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WM Sportschießen 29.7. bis 11.8.2010
Inzwischen abgeschlossen: Das VISIER-WM-Tagebuch
Bemerkenswertes, Seltsames und (hoffentlich) Erfreuliches aus Hochbrück.
7. Juni 2010
Biathlon-As Magdalena Neuner bekam Fair-Play-Preis
Nein, diesmal ist eine noch erfolgreichere Lena gemeint...
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Magdalena Neuner, die bei den Olympischen Winterspielen in Kanada zweimal Gold und einmal Silber gewann, hat jetzt die Fair-Play-Plakette des deutschen Sports erhalten. Vor gut vier Monaten hatte sie auf den abschließenden Start in der Biathlon-Staffel zugunsten ihrer Teamkolleginnen verzichtet. "Ein solches Verhalten zeigt Größe und verdient unsere vollste Anerkennung", sagte DOG- Präsident Harald Denecken am Wochenende. Die deutsche Staffel ohne "Lena" gewann in Kanada die Bronzemedaille - anschließend wurde spekuliert, ob das Team mit Neuner nicht doch weiter oben auf dem Treppchen gestanden hätte. UE
www.magdalena-neuner.de
4. Juni 2010
DSB sorgt sich um seine Mitgliederzahlen
Die Arbeitsgemeinschaft Mitgliederentwicklung des Schützenbundes hat die Ergebnisse einer Vereinsumfrage analysiert.
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 | (Foto: DSB)
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Der viertgrößte deutsche Sportverband, der Deutsche Schützenbund mit seinen aktuell etwa 1,4 Millionen Mitgliedern, macht sich Gedanken um die Zukunft. In Anwesenheit von Vereinen, die sich an einer verbandsinternen Befragung beteiligt hatten, wurden die Rückmeldungen ausgewertet und den ersten Erkenntnissen aus dem bundesweiten Sportentwicklungsbericht der Schützenvereine gegenübergestellt. Dabei hat sich unter anderem herausgestellt, dass wahrscheinlich in vielen Vereinen gar kein „Leidensdruck“ hinsichtlich des schleichenden Mitgliederverlustes vorhanden ist. Bei den einzelnen 15.086 Vereinen mag ein Rückgang von bis zu zehn Mitgliedern noch nicht dramatisch ins Gewicht fallen, auf Landes- oder Bundesebene stellen zehn ausgetretene Vereinsmitglieder pro Verein allerdings einen enormen Verlust dar. Der Verlust einer geringen Anzahl an Mitgliedern hat nicht nur für jeden einzelnen Verein vor Ort unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzen und das Vereinsleben, auch der drohende gesellschaftliche und sportpolitische Bedeutungsverlust für den Gesamtverband dürfe nicht unterschätzt werden, so DSB-Vizepräsident Jonny Otten: „Erklärtes Ziel des DSB ist es, mit seinen Mitgliedern aus den Bereichen Spitzensport, Breitensport und Tradition/Brauchtum wieder die 1,5 Millionen Marke zu erreichen.“ Mehr dazu auf der Website des Deutschen Schützenbundes
4. Mai 2010
Konstrukt-iver Neubeginn
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 | Die beiden Kandidaten für das Präsidentenamt: Dieter Graefrath (l.) und Amtsinhaber Dr. Volkmar Schilling
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Alles neu macht der Mai — auch beim Bund der Militär- und Polizeischützen (BDMP), der am 1. Mai-Wochenende in Erfurt den alle vier Jahre fälligen Bundesdelegiertentag abhielt. Nach zwei spannenden Sitzungstagen gab es ein neues Präsidium und eine Wachablösung an der Spitze. Mehr dazu...
28. April 2010
Die Kehrseite der Medaille
In der frisch eingetroffenen BDMP-Verbandszeitschrift V0 wird ein Leserbrief an VISIER veröffentlicht - die lange vorliegende Entgegnung der Redaktion allerdings nicht. Aber daran soll es ja nicht scheitern.
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Achim Biller, Landesverbandsleiter Bayern im Bund der Militär- und Polizeischützen, hatte sich aufgeregt über die Reportage "Alle Register gezogen" in VISIER 2/2010 und einen Leserbrief an Chefredakteur Sven Helmes gemailt, dazu ans BDMP-Präsidium, an die Verbandszeitung "und alle Adressaten des E-Mail-Verteilers LV Bayern". Dieser Leserbrief wurde nun in der April-Ausgabe der V0 veröffentlicht — die ihm bereits am nächsten Tag (27.2.) zurückgeschickte Antwort des zuständigen Redakteurs Ulrich Eichstädt allerdings nicht. Ob Absicht oder nicht - da man ja nie weiß, ob alle E-Mails auch wirklich dort ankommen, wo sie landen sollen, hier beide Schreiben jeweils im Originaltext.
Briefwechsel Biller/Helmes/Eichstädt als PDF-Dokument (3 Seiten)
21. April 2010
A bisserl Zensur geht allaweil
BDMP-Präsident Dr. Volkmar Schilling blockiert das Gegenkandidaten-Team weiterhin.
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 | Dieter Graefrath kandidiert gegen heftigen Widerstand des Amtsinhabers als BDMP-Präsident.
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Eigentlich wollte sich die Redaktion VISIER im letzten Monat vor der Bundesdelegiertenversammlung des BDMP (1./2. Mai in Erfurt) nicht mehr in den Wahlkampf einmischen (Vorgeschichte). Dann erreichte uns ein Hinweis des Präsidenten-Kandidaten Dieter Graefrath, dem es bisher nicht gelang, sich und sein Team in der Verbandszeitschrift V0 den Mitgliedern vorstellen zu können - Schilling nutzte zwar die Wahl-Sonderausgabe im Februar zur ausgiebigen Eigenpräsentation, erlaubte aber dem Druck-Dienstleister Müller nicht, die seit März vorliegende dreiseitige Kandidatenvorstellung des "neuen Präsidiums", wie das Graefrath-Team sich benannt hat, abzudrucken. Für die April-Ausgabe, die ohnehin kaum noch vor der Wahl die Delegierten erreichen wird, wollte Schilling nur eine der drei Seiten freigeben. Graefrath zu VISIER: "Ich habe ausdrücklich untersagt, dass nur ein Teil unserer Vorstellung abgedruckt wird - entweder komplett oder gar nicht." Die Stellungnahme Graefraths kann man indes auf der gut besuchten (eigenen) Website www.bdmp-neues-praesidium.de nachlesen. Welche dunklen Ängste zwischen "Ossis und Wessis" der noch amtierende Präsident Dr. Schilling schürt, lässt sich trefflich in einem Aufruf zur Wahlteilnahme nachlesen, den er am 8. April an Thüringer Vereine verschickte: "...hat sich ein Gegenpräsidium formiert. Allerdings vertritt dies nicht die Interessen der Mitglieder in den neuen Bundesländern (Kein "Ossi" im Team). Wenn es gewählt wird, herrschen im BDMP Verhältnisse wie vor 1999." Ob allerdings Zensur und Intrigen wie vor 1989 die bessere Alternative sind, das müssen die Delegierten selbst durch ihre Wahl Anfang Mai entscheiden. Es zählt jede Delegiertenstimme - das "neue Präsidium" heißt zwar so, ist aber keineswegs schon sicher gewählt.
Im Unterschied zu vorhergehenden Informationen teilt Schilling im selben Brief allerdings mit, dass Delegierte (Nachweis erforderlich!) auch nur am Wahlsonntag anreisen können: "Es reicht auch die Teilnahme am 02. Mai 2010, wenn es nicht anders geht." (Am. 1. Mai wird über die neuen Satzungsänderungen beraten). Anmeldungen könnten, so Schilling weiter, auch nach dem Stichtag 1. April erfolgen, zur Not auch formlos. UE www.bdmp-neues-praesidium.de www.bdmp.de
25. März 2010
Der "Schilling der Woche": Der BDMP-Präsident und sein Hofjournal
Es vergeht wirklich keine Woche, in der BDMP-Präsident Dr. Volkmar Schilling nicht einen speziellen Winkelzug aus dem Advokatenhandbuch zaubert, um den bevorstehenden Bundesdelegiertentag am 1./2. Mai in Erfurt in seinem Sinn zu steuern.
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 | Probesitzung: Die (vom Präsidenten ungewünschten) Kandidaten beim Besuch des BDMP-Stands auf der IWA: Thomas Wagenführ, Dieter Graefrath, Heinz Meier (Messeteam), David Brandenburger, Josef Frey, Denise Brandenburger. Thomas A. Scholle war auf diesem Bild nicht dabei. Foto: Horst Mitera.
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Seitdem das Team um Dieter Graefrath Ende Januar die Kanditur für ein neues Präsidium ankündigte und VISIER den Amtsinhaber Dr. Volkmar Schilling zur Lage des Verbandes befragte (siehe VISIER 2/2010 und VISIER-Online), werden die Nerven offenbar dünner. So ging Dr. Schilling auf der IWA in Nürnberg den VS-Medien-Geschäftsführer Dirk Schönfeld am BDMP-Messestand hart wegen der VISIER-Berichterstattung an und drohte, eine angeblich interne Mail des Redakteurs Ulrich Eichstädt zu veröffentlichen (eine aus einer verkürzten Zuschrift an die Redaktion entstandene Verwechslung, für die sich Eichstädt umgehend schriftlich bei Schilling und allen vorher betroffenen Landesverbandsleitern entschuldigt hatte). Während die Bundesreferenten, die die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften verweigert hatten, abgesetzt wurden, wurde die Kandidatenvorstellung des Graefrath-Teams in der Wahl-Sonderausgabe der Verbandszeitschrift V0 aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt. Schilling stellte hingegen seine eigenen Wahlvorschläge ausgiebig auf mehreren Seiten vor - wohl dem, der bequem steuern kann, was die Mitglieder interessieren darf und was nicht.
Als nun für das pünktlich eingereichte Manuskript Graefraths von der als Dienstleister fungierenden Druckfirma auf Nachfrage erneut keine Veröffentlichungszusage gegeben werden konnte, da einerseits die Freigabe durch Schilling nach Sichtung des Beitrags aussteht und sich andererseits jetzt plötzlich die Auslieferung auf Anfang April verzögern soll, schickte dieser seine Texte kurzerhand per Mail herum, unter anderem auch an VISIER. Nur so konnte der im Text enthaltene Aufruf, möglichst zahlreich zum Delegiertentag zu kommen, die Mitglieder noch vor dem Anmeldeschluss erreichen: Bis zum 1.4. müssen nämlich alle Delegierten bei der Bundesgeschäftsstelle in Paderborn gemeldet sein.
Im Zuge der Wahlgerechtigkeit weist VISIER daher auf diese auch auf der Kandidaten-Website www.bdmp-neues-praesidium.de veröffentlichte Erklärung hin - möge sich jeder stimmberechtige BDMP-Delegierte ein eigenes Bild machen. Denn, wie hatte Dr. Schilling als Vorwort zu seinem VISIER-Interview geschrieben: "...Auch Ihr Einsatz in Bezug auf Wahrung der Eigenständigkeit bzw. Souveränität der einzelnen anerkannten Verbände kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Fachzeitschrift Visier hat sich bereits in der Vergangenheit immer neutral verhalten, so wie es sich für einen soliden Medienvertreter gehört." Na denn... UE
Nachtrag: Inzwischen ist auch eine Stellungnahme des 2008 mit "ruhender Mitgliedschaft" belegten Bundessportleiters Detlef Mesletzky eingetroffen. Dieser hatte gegen seine Ausbootung geklagt, mehrere Gerichtstermine platzten aber kurzfristig. Auch der letzte am 17. März 2010 war nach kurzer Dauer beendet. Aber lesen Sie selbst, wie Mesletzky den Ablauf schildert.
22. März 2010
IWA-Rundgang bei Schiesssport-TV online
Wer einige Impressionen, Interviews und Innovationen der Waffenbranche sehen will, kann das jetzt bei SCHIESSSPORT-TV tun.
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Die Videos von der IWA in Nürnberg (12. - 15. März) sind jetzt online abrufbar unter www.schiesssport.tv . Bei diesem neuen Video-Angebot handelt es sich um das zweite Projekt zweier Filmemacher aus Tirol - schon ihr Imagevideo für den Tiroler Landesschützenbund hatte 2009 für Aufsehen gesorgt. Geschäftsführer Rudolf Sailer, selbst erfolgreicher Sportschütze, und Kameramann Mirko Blatancic geben mit ihren IWA-Videoclips einen Eindruck der Messe-Atmosphäre wieder. SCHIESSSPORT-TV ist werbefinanziert und im Augenblick weitgehend auf österreichische Veranstaltungen ausgerichtet - einfach mal anschauen! UE www.SCHIESSSPORT.TV
"Nicht die Auffassung des DSB"
DSB-Vize Jürgen Kohlheim widerspricht der SPD-Aussage im Winnenden-Abschlussbericht.
Der Sonderausschuss des Landtages Baden-Württemberg hat in der letzten Woche seinen Abschlussbericht zum "Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen: Jugendgefährdung und Jugendgewalt" vorgestellt. Viele Forderungen vor allem der SPD zur Waffenrechtsverschärfung wurden aber von der Ausschuss-Mehrheit abgelehnt, was die zuständige Obfrau der SPD, MdL Katrin Altpeter, aber nicht daran hinderte, in der Landespressekonferenz Baden-Württemberg die Tatsachen etwas zurechtzubiegen (Link zum kompletten Text). So hatte sie unter anderem ausgeführt: "Ein Verbot des IPSC-Schießens fordert nach wie vor nicht nur die SPD. Auch der als Sachverständiger geladene Vertreter des Deutschen Schützenbundes (DSB), des größten deutschen Schützen-Dachverbandes ((Anm.d.Red: das war DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim)) hat dies vor dem Sonderausschuss gefordert."
Jürgen Kohlheim reagierte sofort und schrieb Katrin Altpeter an: "Ausweislich des schriftlichen Protokolls habe ich eine derartige Aussage in der öffentlichen Sitzung ebenso wenig wie in der nicht-öffentlichen Sitzung getroffen. Sie entspräche auch nicht der Auffassung des Deutschen Schützenbundes, für den die Rechtslage verbindlich ist. Bei dem IPSC-Schießen handelt es sich um eine vom Bundesverwaltungsamt genehmigte Disziplin eines ebenfalls vom Bundesverwaltungsamt anerkannten Schießsportverbandes." Zugleich hat Jurist Kohlheim Katrin Altpeter aufgefordert, diese Behauptung künftig zu unterlassen.
Diese Einstufung des IPSC-Sports teilt im übrigen auch die Bundesregierung, die über das Innenministerium erst kürzlich die Verschärfungswünsche des Bundesrats klar ablehnte. Ebenso sah das auch die Mehrheit im Amok-Sonderausschuss sowie die Landesminister Rech (CDU, Innen) und Goll (Justiz, FDP), was Frau Altpeter aber wenig anficht. Einem früheren Vorsitzenden Richter eines Verwaltungsgerichts wie Jürgen Kohlheim mal eben eine anderslautende Aussage unterzuschieben, das ging nun aber schief. UE
Update: Frau Altpeter ließ ihren Sprecher am 16.3.2010 an Herrn Kohlheim antworten, die mißverständliche Passage sei durch eine Textkürzung entstanden und man (bzw., frau) würde die inkorrekte Aussage bedauern und selbstverständlich nicht wiederholen.
26. Februar 2010
Keine Meisterschaften 2010 in zahlreichen BDMP-Disziplinen
Ohne Moos nichts los: fünf Bundesreferenten des Bundes der Militär- und Polizeischützen haben jetzt gemeinsam erklärt, dass sie für ihre Bereiche die Deutschen Meisterschaften und alle weiteren Veranstaltungen des Sportjahrs 2010 nicht durchführen werden.
Die der VISIER-Redaktion vorliegende Erklärung besagt zugleich: "Auf Grund jahrelanger negativer Erfahrungen in dem Versuch, einen geregelten Sportbetrieb zu gewährleisten, erklären wir gleichwohl, dass wir nach dem Bundesdelegiertentag am 1. und 2. Mai 2010 in Erfurt für eine weitere Zusammenarbeit mit dem jetzigen Präsidium nicht mehr zur Verfügung stehen werden". Als Gründe werden neben der gerade verabschiedeten neuen Reisekostenordnung vor allem "das willkürliche Zurückhalten" der zugesagten Etats durch das gerade neuformierte Präsidium angegeben. Die geänderte Reisekostenordnung bedeute, so die Erklärung, "eine gravierende Verschlechterung für den Breiten- und das Aus für den Leistungssport", zudem fühlen sich die Referenten nicht vom Präsidium unterstützt, das zudem kaum erreichbar sei. Für den Anfang Mai angesetzten Bundesdelegiertentag in Erfurt, für den ohnehin Satzungsänderungen angekündigt waren, ist damit mit weiteren Tagesordnungspunkten und heftigen Diskussionen zu rechnen - die betroffenen Sportler hingegen, für die in den beliebten Disziplinen wie Bianchi-Cup, .30 M1, LAR, ZF-Gewehr oder den Dienstpistolen-Klassen nun die Meisterschaftssaison 2010 schon beendet ist, werden sich Gedanken machen, wie es zu diesem Desaster kommen konnte und wer dafür verantworlich ist. UE
21. Dezember 2009
DSB-Poster "Waffen-Aufbewahrung"
Der Deutsche Schützenbund hat zusammen mit seinem Partner Hartmann Tresore AG und mit freundlicher Unterstützung des Unternehmens Krüger Druck+Verlag ein anschauliches Plakat (Foto) mit Informationen zur sicheren und gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrung von Waffen erstellt.
Dieses Plakat dient allen Schützinnen und Schützen noch einmal auch als optisch vereinfachter Hinweis, wie die im Waffengesetz geforderten Vorschriften zwingend umgesetzt werden müssen (Anmerkung von VISIER: Anstelle der einschüssigen "Freien Pistole" als Kurzwaffensymbol können natürlich auch mehrschüssige Kurzwaffen in den Tresoren gelagert werden; das Bild ist etwas missverständlich...)
Der Deutsche Schützenbund stellt dieses Plakat über die Landesverbände allen Vereinen im DSB kostenlos zur Verfügung. Es kann aber auch hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden, auch ein vergrößerter Ausdruck des PDF-Dokuments zum Aushang ist von der Druckqualität her möglich. UE
Link zur Meldung/zum Download auf der DSB-Website
5. November 2009 /ergänzt am 9.11.2009
Schützen gegen Coca-Cola: Weltmeisterschaft im Zurückrudern
Da hatte der Rheinische Schützenbund Anfang 2009 bei der zuständigen Coca-Cola-Vertretung Rheinland gefragt, ob man den Rheinischen Schützentag 2010 in Essen und die Landesmeisterschaft mit alkoholfreien Getränken sponsern wolle. Die schroffe Antwort des Cola-Gebietsrepräsentanten vom 30. März, kurz nach dem Amoklauf von Winnenden: “Aufgrund von Ereignissen in Deutschland und den USA wird sich die CCEAG nicht im Bereich Sportaktivitäten, die mit Schusswaffen zu tun haben, beteiligen.”
Das verblüffte RSB-Präsidium überlegte lang und stellte dann am 23. Oktober diesen Affront samt Kommentar auf seine Website. Von dort sprach sich die Absage in Windeseile unter den Schützen herum. Denn andersherum gibt es ja auch zahllose Schießsportvereine, die bei Veranstaltungen bisher Cola-Getränke ausschenkten (zum Konzern gehören noch viele andere alkoholfreie Getränke). Viele Waffenbesitzer bekundeten ihrerseits, künftig auf diese Anti-Waffen-Getränke zu verzichten (hier im Diskussionsforum "Waffen-Online"). Auf eine VISIER-Anfrage meldete sich nun Uwe Kleinert, Leiter Responsibility & Sustainability von Coca-Cola Deutschland (und damit zuständig für die Firmen-"Policies"), dem “keine solche grundsätzliche Aussage unserer Firma - weder der Coca-Cola GmbH noch der CCE AG auf nationaler Ebene bekannt war. Es hat sich auch bestätigt, dass es von den dafür maßgeblichen Abteilungen keine derartige spezielle Firmenpolitik gegenüber dem Sportschießen gibt. Vielmehr unterstützt Coca-Cola, wie Sie bereits angemerkt hatten, den Olympischen Gedanken insgesamt durch sein Engagement bei den Olympischen Spielen, den Paralympics, den Special Olympics und in Deutschland auch durch unser eigenes Programm Mission Olympic, bei dem übrigens die Sportschützen bei den fünf Finalevents jeweils integriert waren. Wir bitten deshalb ausdrücklich, die Formulierung in dem Ihnen vorliegenden Absageschreiben zu entschuldigen.“
Was an der Absage an den RSB natürlich nichts ändert und offenbar nichtolympisches Schießen auch nicht umfasst. Olympia ist gut, alles andere pfui? Während man sich zuckertriefende und kostenlose Cola schlürfende Leistungssportler kaum vorstellen kann, dürfte der (bezahlte!) Konsum an Cola & Co bei jedem Schützenfest oder Pokalschießen deutlich höher liegen.
