleder bestückt ist und eine Prägung mit dem Schriftzug „240 Jahre PUMA“ aufweist. Eine handgefertigte, helle Naturlederscheide, die auf das Griffmaterial farblich abgestimmt wurde und das insgesamt 240 mm lange Messer optimal aufnimmt, gehört beim Kauf zum Lieferumfang. Das PUMA Jubiläumsmesser hat einen empfohlenen Verkaufspreis von 840,00 Euro und ist ab sofort erhältlich. Info: www.pumaknives.de
22. Dezember 2008
Gleich drei neue Messer-Serien von Puma IP
Mit drei neuen Modellreihen für Outdoorfreunde beschließt das Solinger Unternehmen das Jahr: Mungo, Fox und Wolf.
Puma fox Olive und (Bild anklicken) mungo Eiche
Das PUMA IP mungo ist ein Halbintegralmesser; Klinge, Backen und Angel sind aus einem Stück Stahl geschmiedet. Seine Klinge mit hoch gezogener Schneide aus 440C Stahl (Rockwell-Härte 57-60 HRC), ist somit extrem schnitthaltig. Mit einer Klingenlänge von 95 mm (Stärke: 3 mm), bei einer Gesamtlänge von 220 mm ist es für die unterschiedlichsten Arbeiten einzusetzen. Ein nach unten ausgeprägtes Parierelement verhindert dabei ein Abrutschen der Hand nach vorne zur Klinge. Als Griffschalen stehen drei Varianten zur Verfügung: Hirschhorn, Olivenholz und robustes Eichenholz, die Preise samt Sattellederscheide liegen zwischen knapp über 100,- bis zu 135,- Euro.
Die robuste, hohlgeschliffene Klinge der drei IP fox besteht aus 440C Stahl (HRC 57-60), ist 95 mm lang und 3,5 mm stark. Der Übergang zum Heft ist mit einem hochwertigen Knebel aus Messing bestückt, der Griff mit seinen Fingermulden sorgt für einen optimalen Grip. Die Schalen aus Hirschhorn, Olivenholz oder dunkles, afrikanisches Grenadill-Holz, sind mit Messingnieten am Heft befestigt, Preise zwischen 105 und 140 Euro.
IP wolf: Die Formgebung und Klinge, mit einer Länge von 90 mm und einer Stärke von 3,9 mm, des robusten Allrounders ist für den Einsatz unter härtesten Bedingungen konzipiert. Davon zeugt auch der eingesetzte bewährte 440 C Stahl (57-60 Grad Rockwell). Die abgerundeten Griffe sind wahlweise mit Hirschhornschalen oder mit Oliven- bzw. Eichenholz bestückt. Im Übergang von Klinge zum Heft wurde das Messer mit einem Handschutz aus Neusilber versehen. Die Preise belaufen sich auf € 106,60 für das wolf olive, € 111,40 für das wolf eiche und € 143,60 für das wolf stag.
Die Marke Puma IP steht für Messer, die in Solingen entwickelt, aber in ausgewählten Partnerbetrieben von PUMA im Ausland produziert werden. Erhältlich im Fachhandel sowie direkt beim Hersteller unter: www.pumaknives.de.
10. September 2008
Victorinox baut das neue Schweizer Soldatenmesser
Der Vertrag zwischen der Victorinox AG, Ibach und der armasuisse, dem Beschaffungs-, Technologie- und Immobilienzentrum des VBS, wurde vor zwei Tagen unterzeichnet.
(zum Vergrößern Bild bitte anklicken!)