Die Rheinländer sitzen indes nicht auf dem Trockenen; schließlich wird der knapp 90 000 Mitglieder starke DSB-Landesverband schon seit Jahren und ohne Einschränkungen von den mit Coca-Cola konkurrierenden Firmen Sinalco und Rheinfelsquelle unterstützt, die dies auch weiterhin zugesagt haben. UE
Update 9.11.: Uwe Kleinert hat sich nochmals gemeldet und klargestellt, dass er nicht "Pressesprecher" von CC Deutschland sei, sondern die Äußerungen und Darstellungen des Konzerns koordiniere. Es gäbe auch keine grundsätzliche Ablehnung nicht-olympischen Sportschießens, was sich anhand bisheriger Aktivitäten auch belegen lasse. Wir bleiben im Kontakt — das ist ja auch schon etwas Positives. UE
30. Oktober 2009
Bundeskartellamt akzeptiert Nutzungseinschränkung bei Presslufttanks
Die Begrenzung der Lebensdauer von Druckgastanks durch die Sportwaffenhersteller und den Herstellerverband JSM verstößt nicht gegen § 1 GWB.
Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) besagt in seinem Paragraph 1: "Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten." Genau das war offenbar n einer beim Bundeskartellamt eingereichten Beschwerde vermutet worden. Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes durch das Bundeskartellamt hat dieses nunmehr klargestellt, dass das gemeinsame Vorgehen der im JSM organisierten Sportwaffenhersteller in Bezug auf die Nutzungsdauer von Druckgaskartuschen keine Wettbewerbsbeeinträchtigung bezweckte, da die Nutzungsbegrenzung aus Gründen des Gesundheitsschutzes erfolgte. Ein Verstoß gegen § 1 GWB wurde somit nicht gesehen, so dass das Bundeskartellamt die Vorermittlungsverfahren auch eingestellt hat. Weiterhin stellte das Bundeskartellamt fest, dass die vom JSM gewählte gemeinsame Vorgehensweise dazu diente, eine „möglichst effektive und einheitliche Kommunikation gegenüber den Schützen und deren Verbänden“ zu erreichen, um diese für das bestehende Gesundheitsrisiko bei der Verwendung von Druckgaskartuschen nach Ablauf von 10 Jahren zu sensibilisieren. VISIER hatte über die Aktionen der Hersteller wegen der Gefahr durch platzende Tanks in seinem "Pressluft-Knigge" in Heft 7/2008 berichtet. Der Deutsche Schützenbund hatte daraufhindie Nutzung von Presslufttanks auf maximal zehn Jahre in seine Sportordnung aufgenommen. UE
26. September 2009 - noch 1 Tag bis zur Bundestagswahl - gehen Sie wählen!!
DSB-Sportordnung für 2010 genehmigt
Das Bundesverwaltungsamt hat auch die Regeländerungen des Schützenbunds abgesegnet, die ab 1. Januar 2010 in Kraft treten.
Diese Genehmigung ist insofern für die Sportschützen wichtig, da nur aufgrund einer genehmigten Sportordnung waffenrechtliche Bedürfnisse erteilt werden dürfen. Fast alle Änderungen sind allerdings nur redaktioneller Art, klarere Formulierungen, andere Abstandswerte bei Wurfscheiben-Anlagen und ähnliches. Eine Gegenüberstellung der Änderungen beim DSB finden Sie auf der Website des Deutschen Schützenbundes (etwas nach unten scrollen). UE
24. September 2009 - noch 3 Tage bis zur Bundestagswahl - gehen Sie wählen!!
Schützenbund veröffentlicht Studien zur Jugendarbeit
Schüler, die im Verein das Sportschießen erlernen, werden keine Rambos, sondern verantwortungsbewußter und konzentrierter als andere.
Nach dem Amoklauf von Winnenden standen in den vergangenen Monaten immer wieder vor allem Schüler und Jugendliche, die das Sportschießen mit Gewehr und Pistole als Hobby ausüben, in der kritischen Diskussion. Gegner des Schießsports und insbesondere auch die Medien brachten Argumente, die auf Emotionen beruhen, aber inhaltlich und sachlich falsch sind. Einzelne Fehlvorstellungen, dass Sportschießen zum Beispiel Gewaltpotentiale fördern oder Kinder an die Waffen bringen würde, kursierten in der Betrachtung ebenso wie eine zielgerichtete gesamtheitliche Ablehnung des Sportschießens. Um zur Versachlichung dieser Diskussion beizutragen, stellt der Deutsche Schützenbund zwei Projekte online zur Verfügung, die wissenschaftlich belegen, dass Sportschießen sehr positive Effekte auf Heranwachsende im Hinblick auf die Steigerung der schulischen Leistungen, des Konzentrationsvermögens sowie auf die Förderung des Verantwortungsbewusstseins zeigt. Die Studien entstanden in Zusammenarbeit mit dem Sportwissenschaftlichen Institut der Universität Gießen, Fachbereich Trainingswissenschaften und Sportdidaktik. Darin konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass sich Sportschießen bei Kindern und Jugendlichen ausgesprochen positiv auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie die allgemeinen koordinativen und motorischen Fertigkeiten auswirkt. Studie "Kinder trainieren anders" Studie "Einflüsse des Sportschießens"
Seit wenigen Tagen liegt darüber hinaus das Buch „Ich lerne Sportschießen“ aus der Feder der beiden Autorinnen Katrin Barth und Beate Dreilich (DSB-Bundestrainerin Leistungsdiagnostik) vor. Es ist unter der sportwissenschaftlichen Beratung des Pädagogikexperten Prof. Dr. Bernd Barth entstanden. Auf 150 durchgehend farbigen und aufwändig illustrierten Seiten liefern die Verfasserinnen ein beachtliches Lern- und Arbeitsbuch in kind- und jugendgerechter Sprache. Von der Geschichte des Sportschießens und wichtigen Tipps zu den Themen Ernährung, Entspannung und Konzentration über die Grundlagen des Bogen-, Gewehr- und Pistolenschießens bis hin zu spannenden Rätseln enthält das Buch alles, was begeisterte Nachwuchsschützen für ihren Sport brauchen. Das Buch ist unter der ISBN-Nummer 978-3-89899-458 für 14,95 Euro erhältlich und wird vom Deutschen Schützenbund zur Kinder- und Jugendarbeit im Verein ausdrücklich empfohlen. (DSB/UE) Zur DSB-Presseinformation
Zur neuen Website der Deutschen Schützen-Jugend
17. September — noch 10 Tage bis zur Bundestagswahl - gehen Sie wählen!
Konzentration auf das Wesentliche — ein Erfolgsrezept
Das Schieß-Sport-Center Allermann im kleinen Ort Ottersberg im Landkreis Verden feiert Jubiläum: Vor 75 Jahren begann es mit Gemischtwaren, auch heute noch gibt's "fast alles", aber konzentriert auf den Schießsport mit Sportwaffen und Bögen. Mehr dazu...
7. September 2009 - noch 20 Tage bis zur Bundestagswahl - gehen Sie wählen!
DSB nimmt Stellung zum umstrittenen Mückl-Interview
Die Wiedergabe von Äußerungen des Bundessportleiters Max Mückl in dem Bericht „Aussitzen im Wohnwagen – Die DM der Sportschützen nach dem Amoklauf in Winnenden“ hat unter den Mitgliedern des Deutschen Schützenbundes (DSB) zu Irritationen geführt.
Auch VISIER-Online hatte über die Diskussionen berichtet (siehe "Wahlprüfsteine" etwas weiter unten auf dieser Seite). Es ging um die Haltung des größten deutschen Schießsportverbands zu weiteren Verschärfungen des Waffengesetzes und zum Großkaliber-Sport. In der Presseerklärung des DSB von heute heißt es deshalb: "Daher geben Präsident Josef Ambacher und Bundessportleiter Max Mückl, hierzu folgende Stellungnahme zur Klarstellung der missverständlichen Wiedergabe der Äußerungen von Herrn Mückl ab:"
Vollständiger Text der Stellungnahme auf der DSB-Website
5. Juni 2009
Schützenbund reagiert sachlich auf polemische Angriffe
Aufgrund von immer dreister werdenden Artikeln und Äußerungen, die in ihrer Unsachlichkeit oder ideologischen Einseitigkeit kaum noch zu überbieten sind, hat sich der DSB nun entschlossen, Teile dieser Reaktionen öffentlich zu machen.
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 | DSB-Präsident Josef Ambacher
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Als viertgrößter deutscher Sportverband ist der DSB von einer ganzen Reihe von Maßnahmen in einzelnen Bundesländern direkt oder indirekt betroffen, auch die seit Wochen anhaltenden Hetzkampagnen in der Presse will der in Wiesbaden ansässige Verband nicht unwidersprochen lassen. Präsident Josef Ambacher: "Themenbereiche wie zum Beispiel die Nutzung von Räumlichkeiten in Schulen durch Schützenvereine in Nordrhein-Westfalen oder die Aktionen in Baden-Württemberg, wo Schüler nahezu als „Drückerkolonnen“ zur Unterschriftensammlung gegen das Sportschießen ausgenutzt wurden sowie auch direkte Ausgrenzungsmaßnahmen gegen Mitglieder von Schützenvereinen können nicht ohne angemessene Antworten seitens des Dachverbandes bleiben." Die blieben bisher intern, nun aber hat sich der DSB entschlossen, die wichtigsten Schreiben zu veröffentlichen - etwa an NRW-Ministerpräsident Rüttgers und dessen Schulministerin Sommer, einen Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung oder eine Bitte um "Rückendeckung" an den Deutschen Olympischen Sportbund. UE/DSB-Info
25. Mai 2009
Grosskaliber-Schießen: Nur "herumballern"??
Von den Grünen bis zur SPD: Viele Politiker fühlen sich berufen, mal ohne jede Fachkenntnis festzulegen, was nun Sportschießen ist und was nicht - letzteres muß natürlich umgehend verboten werden. Wo kämen wir hin, wenn sich Politiker vor dem Reden erst informieren müßten?
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 | Heribert Bettermann, zigfacher Deutscher und internationaler Meister im Pistolenschießen (BDS und BDMP) - zum Vergrößern bitte anklicken.
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VISIER möchte dem abhelfen und hier zusammenstellen, welche Grosskaliber-Disziplinen die einzelnen anerkannten Schießsportverbände betreiben, viele davon auch international und mit großem Erfolg. Von der körperlichen Fitness über die mentale Vorbereitung bis zur absoluten Konzentration im Match reicht die Palette der Anforderungen, wenn man einen vorderen Platz belegen will. Mehr dazu...
9. Mai 2009
Mehr ist weniger bei Walther
Das bekannte Sprichwort hat die Firma Carl Walther umgedreht und bietet bei den Universal-Luftgewehren LG 300 Universal Buche und LG 300 Junior Schichtholz mehr Ausstattung für weniger Geld.
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 | (für Schaft-Detail LG 300 Junior bitte anklicken)
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Ideal für Vereine, so die Presseinfo, sei die jetzt stufenlos einstellbare Schaftlänge und Backenhöhe (war bisher nur durch Distanzstücke mit festen Abständen möglich). Zusätzlich lässt sich die Schaftkappe in der Höhe verschieben, sowie die Backe faktisch in jede Richtung drehen, schwenken sowie zusätzlich verkanten. Die Verbesserungen gibt es trotz gesenktem Preis: Das leichte LG 300 Junior liegt jetzt bei 1.249 Euro empf. Ladenpreis (vorher 1.355,-- €), das LG 300 Universal ist sogar um 109,-- € niedriger (1.199 statt 1308 Euro). Info: Carl Walther GmbH, Postfach 2740, 59717 Arnsberg, Tel.: 02932/638-100, Fax: 02932/638-149, Mail oder www.carl-walther.de
2. Mai 2009
DSB-Schützentag: "Lübecker Erklärung" zur Waffenrechtsverschärfung
"In den Medien und in weiten Bereichen der Politik wird zunehmend das sportliche Schießen nach den schrecklichen Ereignissen von Winnenden in Frage gestellt und Sportschützen als schießwütige Rambos dargestellt. Dem treten der Deutsche Schützenbund und seine 1,5 Millionen Sportschützen entschieden entgegen."
Anläßlich des an diesem Wochenende in Lübeck stattfindenden Deutschen Schützentags hat die Delegiertenversammlung eine "Lübecker Erklärung" verabschiedet, die die Positionen des mit 1,5 Mio Mitgliedern viertgrößten deutschen Sportverbands klar umreißt (demnächst mehr zu diesem Thema).
Zur "Lübecker Erklärung" auf der DSB-Website
Bei der Delegierterversammlung wurde auch das Präsidium neu besetzt. Präsident Josef Ambacher fehlte zwar krankheitsbedingt, wurde aber wiedergewählt. Um die fünf Vizepräsidenten-Stellen (eine davon zwingend eine Frau) wurde hart gefochten. Die Gesamtaktivensprecherin und vielfache Olympiateilnehmerin im Trap und Doppeltrap, Susanne Kiermayer (Foto Mitte), konnte sich in einer Stichwahl gegen die bisherige Vizepräsidentin Ute Krämer durchsetzen. Im Amt blieben Heinz-Helmut Fischer (1. Vize), Jürgen Kohlheim und Jonny Otten. Neu hinzu kam Gerd Hamm (LV Mecklenburg-Vorpommern), der den bisherigen Bundesjugendleiter Dirk Eisenberg und Rainer Wickidal abhängen konnte.
Zur Berichterstattung über den Schützentag (DSB-Website)
28. April 2008
IPSC-Schützen wehren sich gegen Politiker-Lügen
"Gefechtsmäßiges Schießen"?? Auch wenn die Abgeordnete Gabriele Fograscher (SPD) den Bundestag in der Debatte von letztem Donnerstag mit Unterstellungen für ein Verbot von IPSC- und Westernschießen einnehmen wollte - die nachprüfbaren Fakten sagen etwas anderes.
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Fograscher hatte in ihrer Bundestagsrede für die SPD die im Waffengesetz definierten Verbotsmerkmale für "Combat-Schießen" so verlesen, als seien diese nicht streng untersagt, sondern gerade tägliche Praxis beim IPSC- und Westernschießen — ob diese Verdrehung der Tatsachen einfach nur Unwissenheit (als Mitglied des Innenausschusses?) oder bewußte Manipulation im Sinne des SPD-Parteiprogramms war, sei zunächst dahingestellt. Inzwischen bieten die IPSC-Schützen nämlich genügend Argumente, warum es sich um einen Leistungssport und kein Kampftraining handelt. Olav Klopfer vom Berliner IPSC-Club NO-SHOOT hat für den Bund Deutscher Sportschützen BDS (der IPSC und Westernschießen in Deutschland vertritt) eine Info-Seite zum IPSC-Schießen in rekordverdächtiger Zeit zusammengestellt — das Durchforsten lohnt sich, auch und gerade für Frau Fograscher, um weiteren bösen Unterstellungen entschieden entgegenzutreten:
www.ipsc4ever.info
25. April 2009
Gehmann baut Morini-Presslufttanks um
...wenn das Herstellungsdatum fehlt oder die 20-Jahre-Frist abgelaufen ist.
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Gemäß den Vorgaben des Deutschen Schützenbundes dürfen generell keine Druckgasbehälter mehr mit abgelaufener Nutzungsdauer bzw. ohne Angabe des Herstellungsdatums verwendet werden. Es ist auch zu beachten, dass jeder Schütze für seine Druckluftkartusche allein verantwortlich ist. Der DSB hat inzwischen für die Morini-Druckluftkartuschen eine 20-jährige Nutzungsdauer anerkannt, weil der Schweizer Hersteller dies international so anbietet. Da nicht auf allen Morini-Kartuschen ein Herstellungsdatum aufgebracht ist, bietet Gehmann einen Austausch des Kartuschenrohrs an. Der Preis dafür beträgt 67,50 Euro pro Kartusche, gegen Vorlage des Gehmann Serviceheftes werden 10% Rabatt gewährt. Die neuen Kartuschenrohre tragen selbstverständlich das aktuelle Herstellungsdatum und haben damit eine Zulassung für 20 Jahre. Weiterhin bietet Gehmann den Umbau von feststehenden auf abschraubbare Kartuschen - mittels des Wechsel-Kit Art.M290 (enthält zwei Pressluftkartuschen mit Manometer) - zum Preis von 355 Euro an. Die Abwicklung muss in jedem Fall über den Fachhandel erfolgen. Für eventuelle Fragen stehen die Mitarbeiter der Fa. Gehmann jederzeit gerne zur Verfügung. Info: www.gehmann.com
14. April 2009
Anton Kuchenreuter verstorben
Der Büchsenmachermeister, Oberhaupt einer seit 1640 wirkenden Dynastie und Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, ist am Samstag, den 11. April 2009, im Alter von 85 Jahren verstorben.
„Ich bin ein gebürtiger Chamauer“ sagte er, der im schneereichsten Winter des vergangenen Jahrhunderts am 13. Januar 1924 geboren wurde, immer wieder gerne in Bezug auf seine Heimatstadt, die ihrem Ehrenbürger viel zu verdanken hat. Im deutschen Schützenwesen genießt Anton Kuchenreuter einen legendären Ruf. Zusammen mit seinem Vater Josef war er zunächst maßgeblich an der Wiedergründung des ältesten Schützenvereins in Cham, der Vereinigten Schützengesellschaft, beteiligt. Von 1984 bis 1993 stand er dem Oberpfälzer Schützenbund als Präsident vor. Auch über Deutschlands Grenzen hinweg kam der herausragende Büchsenmacher, der mehrere Filialen gründete, um sich die wirtschaftliche Eigenständigkeit gegenüber weitaus größerer Konkurrenz zu erhalten, zu Schützenehren. So wurde in den internationalen Vorderladerdisziplinen ein Wettbewerb nach ihm benannt. Bei den letzten Weltmeisterschaften 2008 in Australien gewann eine deutsche Schützin den Replikawettkampf mit der Perkussionspistole, der den Namen „Kuchenreuter“ trägt. Seine Söhne Martin (geb. 1958) und Christoph (geb. 1965), die schon lange ins Geschäft eingestiegen sind, setzen die mittlerweile über 360 Jahre währende Familientradition des Waffenbaus fort.
„Die Büchsenmacherei ist ein sehr schöner und vielseitiger Beruf,“ hat Anton Kuchenreuter einmal voller Stolz gesagt, „Argwohn hat unsere Zunft nicht verdient, denn das Gewehr erschießt niemanden, das sind schon die Menschen selber.“ (DSB-Info/UE)
3. April 2009
Ambacher: "DSB steht zu allen seinen Disziplinen"
Nach einem Treffen von DSB-Präsident Josef Ambacher und Vize-Präsident Jürgen Kohlheim mit Vertretern des Bundesinnenministeriums wendet sich der Schützenbund-Chef mit einer klaren Stellungnahme an die Mitglieder.
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 | DSB-Präsident Josef Ambacher
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Auszüge daraus: „Wir sind absolut einer Meinung, dass nach der furchtbaren Tat eines Einzelnen die Mitglieder in unseren Vereinen an der Basis keinem unzulässigen Generalverdacht ausgesetzt werden dürfen. Für den Deutschen Schützenbund heißt dies, dass wir noch enger mit den politischen Instanzen kooperieren müssen. (...)
Wir werden uns dabei eindeutig für die Gesamtheit unserer Mitglieder einsetzen und wenn ich hier Gesamtheit betone, dann meine ich alle bei uns im Verband existierenden Sportarten und Disziplinen, unabhängig davon, ob es jetzt Druckluft-, Klein- oder Großkaliberdisziplinen betrifft. Wir werden immer wieder deutlich machen, dass es in unserem Verband keine „guten“ und „bösen“ Disziplinen gibt. Alle unsere vom Bundesverwaltungsamt genehmigten Wettbewerbe werden von uns gleich behandelt und ich versichere, dass ich mich gegen jede Benachteiligung einzelner Disziplinen heftig zur Wehr setzen werde."
Im folgenden ging Ambacher auf mögliche "Mißverständnisse" ein, die aus seinen Äußerungen in der TV-Sendung "Maischberger" und durch ein Interview mit DSB-Bundesjugendleiter Dirk Eisenberg entstanden sind.
Den kompletten Wortlaut der Erklärung finden Sie auf der Website des Deutschen Schützenbundes.
10. März 2009
DSB-Ehrenmitglied Lothar F. Schriever verstorben
Der Mentor der "Laufenden Scheibe" ist tot: Das Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes ist am 25. Februar 2009 im Alter von 85 Jahren gestorben.
Lothar F. Schriever war einer der wenigen Funktionäre, der die von ihm vertretene Sportart selbst als Aktiver ausgeübt und es bis zu Deutschen Meisterehren gebracht hat. Von 1967 bis 2001 war der gebürtige Westfale Bundesreferent für die Disziplin Laufende Scheibe und gestaltete an exponierter Stelle den Aufbau und die Entwicklung dieser von 1972 bis 2004 olympischen Sportart. Er bekleidete darüber hinaus 14 Jahre das Amt des Bundestrainers Laufende Scheibe und war damit für die herausragenden Erfolge der deutschen Schützen mit mehreren Weltmeistertiteln und Olympiamedaillen direkt verantwortlich.
Im internationalen Bereich war Lothar F. Schriever ein hochgeschätzter Experte für die Präsidien des Internationalen Schießsportverbandes (ISSF) und der Europäischen Schützenkonföderation (ESK). In beiden Verbänden stand er als Vorsitzender den jeweiligen Fachkomitees der Disziplin Laufende Scheibe vor. Als internationaler Kampfrichter nahm er an mehreren Olympischen Spielen teil. Der Internationale Schießsportverband ehrte ihn anlässlich der 48. Weltmeisterschaft im Sportschießen im finnischen Lahti 2002 mit der höchsten Auszeichnung des Weltverbandes, der Ehrenmitgliedschaft. Der Deutsche Schützenbund verlieh dem „Vater der Laufenden Scheibe“, wie Lothar F. Schriever in Schützenkreisen genannt wurde, den Goldenen Ehrenring und die Ehrenmitgliedschaft. Darüber hinaus war er Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. (UE)
1. März 2009
„Grünes Band 2009“ und Anti-Doping-Sonderpreise ausgeschrieben
Zum 23. Mal in Folge verleihen die Dresdner Bank und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“. Um die 50 mit je 5.000 Euro dotierten „Grünen Bänder“ können sich alle Sportvereine bewerben, die sich besonders stark in der Nachwuchsförderung engagieren.
Wie im Vorjahr ergänzen drei Sonderpreise zum Thema Dopingprävention den Wettbewerb. Die Sonderpreise sind ebenfalls mit je 5.000 Euro dotiert. Bewertet werden unter anderem die Angebote und Programme der Vereine in der Prävention sowie die Zusammenarbeit mit Landesverbänden oder der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2009, die Bewerbungsunterlagen und Details finden Sie auf der Website des Deutschen Schützenbundes. DSB/UE
19. Januar 2009
Exzellente Werbung für den Schießsport im Fernsehen
Wer hätte das gedacht: gleich auf drei Sendern wurde am letzten Wochenende Schießsport vom Feinsten im Fernsehen präsentiert - und durchweg seriös, ohne hämische Kommentare und das oft leider übliche "Ihgitt, Waffen!"
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 | Stefan Raab schiesst mit der KK-Sportpistole (Zum Vergrößern bitte anklicken)
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Das "Aktuelle Sportstudio" des ZDF sendete am letzten Samstag live aus dem Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) in Paderborn, anläßlich der Ausstellungseröffnung "Computer.Sport", und natürlich kamen auch die Sportjournalisten nicht am spannenden Biathlon-Simulator vorbei: Heike Henkel, Ex-Olympiasiegerin im Hochsprung, mußte erst auf dem Cross-Trainer ihren Puls in die Höhe treiben, um dann mit dem Lichtgewehr auf fünf maßstabgerechte Ziele anzulegen. Kommentar: "Das ist gar nicht so leicht, mit pumpendem Puls das ungewohnte Gewehr ruhigzuhalten". Das wissen natürlich die Biathleten auch, die am selben Wochenende ihren Weltcup in Ruhpolding vor knapp 25.000 begeisterten Zuschauern absolvierten. ARD und ZDF berichteten abwechselnd. Jeder Treffer der etwas erfolgreicheren Damen wurde mit Jubel kommentiert, während sich die Herren "mentalmäßig" eher auf die kommenden Weltmeisterschaften zu konzentrieren schienen. Das Schießen mit dem KK-Gewehr ist für Zuschauer wie Reporter akzeptiert, und selbst meine 83jährige Mutter wußte genau, daß man bei Fehlschüssen im Sprint nicht nachladen darf, sondern eine Strafrunde laufen muß - so vermittelt man Sportwissen an jedermann.
Wer die öffentlich-rechtlichen Sender am Samstagabend mied und zu Pro7 wechselte, konnte indes eine weitere Schieß-Vorführung sehen. Beim immerhin mit 2 Millionen Euro dotierten Zweikampf "Schlag den Raab" mußten Multitalent Stefan Raab und sein Gegner Markus jeweils vier Fünf-Schuß-Serien mit der KK-Sportpistole abfeuern, und zwar auf die Standarddistanz 25 m und Original-Papierscheiben. Filmwaffen-Fachmann Walter Wissmann aus Köln sorgte als Oberschiedsrichter für die notwendige Einhaltung der Sicherheitsregeln, aber beide Kontrahenten gingen konzentriert zur Sache und "ran an die Walther GSP". Nicht unbedingt erfolgreich allerdings bei Raab, der hier klar von Marcus nach Ringen geschlagen wurde. Die 2 Millionen Euro blieben trotzdem beim Sender, weil Raab die meisten anderen Prüfungen klar für sich entscheiden konnte. Wer sich die Schieß-Übung nochmals in Ruhe ansehen möchte, kann sich den Videoclip bei Pro7 ansehen. UE
13. Januar 2009
Computer & Sport im Nixdorf-Museum Paderborn
High-Tech ist heute weder aus dem Breiten- noch aus dem Spitzensport wegzudenken und hat sowohl die sportlichen Leistungen wie auch die Medienberichterstattung weitgehend beeinflußt
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 | (für 2. Bild bitte anklicken)
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Die Sonderausstellung computer.sport vom 18. Januar bis 5. Juli 2009 im Heinz-Nixdorf-MuseumsForum (HNF) in Paderborn soll dies eindrucksvoll und nachvollziehbar belegen. Auf 1000 Quadratmetern sollen die erwarteten 80.000 Besucher an 26 interaktiven und 12 Medien-Stationen Sport ganz neu erleben. Gerade die Biathlon-Simulation verspricht eine der Haupt-Attraktionen zu werden, wie Tests mit Paderborner Schulklassen im Vorfeld zeigten: Hierbei wird zunächst der Puls auf Crosstrainern auf Höchstwerte gejagt, um anschließend mit den umgebauten und nicht schießfähigen Anschütz-Gewehren die Klappziele mit unsichtbaren Laserstrahlen anzuvisieren. Den Simulator samt Software entwickelt hat die Kölner Firma Operate-IQ GmbH um Geschäftsführer Klaus Kremer, der sowohl im Sportschießen wie auch bei der Präsentationssoftware für Schießwettkämpfe über langjährige Erfahrung verfügt. Übrigens können Besitzer von Anschütz LaserPower-Systemen die neue IQ-Software ab 1. Februar für drei Monate kostenlos auf der Firmenwebsite herunterladen.
Zur Ausstellungseröffnung am Abend des 17. Januar hat sich viel Prominenz angesagt: neben Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble etwa Dr. Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und viele aktive und ehemalige Top-Sportler. Das ZDF wird ausnahmsweise das "Aktuelle Sportstudio" am 17.1. aus dem Paderborner Ausstellungs-Foyer senden.
Videos aus der Sonderausstellung
19. Dezember 2008
Neuer Anschütz-Alu-Schaft "Precise"
Der Name ist Programm: ANSCHÜTZ wartet mit einem neuen Aluminiumschaft auf, der nicht nur in modernstem Design gehalten ist, sondern auch eine ganze Reihe an technischen Finessen bietet:
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 | (Zum Vergrößern anklicken!)
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Der Vorderschaft des "Precise 1918 / 2018" ist sehr schlank, aus hochfesten Alu-Blöcken gefräst und verfügt über große Radien, womit er für alle Handgrößen geeignet ist. Der hochglanzpolierte Schaft ist durch eine Nano-Oberflächenversiegelung dauerhaft geschützt. Die Bohrungen im Vorderschaft sorgen für eine gleichmäßige Temperatur des Laufes beim Schießen (Kamineffekt). Die Keilform in Längsachse des Schaftes wurde mit aufwändigen Analyseprogrammen berechnet und sorgt für ein Optimum im Schwingungsverhalten sowie bei Stabilität und Schussleistung.
Die Skalierung an der Backenseiten-, der Höhen- und der Griffverstellung und am Vorderschaft ist fortlaufend und millimetergenau, so dass eine optimale, wiederholgenaue Repositionierung der Einstellungen und Zubehörteile gewährleistet ist. Der stufenlos seitlich verschiebbare und drehbare Pistolengriff wird über Gewindestangen eingestellt. Eine multifunktionale, stabil geführte und stufenlose Schaftbacken-Rasterverstellung mit besonders großen Verstellbereichen und einer Feinjustierung der Höhen- sowie Seitenverstellung erlaubt eine optimale Anpassung und Korrektur im Anschlag. Zusätzlich ist ein zweiter Verstellbereich wählbar. Der neue Aluminiumschaft 1918/2018 sowie die mit diesem Schaft standardmäßig ausgeführten Modelle sind im Fachhandel zu beziehen.
Zu den Neuheiten auf der Anschütz-Website
15. Dezember 2008
Eine Grande Dame des Schießsports
Elfi Anschütz, Geschäftsführerin der ahg-Anschütz Handels GmbH, begibt sich nach 32 Jahren überaus erfolgreicher Tätigkeit im Schieß - und Biathlonsport zum 31.12.2008 in den wohlverdienten Ruhestand. Die alleinige Geschäftsführung übernimmt nun Ihr 43-jähriger Sohn Uwe Anschütz.
Über 5 Jahrzehnte reiste Elfi mit ihrem Mann Dieter Anschütz um die Welt, besuchten Kunden und zahlreiche Großereignisse wie Olympische Spiele, Welt ,- Kontinental- sowie eine Vielzahl nationaler Meisterschaften. Mit ihrem Fachwissen waren beide immer gern gesehene und gefragte Ansprechpartner bei Schützen und Biathleten, auch und insbesondere über das geschäftliche Interesse hinaus. Viele, noch heute währende Freundschaften wurden geschlossen. Mit den gesammelten Eindrücken, Erfahrungen und der engen Zusammenarbeit mit aktiven Sportschützen, entwickelten Elfi und Dieter Anschütz wegweisende Produkte, wie spezielle Schießsportbekleidung und innovative Sportwaffen. Diese Ideen wollten vervielfältigt werden, 1976 gründete Elfi Anschütz die ahg-Anschütz Handelsgesellschaft als eigenes Unternehmen, heute als "ahg" weltweit bekannt. In den Anfangsjahren wurden zuerst im Anschütz-Wohnhaus Räumlichkeiten geschaffen um den Geschäftsablauf zu bewältigen. Nach engagierter Tätigkeit waren diese schnell zu eng. Neue größere Geschäftsräume wurden 1989 in der Raiffeisenstraße 26 in Ulm-Wiblingen bezogen. Mittlerweile werden heute 10 Mitarbeiter beschäftigt und ahg bietet ein komplettes Programm für den Schießsport. Nachdem sich Dieter Anschütz schon Mitte des Jahres aus der Waffenfirma J. G. Anschütz zurückgezogen hatte, übergibt nun auch seine Gattin zum Jahreswechsel die Führung an Sohn Uwe, der praktisch mit der ahg aufgewachsen ist. VISIER wünscht beiden einen abwechslungsreichen Ruhestand! UE
13. Dezember 2008
Schöne Bescherung: Warnung vor "günstigen" Preßlufttanks
Als würden sie aus der Mode kommen: in Internet-Auktionen werden momentan auffällig viele Preßlufttanks für Match-Luftgewehre und -luftpistolen angeboten - oft mit einem bösen Haken.
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 | (Zum Vergrößern bitte anklicken): Zulassung zum 1.1./2009 abgelaufen - mit diesem Tank darf nicht mehr an DSB-Meisterschaften teilgenommen werden.
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Welch ein Schnäppchen: da verkauft jemand bei eGun doch recht günstig die wenig benutzten LP-Tanks seiner Gattin, weil die den Schießsport aufgegeben hat. Rasch zugeschlagen und dann kommt das böse Erwachen beim Auspacken. Das gute Stück trägt ein eingraviertes Herstellungsdatum vor 1999, damit wäre der Tank, auch wenn er wie nagelneu aussieht, ab 2009 bei DSB-Wettkämpfen nicht mehr zugelassen. Der Deutsche Schützenbund hat aus aktuellem Anlaß wegen einiger Unfälle mit geplatzten Tanks ab 2009 vorgeschrieben, daß nur noch Tanks mit gültiger Laufzeit (max. 10 Jahre) bei Wettkämpfen eingesetzt werden dürfen (siehe Ergänzung der Ausschreibung). Und nun versuchen ein paar skrupellose Anbieter, ihre Tanks mit abgelaufenem Datum noch günstig zu verkaufen.
3. Dezember 2008
Deutscher Schützenbund erzielt Sondervereinbarung mit GEMA
Der Deutsche Schützenbund hat für seine angeschlossenen Vereine eine Erleichterung bei der Nutzung von Musiktiteln erreicht.
In einer Vereinbarung mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – kurz GEMA genannt – konnte unter Mitwirkung des Rheinischen Schützenbundes und des Deutschen Olympischen Sportbundes der kostenlose Nutzungsbereich für Musik im Bereich Brauchtum und Tradition erweitert werden. Seit Jahren klagten Vereine über Schwierigkeiten mit der Verwertungsgesellschaft GEMA und hohe Kosten bei Veranstaltungen wie zum Beispiel bei traditionellen Schützenfesten, wo Musikaufführungen fester Bestandteil des Programms sind. Nach wie vor anmeldepflichtig sind natürlich kommerzielle Bereiche wie zum Beispiel Schützenbälle oder ähnliche Musik- und Tanzunterhaltungen.
Zu Details und zum PDF mit der Vereinbarung geht's auf die DSB-Website
1. Dezember 2008
Sicherheit geht vor: Anschütz-Luftgewehr zu gewinnen
Nachdem erneut defekte Preßlufttanks von Anschütz-Luftgewehren geplatzt sind und es wieder Verletzte gab, geht der Ulmer Waffenhersteller in die Offensive.
Noch immer sind nur etwa 70 Prozent der 2004/2005 gelieferten Charge mit Materialfehlern von ihren Besitzern eingetauscht worden. Der vor wenigen Wochen verletzte Sportschütze hatte zwar von der auch bei VISIER mehrfach veröffentlichten Rückrufaktion gewußt, aber nur die Hauptkartusche kontrolliert. Der Ersatztank platzte dann, gottseidank gab es nur Prellungen.
Mit einem Anschütz 9003 als Belohnung will Firmenchef Jochen Anschütz nun einen weiteren Versuch unternehmen, an das Verantwortungsbewußtsein der damaligen Kunden zu appellieren: "Dieses Gewinnspiel wird durchgeführt, um die noch im Umlauf befindlichen, gefährdeten Kartuschen zurück zu bekommen. Die bisher durchgeführten Maßnahmen haben leider nicht dazu geführt, dass alle betroffenen Kartuschen an uns zurückgeschickt wurden. Es besteht eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben!! Aus diesem Grund sind natürlich in erster Linie diejenigen Personen angesprochen, die noch im Besitz einer solchen Druckluftkartusche sind."
Aus den Teilnahmeregeln: Angesprochen ist jeder, der ein ANSCHÜTZ-Pressluftgewehr hat mit einer Druckluftkartusche, deren Herstellungsdatum das Jahr 2004 oder 2005 aufweist. Trifft bei Ihrer Druckluftkartusche das gefragte Herstellungsjahr 2004 oder 2005 zu, dann fotografieren Sie Ihre Kartusche so, dass die darauf angebrachten Daten, insbesondere das Herstellungsjahr und die Seriennummer, gut zu erkennen sind.
Jeder, der ein Foto seiner ANSCHÜTZ-Druckluftkartusche zusammen mit der Seriennummer (bitte nochmals separat aufführen), der Postadresse und der e-mail Adresse an win9003@anschuetz-sport.com oder per Post an
J. G. ANSCHÜTZ GmbH & Co. KG Abteilung Preisausschreiben Daimlerstraße 12 89079 Ulm
einschickt, nimmt an der Verlosung eines neuen ANSCHÜTZ Luftgewehrs Modell 9003 Premium S2 teil. Natürlich können sich alle an der Verlosung beteiligen, indem sie nur ein e-Mail oder eine Postkarte an o. g. Adressen unter dem Motto "Gewinnspiel 9003" schicken. Der Teilnahmeschluss ist der 30. Januar 2009, BITTE DIE RECHTLICHEN HINWEISE IM PDF BEACHTEN!
Zum Aushängen im Verein hier die Dateien als PDF-Dokumente: Preisausschreiben Rückrufaktion mit Details VISIER-Bericht "Pressluft-Knigge" aus Heft 7/2008 mit Hintergrundinfos zum Umgang mit Preßluft im Schießsport UE
20. Oktober 2008
Rückrufaktion AS.H-Handspannung für K 98
Bei der innovativen AS.H-Handspannung für das Modell 98 ist ein mögliches Sicherheitsproblem bekannt geworden. Um einen – höchst unwahrscheinlichen – Schaden von den Benutzern abzuwenden, hat sich der Inhaber Andreas Schuler entschlossen, die betroffene erste Kleinserie von lediglich 50 Stück zurückzurufen...
...und kostenlos das betroffene Schlagstück gegen ein neues, verbessertes Modell auszutauschen. Bei der alten Version kann es unter ungünstigen Umständen dazu kommen, daß die Schlagbolzenmutter bricht und dann der Schlagbolzen aus der Schlagbolzenbohrung heraussteht. Wenn dann der Schütze versucht, die Kammer gewaltsam zu schließen, kann es (je nach verwendeter Munition und Zündhütchen) vorkommen, daß sich dadurch ein Schuß löst. Um der Verantwortung als Hersteller von Jagdwaffen nachzukommen, bittet der Hersteller die Verwender dieser alten Handspannung, diese nicht mehr zu verwenden und mit der Büchsenmacherei zu Hochwang Verbindung aufzunehmen. Der Hersteller tauscht das alte Schlagstück kostenlos gegen ein neues, verbessertes Modell aus. Der Kunde sollte innerhalb einer Woche die Kammer wieder in den Händen halten. Die alten Handspannungen wurden im Jahr 2007 ausgeliefert und unter anderem über den Großhändler Manfred Alberts vertrieben. Zu erkennen sind die alten Handspannungen an dem fehlenden Loch auf der Unterseite Bilder auf der Firmenwebsite. Kleines Trostpflaster: Besitzer der neuen Handspannung erhalten kostenlos einen neuen Schlagbolzen mit dem "Mauser-Patent". Dieses verhindere nach Angaben von Andreas Schuler zuverlässig, daß sich ein Schuß lösen kann, wenn die Kammer noch nicht vollständig verriegelt ist. Auch hierfür sollten Sie mit dem Hersteller Verbindung aufnehmen. Weitere Informationen erhalten Sie entweder telefonisch oder auf www.buema-hochwang.de . Info: Büchsenmacherei zu Hochwang • Andreas Schuler Tel. +49 (0) 82 23 / 40 90 61 • Fax. +49 (0) 82 23 / 40 90 66, Leitiweg 25 • D-89335 Hochwang UE
25. September 2008
DSB-Team punktet auch bei den Verbands-Nachbarn
Auf der Schießanlage des Bundes Deutscher Sportschützen (BDS) in Philippsburg fand das zweite Vergleichsschießen der anerkannten Schießsportverbände statt.
An diesem, von der Deutschen Schießsport Union (DSU) im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Veranstaltung, nahmen neben dem Ausrichter BDS Mannschaften des Deutschen Schützenbundes, der DSU, des Bundes der Militär- und Polizeischützen (BDMP) und des Reservistenverbandes teil. Als zu schießende Disziplinen waren die BDS-Disziplinen 25 Meter Pistole Kleinkaliber, Mehrdistanzschießen, 25 Meter Fallscheiben-Schießen sowie 25 Meter Speed-Schießen ausgeschrieben. Der DSB war mit seiner Europa-Cup-Mannschaft (Peter Dück, Gerhard Kutschera und Pierre Michel) sowie den Schützen Oliver Füllgrabe und Michael Schleuter betreut von Trainer Jürgen Wiefel angetreten. Im 25-Meter-Schießen mit der Kleinkaliber-Pistole belegte die Mannschaft den 2. Platz hinter dem Gastgeber, als Einzelschütze errang Michael Schleuter Bronze. Gut hielten die DSB-Leute beim Mehrdistanzschießen, beim Fallscheiben-Schießen und beim Speed-Schießen mit, drei für sie sehr ungewohnte Disziplinen. Dennoch belegte Peter Dück im Mehrdistanzschießen einen guten sechsten Platz von 22 Startern, diesen Rang erzielte er auch beim Fallscheiben-Schießen. Besonders erfolgreich war Peter Dück beim Speed-Schießen: Hier gewann er den Wettkampf (...). Zur kompletten Meldung auf der DSB-Homepage
11. September 2008
Die Sieger des H & N-Förderpreises 2008 stehen fest
Diese mit insgesamt 2.500 Euro dotierte Auszeichnung kommt jährlich drei Vereinen zugute, die sich in besonderem Maße um die Jugendarbeit bemühen.
Der mit 1.250 Euro dotierte erste Platz geht an den Schützenverein Petersaurach (Bayerischer Sportschützenbund), die 750 Euro für den zweiten Platz an den Schützenverein Deutschenbora (Sächsischer Schützenbund) und der dritte Platz, mit 500 Euro dotiert, an den KKSV Heitersheim (Südbadischer Sportschützenverband). Der ehemalige Nationalkaderschütze Gernot Eder (H&N/Foto rechts) und DSB-Bundesjugendleiter Dirk Eisenberg (links) verkündeten die Namen der geehrten Vereine anlässlich der Deutschen Meisterschaften auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück. Gleichzeitig sicherte Eder zu, daß der bekannte Geschoß- und Diabolohersteller Haendler & Natermann Sport auch im Jahre 2009 die Jugendarbeit im Deutschen Schützenbund unterstützen wird. UE
5. September 2008
Umarex auf Expansionskurs
Bei einem Investitionsvolumen von über 20 Mio. US-Dollar greift Mike Beebe, Gouverneur des US-Staates Arkansas auch gerne einmal selbst zum Spaten.