Das Soldatenmesser '08 löst das bisherige Armeemesser ab, welches 1961 eingeführt wurde. armasuisse hat die Erprobung im Februar 2008 mit einem Einladungsverfahren gestartet. Insgesamt wurden sieben Anbieter aus dem In- und Ausland zur Teilnahme am Evaluationsverfahren eingeladen. Die eingereichten Funktionsmuster wurden im Juli 08 bei der Truppe auf ihre Einsatztauglichkeit geprüft. Die Erfüllung der technischen Anforderungen wurde im Labor getestet. Aufgrund der Nutzwertanalyse erhielt das Modell mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis den Zuschlag. Die Beschaffung der 75.000 Soldatenmesser, inkl. Etui, ist mit 1,38 Mio. Schweizer Franken budgetiert. Die Abgabe des neuen Soldatenmessers an die Truppen erfolgt in der ersten Rekrutenschule 2009. (Victorinox-Presseinfo)
25. April 2008
Ausflugstipp: Messer Macher Messe 2008 in Solingen
Ein langes Wochenende ist in Sicht - hier ein Tipp für alle, die da mal was anderes tun wollen als sonst immer (etwa auf den Bockansitz zu gehen, größere Einheiten an Maibock zu vertilgen oder unter Lebensgefahr bekränzte Baumstämme aufzustellen). Also: Wie wär's mit einer Fahrt ins Bergische Land?
Der Termin: 3. + 4. Mai. Der Ort: Deutsches Klingenmuseum, Klosterhof 4, D-42653 Solingen. Die Veranstaltung: Die Messer Macher Messe 2008. Die Öffnungszeiten: Sa 10-18, So 10-16 Uhr. Die Knete: 7 Euro pro Tag, Ermäßigt 3 Euro, zu zahlen für jeden "ab seks Jahre", (wie es meine Nichte im ersten Schuljahr es formuliert und geschrieben hat).
Das Programm: Es gibt - viele Tische, an denen Messermacher aus aller Welt ihre herrlichen Stücke präsentieren. Die Gelegenheit zum Staunen, zum Kauf und zum Fachsimpeln. - eine Verlosung 3er handgefertigter Messer, - eine Sonderausstellung von Messersammlern, Mitglieder der Gesellschaft der Messersammler haben ihre Jahresversammlung (Sa, 16 Uhr) - Schmiedevorführungen durch den bekannten + versierten Schmied Fred Schmalz, - eine Rennofen-Demonstration durch Achim Wirtz, Matthias Zwissler und Norbert Bahls, - mittelalterlichen Schwertkampf, von Herbert Schmidt (Ars Gladii, Bregenz) " Über den Kampf mit kurzem Schwert und Faustschild" — Vortrag und Demo. - Schnitttest mit europäischen Schwertern: Dieter Kraft und Herbert Kraft wenden die japanischen Techniken auf Euro-Schwerter an. - Schärfseminar, veranstaltet von Herder Windmühlenmesser (hier ist man zudem noch sehr versiert in der klassischen Klingenpoliertechnik des Blaupließtens). Achtung: Das kostet 35 Euro und bitte vorher anmelden (0212-25836-0). - Messertest: Besucher können ihre selbstgebauten Stücke zum Vergleichstest mitbringen. Infos und Anmeldungen bei DMG-Mitglied und Schmied Andreas Schweikert (07473) 6116.
Der 4. Teil der Serie um den Vietnam-Veteranen mit dem Stirnband soll Anfang 2008 im (US-) Kino starten - Zeit, um einen Blick auf seinen wichtigsten Ausrüstungsgegenstand zu werfen.
So sieht's aus, das neue Rambo-Messer: Klinge mit eckigem Ortbereich, Griff mit Wicklung. (Bild: Hibben Knives)
Was wäre John Rambo ohne Messer? So ein Gerät gehört unverzichtbar zu der von Sylvester Stallone verkörperten Kinofigur. In den ersten beiden Teilen der Serie fertigte der verstorbene US-Messermacher Jimmy Lile die berühmten Sägegriff-Bowies mit dem Hohlgriff, im III. Teil kam dann ein Design von Gil Hibben aus LaGrange in Kentucky. Hibben ist ein alter Hase, was Messer fürs Kino angeht; er hat da für zirka 30 Filme gearbeitet.