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 | Adam Blalock, Präsident/CEO von UMAREX USA und Gouverneur Mike Beebe (3. und 4. v.l.) (für ein weiteres Bild (Nationalgarde) bitte aufs Foto klicken)
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So geschehen anlässlich der Grundsteinlegung für das neue Fabrikgebäude der UMAREX Tochterfirma UMAREX USA in Ft. Smith. Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft fanden sich zusammen mit den Mitarbeitern zu einer Feierstunde ein, um das Ereignis gebührend zu würdigen. "Unsere amerikanische Niederlassung hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2006 so rasant entwickelt, dass uns der Entschluss zum Neubau leicht gefallen ist," erklärt Wulf-Heinz Pflaumer, geschäftsführender Gesellschafter der international tätigen UMAREX Unternehmensgruppe. "Wir peilen in den USA in diesem Jahr einen Umsatz von 20 Mio. US-Dollar an und erwarten dabei eine zweistellige Rendite."
Der Staat Arkansas unterstützt ansiedlungswillige Unternehmen mit attraktiven Förderprogrammen. Ein Standortvorteil, den die Sauerländer gerne nutzen. Auf 110.000 qm Grundfläche entsteht ein moderner, funktioneller Neubau, der eine erfolgreiche Expansion des US-Geschäfts für die Zukunft sichert. Im Rahmen der Geschäftserweiterung schafft UMAREX in Ft. Smith, Arkansas, zusätzliche neue Arbeitsplätze. Zukunftssicherung – ein Thema, das die Unternehmensgruppe im Besitz zweier Gesellschafterfamilien ohnehin beherzigt. Der Generationswechsel wird rechtzeitig eingeleitet. Neben den geschäftsführenden Gesellschaftern Wulf-Heinz Pflaumer und Franz Wonisch, arbeiten längst die Söhne Eyck Pflaumer und Martin Wonisch in der Unternehmensgruppe mit.
Die beiden werden im übrigen auch als Gesellschafter der UMAREX USA verantwortlich zeichnen. Präsident und CEO der Niederlassung in Arkansas ist Adam Blalock, ein erfolgreicher amerikanischer Manager mit langjähriger Branchenerfahrung. "Wir sehen enormes Wachstumspotential für den US-Markt", sind die Junioren Eyck Pflaumer und Martin Wonisch überzeugt.
30. August 2008
Auf nach Berlin zum Airsoft-IPSC
haaaalt, nicht sofort, erst am 21. September. Also vormerken!
Das Ganze heißt "1. Rat Pack Airsoft Fun Match" und wird auf den BDS-Schießständen in Berlin-Wannsee (Rose Range, auf dem Gelände der DEVA, Stahnsdorfer Damm 12, 14109 Berlin) ausgetragen (das ist ein Sonntag, geschossen wird von 9 bis 13 Uhr). Es werden vier Stages speziell für Airsoft-IPSC aufgebaut. Sollte die Testveranstaltung erfolgreich verlaufen, werden über den Winter Indoor-Matches im Zentrum von Berlin folgen. Info beim austragenden Verein "The Rat Pack e.V.": www.ipsc4ever.de und E-Mail airsoft@ipsc4ever.de UE
9. September 2008
Zweimal Silber für Paralympics-Schützen
Manuela Schmermund (SC Mengshausen) und Norbert Gau (München) gewannen beide eine Silbermedaille mit dem Luftgewehr bei den Paralympics in Peking.
Die 37jährige Verwaltungsfachwirtin, Goldmedaillen-Gewinnerin von Athen 2004, holte mit ihrem Erfolg bereits am Freitag die erste Medaille für das deutsche Team überhaupt. Am Montag ließ der 46jährige Gau das zweite Edelmetall folgen. Nach dem Vorkampf hatte er auf Rang 3 gelegen und konnte sich eine Treppchenstufe "hochschießen", während der mit ebenfalls 592 Vorkampf-Ringen zunächst gleichauf liegende Josef Neumaier mit einer 8,3 ins Finale ging und am Ende auf Platz 5 landete. Der Sieger: Jonas Jacobson aus Schweden. Der überragende Sportschütze hat mit dem Luftgewehr seit 1980 alle Paralympics gewonnen, also nun achtmal nacheinander, und diesmal mit dem klaren Abstand von 6,8 Ringen zu Gau und neuen Weltrekorden im Vorkampf und im Finale. In den beiden Luftpistolen-Disziplinen für Damen und Herren konnten deutsche Sportler nicht punkten; Harald Hack wurde mit 556 von 600 möglichen Ringen 14., und Doris Kustner wurde disqualifiziert. UE
29. August 2008
"Feuer frei" zur Deutschen Meisterschaft des DSB
Auf der Olympia-Schießanlage in Garching bei München beginnen heute die Deutschen Meisterschaften für Gewehr, Pistole sowie die 10-m-Versionen von Laufende Scheibe und Armbrust.
Mit dem "olympischen Wochenende" wird die zweitgrößte deutsche Schießsportveranstaltung (nach dem deutschen Turnfest) eingeleitet, mit über 5000 Teilnehmern und mehr als 8000 Starts ist die Anlage bis zum 7. September täglich ausgebucht. Auch drei der vier Olympiamedaillen-Gewinner von Peking werden schon an diesem Wochenende starten: Munkhbayar Dorjsuren mit Sport- und Luftpistole sowie das Schnellfeuer-Duo Ralf Schumann und Christian Seitz.
Wegen Umbauarbeiten an der Garchinger Wurfscheibenanlage, die schon für die Weltmeisterschaften 2010 gerüstet wird, tragen die Wurfscheiben-Schützen ihne nationale Meisterschaft diesmal vom 6. bis 14. September auf der modernisierten Anlage in Wiesbaden-Rheinblick aus.
Zeitplan der Finalkämpfe an diesem Wochenende (externer Link zum Deutschen Schützenbund)
18. August 2008 (Olympia 2008)
Nach Abschluß der Schießwettbewerbe: Klassenziel knapp erreicht
Das können zumindest die deutschen Pistolen- und Wurfscheibenschützen nach Abschluß der olympischen Schießwettbewerbe vermelden. Für die Gewehrschützen, die gerade bei den Damen mit viel Vorschußlorbeer nach Peking gereist waren, sieht die Zukunft düster aus. Zum Abschlußbericht
14. August 2008
Frischzellenkur für den Schießsport
In Kooperation mit dem Bund der Militär- und Polizeischützen wurde schon der vierte Umarex-Cup ausgetragen. Austragungsort war zum zweiten Mal Philippsburg - ein gutes Omen für die Veranstaltung, ist man doch gewohnt, daß hier Schießsport auf hohem Niveau stattfindet.
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 | (für ein weiteres Bild bitte klicken)
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Der 2007 ins Leben gerufene Umarex-Cup für das PPC-Schießen mit CO2-Waffen soll den Nachwuchs an die auch bei den Erwachsenen so beliebten Action-Disziplinen heranführen - und das mit gehörig Spaß an der Sache, dann stellen sich die guten Leistungen von selbst ein. Diesmal stand "CO2 Service Revolver Match (F.5.2)" auf dem Programm, in Anlehnung an die Großkaliber-Variante. Das Arnsberger Unternehmen Umarex sponsort den Wettbewerb, der BDMP sorgt für die Austragung. BDMP-Jugendleiter Uwe Möller hatte gleichzeitig wieder ein Jugend-Camp auf der weitläufigen Schießanlage ausgeschrieben, so daß es auch (es waren noch Ferien) nicht an der Lagerfeuer-Atmosphäre scheiterte. 30 Jugendliche beteiligten sich am Cup-Wettkampf, es wurden 900 Euro an Geldpreisen an die Sieger verteilt. Aber auch die anderen Starter erhielten Umarex-Sachpreise, so daß niemand mit leeren Händen heimfahren mußte. Die Umarex-Cups werden fortgesetzt, und natürlich hoffen Uwe Möller und Umarex-Verkaufsleiter Thomas Fischer, daß beim nächsten Mal noch mehr Jugendliche teilnehmen.
11. August 2008
Bisher nur "Fahrkartenausgabe" bei deutschen Schützen
Auch nach drei Olympiatagen halten sich die deutschen Olympia-Schützen an die scheinbar für das gesamte deutsche Team geltende Regel, alle Medaillen zu vermeiden (1 x Bronze für die Wasserspringerinnen ausgenommen).
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 | Abhinav Bindra, Olympiasieger 2008 mit dem Luftgewehr (hier mit einem Walther LG 300 XT im Alu-Schaft mark 1 und mit "free sight"-Diopter, beides von MEC. In Peking trat er aber mit dem "normalen" Walther Alu-Schaft an.)
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Auch beim Luftgewehr-Finale der Männer, das heute am frühen Morgen in Peking ausgetragen wurde, blieb der 15. Rang von Tino Mohaupt die Top-Leistung. Michael Winter, dessen Stärke aber eher das KK-Liegendschießen ist, landete mit 588 Ringen noch weiter hinten auf Platz 36.
Den neuen Olympiasieger dürften allerdings viele deutsche Schützen kennen: es ist der sympathische Inder Abhinav "Abi" Bindra, der bei seinen Deutschland-Trainingsbesuchen von den VISIER-Autoren Heinz Reinkemeier und Gaby Bühlmann betreut wird. Mit insgesamt 700,5 Ringen (Vorkampf 596/Finale 104,5) gewann der Inder die Goldmedaille vor dem Olympiasieger von Athen 2004, Qinan Zhu (China), der im letzten Schuss noch an dem Finnen Henri Häkkinen vorbeizog und mit insgesamt 699,7 Ringen (Vorkampf 597/Finale 102,7) die Silbermedaille gewann. Der als Erster aus dem Vorkampf ins Finale gezogene Finne kam auf 699,4 Ringen (Vorkampf 598/Finale 101,4).
Die frischgebackene Europameisterin im Trap-Schießen, Susanne Kiermayer (Kirchberg) liegt nach zwei der drei 25er Durchgänge mit 43 Reffern auf dem zehnten Platz.
Details zum Zeitplan und zu den einzelnen Disziplinen stehen im VISIER-Sonderteil "Olympia 2008". Aktuelle Meldungen nach jedem Schießwettbewerb finden Sie auch auf www.schuetzenbund.de -ue-
6. August 2008
Profi statt Amateur darf Olympia-Fahne tragen
NBA-Basketballstar Dirk Nowitzki wird die deutsche Fahne am kommenden Freitag in das Nationalstadion von Peking tragen und damit die Olympiamannschaft anführen. Der 30-jährige Profi von den Dallas Mavericks, der zum ersten Mal bei Olympischen Spielen antritt, setzte sich bei der Auswahl gegen so erfolgreiche olympische Athleten wie die Ruderin Katrin Boron, die bereits vier Mal Gold gewann, oder den dreimaligen Schnellfeuer-Olympiasieger Ralf Schumann durch.
Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes: „Wir haben uns für einen Fahnenträger entschieden, der eine untadelige sportliche Haltung hat, der Erfolg mit Teamgeist verbindet. Der das Big Business kennt und trotzdem bescheiden geblieben ist.“ Dass diese Wahl nicht bei allen Teilen der deutschen Mannschaft auf Einverständnis gestoßen ist, machte DSB-Sportdirektor Heiner Gabelmann deutlich: „Unsere Teilmannschaft ist schon ein wenig enttäuscht, dass mit der alten Tradition gebrochen wurde, langjährige und erfolgreiche Olympioniken für das Tragen der deutschen Fahne auszuwählen. Immerhin hat Ralf Schumann mit drei Goldmedaillen und der sechsten Olympiateilnahme beste Referenzen vorzuweisen. Natürlich gönnen wir alle dem populären Profi Dirk Nowitzki diese Ehre, das ist gar keine Frage, doch hat man sich damit von einem guten Brauch früherer Spiele verabschiedet. Wir sehen die Sache jedoch als sportliche Herausforderung und wollen durch eine gute Leistung in Peking die Chancen für einen Fahnenträger aus dem Bereich des Schützenbundes für kommende Olympische Spiele erhöhen.“ (DSB-Info)
30. Juli 2008
WALTHER LG3 Kid’s Cup - Nachwuchsförderung für Schützenvereine
Zusammen mit seinen Target Shop Händlern bietet der Ulmer Waffenhersteller WALTHER in diesem Sommer zur Nachwuchsförderung einen speziellen Wettkampf für Kinder unter 12 Jahren an.
Bewußt sind kindgerechte Disziplinen ausgewählt worden, die Kindern den Spaß am Schießen bringen und gleichzeitig den Einstieg in das Sportschießen ermöglichen. Geschossen wird mit WALTHER LG3 Softair-Gewehren, die in Handhabung, Ausstattung und Funktion einem Match-LG nachempfunden wurden, jedoch auf Grund der geringen Energie von unter 0,5 Joule auch für Kinder unter 12 Jahren zugelassen sind. Es wird also kein Schuss mittels Lichtstrahl simuliert, sondern reales sportliches Schießen trainiert.
Die komplette Ausrüstung wie Luftgewehre, Ziele und Munition wird von WALTHER kostenlos zur Verfügung gestellt und natürlich können auch viele wertvolle Preise gewonnen werden. Nähere Informationen sowie die Ausschreibung des Wettkampfes bei allen WALTHER Target Shop Händlern und direkt bei Carl Walther GmbH, Postfach 2740, 59717 Arnsberg, Tel.: 02932/638-100, Fax: 02932/638-149, Email: info@carl-walther.de oder unter www.carl-walther.de.
28. Juli 2008
Zum IPSC-Match nach Kroatien
Am 13. und 14. September findet in Zagreb ein IPSC-Wettkampf "Level III" statt - hier die wichtigsten Details zum Download.
Wegen der sonst beschränkten Veröffentlichungsmöglichkeiten hat Tom Dobert, eigentlich bekannt aus der Cowboy-Action-Szene, diesen Hinweis an die Redaktion geschickt. Ausgetragen wird das Match vom Club PSC-Delta. Matchdirektor wird Johann Kurtz sein. Es gibt auch Preise zu gewinnen. Hier die PDF-Dateien: Match-Details Anmeldungsformular Unterbringung
24. Juli 2008
TopShot-Team stellt neuen Deutschen Meister in IPSC Production-Klasse
Eindrucksvoller Auftritt des für Frankonia startenden TopShot Shooting-Teams bei der Deutschen Meisterschaft in Philippsburg:
Arne Lentz gewann mit seiner CZ 75 SP-01 Shadow „Mamba“ den Production-Einzeltitel, Teamkollege Steven Kummer kam auf Platz drei. Die von der Marke TopShot ausgestatteten Schützen konnten sich damit gegen die bisher erfolgsgewohnte SIG-Sauer Konkurrenz (deren Schütze Tino Schmidt belegte Rang zwei) durchsetzen. Zur siegreichen Ausrüstung der TopShot-Schützen gehörten neben der „Mamba“, eine von Frankonia getunte CZ 75 auf Basis Shadow in 9 mm Luger, noch folgende Produkte: Fabrikmunition von Sellier & Bellot, Wiederladepressen von Dillon, Geschosse von Haendler & Natermann sowie Holster und Gürtel von CR Speed / Rescomp.
Auf der BDS-Schießanlage in Philippsburg waren am 21./22. Juni 196 Einzel-Schützen angetreten, um den Deutschen Meister in der IPSC Production-Klasse zu ermitteln. Auch in der Team-Wertung blieb es bis zum Schluss spannend: Mit weniger als 60 Gesamtpunkten Rückstand gegenüber SIG-Sauer wurde das TopShot Shooting-Team mit Arne Lentz, Jörg Haben, Steven Kummer und Oliver Lux Vizemeister. Weitere Informationen unter www.jagdcenter.de und www.frankonia.de.
14. Juli 2008
Am 20. Juli geht's nach Bonn...
...und zwar zum Tag der offenen Tür des Airsoft-Teams NRW.
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 | (zum Vergrößern anklicken!) |
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Es tut sich was: die Resonanz auf die regelmäßigen Veranstaltungen auf der Schießanlage Bonn-Tannenbusch und nicht zuletzt die VISIER-Reportage über das IPSC-Schießen mit Airsoft-Waffen im Juli-Heft hat die Organisatoren in Bonn ermutigt, einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten. Die Airsoftler sind inzwischen in die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Bonn aufgenommen worden, und mit Unterstützung einiger Firmen soll am nächsten Sonntag demonstriert werden, wie spannend und abwechslungsreich dieser neue Sport sein kann. Natürlich dürfen die Besucher auch selbst schießen, sogar ein kleines Match wurde ausgeschrieben. Auch VISIER wird mit dabei sein. Weitere Infos findet man auf der Website www.aipsc.de und in der Video-Einladung
17. Juli 2008
Neue Broschüre zur Förderung des Sports in der EU
Die Finanzierung sportspezifischer Projekte ist und bleibt ein drängendes Problem für den Breitensport in Deutschland. Vor diesem Hintergrund sind potentielle Antragssteller gezwungen, alle möglichen Finanzierungsquellen auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen.
Dazu gehören auch die europäischen Förderprogramme, deren genaue Antragsbedingungen aber oft ein Buch mit sieben Siegeln darstellen. Die nun vorliegende Broschüre „Förderung des Sports in der Europäischen Union“, herausgegeben vom EU-Büro des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), soll dazu beitragen, das bestehende Informationsdefizit über europäische Förderprogramme abzubauen und allen interessierten Akteuren des Breitensports eine erste Orientierungshilfe zu geben. Hier gibt's die Broschüre im PDF-Format zum Herunterladen. -ue-
11. Juli 2008
Karsten Bindrich neuer Europameister Trap
Bei den Europameisterschaften der Wurfscheibenschützen in Nikosia (Zypern) dominierte der 35-jährige Sportsoldat aus Eußenhausen diesen Wettbewerb.
Mit insgesamt 149 Treffern (Vorkampf 124/Finale 25) stellte er schließlich sogar einen neuen Finalweltrekord auf und sicherte sich die Goldmedaille. Zweiter wurde David Kostelecky, der nach 146 Treffern im Stechen mit 1:0 gegen seinen Mannschaftskollegen Jiri Liptak (beide Tschechische Republik) gewann. Mehr dazu finden Sie auf der Website des Deutschen Schützenbundes.
Bindrich geht auch in einem Monat bei Olympia in Peking an den Start. Informationen über ihn, seine Disziplin und über alle anderen Olympiastarter des DSB stehen im Vorbericht zu den Olympischen Spielen in der August-Ausgabe, die ab dem 18. Juli im Handel ist.
23. Juni 2008
Neuer Trendsport? "Tontauben- äh-fischen"...
"Ehrensenf", das skurrile, SPIEGEL-Online angegliederte Magazin, präsentiert ein YouTube-Video besonderer Art...
"Mastercaster" Gary holt mit seiner Casting-Angel auch fliegende Tontauben vom Himmel - vielleicht eine umweltfreundliche, da fast lautlose Variante auf wegen Lärm bedrohten Schießständen?
Hier geht's zum Video...
28. Mai 2008
Blitzmeldung: Schnellfeuerweltrekord ist seit heute eingestellt
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 | Christian Reitz (Bild: DSB)
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Diese Pressemitteilung des DSB kam gerade rein: Christian Reitz (Kriftel) hat beim Weltcup in Mailand mit der Schnellfeuerpistole soeben den Weltrekord mit 591 Ringen eingestellt. Nach Alexei Klimow (Russland), der diese Marke beim Weltcupfinale 2006 in Granada aufstellte, ist der 21-jährige Juniorenweltmeister der zweite Schütze, der dieses Ergebnis erreichte.
Herzlichen Glückwunsch!
Mehr Info gibt es hier
(MSR)
13. Mai 2008
Rekorde schon vor dem Startschuß
Über 650 der besten Schützen aus aller Welt haben sich zum Worldcup in München angemeldet, der vom 17. bis 21. Mai 2008 auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück ausgetragen wird.
81 Nationen – dies ist eine absolute Rekordzahl – werden auf dem Gelände, auf dem im Jahre 2010 die Weltmeisterschaften im Sportschießen stattfinden, ins Rennen um die Medaillen gehen. Für viele Sportler bedeutet dieser Weltcup die vorolympische Generalprobe.
Das komplette Team, das der Deutsche Schützenbund in den Disziplinen für Gewehr und Pistole im August zu den Olympischen Spielen vorausgewählt hat, wird am Start sein. Darüber hinaus fallen schon bei dieser Veranstaltung die endgültigen Entscheidungen, wer aus dem Kreis der Weltcupstarter im Luft- und Sportgewehr der Damen das Olympiaticket für Peking löst. In den anderen Disziplinen werden die Bundestrainer Claus-Dieter Roth (Gewehr) und Peter Kraneis (Pistole) nach dem direkt anschließenden Weltcup von Mailand die Namen an die Sportleitung des DSB weiterreichen, die anschließend dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur endgültigen Nominierung vorgeschlagen werden. Die Münchener Superveranstaltung ist daher auch eine tolle Gelegenheit für Vereine, Jugendgruppen und Trainer, die weltbesten Schützen im Olympiajahr zu beobachten - der Eintritt zu allen Wettkämpfen und Finale ist frei. -ue- (zur vollständigen Meldung mit Programmhinweisen auf der DSB-Website)
24. April 2008
DSB-Compoundtrainer Falk Thiele tödlich verunglückt
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 | Falk Thiele (Foto: DSB)
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Falk Thiele erlitt am 23. April nahe Kassel einen tödlichen Motorradunfall. Er wurde nur 45 Jahre alt.
Thiele betreute seit 2000 die DSB-Auswahl in der Compoundbogen-Disziplin und führte das Damenteam bei den Weltmeisterschaften 2003 in New York zur Bronzemedaille. Seine eigene Karriere im Bogensport begann 1974 bei Grün Weiss Kassel. Später wurde er Mitglied der Nationalmannschaft unter dem damaligen Bundestrainer Franz Baum und errrang mehrfach deutsche Meistertitel in den Recurve- und Compounddisziplinen. Zu Beginn der 1990er Jahre wandte sich der zweifache Familienvater der Trainerlaufbahn zu.
Im DSB wurde der weltweit anerkannte Fachmann zunächst Assistenztrainer im Recurvebereich, bevor er 2000 die Position des alleinverantwortlichen Coachs für die DSB-Compoundschützen antrat. Thiele arbeitete darüber hinaus als lizenzierter Trainer des Internationalen Bogensportverbandes (FITA), als Mitglied im Bildungsausschuss des DSB und übte entscheidenden Einfluß auf die DSB-Trainerausbildung aus.
Als einziger deutscher Trainer bildete er Schützen aus Korea aus, dies tat er in seinem Heimatort Kassel. Selbst ein erfolgreicher Unternehmer, nutzte Falk Thiele stets seine Kontakte in die Wirtschaft, um für den deutschen Bogensport neue Sponsoren und Mäzene zu gewinnen.
Unser Beileid gilt seiner Familie und seinen Sportfreunden im DSB.
(MSR)
11. April 2008
Warnung vor möglicherweise defekten Preßlufttanks
Die Firma Carl Walther aus Ulm wendet sich an Besitzer von Walther-Drucklufttanks für Luftpistolen, Typ 2 (Inhalt 0,085 ccm) mit eingestempeltem Prüfdatum zwischen 6_00 und 6_01 wegen eines möglichen Sicherheitsrisikos.
Aus der Presse- und Kundenmitteilung (als PDF ladbar) der Firma: "Bei der Schadensanalyse nach einem Unfall mit einer geborstenen älteren Aluminium-Druckluftkartusche wurde jetzt erstmals festgestellt, daß bereits im Rohmaterial ein Werkstofffehler vorlag. Die Charge, aus der die geborstene Kartusche stammt, wurde Walther von einem Vorlieferanten im Jahr 2000 geliefert, und die Kartuschen wurden bis 2001 verkauft. Wir können nicht ausschließen, daß weitere Kartuschen aus dieser Charge ebenfalls von diesem Fehler betroffen sind. Die Kartuschen können (nicht nur beim Befüllen, sondern auch im Gebrauch) bersten und dabei wegen des hohen Drucks zu schweren Verletzungen führen."
Außerhalb dieses Zeitraums hergestellte Chargen und insbesondere die heutigen Druckluftkartuschen sowie Gewehrkartuschen sind nicht betroffen."
Obwohl der Gewährleistungszeitraum bereits lange abgelaufen ist, bietet das Ulmer Unternehmen für betroffene Kartuschen einen Umtauschservice zum Sonderpreis von 48 Euro (inkl. MwSt.) an. Wie auch den Bedienungsanleitungen zu entnehmen ist, beträgt die zulässige Nutzungsdauer aller Druckluftkartuschen maximal zehn Jahre. Wie auch bei anderen Produkten, etwa Feuerlöschern, sollten die Tanks nach Ablauf eines Jahrzehnts nicht länger verwendet und ausgetauscht werden - die Gefahr, daß das durch zigfaches Füllen belastete und ermüdete Material irgendwann nachgibt, ist einfach zu groß.
VISIER wird dem Umgang mit Preßlufttanks und Vorratsflaschen in Zusammenarbeit mit dem Herstellerverband JSM einen längeren Artikel in der Juni-Ausgabe widmen. UE
4. April 2008
Ende einer Ära
Dieter Anschütz, Geschäftsführer der J. G. ANSCHÜTZ GmbH & Co. KG trat zum 31. März 2008 in den wohlverdienten Ruhestand. Die alleinige Geschäftsführung der Jagd- und Sportwaffenfabrik in Ulm übernimmt sein Sohn Jochen Anschütz.
Dieter Anschütz (Foto) wurde das Büchsenmachergeschäft bereits in die Wiege gelegt. Das im Jahre 1856 von seinem Ur-Ur-Großvater Julius Gottfried Anschütz gegründete Unternehmen war bis Kriegsende im Jahr 1945 im thüringischen Zella-Mehlis ansässig. Aus der Büchsenmacherwerkstatt wurde eines der führenden Unternehmen in der Herstellung von Gewehren und Pistolen in Europa. Der zweite Weltkrieg setzte dieser Erfolgsstory ein jähes Ende. Teile der Familie Anschütz, darunter auch Dieter Anschütz, wurden nach Kriegsende in den Westteil Deutschlands evakuiert, der Firmenbesitz in Thüringen enteignet und demontiert. Den Brüdern Max und Rudolf Anschütz ist der Wiederaufbau der Firma in Ulm zu verdanken, die Leitung der Firma blieb bis heute Familiensache. Max Anschütz übergab die Amtsgeschäfte im Jahr 1968 an seinen Sohn Dieter. Vor allem durch sein Engagement im Bereich des sportlichen Schießens und im Biathlon trug Dieter Anschütz maßgeblich dazu bei, dass ANSCHÜTZ heute überall auf der Welt bei Sportschützen, Biathleten und Jägern höchstes Ansehen genießt. Seit 1992 wurde Dieter Anschütz in der Geschäftsleitung von seinem Soh Jochen unterstützt, der nun als alleiniger Geschäftsführer das Unternehmen weiterleiten wird. Das Know How bleibt damit in Familienhand. Link zur Firmen-Website
17. Dezember 2007
Happy Birthday: "WHP" wird 65
Wenn jemand am 17. Dezember geboren ist und damit im Zeichen des Sternbilds “Schütze”, dann dürfte die berufliche Karriere eigentlich vorbestimmt sein.
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Was Wulf-Heinz Pflaumer, der geschäftsführende Gesellschafter der Unternehmensgruppe Umarex, in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten in der Waffenbranche erreicht hat, ist sicher weltweit einzigartig. Mit der Gründung von Umarex (aus „UMA Mayer & Ussfeller “ plus “Reck”) ausgerechnet im Jahr 1972, als das Waffengesetz verschärft wurde, blies der gelernte Messerschmied und in Ferlach ausgebildete Büchsenmacher-Meister gehörig frischen Wind in den damals traditionell konservativen Markt der Freizeitwaffen. Gemeinsam mit seinem Mitgesellschafter Franz Wonisch erwarb er Lizenzen von Firmen wie Colt, Smith & Wesson, Mauser oder Walther und bot Repliken der scharfen Modelle als Schreckschußwaffen und dazu günstige Druckluftwaffen und Zubehör an. Der erste Welterfolg: Die Gaspistole Reck PK 800 im Design der berühmten Walther PPK, erst Jahre später mit der originalen “Walther”-Schleife versehen. Wie der in der Arnsberger Gruppe für das Marketing zuständige Pflaumer einmal scherzhaft meinte: “Als sich dann die Lizenzgebühren für die berühmte Schleife summierten, ergab sich 1993 die Chance, die Firma selbst zu kaufen.” Das Ulmer Traditionsunternehmen Carl Walther war Anfang der 90er Jahre wirtschaftlich ins Schlingern geraten, wurde 1993 von der Umarex-Gruppe übernommen und innerhalb eines Jahrzehnts wieder in eine erfolgreiche Firma für Sport- und Verteidigungswaffen zurückverwandelt. Daß Filmheld James Bond laut Drehbuch ein PPK-Fan ist, nutzte Umarex für geschicktes Product Placement in den Kinostreifen — bald setzte 007 auch die modernere Walther P 99 ein, und entsprechend erfolgreich gingen anschließend die Versionen als Gas- und Schreckschußwaffe, Luft- oder Kleinkaliberpistole über die Ladentheken. Mit dem Einstieg in das Sportschießen setzte Pflaumer auch neue Maßstäbe, was das Sponsoring von Top-Schützen, aber auch die Nachwuchsförderung anging. Dabei war ihm ein besonderes Anliegen, stets den Fachhandel als gleichwertigen Partner einzubinden. Das reichte von Material für die Ladenausstattung über Prospekte und Anzeigen-Kooperationen bis zum „Test-Geschäft“ PW Interarms in Dortmund. Im Jahr 2004 wurden mit „PW Tobacco“ 25 Einzelhandelsgeschäfte eröffnet, die aus der übernommenen Ladenkette „Otto Boenicke“ stammen. Im Angebot je nach Standort: neben Freien Waffen auch Zeitschriften, Tabakwaren und eine Lotto-Annahmestelle. Den Rückgang im Schreckschußwaffen-Markt nach der erneuten Waffenrechtsverschärfung 2003 glich Umarex durch Neuentwicklungen wie die Freizeit-KK-Waffen P 22 und G 22 mehr als aus, die in großen Stückzahlen exportiert wurden. Durch eine neue Generation von “Action”-Druckluftwaffen mit CO2-Kapseln, natürlich wieder im Look erfolgreicher Vorbilder, schuf Umarex eine komplett neue Schießsportrichtung (siehe VISIER-Special 46 “Druckluftwaffen”) - mehr als eine Millionen Modelle wurden inzwischen verkauft, auch in Übersee. Die Liste der lizensierten “Label” wurde immer länger, mit weltbekannten Namen wie Colt, Smith & Wesson, Desert Eagle, Beretta, Ruger und (nach Pause wieder) Heckler & Koch im Freizeitsektor. Der letzte Coup: Die Übernahme der Schweizer Firma Hämmerli, deren Produkte nun im neu gebauten Ulmer Walther-Werk hergestellt, aber unter dem weltweit bekannten bisherigen Namen in den Handel gebracht werden.
Mit Erreichen des Rentenalters kurz vor Weihnachten dürfte für WHP aber noch lange nicht Schluß sein: Durch seinen Sohn Eyck, der den internationalen Export verantwortet, hat er die Nachfolge in der Firma gesichert, und auch Franz Wonischs Sohn Martin (Leitung Import) ist inzwischen in der Geschäftsführung.
VISIER wünscht dem passionierten Jäger, Gourmet und Querdenker viele weitere schöne Erlebnisse auf allen diesen Gebieten... ue
8. Oktober 2007
Gold — Silber — Bronze
Vom 4. bis 7. Oktober fand das Weltcupfinale des Internationalen Schießsportverbandes (ISSF) in Bangkok (Thailand) statt — hier streiflichtartig einige Ergebnisse mit Blick auf die Teilnehmer des DSB.
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 | Ralf Schumann (Foto: DSB)
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Aus deutscher Sicht ist da vor allen anderen der dreimalige Olympiasieger Ralf Schumann (rechts im Bild) zu nennen. Denn er hat seiner langen Karriere einen weiteren herausragenden Erfolg hinzugefügt: Der 45jährige Schnellfeuerpistolen-Schütze siegte und zeigte nach insgesamt 786,9 Ringen wieder einmal der gesamten Konkurrenz seine Stärke bei großen internationalen Wettkämpfen.
Mit 587 Ringen war der Seriensieger der letzten anderthalb Jahrzehnte bereits als Führender in die Entscheidung der besten Sechs gegangen und nach dem höchsten Finalergebnis von 199,9 Ringen kam nie ein Zweifel auf, wer den letzten großen Wettbewerb in dieser Disziplin des Jahres 2007 gewinnen würde.
Am letzten Tag des Turniers griffen zwei weitere Schützen erfolgreich in die Entscheidungen um die Medaillen ein. Mit dem Luftgewehr holte Barbara Lechner bei den Damen die Silbermedaille, Tino Mohaupt gewann bei den Herren Bronze.
Einen Ring hinter Katerina Emmons (Tschechische Republik) – mit ihrem Mädchennamen Kurkova allen Schießsportanhängern ein Begriff – gingen Barbara Lechner und die Chinesinnen Li Du sowie Yi Zhang mit jeweils 398 Ringen in das Finale der besten Acht.
Katerina Emmons konnte hier ihren Vorsprung nicht halten und fiel mit insgesamt 500,6 Ringen auf den dritten Platz zurück. Barbara Lechner gelang es, im achten Finalschuss bei eigener 10,9 an der Tschechin vorbeizuziehen, die mit einer 9,9 entscheidenden Boden verlor. Nach gutem Finale von 102,9 Ringen belegte Barbara Lechner mit insgesamt 500,9 Zählern den zweiten Platz.
Hier auf der DSB-Seite gibt's Links zu allen Resultaten.
(MSR)
3. Januar 2007
China ist seiner Zeit voraus...
...zumindest, was den Bau der olympischen Schießanlagen betrifft.
Bereits im März sollen die Schießanlagen am Stadtrand von Beijing (Peking) die Bauabnahme erhalten, die eigentlichen Kugelfänge und Auswertungsanlagen (olympisch wird bis auf Flinte nur elektronisch ausgewertet) folgen spätestens bis zu den beiden Weltcups Anfang 2008, quasi der Generalprobe. Bis zu 10000 Besucher sollen die hochmodernen Anlagen recht nah an die Schützen bringen, berichtete Uwe Knapp. Der Bundestrainer der Behinderten-Schützen durfte als wohl erster Europäer Ende 2006 die fast vollendeten Einrichtungen besichtigen und auch fotografieren (zur DSB-Website mit seinem ersten Bericht von den Schießanlagen)
Du Li (Foto) wird sich freuen - die 24jährige Olympiasiegerin von 2004, amtierende Luftgewehr-Weltmeisterin und dreifache Weltcup-Siegerin mit dem Luftgewehr hat ein ähnliches Tempo wie die Bauarbeiter drauf: sie begann erst 2002 mit dem Sportschießen, startete im selben Jahr erstmals international und holt seitdem Rekorde und Titel am laufenden Band. Das honorierte der internationale Verband der Schießsport-Journalisten, indem man Du Li zur "Weltschützin des Jahres 2006" wählte.
28. März 2007
Bundesverwaltungsamt genehmigt Landesverbands-Disziplinen
Mit Wirkung vom 1. März hat das BVA in Köln die sogenannte "Liste B" des Deutschen Schützenbundes genehmigt.
Damit ist nun ein über zwei Jahre dauernder Abstimmungsvorgang mit dem BVA und den Landesverbänden abgeschlossen, der es nun den Schützen in den Landesverbänden ermöglicht, bei ihren Polizei- und Ordnungsbehörden auch Waffen für die Disziplinen der Liste B ihres Landesverbandes zu beantragen. In dem 161 Seiten starken Dokument werden die Disziplinen von 16 Landesverbänden aufgeführt, die regionale Disziplinen schießen, die sich nicht in der Bundessportordnung wiederfinden. DSB-Mitglieder dürfen sich nun, je nach Landesverband, über zahlreiche offiziell vom BVA genehmigte Wettbewerbe freuen: etwa Schnellfeuerpistole .22 kurz (damit nach der Regeländerung auf .22 l.r. das Bedürfnis für Altwaffen nicht erlischt), KK-Selbstladegewehr, Kombi-Wertung mit Großkaliber-Pistole und -Revolver, zahlreiche Auflage-Wettbewerbe für LG, KK und Zimmerstutzen undundund. Na dann, gut Schuß! -ue-
Hier finden Sie die komplette Liste B als PDF-Dokument.
18. Dezember 2006
Doppelsieg für die Biathleten: Zweimal Sportler des Jahres
Kati Wilhelm (Steinbach/Ruhpolding) und Michael Greis (Nesselwang) sind die strahlenden Gewinner der Wahl zum "Sportler des Jahres 2006".
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 | Copyright: Picture-Alliance 2006 |
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Die 30jährige Thüringerin (Foto) und der gleichaltrige Bayer dominierten nicht nur mit ihren Olympia-Medaillen die Biathlon-Saison 2005/2006. Beide sorgten durch zahlreiche Interviews und Fernseh-Auftritte auch für entsprechende Werbung für den winterlichen Zweikampf, was auch die Sportpresse honorierte. Hinter Rotschopf Wilhelm (3.363 Stimmen) kam Schwimmerin Britta Steffen (2.980) auf Platz zwei vor der Rodlerin Sylke Otto. Mit Michael Greis wählten die Journalisten den erfolgreichsten deutschen Wintersportler von Turin (3 x Gold): Der 30 Jahre alte Allgäuer holte mit 3.126 fast doppelt soviel Stimmen wie Formel-Eins-Rentner Michael Schumacher (1.645), Dritter wurde Nationalstürmer und WM-Torschützenkönig Miroslav Klose von Werder Bremen, während die Fußball-Nationalmannschaft zum "Team des Jahres" gekürt wurde. Nach Uschi Disl, der Sportlerin des Jahres 2005, mit Kati Wilhelm wieder eine Biathletin vorneweg - zumindest hier ist der Schießsport nicht nur salonfähig, sondern klarer Publikumsfavorit. UE
12. Dezember 2006
Immer noch defekte Anschütz-Preßlufttanks unterwegs
Die Ulmer Firma J. G. Anschütz und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz weisen nochmals dringend auf die bereits Anfang September eingeleitete Rückrufaktion hin.
Anschütz-Preßlufttanks aus einem bestimmten Nummernbereich des Jahres 2005 können Defekte aufweisen und unter Druck möglicherweise explodieren. Die Tanks werden bei Einsendung ans Werk kostenlos kontrolliert und ggf. umgetauscht, allerdings sind in den letzten drei Monaten erst etwa die Hälfte der ausgelieferten Tanks zurückgekommen, und inzwischen ist offenbar ein vierter Tank geplatzt und es gab eine leicht verletzte Person. VISIER bittet daher dringend alle Anschütz-Besitzer um Kontrolle der Seriennummern und um Weitergabe dieser Information im Verein und bei befreundeten Anschütz-Kunden.
Alle Details zur Feststellung, ob ein Defekt möglicherweise vorliegt und wie das Umtauschverfahren abläuft, haben die Herstellerfirmen der Waffe (Anschütz) und des Tanks (Henrich) im Internet zur Verfügung gestellt. Hier die Links:
Firma J. G. Anschütz
Firmen Henrich / Sauer
ab 17. November im Handel
VISIER-Special 43 "Sportschießen für Einsteiger"
Das VISIER-Special 43 wendet sich bewußt an Schießsport-Interessenten, die noch keinen Kontakt zum Verein und sich auch noch nicht für eine Waffenart entschieden haben.
Es gibt zwar zahlreiche Lehrbücher für Kurz- oder Langwaffen, aber keine generelle Übersicht über das aktuelle Programm der staatlich anerkannten Schießsportverbände. Auf 116 Seiten liefert das Sonderheft geballte Informationen zu den einzelnen Gattungen wie Druckluftwaffen, Klein- und Großkaliber (jeweils unterteilt nach Kurz- und Langwaffen), zu Flinten und den Schwarzpulver-Disziplinen. Aus der Praxis heraus empfehlen die Autoren jeweils geeignete und preiswerte Waffen im wahrsten Wortsinn, mit denen eine lange und störungsfreie Sportkarriere möglich ist. Aus den Erfahrungen der VISIER-Hotline, dem wöchentlichen Leser-Telefondienst, wurden typische Einsteiger-Fragen ausgewählt und verständlich beantwortet: - Was wird bei welchem Verband angeboten?
- Was kostet die Ausrüstung und das Training im Verein?
- Welche waffenrechtliche Hürden sind zu überwinden?
- Wie kaufe ich eine Gebrauchtwaffe?
- Welche weiterführende Literatur, welche Lehrvideos sind nützlich?
- zum Gesamtinhaltsverzeichnis
Ergänzt wird dieses Rundum-Paket durch Grundlagen der Ballistik, ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe sowie durch Adressen von Herstellern, Händlern, Sportverbänden und Internet-Links. Ab dem 17. November gibt es die neue Special-Ausgabe Nr. 43 für 9,10 Euro am Kiosk oder beim Verlag: Vogt-Schild Deutschland GmbH, Wipsch 1, 56130 Bad Ems. Bestellung per Telefon (02603) 5060-102 oder -104, per Fax unter -103 und per E-Mail: vertrieb@vsmedien.de. Alle Specials, Hefte und Schuber können aber auch im VISIER-Shop "nebenan" geordert werden (Versandpreise verstehen sich stets plus Porto).
25. Oktober 2006
Je oller, je doller: Mit 299 von 300 Ringen nur auf dem 25. Platz...