Und jetzt ist Rambo wieder unterwegs. Zwar etwas spacker im Antlitz, aber immer noch mit der kleidsamen Vokuhila-Frisur und zudem "pädagogisch wertvoll wie eh und je", wie ein Internet-User es nach Konsum des Werbetrailers im Hinblick aufs Fischefangen per Flitzebogen und das Feindeeliminieren per drastischem Griff an die Gurgel beschrieb. Naturalmente braucht der gute Mann auch in Teil IV ein Messer - wieder Auftritt Gil Hibben.
Das Messer für Rambo 4 sieht allerdings völlig anders aus als die perfekt gearbeiteten Hightech-Teile der ersten drei Teile. Statt dessen gibt es hier ein Homemade-Teil, das sich John Rambo selber schmiedet, ehe er zu einem Rettungs- und Rachefeldzug nach Burma aufbricht. Allem Anschein nach muss er selber schmieden, weil er sein altes Messer verloren (!) hat, so will es wohl das Skript. Heraus kam daher ein derbes Instrument mit Griffwicklung, ohne Hohlgriff oder ähnliches. Und weil Rambo noch die alte Scheide hat, wandelt er die für sein neues Gerät einfach ab, indem er den Ortbereich kappt.
So. Und all das kann man jetzt auch kaufen - das verrät ein Blick auf Gil Hibbens Seite. Er fertigt 100 limitierte Messer; es gilt wohl die Regel "First in, first out". Demnach ist das Macheten-ähnliche Messer 18 Zoll lang und hat eine 12-Zoll-Klinge aus zirka 6,5 mm dickem D2-Karbonstahl. Der ganze Spaß kostet auch - 1250 Dollar. Die Auslieferung beginnt laut Hibben in diesen Tagen. (MSR)
30. Oktober 2007
Gestatten — Inititative Messer sind Werkzeuge
Derzeit übt sich vor allem der Berliner Innensenator darin, der Öffentlichkeit durch seine Vorschläge für Einschränkungen beim Messerführen der Öffentlichkeit aktives, zielgerichtetes Handeln vorzugaukeln, als könnten solche Regulierungen Gewalttaten verhindern und würden nicht bloß den gesetzestreuen Bürger noch weiter in seinen Rechten beschneiden. Um hier Aufklärung zu leisten und zudem Werbung für die Schönheit und den Formenreichtum des Messers und damit eines der ältesten kulturgeschichtlichen Arbeitsinstrumente zu betreiben — dafür gibt es nun diese neue Initiative. Hier stellt sie sich vor. (MSR)
In der "Initiative Messer sind Werkzeuge", kurz IMSW, melden sich Leute zu Wort, die sich beruflich, oder in ihrer Freizeit, mit dem Thema Messer beschäftigen. Ins Leben gerufen wurde die IMSW im Juni 2007 von Mitgliedern des Messerforums (http://www.messerforum.net/).
Kommt es in Deutschland zu Straftaten, bei denen Messer, Schwerter oder vergleichbare Gegenstände als Tatwerkzeuge eine Rolle spielen, werden seitens bestimmter Medien und Lobbygruppen regelmäßig Forderungen laut, Messer zu verbieten, oder das Tragen und den Besitz von Messern einzuschränken. Sachargumente spielen bei diesen Diskussionen oft keine Rolle. Vielmehr werden irrationale Ängste angesprochen und eine Gefahrenlage heraufbeschworen, die in dieser Form schlicht nicht existiert. Häufig wird dem Thema Messer auch ein diffus krimineller Beigeschmack mitgegeben. Das haftet schnell auch denjenigen an, die in ihrem Gewerbe oder Hobby viel mit Messern zu tun haben.
Dem möchte die IMSW entgegenwirken. Unsere Zielsetzung:
1. Klarstellung von Klischees und Vorurteilen gegenüber Menschen, die sich für das Thema Messer begeistern.
2. Informationsquelle für alle Personen, die sich darüber informieren möchten, warum und in welcher Form man sich mit dem Thema Messer beschäftigt, sei es beruflich, oder als Hobby.