Die erste offizielle Deutsche Meisterschaft im Aufgelegt-Schießen mit neuen Rekorden bei der Teilnahme und Leistungsstärke
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 | (DSB-Archivbild LLZ Dortmund) |
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Am vergangenen Wochenende fanden im Landesleistungszentrum Dortmund die ersten Deutschen Meisterschaften "Luftgewehr Auflage" statt. Rund 900 Schützinnen und Schützen aus ganz Deutschland gingen in den drei Altersklassen A (56 - 65 Jahre), B (66 - 71 Jahre) und C (ab 72 Jahre) an den Start - und die atemberaubenden Resultate zeigen, daß sich aus dem bisherigen Breitensport auf Bundesebene eine Art "Alters-Formel Eins" entwickelt hat. Bei den Senioren A gewann Rolf von Lanken (BSV Frintrop Essen) mit 300 von 300 möglichen Ringen (die Zehn mißt wie bei den Freihandschützen nur 0,5 mm) - aber die nächsten neun Plätze gingen ebenfalls mit vollen 300 Ringen weg. Nach dem Regelwerk werden bei Ringgleichheit (nach den bei LG nicht feststellbaren Innenzehnern) die Ergebnisse nach Zehntelringen sortiert. Bis zum 25. Platz drängelten sich dann Schützen mit 299 Ringen: Also nur eine einzige Neun, und man ist der Verlierer - ohnehin brauchten die Starter schon 296 Ringe in der Landesqualifikation, um überhaupt nach Dortmund eingeladen zu werden. Die Damen starten in allen Klassen in getrennter Wertung, was wohl fairer gegenüber den Herren ist: die beste A-Seniorin, Christa Ramke vom Moorriemer SV, kam nämlich ebenfalls auf volle 300 Ringe, ebenso wie die ersten sechs "Senioren B". Dadurch wird klar, daß es auch bei der Auswahl der Waffe, der Ausrüstung und auch der passenden Diabolos auf höchste Sorgfalt ankommt - ein neuer Markt auch für die Hersteller, die schon seit Jahren spezielle Luftgewehre zum Aufgelegt-Schießen anbieten, mit kantigem Vorderschaft und nach hinten verlegter Backe und Visierung für eine maximale Visierlinie. Neben speziell geschnittenen Schießjacken waren in Dortmund aber auch normale Westen zu sehen, und noch eine Menge betagter Kompressionsgewehre mit Seitenspannhebel statt einem modernen Preßluft-Modell. Mannschaftsmeister von insgesamt 170 Teams wurde der BSV Essen Frintrop 1864 I. Auf den zweiten Platz kam der Vorjahressieger der Seniorenmeisterschaften, der SSC Oberhausen/Styrum 1990 und Dritter wurde das Team der SG Gundernhausen I. Es scheint hier bei den Aufgelegt-Schützen (noch) ein klares Nord-Süd-Gefälle zu geben: Unter den ersten zehn der immerhin 170 Dreier-Mannschaften waren gleich vier vom Rheinischen Schützenbund und je zwei aus Hessen und vom Verband Nordwest. Aber das dürfte sich schnell ändern, wenn die Bayern und Schwaben erst einmal diese neue Disziplin für sich entdeckt haben. -UE-
17. Oktober 2006
VISIER-TV-Tip: Jürgen Baumann auf den Spuren Wilhelm Tells
am Donnerstag, den 19. Oktober bei PRO7
Der mehrfache Welt- und Europameister mit der Feldarmbrust, Jürgen Baumann (Foto links), wandelt für den Privatsender PRO 7 auf historischen Spuren. In der Wissenschaftssendung „Galileo“ ging das Redaktionsteam der Frage nach, ob der berühmte Apfelschuss aus dem 1804 in Weimar uraufgeführtem Drama „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller mit den damaligen Sportgeräten überhaupt möglich gewesen wäre. In der berühmten Tell-Legende lässt der habsburgische Landvogt Gessler zu Altdorf einen Hut auf eine Stange stecken und befiehlt den schweizerischen Untertanen, diesen jedes Mal zu grüßen, wenn sie an ihm vorüber gehen. Wilhelm Tell, ein weithin bekannter Armbrustschütze, verweigert den Gruß, und der Vogt befiehlt ihm daraufhin, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Sein Kind müsse andernfalls mit ihm sterben. Der spätere Nationalheld der Schweiz muss widerstrebend, wie ihm geheißen, auf seinen Sohn anlegen und trifft den Apfel. Soweit die Geschichte. Schiller schreibt, dass Tell auf 90 Fuß Entfernung geschossen hätte. Geht das überhaupt mit den damals vorhandenen Armbrusten? Jürgen Baumann und PRO 7 stellten die Situation unter größten Sicherheitsvorkehrungen auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück nach und mit Spezialkameras kamen attraktive Bilder zustande, die jeden Anhänger des Armbrustschießens und jeden Schießsport-Fan interessieren dürften. Der Beitrag macht aber auch deutlich, was mit der heutigen Wettkampfarmbrust im Gegensatz zu den historischen Exemplaren alles möglich ist. „Der Sender kam auf mich zu, weil ich im „Guinness-Buch der Rekorde“ nach meinen fünf Weltrekorden, die ich bei den Weltmeisterschaften 2000 in Neuseeland aufgestellt habe, als bester Armbrustschütze der Welt aufgeführt bin.“ Der fast siebenminütige Beitrag wird am Donnerstag, den 19. Oktober 2006, zwischen 19.00 und 20.00 Uhr auf PRO 7 gesendet. Dort wird natürlich auch die spannende Frage beantwortet, ob Wilhelm Tell wirklich seinen Meisterschuss durchgeführt hat. Lassen Sie sich überraschen... (dsb)
| 18. Juli 2006 | Deutsche Meisterschaft IPSC - ein Kurzbericht zu Open + Revolver |
Das zahlenmäßig gut besetzte Turnier ging am 8. und 9. Juli auf der BDS-Anlage in Philippsburg reibungslos über die Bühne.
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Julia Ebenhöh erhält Trainings-Tips im Doppelpack — von Max Wiegand jr. ... |
Am 8. und 9. Juli fand die Deutsche Meisterschaft IPSC in den Klassen Open und Standard-Revolver auf der Schießanlage Philippsburg statt. In der offenen Klasse starteten 146 Teilnehmer, und 40 Schützen traten mit dem Revolver an. Sowohl die Sportler als auch die ROs absolvierten bei hochsommerlichen Temperaturen die 12 Stages innerhalb des Zeitplans: Am Sonntagabend gegen 17.30 Uhr sah man nur abgekämpfte, aber zufriedene Gesichter auf dem Gelände.
IPSC-Veteran Max Wiegand nahm sich sogar noch etwas Zeit und gab der Jungschützin Julia Ebenhöh bei einer Schießübung Trainingstips, wie hier in den Bildern zu sehen.
Bester Schütze in der Open-Class: Saul Kirsch aus Israel.
Bester Revolverschütze: Zdenek Nemecek aus Tschechien.
Alle Ergebnislisten gibt es als pdf-Dateien hier unter: www.ipsc.de. (Philip Pai)
... und Max Wiegand sr., der sich nach dem Match zudem etwas edlen Tabak gönnte.
| 13. Juli 2006 | Jugendcamp mit Anlaufschwierigkeiten |
Das verbandsübergreifend geplante 3. Jugendcamp am BDMP-Meisterschafts-Wochenende 21. - 23. Juli 2006 findet statt - allen Unkenrufen zum Trotz.
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BDMP-Bundesjugendreferent Uwe Möller rauft sich die Haare: da hatten sich die Verbände BDMP, BDS, DSB und DSU auf der IWA 2006 geeinigt, ihre Jugendlichen gemeinsam im Sommer nach Philippsburg ins Camp zu schicken und ihnen dort die Gelegenheit zu bieten, mal "über den Zaun zu schauen" und neue Disziplinen unter Anleitung auszuprobieren. Dann gab es eine Panne nach der anderen. Möller selbst zog ein Hexenschuß mit Krankenhausaufenthalt aus dem Rennen, die BDS-Vertreterin eine Schwangerschaft, und DSB und DSU hatten Parallelveranstaltungen am Camp-Wochenende. Zudem klappte die Öffentlichkeitsarbeit nicht; so telefonierte etwa die VISIER-Redaktion zigfach hinter dem Stand der Dinge her, offizielle Mails an die Sportleitung blieben unbeantwortet.
Nun ist, knapp vor dem Termin, laut Uwe Möller aber wohl alles wieder im Lot. Das Camp läuft im Rahmen der "German Open PPC 1500" vom 21. bis 23. Juli auf der Schießanlage in Philippsburg, und folgende Firmen werden ausstellen (alphabetische Reihenfolge): Waffen Ferkinghoff, Krischan Sportoptik, Longwitz, Merkle Tuning, Sauer/Eckernförde und Wischo. Infos zur Veranstaltung als PDF-Dokument
| 14. Juni 2006 | DSB-Präsident Ambacher zu Gast bei Jürgen Rüttgers |
Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen begrüßte den DSB-Präsidenten in der Düseldorfer Staatskanzlei. Hauptthema des Gesprächs: das Waffenrecht.
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Von links: Staatssekretär Manfred Palmen (Innenministerium NRW), Josef Ambacher, Jürgen Rüttgers und Manfred Speck (DSB-Beauftragter Bildung/Wissenschaft) |
Ambacher: „Ich habe das Gespräch mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, den ich aus seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter noch kenne, gesucht, um ihm zum Thema Waffenrecht die Sichtweise des Deutschen Schützenbund näher zu bringen. Es war ein sehr freundliches Gespräch in bester Atmosphäre. Wir haben vereinbart, dass wir uns nach der Sommerpause zusammen mit Innenminister Ingo Wolf und seinem Staatssekretär Manfred Palmen noch einmal treffen werden, um einige Punkte und auch Details ganz konkret anzugehen." Auf Josef Ambachers Terminkalender stehen in den nächsten Wochen weitere Länderchefs, denn das Thema Waffenrecht hat als existenzielles Thema für den Deutschen Schützenbund oberste Gesprächspriorität. vollständige Meldung auf www.schuetzenbund.de
| 23. Mai 2006 | Schützen und Schießsport - "at its finest" in Kroatien ... |
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Tom Dobert überwacht mit Argusaugen einen kroatischen Schützenkameraden beim Schuß mit der Rossi M 1892. Foto: Susanne Putsche |
... wo bei einem IPSC-Turnier Werbung für das Western-Schießen gemacht wurde. Und dafür interessierten sich samt und sonders alle anwesenden Matchteilnehmer, darunter Akademiker, Rundfunk- Journalisten und die hohe Geistlichkeit — ein Reisebericht der besonderen Art...
| 5. Februar 2006 | Elsen und Waldenburg sind die Deutschen Meister 2006 |
Mit einer faustdicken Überraschung endete das Bundesliga-Finale Luftgewehr und Luftpistole in Waldkraiburg.
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Mit Bart geht's besser: Erst im Stechschuß nach 395 Ringen konnte Marco di Nicolo (Elsen, links) Bülses Jozef Gönci besiegen. |
Während der Vorjahressieger mit der Luftpistole, die Schützengilde Waldenburg, den Titel behalten darf, mußte der als Favorit gehandelte BSV Buer-Bülse die mitgebrachte Trophäe abgeben, und das auch noch an einen westfälischen Konkurrenten: mit 3:2 Punkten im Finale konnte sich Hubertus Elsen, das Überraschungsteam aus dem Paderborner Vorort, den diesjährigen Meistertitel gegen Buer-Bülse sichern.
| 19. Mai 2006 | 1. Deutsche Meisterschaft 3-GUN 2006 |
3-Gun? Des Rätsels Lösung: Hier handelt es sich um die Bezeichnung für eine junge Sportart aus dem IPSC-Bereich, die drei Waffenarten kombiniert und so besondere Anforderungen an die Vielseitigkeit der Teilnehmer stellt — hier berichtet mit Olav Klopfer einer davon ...
| 3. März 2006 | Ein paar neue Regeln für CAS-Schützen |
Die Single Action Shooting Society erweitert und präzisiert ihr Reglement:
Welche Waffen sind erlaubt und welche verboten? Was gehört in welche Kategorie? Was geht bei Tuning und Zubehör?
Und dann meinte da noch der Outlaw Josey Wales:
| 22. Februar 2006 | Bayerischer Sportschützenbund kauft Olympiaschießanlage |
Die 218 Vertreter der rund 490.000 bayerischen Sportschützinnen und -schützen beschlossen auf einer außerordentlichen Delegiertenversammlung einstimmig, dass der Landesverband die Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück (Foto) für den Betrag von 1.721.600 Euro über die Bundesimmobilienanstalt von der Bundesrepublik Deutschland kauft.
Bisher wurde das Gelände in Erbbaurecht genutzt. Gleichzeitig wurde mit großer Mehrheit beschlossen, den Kauf durch einen einmaligen, um 3,60 Euro höheren Verbandsbeitrag zu finanzieren. Die Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück, im Norden der bayerischen Landeshauptstadt München gelegen, ist die größte zivile Schießsportanlage der Welt und gilt als eine der modernsten Austragungsstätten für die olympischen und nichtolympischen Disziplinen des Sportschießens. Durch den Kauf ist die Dauernutzung für die Schützen gewährleistet, auch die Weltmeisterschaften 2010 werden in Hochbrück ausgetragen. zur kompletten Meldung auf der DSB-Website
| 6. Februar 2006 | IPSC Handgun Rules – January 2006 Edition |
Die neue Version des Regelwerks liegt nunmehr vor.
Unter www.ipsc.de hat Jürgen Tegge wichtige Änderungen auf deutsch für die betroffenen Schützen und RO's zusammengefaßt. Mit Blick auf die Kurzwaffen schreibt er zu dem seit Jahresanfang gültigen Reglement:
"Die Jan 2006-Ausgabe der IPSC Regeln bringt im Wesentlichen kaum Neuerungen, lediglich jede Menge Präzisierungen und Interpretationen, bzw. Beseitigung von Grauzonen und Auslegungsunsicherheiten.Die deutschen Übersetzungen habe ich fertig gestellt. Sie werden dem BVA zur Begutachtung vorgelegt.
Interessierte können alles im Original auf www.ipsc.org unter Rules nachlesen."
| 21. Mai 2006 | "Vereinte Nationen" beim Weltcup in München |
Über 700 Topschützen aus 74 Nationen treffen sich in der kommenden Woche (23.-28. Mai 2006) auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück zum diesjährigen Weltcup in den olympischen Wettbewerben von Gewehr und Pistole.
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Zahlreiche Olympiasieger, so zum Beispiel Ralf Schumann mit der Schnellfeuerpistole, werden auf der Anlage vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt, in Sichtweite der Allianz-Arena, an den Start gehen. Neben Sieg und Platzierung in den zehn olympischen Wettbewerben geht es für die Topschützen natürlich auch um die Quotenplätze für die Spiele 2008 in Peking. Der Sieger eines jeden Wettbewerbes erhält für seinen Verband ein solches Olympiaticket. Der DSB tritt in Garching-Hochbrück mit seinem stärksten Aufgebot an. Ein Großteil der Schützinnen und Schützen rekrutiert sich aus dem "Top Team Peking 2008", welches das Rückgrat der deutschen Olympiamannschaft in zwei Jahren bilden wird.
Da der renommierte Worldcup in München nur noch alle zwei Jahre ausgetragen wird, ist dies eine seltene Gelegenheit, alle Weltklasseschützen in Aktion zu studieren und auch bei den Servicefahrzeugen der Hersteller nach Neuheiten zu schauen. zur kompletten Meldung auf der DSB-Website
| 30. Dezember 2005 | VISIER-Fernsehtipp: Biathlon "auf Schalke" im ZDF |
Zum vierten Mal wird heute der Biathlon World Team Challenge ausgetragen. Von 17.15 bis 19.00 Uhr überträgt das Zweite live aus der einmaligen Kulisse der Arena AufSchalke.
Bei der internationalen Biathlon-Veranstaltung (gerechnet wird mit etwa 53.000 Besuchern) treten zwölf Teams aus je einem weiblichen und einem männlichen Teilnehmer gleicher Nationalität gegeneinander an. Neben fünf deutschen Paaren werden auch viele internationale Stars des Weltcup-Zirkus' in der Arena auf die Scheiben schießen. Der norwegische Titelverteidiger Ole Einar Björndalen geht diesmal mit Linda Tjörhom an den Start. Als deutsche Teams treten an: Katrin Apel und Daniel Graf, Andrea Henkel und Michael Greis, Simone Denkinger und Andreas Birnbacher, Katja Beer und Michael Rösch sowie Kati Wilhelm und Christoph Knie. Spannung ist garantiert: wer sich nicht aufs Fernsehen verlassen will, kann auch per Webcam vom Dach aus zuschauen www.biathlon-aufschalke.de
| 28. November 2005 | Weltmeister eröffnet Laser-Schießkino |
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Von links: Landrat Günter Kern, Bürgermeister Friesenhahn, Marco Spangenberg und Initiator Walter Itzel von der MI-Bau Freizeit GmbH Bogel |
Marco Spangenberg, Weltmeister mit der Olympischen Schnellfeuerpistole, im ungewohnten Flintenanschlag - in Bogel im Rhein-Lahn-Kreis eröffnete er das neue Laser-Schießkino der Firma MI-Bau Freizeit GmbH. Die nur mit einem Laserstrahl statt scharfen Geschossen funktionierende Anlage für umgerüstete Kurz- und Langwaffen kann künftig von Vereinen und Privatpersonen gemietet werden (60 Euro/Stunde, Mo - Fr 17 - 22 Uhr, Sa/So 14 - 22 Uhr, Tel. 06772/933214). Zur Eröffnung griffen auch Landrat Günter Kern und Verbandsgemeinde-Bürgermeister Raimund Friesenhahn (im Foto von links) zur Flinte und zielten auf Wurfscheiben, "Wildschweine" und "Enten", die auf die 10 m entfernte Leinwand projiziert wurden. Der Rhein-Lahn-Kreis steht dem Sportschießen wie der Jagd positiv gegenüber; erst kürzlich nutzten die Ortsbürgermeister eine gemeinsame Wanderung zum Testschießen auf der am Wege liegenden Anlage der Schützengesellschaft Nastätten.
| 18. November 2005 | Let's go to the "Days of Truth" |
Jetzt steht es so fest: Die Europameisterschaft des Cowboy Action Shooting (CAS) findet im nächsten August in Philippsburg statt - dann gibt es in Baden die "Tage der Wahrheit"...
| 19. Oktober 2005 | 29997, 29998, 29999... |
In den kommenden Tagen erwartet das Forum Waffenrecht den 30.000. Aufnahmeantrag für eine Mitgliedschaft in seinem Förderkreis.
Aus diesem Grund verlost das FWR eine kostenfreie lebenslange Mitgliedschaft ("Lifetime-Membership") im Wert von 250 Euro. Wer ab sofort bis spätestens Donnerstag, 20. Oktober 2005, 12 Uhr einen Aufnahmeantrag stellt (Posteingang bzw. Eingang des Internetformulars bei uns), hat die Chance, eine Lifetime-Membership zu gewinnen. Verbunden mit der Teilnahme ist der Abschluss einer Mitgliedschaft im Förderkreis Forum Waffenrecht zu einem Mitgliedsbeitrag von EUR 12,00 pro Kalenderjahr (bzw. EUR 15,00 bei Zahlung gegen Rechnung). Teilnahmeberechtigt sind Personen, die noch nicht Mitglied im Förderkreis Forum Waffenrecht sind. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Informationen zum Forum Waffenrecht und zu der Aktion finden Sie unter www.fwr.de
| 20. Oktober 2005 | Frauen-Power bei der Militär-WM in Thun |
Dreimal Gold, drei Silber- und eine Bronzemedaille holten die Damen des Deutschen Schützenbundes bei der 40. Militär-Weltmeisterschaft im schweizerischen Thun.
| 12. Oktober 2005 | Deutsche Mädels auch bei Militär-WM siegreich |
Sonja Pfeilschifter, Barbara Lechner (beide Sportfördergruppe Neubiberg) und Eva Friedl (Sportfördergruppe Stuttgart) haben am Dienstag bei der CISM-Weltmeisterschaft in Thun/Schweiz den Mannschaftstitel im Liegendschießen errungen. Heute geht es um die Einzeltitel für die drei Favoritinnen.
| 17. Oktober 2005 | Ruhige Hand statt wild herumballern |
Der Hamburger Software-Verlag dtp bringt die PC-Simulation "Sportschießen 2006" auf den Markt.
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Den Finger elegant (und gefährlich!) am Abzug: ob die Umsetzung fachlich besser als das Cover ausfällt? |
Es müssen nicht immer die üblichen Ballerspiele sein. Bei "Sportschießen 2006" kann man sein Treffkünste realistisch in fünf Disziplinen testen: Sportpistole und Olympische Schnellfeuerpistole (25m Kleinkaliber), KK-Gewehr 50 m, Skeet-Schießen mit der Flinte sowie Sportarmbrust auf 10 m. Nach Angaben des Herstellers dtp seien die Waffen realistisch umgesetzt worden, außerdem würden Einflüsse wie die Atmung des Schützen und den Wind in Außenlevels mit einberechnet. Für die Umsetzung kooperiert dtp mit dem Ulmer Jagd- und Sportwaffenhersteller J.G. Anschütz. "Sportschießen 2006" soll noch diesen Monat in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinen und 29,99 Euro (54,90 Franken) kosten. www.dtp-ag.de
| 2. Oktober 2005 | DSU bildet Jugendwarte nach neuen Vorgaben aus |
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Im neuen DSU-Schießleistungszentrum Jugendsport in 53520 Wershofen/Eifel finden am 26./27.11. und am 10./11.12. (korrigiert!) die Kurse zur Jugendleiterausbildung statt, die gemäß § 27 WaffG und § 10 AWaffV bei der Ausbildung und Betreuung des Schützennachwuchses erforderlich sind. Das DSU-Präsidium: "In unseren Vereinen liegt das Durchschnittsalter der aktiven Schützen bei etwa 40 Jahren. Nachwuchs ist dringend von Nöten. Das Waffengesetz legt uns einige Beschränkungen auf, was das Mindestalter für bestimmte Waffen und Kaliber betrifft, aber dennoch bietet sich durch die in unserer Sportordnung auch für Jugendliche geeigneten und zum Teil neu geschaffenen dynamischen (Druckluft)-Disziplinen die Chance der Nachwuchsgewinnung." Die Lehrgangskosten betragen 120 Euro. Anmeldungen an die DSU-Zentrale in 56575 Weißenthurm, Stierweg 54 – schriftlich, per FAX (02637/2616) oder E-Mail ( info@d-s-u.de) – oder direkt bei der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in 53520 Wershofen: www.grosskaliberschiessen-eifel.de.
| 29. September 2005 | Der Neue ist der Alte: |
Der Bundesjugendleiter des Deutschen Schützenbundes wurde im Amt bestätigt. Und auch bei der Technischen Kommission wurde gewählt.
| 6. September 2005 | 2 Neuigkeiten aus der Vorderladerecke des DSB |
Und darunter befindet sich auch ein "Rekord für die Ewigkeit"
| 17. September 2005 | Schrotflinten und schnelle Finger... |
... das bildeten die zwei wichtigsten Ingredienzien für ein paar Geschwindigkeits-Rekorde der besonderen Art.
Gleichgültig, ob Praktische Flinte oder Westernschießen - wer da meint, er sei recht schnell im Umgang mit seiner Repetierflinte oder seiner Doppelläufigen, der klicke einmal auf diesen Link (Ein "Danke!" geht an "Shotgun George", der das entdeckt und darauf aufmerksam gemacht hat).
Manch einer dürfte da ernüchtert feststellen, dass er nicht einmal eine geladene Flinte so schnell leeren kann, wie diese fingerfertigen Jungs aus den USA ihre ungeladenen Shotguns aufnehmen, aufmunitionieren und abfeuern. Kein Wunder: Lead Dispencer gehört derzeit auch zu den Top-Schützen im SASS-Umfeld...
Viel Vergnügen!
| 21. September 2005 | Der Field-Target-Virus verbreitet sich rasch |
Mit 300 Teilnehmern aus 17 Nationen (darunter Südafrika, Rußland und Litauen) setzte die Weltmeisterschaft der Luftgewehr-Schützen im "Field Target", die am letzten Wochenende im Weston Park nahe Birmingham stattfand, eine neue Rekordmarke.
| 21. September 2005 | Erfolge der deutschen Equipe bei der EM Feldbogen |
Bei der Euro der Feldbogenschützen in Slowenien haben die DSBler einiges an Edelmetall errungen.
| 6. September 2005 | 2 Neuigkeiten aus der Vorderladerecke des DSB |
Und darunter befindet sich auch ein "Rekord für die Ewigkeit"
| 16. September 2005 | Western-Turnier "Days of Truth" in Tschechien |
Hier ein Kurzbericht eines deutschen Teilnehmers, der am Match der tschechischen Organisation "Asociace Westernovych Strelcu" (AWS) mitgemacht hat.
| 7. September 2005 | "Wett"-kämpfen und gewinnen |
Schon mal vormerken: Ende Oktober gibt's einen neuen Wettkampf
Die Firmen "Der Outfitter" und die "Helmut Hofmann GmbH" veranstalten am 29.Oktober 2005 einen Wettkampf für alle Großkaliber-Selbstladegewehre mit Zieloptik auf 300 Meter. Dabei gibt es Preise im Wert von 3000 Euro zugewinnen, unter anderem ein Springfield Armory M1 A1 National Match, das Dirk Klopsch (Der Outfitter) auf der JSW in Koblenz schon mal in die Kamera hielt.
Startgebühr: 30 Euro, Leihwaffen sind vorhanden. Infos und Anmeldung (bis zum 15. Oktober) bei Dirk Klopsch unter Telefon (06126) 55186 oder Fax (06126) 584988 sowie per E-Mail.
(Text + Foto: SN)
| 25. August 2005 | Neues für Western-Sportler |
Beim BDS-Western-Turnier Philippsburg Star 2005 (12. bis 14. Juli) feierte ein neues Match seine Urständ
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Reinhard Baumann beim Schuß mit der 45er Colt Government M 1911, abgefeuert in jenem vorschrifts- mäßigen, einhändigen Anschlag, wie er etwa bei der US-Armee zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den ausklingenden Tagen des Wilden Westens trainiert und gefordert wurde.
(Foto: M. S. Recktenwald) |
Auch wenn es an dem Sonntagmorgen fast so sehr goss wie in Kevin Costners Cowboy-Kinoepos "Open Range", so fanden sich auf der großen Stage 10 der Philippsburger BDS-Anlage Dutzende von neugierigen Western-Schützen aus ganz Europa ein. Sie alle wollten das Debüt einer neuen Schießdisziplin miterleben. Entwickelt von dem Hamburger Top-Schützen und erklärten Western-Fan Reinhard Baumann sowie dem stellvertretenden BDS-Bundessportleiter Western-Schießen, Andreas Schmitz, trägt sie den Namen "9711".
Die namentlichen Anklänge an das berühmte Kölner Duftwasser kommen nicht von ungefähr — Baumann: "Als ich gerade die ersten Pläne für diese Disziplin entwickelt hatte, besuchte ich bei einer Reise durch Arizona in dem Städtchen Payson einen Laden. Kaum hatte die Inhaberin festgestellt, dass ich aus Deutschland kam, erzählte sie mir, dass sie in früheren Jahren immer das bekannte Fortyseveneleven, also 4711, bekommen habe. Da machte es bei mir Klick, und ich hatte den Namen für die neue Sportart — 9711 oder Ninetyseveneleven. Diese Ziffern finden sich ja auch in den Modellbezeichnungen der beiden für diese Disziplin nötigen Waffenmodelle wieder."
Denn bei der neuen Disziplin stehen weniger die Lever-Action-Gewehre à la Marlin oder Winchester oder die Single-Action-Revolver im Vordergrund, als vielmehr die neueren Waffen, wie sie um 1900 in Mode kamen. Hier geht es um Vorderschaft-Repetierflinten wie die Winchester M 1897 (sowie deren Kopien) und Selbstladepistolen im Stil der Colt Government M 1911.
Brr, Brauner, halt, mag da mancher einwenden, nach 1900 war doch der Wilde Westen längst aus und vorbei, alles Geschichte, oder?
Jein. Fragt man die Fachleute, wann denn nun diese Ära vorüber gewesen sei, dann erfolgt oft der Verweis auf den US-Historiker Frederick Jackson Turner und eine berühmte Rede, die er 1893 auf der Weltausstellung in Chicago gehalten hat. In dem Text mit dem Titel "The Significance of the Frontier in American History" (Die Bedeutung der Grenze in der US-Geschichte) zitierte Turner ein Bulletin des für die Volkszählung zuständigen US-Superintendenten. Dieses offizielle Papier stellte fest, dass es in den USA so gut wie kein unbesiedeltes Gebiet mehr gebe und man infolgedessen kaum noch von einer Frontier sprechen oder über eine Westwanderung reden könne.
Turners zuerst unbeachtete, aber in späteren Jahren unter Historikern richtungweisende Rede endete so: "Und nun, vier Jahrhunderte nach der Entdeckung Amerikas und am Ende der ersten hundert Jahre unserer Verfassung, ist die Grenze verschwunden, und mit ihr schließt die erste Periode der amerikanischen Geschichte".
Das heißt auf Deutsch: Die Westwanderung war zu Ende, weil es keine neuen Gebiete mehr zu besiedeln gab, soweit okay. Das heißt aber nicht, dass die Epoche des Wilden Westens zu Ende gewesen sein — ganz im Gegenteil: Mancherorts ging es da erst jetzt so richtig zur Sache.
In jener Zeit kämpften Texas Rangers gegen die als "tequileros" bekannten Schnapsschmuggler, da jagten mexikanische Rurales (Landgendarmen) unter dem Befehl des ehemaligen russischen Fähnrichs zur See Emil "Emilio" Kosterlitsky nordamerikanische wie mexikanische Marodeure, und die Arizona Rangers unter Burton "Cap" Mossman, Tom Rynning und Harry C. Wheeler scheuchten ab 1901 einheimische wie ausländische Viehdiebe, das Gleiche tat im Nachbarterritorium die 1905 gegründete New Mexico Mounted Police. Zudem ging es in neuen Erz-Boomstädten wie Telluride oder Cripple Creek ähnlich drunter und drüber wie eine Generation zuvor in Tombstone oder Deadwood — mit dem Unterschied, dass nun viele der Bretterhütten einen eigenen Telefonanschluß und Elektrizität besaßen und draußen neben den Pferden auch Autos und Fahrräder parkten.
1898 lockte das Gold von Alaska die Glücksritter an. Tausende von ihnen quälten sich durch Schnee und Eis zu den Minen, Ex-Pistoleros wie Wyatt Earp gingen es gelassener an und betätigten sich am Polarkreis als Kneipiers, der junge Schriftsteller John Griffith Chaney alias Jack London fand sein wichtigstes Thema und begründete so eine literarische Karriere von Weltrang. Um die Jahrhundertwende begann dann in der Prärie von Texas und Oklahoma der Ansturm aufs Erdöl, in dessen Folge weitere Boomstädte aus dem Boden schossen. Und auch dort ging es ähnlich kunterbunt zu wie einst in den Rinderstädten entlang des Schienenstrangs. Und mit Figuren wie dem 1955 gestorbenen Texaner Pattillo Higgins, der das große Spindletop-Feld erschloss, gab es da Charaktere, die ebenso farbig waren wie einst die der Indianergrenze.
Während all das geschah, brodelte es in Mexiko, bis hier 1911 der Diktator Porfirio Diaz ins Exil gejagt wurde und die Revolutionswirren ihren Anfang nahmen. In deren Folge leisteten sich "revolucionarios "ebenso mehrfach Übergriffe auf US-Gebiet, wie sich Amerikaner unter Missachtung internationaler Abkommen südlich des Rio Grande umtaten. Als Folge verhielt sich die Bevölkerung entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze genauso wie gut 70 Jahre zuvor in den Kriegen gegen die Comanchen — man verließ sein Haus prinzipiell nicht ohne Waffe.
Hier gibt's noch ein paar Tips zum Lesen und zum Schauen...
All das ging nicht spurlos an der Waffenindustrie vorbei, wie Reinhard Baumann anmerkt. Baute Colt während der 1880er und 1890er in jedem Jahr allenfalls ein paar tausend Stück seines berühmtesten Revolvers, des Single Action Army M 1873, so explodierten die jährlichen Produktionszahlen dieses als "Peacemaker" (Friedensstifter) oder "Hogleg" (Schweinsfuß) bekannten Revolvers nach 1898, um 1902 auf einen bislang unbekannten Höchststand von zirka 18000 Mustern zu kommen. 1907 lag der Ausstoß noch bei 16000 Peacemakern, danach fielen die Zahlen wieder. Doch handelte es sich bei dem Colt M 1873 zu dem Zeitpunkt um eine aus militärischer Sicht völlig veraltete Waffe, so dass die Kunden nur in Zivilkreisen zu finden gewesen sein müssen.
Und diese Entwicklung bildete bei den für Jagd, Sport und Selbstverteidigung bestimmten Waffen keine Ausnahme. Ähnliche unerwartete Fertigungsspitzen lassen sich in jenen Jahren auch bei anderen Herstellern wie Winchester und Marlin für ihre Repetier-Hahnflinten nachweisen – der Beleg dafür, dass diese Waffen in jenen Jahren dringend gebraucht und somit auch gekauft worden sind.
Zur gleichen Zeit feierten auch die neuen, von John Moses Browning entwickelten Colt-Pistolen im Stil der Government M 1911 ihr Debüt. Damit ausgerüstet, zogen etwa die US-Kavalleristen und ihre Apachen-Scouts bei US-General John "Black Jack" Pershings Kampagne gegen Pancho Villa durch den Norden Mexikos.
In den USA hat all das daher längst schon Eingang ins Western-Schießen gefunden. Und auch in Europa mehren sich die Stimmen der Schützen, die mit den altmodisch-umständlichen Vorderschaftrepetier-Hahnflinten und den Government-Pistolen auf Stahlziele schießen möchten — und all das im Western-Ambiente.
Da die Colt Government in Deutschland ja sowieso zu den am meisten verkauften Großkaliberpistolen gehört, stehen die Bedingungen für eine neue Disziplin denkbar günstig. Und natürlich achten Baumann und Schmitz darauf, dass hier die Sicherheitsregeln befolgt werden und alles mit rechten Dingen zugeht. Weswegen diese neue BDS-Disziplin auch bereits den entsprechenden Behörden zur Genehmigung vorliegt.
Apropos Behörden: Zum Western-Schießen gehören ja seit eh und je die als "Side Matches" bekannten Nebenwettbewerbe. Die beiden ersten waren hier das Long-Range-Schießen mit einschüssigen Blockbüchsen (im Baustil der Sharps M 1874, M 1875 und M 1877, der Rolling-Block-Modelle von Remington und Whitney etc. pp) sowie das Schießen mit Unterhebel-Repetierern in Gewehrkalibern. Zu dieser Side-Match-Klasse gehört auch das neue 9711-Match. Die zuständigen Behörden verlangten nun aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit, dass auch das Regelwerk dieser Nebenwettbewerbe eindeutig zu formulieren und ihnen dann zur Absegnung vorzulegen sei.
Also machten sich die stellvertretenden Bundessportleiter des BDS-Westernschießens, Reinhard Baumann und Andreas Schmitz, schon lange vor dem "Philippsburg Star" im Mai daran, entsprechende Texte zu verfassen. Die Regeln für die Side-Match-Gewehrdisziplinen wurden laut Reinhard Baumann zudem in enger Absprache mit Sigrid Schuh, der BDS-Bundessportleiterin für Langwaffen, abgefasst.
Wieder zurück zum Morgen des 14. August nach Philippsburg, auf die Stage 10 und damit hinein in den strömenden Regen: Bei dem ersten Match der "9711" schoss das mit deutschen, schweizerischen, ungarischen und tschechischen Teilnehmern international besetzte Feld gegen die Uhr einen Durchgang auf insgesamt 25 in Fünfergruppen angeordnete Classic Popper. Jeder musste drei mit je fünf Patronen gefüllte 1911er Magazine am Mann führen und insgesamt zehn Schuß mit der Flinte abgeben (wie auch sonst beim Western-Schießen gestatten die 9711-Regeln hier nur Geschosse aus Blei sowie solche mit dünnem Kupferüberzug).
Erschwerend und damit besonders anfordernd für die Koordination war der Umstand, dass die Flinte — wie beim Western-Schießen allgemein üblich — somit beim Start immer ungeladen war (und ist, so sieht’s das Reglement aus Sicherheitsgründen vor). Sie war in diesem Fall zweimal nach dem Ertönen des Zeitnehmer-Signals aufzumunitionieren.
Auch bei der Pistole standen mehrere Magazinwechsel an, auch musste sie innerhalb der Stage unterladen geführt werden, der Schütze durfte sie erst nach Erreichen der Schussposition durchladen. Damit verbot sich die "Condition Number One" à la Oberst Jeff Cooper, bei der die Waffe durchgeladen und gesichert im Holster geführt wird. Darüber hinaus gab es da nix mit "Weaver Stance" und beidhändigem Anschlag — die Pistole war im altmodisch-einhändigen Anschlag mit ausgestreckter Schulter, leicht angewinkeltem Schußarm und hinter dem Rücken angelegter Nicht-Schußhand akkurat so abzufeuern, wie es seinerzeit das Armee-Reglement vorschrieb und es auch in Sportlerkreisen üblich war.
Aus dem gleichen Grund sind moderne Sport-Governments etwa des Typs "Race Gun" tabu und nur originalbelassene Futteralversionen gestattet. IPSC-Holster und Schnellzieh-Magazintaschen scheiden ebenfalls aus. Statt dessen dürfen die Teilnehmer ihre Pistolen in Mexican-Loop-Holstern mit Sicherheitsriemen oder im Kavallerie-Holster M 1912 (gibt’s unter anderem von El Paso Saddlery, aber auch von indischen Herstellern als Replika) führen.
Für das schnuppermäßig ausgetragene Premierenmatch interessierten sich vom Fleck weg zirka 50 Leute allein in Philippsburg. Weil aber Petrus an dem Sonntagmorgen an den Himmelsschleusen gespielt hatte, blieben ein paar Mann weg. Alle anderen aber erlebten in Philippsburg einen spannenden Wettkampf, der nicht nur den Western-Schützen eine Bereicherung verspricht, sondern auch allen Besitzern einer naturbelassenen 45er Single-Action-Pistole im Stil der M 1911 Government und ihrer Verwandten ein neues sportliches Betätigungsfeld eröffnet.
Initiator Reinhard Baumann jedenfalls will das Ganze noch weiter ausbauen, sobald Verband und Ämter endgültig grünes Licht erteilt haben.
(MSR)
Andreas Schmitz, stellvertretender Bundessportleiter Western beim BDS und zusammen mit Baumann Mitbegründer der neuen Disziplin 9711. Er führt hier den zweiten Hauptakteur neben der 45er Pistole vor - eine Winchester-Vorderschaftrepetierflinte M 1897, zu deren Kennzeichen ein außenliegender Hahn gehört. (Foto: M. S. Recktenwald)
| 29. August 2005 | IPSC-WM: Deutsche Starter trotz Pannen erfolgreich |
Bei den 14. Weltmeisterschaften im IPSC-Schießen in der Nähe von Guayaquil/Equador wurde Petra Tutschke Weltmeisterin. Auch "Super-Senior" Max Wiegand machte seiner Altersklasse alle Ehre und gewann den Titel, beide in der "Standard"-Klasse.
| 25. August 2005 | Es gibt etwas Neues für Western-Sportler |
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(Foto: Recktenwald)
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Beim BDS-Western-Turnier Philippsburg Star 2005 (12. bis 14. Juli) feierte ein neues Match seine Urständ - wie Schütze Philipp Seibel hier vorführt, spielen dabei auch Repetierflinten eine wesentliche Rolle...
| 25. August 2005 | Große Überraschung bei DSB-DM in München: |
Es war ihr erste deutsche Meisterschaft im Erwachsenenbereich beim Trap der Damen - und prompt holte Jana Beckmann heute Gold. Glückwunsch!
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Hoch konzentriert: Die Magdeburgerin Jana Beckmann im Wettkampf.
(Foto: DSB) |
Dazu vermeldet der Deutsche Schützenbund (DSB) in einer Pressemitteilung:
"Im einzigen olympischen Wettbewerb des heutigen Tages bei den Deutschen Meisterschaften 2005 auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück kam es beim Trap der Damen zur großen Überraschung. Jana Beckmann (Magdeburg), die in dieser Saison zum ersten Mal bei den Damen an den Start ging, gewann gleich bei ihrer Premiere im Erwachsenenbereich auch ihren ersten Titel einer Deutschen Meisterin.
Es war ein äußerst selektives Finale, in dem die 22-jährige Studentin aus Sachsen-Anhalt mit 20 Treffern die Bestmarke erreichte. Zusammen mit der erfolgreichsten Wurfscheibenschützin der letzten Jahre, Susanne Kiermayer (Kirchberg) lag sie nach dem Vorkampf mit 64 Treffern auf dem vierten Rang."