3. Eine sachgerechte Diskussion über Messerverbote, die dahinter stehende Motivation, Zielsetzung und Wirkung.
4. Eine Interessenvertretung für einen sachgerechten Diskurs mit Medien und Politik.
Messer sind seit jeher ein Gegenstand der Alltagskultur, der uns fast durch die ganze Menschheitsgeschichte begleitet hat. Früher auch als Waffen eingesetzt, dient es in unserer heutigen Gesellschaft in erster Linie als Werkzeug.
Diesen Aspekt möchte die die IMSW wieder in den Vordergrund holen.
Die IMSW ist kein Verein oder eine anderweitig organisierte Körperschaft. Jeder, der Freude an Messern hat und sich mit den Zielsetzungen der IMSW identifiziert, ist eingeladen, mitzuwirken.
Solingen ist Deutschlands Messer- und Klingenhauptstadt — jetzt können die Fans vor Ort auch mal selber Hand anlegen — und hinterher stolz die selbstgemachten scharfen Sachen zu Hause präsentieren ...
Am 3./4. November findet bei Böker Baumwerk in Solingen erstmalig ein zweitägiger Messermacherkurs statt, bei dem es um die Fertigung eines feststehenden Messers geht. Die Leitung obliegt den Fachleuten Armin Stütz (Österreich, www.steierereisen.com) und Thomas Künzi (Schweiz, Messerschmiede Künzi). Der Kurs kostet 495 Euro pro Person, die Teilnehmer können das fertige Messer mit nach Hause nehmen. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen beschränkt.
Pierce Brosnan und Liam Neeson bekämpfen sich im Western "Seraphim Falls" bis aufs Messer - letzteres ist durchaus wörtlich zu nehmen: ein Bowie mit Hirschhorngriff. Doch das stammt von woanders, als man im ersten Moment annehmen würde.
Seit VISIER im November 1994 parallel zum ersten VISIER-Special eine große Titelgeschichte zum Thema "Kinomesser" gebracht hat, gab es immer wieder Anfragen dazu, welcher Filmheld welches Messer benutzt respektive wer das jeweilige Kino-Requisit hergestellt hat. (Den Artikel kann man nachbestellen: in der rechten Spalte auf das rot markierte ">zum VISIER-SHOP" klicken.) Jetzt fragen wieder einige Fans. Und die VISIER-Detektive sehen sich dem zusätzlichen Problem gegenüber, dass der fragliche Film bislang weder in deutschen Kinos gelaufen ist noch hierzulande als DVD erhältlich ist (die soll im November 2007 kommen).
Es geht um "Seraphim Falls", einen allem Anschein nach sehr spannenden (und früher hier besprochenen) Western, in den Hauptrollen zwei irische Darsteller, Liam Neeson und Pierce Brosnan (doch, doch, Mädels: das ist der unrasierte Bombenleger da auf den Fotos rechts). Passend zum Thema führt Brosnan ein großes Bowie-Knife. Bloß, was für eins? Auf den Pressefotos war mal der Griff zu sehen, mal die Klinge schräg, aber das Ganze nie so, wie man es zur Identifikation gern gehabt hätte. Es war zum Haareraufen - welcher Messermacher könnte das Ding gefertigt haben? Immerhin gibt's in den USA ja ein paar tausend Custom-Knifemaker!
Doch da erbarmte sich ein netter Mensch in den USA und schickte einen Screenshot, auf dem das Messer zu sehen ist, wie es im Schnee liegt und friert.
Tja, und von der Eiseskälte der Rockies führt der Weg der Erkenntnis direkt in das Land, wo Sergio Leone die Grundlage für seinen Ruhm legte: Spanien. Zwei Details führten zur Lösung: Die immer wieder gern als "Blutrinne" bezeichnete Hohlkehle der Klinge und die Form des Parierstücks ließen in Kombination mit dem als Griff verwendeten einteiligen Hirschhornstück nur einen Schluß zu: Das schöne Messer kommt wohl vom Traditionshersteller Muela. Nix da mit amerikanischem Custom Knife. Und wie ein Blick zur Seite der bekannten spanischen Firma zeigt, stammt Brosnans Bowie aus der Modellreihe Magnum. Auf der Muela-Seite gibt es übrigens das komplette Foto mit anderen, ähnlichen Modellen und nicht nur den Ausschnitt wie hier in unserer Foto-Collage.
MSR
11. Mai 2007
Ein Schweizer Messer für den Papst
Irgendwie liegt es ja nahe: Seit Generationen beschützen die Gardisten aus der Schweiz den Mann auf dem Stuhl des Apostels Petrus — da muß der Heilige Vater doch auch einmal ein Messer bekommen, das im Zeichen des Schweizer Kreuzes gefertigt worden ist.
Foto: Keystone/Osservatore Romano
Es trug sich zu am 5. Mai 2007 — da bekam Papst Benedikt XVI. ein von der Schweizer Messerfirma Victorinox gefertigtes Duo-Set.
Zu dem zweiteiligen Gebinde gehört zum einen ein kleines Classic-Taschenmesser, vorgesehen, um es an etwa einem Schlüsselbund zu tragen.
Zum anderen ist da das zweite Messer. Das ist um einiges größer — ein Swiss Champ. Und dabei handelt es sich um ein Messer, dessen Design längst weltweit anerkannt ist. Nicht umsonst haben das New Yorker Museum of Modern Art und das Staatliche Museum für angewandte Kunst in München es wegen seines herausragenden Entwurfs in ihre Sammlungen aufgenommen.
Und wenn der Heilige Vater einmal an einem seiner Fernseher, Computer oder Radios schrauben will (nicht ganz aus der Luft gegriffen: Der Papst nutzt moderne Kommunikationsmittel und technische Medien sehr intensiv) oder vielleicht einmal zusammen mit den Kardinälen einen oder mehrere Korken ziehen will, sollte das mit dem Swiss Champ möglich sein: Das Messer bietet 33 Funktionen.
Natürlich bekam Papst Benedikt XVI. nicht irgendwelche Messer aus der Standardserie. Die Schalen der beiden Taschenmesser sind im traditionellen Rot der Eidgenossen gehalten — jedoch veredelt mit dem päpstlichen Wappen und ausgeschmückt mit Gold- und Silber-Aufdruck.
Bundesrat Samuel Schmid, Vorsteher des Militärdepartements, der anlässlich der Vereidigung von Schweizergardisten in Rom weilte, überreichte das Präsent innerhalb einer Papstaudienz.
Abschließend noch ein Zitat aus der Pressemitteilung des Herstellers: "Geschenke aus dem Hause Victorinox sind im Vatikan nichts Neues. Schon Papst Johannes Paul II. ist damals von Pilger Mirto Sanvi beschenkt worden und hat ein Swiss Army Knife besessen. Ebenso wie eine grosse Zahl weiterer Prominenter das kleine Rote aus Ibach besitzt: Von Pirmin Zurbriggen bis zu Steffi Graf, vom Dalai-Lama bis zur thailändischen Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, von Georg Bush, Senior bis zu Hillary Clinton." (MSR)
Der Swiss Champ mit all seinen Möglichkeiten
15. Februar 2006
BÖKER geht erfolgreich gegen Raubkopien und Grauimporte vor.
Das Solinger Unternehmen kann Produktpiraten immer öfter den Wind aus ihren schmutzigen Segeln nehmen, wie Firmenchef Ernst-Wilhelm Felix-Dalichow der VISIER-Redaktion meldete.
Gleichgültig, ob man sich für den preußischen Blücher-Säbel, ein britisches Heavy Sword M 1796 oder den deutschen I.O.D. interessiert - auf der Seite des Blankwaffen-Forum treffen sich die Sammler und Fans dieser historischen Waffenfamilie. Wer hier mitdiskutieren will, muss sich freilich registrieren lassen, das aber erfolgt natürlich kostenlos.
Florian Lahner als "taktischer Instruktor des Jahres 2005" geehrt
CSSD/SC steht für "Common Sense Self Defense/ Street Combat", und dem Direktor der deutschen Niederlassung wurde beim Gala-Abend der diesjährigen Hall of Fame des Welt-Großmeister-Verbandes WHFSC eine besondere Ehrung zuteil.
Florian Lahner (links) bedankt sich bei seinem Lehrer, dem Grandmaster Bram Frank, nachdem er vom WHFSC die Auszeichnung erhalten hat.
Das World Head of Family Sokeship Council (WHFSC) ist die prominenteste und weltgrößte Vereinigung von über 200 Großmeistern verschiedener Kampfstile. In der Hall of Fame wird der "Oscar der Kampfkünste" verliehen an Menschen mit besonderen Fähigkeiten oder Verdiensten. In diesem Jahr wurde Florian Lahner in der Kategorie "CQC-Training and Tactics" als erster deutscher Teilnehmer als "Instructor of the Year" ausgezeichnet. CSSD/SC entwickelt und unterrichtet "taktische Konzepte und Waffentraining für Polizei, Behörden, Militär, Sicherheit und Zivilisten". Lahners Lehrmeister Bram Frank gilt als einer der Top 5 Messer Instructor und Spezialisten für bewaffneten Nahkampf (zu seinem Portrait). Spezialeinheiten von Polizei und Militär in den USA, Israel und Europa werden von ihm geschult. So zählen das FBI, HRT, DEA, ATF, SWAT, das USMC und Special Forces sowie die IDF in Israel zu Franks Kunden.
Die Haute Couture der deutschen Knifemakerszene zeigt ihre schönsten Stücke in Sindelfingen
Messerfans — hier ist ein Termin zum Vormerken: Am Sonntag, dem 4. September, findet in der Stadthalle Sindelfingen von 10 bis 17 Uhr die Austellung "2005 Scharfe Sachen" statt. Veranstalter ist die Deutsche Messermacher Gilde.
Anfragen gehen an: Deutsche Messermacher Gilde, Hans-Joachim Pöhler, Brettener Str. 101, 75438 Knittlingen, Tel. +49-7082-791661, E-Mail: joepoehler@aol.com oder Wolf Borger, Benzstr. 8, 76676 Graben-Neudorf, Tel. (07255) 72303. Borgers Homepage
Bild links: Eingefleischten Messerfans und Websurfern ist er längst ein Begriff: Peter Fronteddu aus Nürnberg geht das Thema "Messer" nicht nur aus einer, sondern aus vielen Richtungen heraus an. Und wer genau auf das Foto blickt, erkennt auch eins der Handwerkzeuge, die der Mann aus Nürnberg dafür benutzt.
Das Foto stammt von der Internet-Seite von Viceversa. Demnach besteht der Messerblock aus rotem ABS-Kunststoff, hat die Ausmaße 40 x 25 cm und die Artikelnummer 03420.
Wer sagt denn, dass Messerblöcke immer aus kantig geschnittenem Holz bestehen und eine plan geschliffene, schräg angeordnete Steckfläche haben müssen?
Hier hätten wir das ideale Teil für alle Freunde des schwarzen Humors auch im häuslichen Küchenambiente - den Voodoo-Küchenblock im zum Motiv passenden Blutrot.
Das Ding ist nun wiederum mehr als nur ein Gag - das gibt es allem Anschein nach tatsächlich: Raffaele Iannello heißt der Mann, der das morbide Utensil entworfen hat. Und das ist kein Nobody in dem an ausgezeichneten Designern reichen Italien: 1974 geboren, studierte der Industriedesigner in Mailand an der Facoltà di Architettura del Politecnico. Und heute arbeitet er unter anderem für Firmen wie Viceversa, auf deren Webseite sich das Bild dieses aus ABS-Kunststoff gefertigten Messerblocks der etwas anderen Art fand.
Aber auch wenn das Ding noch so kunstfertig ist - irgendwie kann sich der Typ auf dieser Seite der Tastatur nicht gegen den Eindruck wehren, dass da auf dem Bild noch was Entscheidendes fehlt: nämlich die in bunt gemusterte Stoffe gehüllte, schwergewichtige und zahnlose Jamaikanerin, die - eine alte Pfeife im Mund - des Nächtens auf dem Friedhof mit toten Hühnern, Stecknadeln und Stopfpuppen hantiert...
In diesem Sinne allen Web-Surfern ein schönes Restwochenende vom VISIER-Team!
Zehn Messer-Neuheiten des kalifornischen Herstellers Buck bereichern ab sofort das Angebot des Solinger Importeurs C. Jul. Herbertz.
Strider Tactical (279 Euro) und Strider Spear Point (199,-) heißen zwei wuchtige Klappmesser, entworfen von Mick Strider und Duane Dwyer. Vom gleichen Team stammt auch das Ministrider Spear Point, das ebenfalls mit einem Griff aus Titan und G 10 aufwartet, dessen Klinge aber nur 73 mm mißt und nicht 98 mm wie bei den großen Versionen. Strider und Dwyer unterstützten außerdem den Kampfsportexperten Steve Tarani beim Design des Klappmessers SBT Police Utility Knife (195,-), dessen ATS-34-Klinge sich durch aufgerauhte Klingenspiegel auszeichnet. Auch US-Knifemaker Tom Mayo steuerte mit seinem Modell Northshore einen Folder bei, bestückt mit Aluminium-Griff und per ovalem Loch zu öffnender Klinge (119,-). Das Taclite-Klappmesser (69,-) unterscheidet sich von alldem durch einen mit Laminatholz belegten Griff. Bei dem Klappmesser Impala-Burlwood Bucklock Limited Edition sowie den zwei feststehenden Modellen Alpha Hunter Limited Edition (329 Euro) und Buck Signature Limited Edition (279,-) handelt es sich um drei Reihen in begrenzter Stückzahl aufgelegter Sammlermesser. Mit dem Alpha Crosslock (109,-) setzt Buck die Taschenmesserreihe fort, bei denen zwei Klingen auf einer Achse sitzen, sich aber in die entgegengesetzte Richtung aus dem Griff drehen. Mehr unter: www.buckknives.com oder bei C. Jul. Herbertz, PF 120127, 42676 Solingen, Tel.: (0212) 20 63 00, Fax: 20 87 63, www.herbertz-messerclub.de
16. August 2004
Schnelle Sammlerstücke
Phantom und Tornado — so heißen die nach zwei BW-Flugzeugen benannten neuen Sammlermesser von Böker Baumwerk.
Sie besitzen symmetrische Dolchklingen mit schmaler Hohlkehle und Schalen aus schwarzem Micarta. Das Phantom kostet 89,50, das Tornado 79,50 Euro. Zudem bauen die Solinger ihre auf je 999 Stück limitierte Jahresmesser-Serie Böker Damast aus. Bei dem nunmehr 24. Modell "Damast 2004" für 199 Euro (siehe Foto) handelt es sich um ein Taschenmesser mit Amboina-Schalen und einer 300-Lagen-Damastklinge aus der Werkstatt von John Paul Stienen. Info: Böker Baumwerk, Schützenstraße 30, 42659 Solingen, Tel.: (0212)4 01 20, Fax: 4 56 80, www.boker.de
6. August 2004
BKA beurteilt Klappmesser-Mechanismus
Ein Klappmesser, das nicht auf Knopfdruck aufspringt, sondern zuerst manuell halb geöffnet werden muß, fällt nach Ansicht des Bundeskriminalamts nicht unter die verbotenen "Spring- und Fallmesser".
Am Beispiel eines Kershaw-Modells erging ein verbindlicher BKA-Feststellungsbescheid am 9. Juli, der auch für "andere Messer der beschriebenen Funktionsweise" gilt. Sofern ein Federmechanismus die Öffnung des Messer zwar unterstützt (hier nach drei Zentimetern manuellem Herausziehen der Klinge), aber diese Aufgabe nicht vollständig übernimmt, sind solche Messer demnach zulässig.