Mehr zu alldem sowie die aktuellen DM-Ergebnisse finden sich hier
| 15. August 2005 | Volles Programm auf der Olympia-Schießanlage |
Aus allen Rohren feuern über 8500 Starter bei der Deutschen Meisterschaft des DSB in Hochbrück bei München, die mit 16 Tagen (16. August bis 1. September) selbst rekordverdächtig ist. Neben dem zwischendrin stattfindenden Weltcup, dem RWS-Shooty-Cup und dem Carl-Zeiss-Cup werden auch die Behinderten-Sportschützen ihre Meister in Hochbrück ermitteln.
| 8. August 2005 | DM-Starter Großkalibergewehr, bitte beachten! |
Für die Teilnehmer an den 300-Meter-Disziplinen der Deutschen Meisterschaften 2005 auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück, die vom 30.08.-01.09.05 ausgetragen werden, der folgende wichtige Hinweis vom DSB:
Alle gängigen Match-Geschosse (z.B.: Sierra, Berger, Lapua, Norma) sind zugelassen. Verboten sind vornehmlich die Geschosse mit Kunststoffspitzen (z.B.: V-Max, X-Max, Ballistic Tip). Der DSB bittet die Starter um Beachtung dieses Hinweises. Zeitplan der DM 300 m auf der Website des Deutschen Schützenbundes
| 5. August 2005 | 30 Jahre BDS: Schön war es in Philippsburg... |
... wohin nicht nur die IPSC-Pistolenschützen, sondern auch viele Sportler anderer Disziplinen reisten. Außerdem fand beim BDS noch die erste DM einer neuen dynamischen Langwaffen-Disziplin statt.
| 4. August 2005 | Wershofen: 1. Trainingslager am Bundesstützpunkt Jugendsport |
In der letzten VISIER-Ausgabe fand sich eine kurze Reportage zur Eröffnung des DSU-Bundestützpunktes Jugendsport in Wershofen. Und dort hat die Arbeit jetzt begonnen ...
| 7. Juli 2005 | Rezept gegen Sommerhitze: Biathlon direkt vor der Haustür |
Biathlonzentren gibt es nicht nur in den vermeintlichen Schnee-Hochburgen Ruhpolding oder Oberhof, sondern jetzt auch auf der "Alb".
| 6. Juli 2005 | Auch die Senioren sind diesmal beim Carl-Zeiss-Cup dabei |
Der Carl Zeiss Cup wird auch 2005 wieder während der Deutschen Meisterschaften in München stattfinden, wieder mit wertvollen Sachpreisen, diesmal auch mit der Seniorenklasse und alles zusammen am 23. August 2005.
| 5. Juli 2005 | DSB-Vorderlader-Erfolg: 34 Medaillen ... |
... beim Mehrländerkampf in Pforzheim
| 3. Juli 2005 | "Brennend heißer Wüstensand..." |
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Büchsenmachermeister Gottfried Prechtl (l.) und BDMP-Präsident Dr. Volkmar Schilling mit einem Gewehr, das der Erstgenannte gestiftet und der Zweite gewonnen hat. Der Gewinner stellte das Gewehr umgehend für die Jugendarbeit seines Verbandes zur Verfügung. Foto: BDMP - herzlichen Dank! |
... an die Liedzeile aus einem alten Schlager fühlte sich mancher Schütze am letzten Wochenende beim BDMP-Schießsportfestival erinnert.
| 30. Juni 2005 | VISIER-Ausflugstip: Jagd auf Stahltiere in Dorsten |
Die auch als offene Wertung ausgeschriebene 4. Deutsche Meisterschaft im "Field Target" am 2. und 3. Juli wartet 2005 mit knapp 100 Starts auf (Teilnahmeliste und Zeitplan), wobei Sportler aus Deutschland, Polen, den Niederlanden, Belgien, Österreich und England zum Wurfscheibengelände in Dorsten-Freudenberg anreisen. Gestartet wird mit Luftgewehren unter und über 7,5 Joule (bis maximal 16,3 Joule) Mündungsenergie, und zwar in den fünf vom Bund Deutscher Sportschützen (BDS) angebotenen Waffenklassen. Der Parcours geht über 40 Stahlziele in Entfernungen von 9 bis 50 Meter, die sich zu je vier Klapptierchen auf 10 sogenannte "Lanes" verteilen. Zuschauer sind herzlich willkommen und können alle Lanes und Starter beobachten, der Eintritt ist frei - später wird's teurer: selten haben sich Zuschauer nicht sofort von dieser faszinierenden, aus England importierten Schießdisziplin anstecken lassen... Ausschreibung und Anfahrtplan als PDF-Dokument
(ACHTUNG: FREITAG ist kein offizielles Training möglich!)
| 29. Juni 2005 | Spandauer Schützenverein für Blinde |
Er stand auf Seite 25 in der "Berliner Zeitung" vom heutigen Mittwoch - der Bericht über einen anno 1979 gegründeten Spandauer Schützenverein, der Schießsport für Blinde anbietet.
Dabei ging aus dem von Marcel Gäding verfassten Artikel auch hervor, daß der "1. Blinden Schützen Verein" in den letzten Jahren deutlich an Mitgliedern verloren hat - und so möglicherweise über kurz oder lang das Aus droht. Wer Kontakt zu den nach Gehör schießenden Schützenkameraden aufnehmen will, erreicht sie in Spandaus Tiefwerderweg 14 unter der Telefonnummer (030) 35507548.
| 21. Juni 2005 | FITA: Neuer Präsident der Bogenschützen |
Dr. Ugur Erdener löst Jim Easton ab
| 19. Juni 2005 | DSB-Sommerbiathlon: Neuer Trainer |
| 9. Juni 2005 | Keine modernen Schießhosen für Vorderlader-Sportler... |
... so die Entscheidung des dafür zuständigen internationalen Verbandes.
| 17. Mai 2005 | Edelmetall für 300-m-Gewehrteam beim Europacup |
Am letzten Tag des Europacups in den ISSF-300m-Gewehrdisziplinen, der erstmals in der südtschechischen Metropole Pilsen ausgetragen wurde, holte das DSB-Team im Dreistellungskampf mit dem Standardgewehr die Bronzemedaille. Gold ging an das Team aus Schweden mit 1727 Ringen und Silber an Tschechien mit 1726 Ringen. Als bester Deutscher erreichte Friedel Roggendorf mit 570 Ringen den achten Platz. (zur DSB-Website mit weiteren Informationen)
| 15. Februar 2005 | Buer-Bülse und gewannen das Bundesliga-Finale |
Der BSV Buer-Bülse gewann mit 4:1 gegen Germania Prittlbach seinen dritten Deutschen Mannschaftsmeistertitel im Luftgewehrschießen. Dritter wurde der BUND München vor dem Gastgeber Waldkraiburg. Bei den Teams mit der Luftpistole siegte überraschend die Schützengilde Waldenburg, während Vorjahresmeister VSS Haltern bereits in der ersten Finalrunde ausschied.
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Torsten Krebs (Buer-Bülse, links) und Bernhard Oswald (Prittlbach) im Luftgewehr-Finale |
Der Deutsche Schützenbund hat Zusammenfassungen der Finalkämpfe mit Bildern und den Abschlußtabellen auf seiner Web-Sonderseite zur Bundesliag veröffentlicht:
Bericht über das Finale LUFTGEWEHR
Bericht über das Finale LUFTPISTOLE
| 14. Februar 2005 | Eintrittskarten für die World Games 2005 in Duisburg |
...die vom 14.-24 Juli in Duisburg sowie in den Partnerstädten Bottrop, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr stattfinden, können ab sofort bestellt werden.
Aus dem Bereich des Deutschen Schützenbundes ist die Disziplin Feldbogenschießen an diesem Großereignis beteiligt. 3.500 Sportler aus über 100 Nationen werden im Ruhrgebiet an den Start um die Medaillen in 40 nichtolympischen Disziplinen gehen. In 27 Sportstätten werden 177 Einzelwettbewerbe ausgetragen. Die Organisatoren erwarten insgesamt 500.000 Zuschauer. (zur DSB-Website mit weiteren Informationen)
| 3. Februar 2005 | DSB genehmigt neue Gehörschützer-Generation |
Aufgrund einer Vielzahl von Anfragen an den Deutschen Schützenbund zur Regel 0.2.12 der Sportordnung (Tragen eines Gehörschutzes) haben sich Sportleitung und Technische Kommission des DSB noch einmal intensiv mit der neuen Generation von geräuschniveauabhängig dämmenden Gehörschützern befaßt...
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...und die Übereinstimmung mit den Regularien des Deutschen Schützenbundes bekräftigt. Diese Gehörschützer passen sich dem Geräuschniveau der Umgebung an und erlauben dennoch, Kommandos oder Sicherheitshinweise auf dem Schießstand zu verfolgen. Der Schussknall selbst wird allerdings auf ein für das Gehör gesundheitlich unbedenkliches Niveau gedämmt. Da die geräuschniveauabhängig dämmenden Gehörschützer nicht mit Funk- oder Spracheinrichtungen versehen sind, verstoßen sie auch nicht gegen Regel 0.2.12 der Sportordnung. Das Tragen dieser neuen Generation von Gehörschützern ist somit – vor allem vor dem Hintergrund einer erheblichen Verbesserung der Sicherheit auf dem Schießstand – regelkonform und uneingeschränkt erlaubt.
| 28. Januar 2005 | Sportschützen-Sportabzeichen, 1. Disziplin: Lesen... |
Eine spezielle Broschüre für Sportschützen, die das Deutsche Sportabzeichen erwerben wollen, ist ab sofort erhältlich.
In dem Heft, das in Kooperation zwischen dem Deutschen Sportbund und dem Deutschen Schützenbund entstanden ist, sind alle Bedingungen der Gruppe 4, in der das Sportschießen seit dem 1. Januar 2005 Teil des Fitnessordens ist, exakt aufgeführt (siehe auch Meldung bei VISIER). Ob Gewehr, Pistole, Laufende Scheibe, Wurfscheibe, Bogen, Armbrust oder Sommerbiathlon – jeder Sportschütze kann seiner Lieblingsdisziplin nachgehen und seine Leistungsfähigkeit, dem Alter entsprechend, nachweisen. (zur Bestell-Website des Deutschen Schützenbundes)
| 13. Januar 2005 | Für Jedermänner, Trainer, Lehrer und Sachverständige |
Beim Deutschen Schützenbund werden auch 2005 wieder zahlreiche Fachlehrgänge angeboten.
Das Programm umfaßt zahlreiche Veranstaltungen für Sportschützen, die unter Anleitung bekannter Trainer ihre Schießtechnik verfeinern wollen, aber auch Aus- und Fortbildungen, die für Noch-Nicht-Schützen interessant sind (sofern sie von freundlichen Menschen darauf aufmerksam gemacht werden). So findet etwa vom 29.4. bis 1.5. in Wiesbaden ein Lehrgang "Schule und Schießsport-Einführung für Lehrer und Lehrerinnen" statt, ein Bereich, in dem sich der DSB (etwa mit Bodensport) intensiv um Zusammenarbeit mit Schulen bemüht. Die Trainer-Seminare (Zugangsvoraussetzungen beachten, oft nur über den Landesverband möglich) umfassen die veränderten Disziplinen wie OSP ebenso wie Waffenpflege, Kondition oder Optik. Einfach mal reinschauen und wieder die Schulbank drücken! (zu den Ausbildungsterminen des DSB 2005)
(Fremdlink auf die DSB-Website)
| 12. Januar 2005 | Was ist neu bei der "Olympischen Schnellfeuerpistole"? |
Ralf Schumann, dreifacher Olympiasieger mit der "OSP", muß seine bisherige Matchpistole einmotten und sich umstellen: Seit Jahresbeginn haben der Weltverband ISSF und der Deutsche Schützenbund neue Regeln.
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Die Pardini GP "Schumann" in .22 kurz, mit Handschuhgriff, elektronischem Abzug, Kompensator und Entlastungsbohrungen. |
Statt des bisherigen, rückstoßschwachen Minikalibers .22 short muß künftig die Patrone .22 long rifle verwendet werden, zudem mit einer Mindestgeschwindigkeit, um allzu schwache Patronen auszuschließen (mind. 250 m/s, Geschoßgewicht mind. 2,59 g/39 grs). Handschuhgriffe sind nicht mehr zugelassen, ebensowenig wie Laufentlastungsbohrungen und Kompensatoren. Der Abzug muß nun mindestens 1000 Gramm halten. Nach dem Willen der Internationalen Schießsport-Föderation soll man mit der bisherigen KK-Sportpistole künftig nicht nur die (selten angeboteten) Disziplin Standardpistole, sondern auch die "neue" OSP betreiben können - daher die Regelangleichung. Daß die graue Theorie in der Praxis zahlreiche Tücken birgt und ob die neuen Regeln tatsächlich mehr Nachwuchs anlocken, das verrät der große OSP-Bericht in der Februar-Ausgabe von VISIER (ab 21. Januar im Handel). Eine Umfrage mit Diskussion zum Thema läuft bereits im VISIER-Forum.
| 21. Dezember 2004 | Ralf Schumann unter den "Top Ten" |
Mit seinem zehnten Rang bei der Wahl zum "Sportler des Jahres" ist es mit dem Goldmedaillengewinner von Athen in der Olympischen Schnellfeuerpistole, Ralf Schumann (Stockheim/Foto), nach langen Jahren wieder einem Schützen gelungen, unter die Top Ten der populärsten Sportler in Deutschland zu gelangen.
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Der dreimalige Olympiasieger Ralf Schumann war auch schon bei den Spielen von Barcelona 1992 und Atlanta 1996 erfolgreich, und kam auf 799 Stimmen. Ganz vorne mit 2.460 Stimmen lag ein Sportler, der seine Sportart wie kein Zweiter dominiert. Dem siebenmaligen Formel-I-Weltmeister Michael Schumacher war der Titel auch diesmal nicht zu nehmen - ob er ihn so wichtig nimmt, ist die andere Frage: wieder reiste er zur Siegerehrung am letzten Samstag in Baden-Baden nicht an und zeigte sich auch im Fern-Interview nur mäßig begeistert.
Bei den Damen siegte die Kanusportlerin Birgit Fischer, während die Hockey-Nationalmannschaft der Damen die Teamwertung gewinnen konnte. Zum 58. Mal wurde diese Wahl von der Internationalen Sportkorrespondenz durchgeführt, an der sich 1500 Sportjournalisten aus Deutschland beteiligten. Auch VISIER schließt sich den Glückwünschen an den sympathischen Pistolenschützen an.
| 1. Dezember 2004 | Wenn der Vater mit dem Sohne... |
Max und Maximilian Wiegand schreiben im IPSC-Schießen eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
Das meint Inge Claas, die Autorin eines bemerkenswert positiven Zeitungsartikels, den die Rhein-Zeitung Koblenz am 24. November im Lokalteil (hier als PDF-Datei) veröffentlichte. Senior Max Wiegand ist als IPSC-Schütze (u.a. Welt- und Europameister Senioren) wie als Schießausbilder für berufliche Waffenträger, aber auch Jäger eine lebende Legende. Mit seinem Sohn Maximilian (17) wohnt er in Kaub am Rhein. Von dort erobern beide mit ihren sportlichen Leistungen die Welt, zuletzt im tschechischen Tabor, als der Sohn im Einzel Bronze und Gold mit dem Juniorenteam gewann und der Vater den Titel in der Standardklasse Senioren holte. Nächster Halt (hoffentlich): die IPSC-Weltmeisterschaft 2005 in Ecuador.
| 11. November 2004 | „Jeder Schütze kann beim Deutschen Sportabzeichen mitmachen“ |
Ab 1. Januar 2005 kann man in den Disziplinen Armbrust, Bogen, Gewehr, Laufende Scheibe, Pistole, Vorderlader, Wurfscheibe und Sommerbiathlon auch das Deutsche Sportabzeichen erwerben (siehe auch VISIER-Online-Meldung). Für den Deutschen Schützenbund geht damit ein Wunsch in Erfüllung, der schon seit Jahren immer wieder von der Verbandsspitze an den Deutschen Sportbund gerichtet war. Besonders der Präsident des Deutschen Schützenbundes, Josef Ambacher (Foto), hatte sich diesem Ziel verschrieben, wie er jetzt in einem Interview erläuterte. (zum kompletten Interview auf der Homepage des Deutschen Schützenbundes)
| 2. November 2004 | Krönender Abschluß beim Weltcup-Finale |
Olympiastars Schumann und Lusch bestätigten ein Top-Jahr durch Siege in Bangkok (Thailand).
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Christian Lusch (Foto), der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Athen, erzielte im Vorkampf des KK-Wettbewerbes "60-Schuss-liegend" optimale 600 Ringe und stellte damit den Weltrekord ein. Im Finale gelangen dem 23jährigen Studenten dann 102,1 Ringe, war mit einer Gesamtleistung von 702,1 Zählern nicht zu bezwingen und gewann das Finale der diesjährigen Weltcup-Saison. Auch Olympiasieger Ralf Schumann ließ sich im letzten großen Match des Erfolgsjahres den Sieg mit der Schnellfeuerpistole nicht nehmen und hat mit 693,5 Ringen seinen Wettbewerb mit deutlichem Abstand gewonnen. Damit gewann er zugleich den allerletzten OSP-Wettkampf überhaupt - auch wenn die Disziplin ab 2005 weiter "Olympische Schnellfeuerpistole" heißt, wurden die Regeln, die Waffen und das Kaliber derart verändert, daß man "alt und neu" nicht mehr vergleichen kann. Der 42jährige Stockheimer will aber auch in der neuen Disziplin vorn mitmischen. Mit zwei weiteren Bronzemedaillen in Bangkok für Sonja Pfeilschifter (Sportgewehr) und Michael Jakosits (Laufende Scheibe) konnten zwei Unglücksraben von Athen ihre Bilanz ein wenig aufpolieren.
| 4. November 2004 | Kurzer, Schumann und Lusch führen ISSF-Weltrangliste an |
Die drei deutschen Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Athen, Manfred Kurzer (Foto), Ralf Schumann und Christian Lusch, liegen in der neuesten Weltrangliste des Internationalen Schießsportverbandes (ISSF) auf den Spitzenplätzen.
Wie der Deutsche Schützenbund meldet, konnte der Olympiasieger in der Laufenden Scheibe, Manfred Kurzer (Frankfurt/Oder), dabei seinen ersten Rang gegenüber der letzten Weltbestenaufstellung verteidigen und führt vor Alexander Blinow und Dimitri Lykin (beide Russland). Übrigens: wer viele der Weltklasseschützen einmal live und dazu ohne weite Reisen erleben möchte, der hat bei den gerade angelaufenen Bundesliga-Wettkämpfen mit Luftgewehr und Luftpistole gute Chancen. Der DSB veröffentlichte eine PDF-Datei aller ausländischer Starter mit ihren Vereinen, und auf der DSB-Bundesliga-Website finden Sie zudem alle Termine und Anfahrtpläne. (zur offiziellen ISSF-Weltrangliste)
von der ISSF-Website, in englischer Sprache
| 12. Oktober 2004 | „Absoluter Respekt“ vor Olympiateilnehmern |
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Minister Struck (links) ehrte auch Manfred Kurzer, den Olympiasieger Laufende Scheibe |
Die Bundeswehr stehe auch in Zukunft zur Förderung des deutschen Spitzensports. Das unterstrich zumindest Verteidigungsminister Peter Struck in Berlin anläßlich einer Ehrung für die Olympiateilnehmer.
| 6. September 2004 | Stählerne Klänge in den Dolomiten |
Am 12. und 13. Juni, schon fast traditionell am Wochenende nach Fronleichnam, fand die European Steel Challenge auf der PPP Range statt.
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Overall-Sieger: Saul Kirsch aus Israel |
Unter dem Ehrenschutz von Nationalrätin Helga Machne nahmen Schützen aus neun Nationen die „stählerne Herausforderung“ an. Diese hohe internationale Beteiligung ist Bestätigung für die Bemühungen von Peter Paul Ploner rund um den anspruchsvollen Bewerb. 188 Starts absolvierten die Schützen aus Deutschland, Schweiz, Italien, Österreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Israel, USA. Das derzeit höchst dotierte Schießen in Europa erfreut sich bei den Schützen großer Beliebtheit, die Nachfrage überstieg bei weitem die mögliche Starterzahl.
11 verschiedene Wertungskassen machen die ESC für jeden Sportschützen attraktiv. In der allgemeinen Klasse stehen die Klassen Open Pistole, Open Revolver, Standard Pistole, Standard Revolver zur Verfügung. Diese Klassen werden auch als Wertungsklassen für Senioren angeboten. Damen können in den Klassen Open und Standard an den Start gehen. Sehr gut angenommen wurde die neu eingeführte Behördenklasse, die mit Dienstwaffe und Dienstholster geschossen wird. 19 Exekutivbeamte nützten die Möglichkeit, sich mit Europas schnellsten Sportschützen zu messen.
Sechs Matches Die Matches Smoke and Hope, Five to go, Roundabout, Showdown, Speed Option werden fünfmal geschossen, das Match Outer Limits wird viermal geschossen. Das jeweils schlechteste Ergebnis ist ein Streichresultat, das macht diesen Bewerb für Schützen sehr attraktiv. Jeder Schütze hat 29 Einzelstarts, die Mindestschussanzahl beträgt 145 Schuss. Der Mindestfaktor beträgt 120, Majorladungen sind nicht erforderlich und Magnumladungen verboten. Für den hohen Sicherheitsstandard sorgten internationale Range-Officer und zwei Chief-Range-Officer.
Overall Sieger Saul Kirsch aus Israel gelang mit einer Gesamtzeit von 64,80 Sekunden das beste Ergebnis. Er konnte damit seine Leistung vom Vorjahr noch übertreffen. Bei den Damen gelang Kriminalpolizistin Margit Steurer aus Österreich nicht unerwartet der Sieg in der offenen Klasse, in der Standardklasse siegte Petra Baldauf. Bei den Senioren dominierte ganz klar in allen Klassen Peter Schowink aus den Niederlanden. Die Behördenklasse gewann Günter Weber aus Österreich. In der Mannschaftswertung gewann das Team DFT1 aus den Niederlanden.
Die hohe Wertschätzung für diese Veranstaltung drückte sich auch im Beisein von Ehrengästen aus Sport und Politik aus, die bei der Siegerehrung anwesend waren. Es gab Sachpreise im Wert von 25.000 Euro - für einen Gabentisch, der in Europa wohl einzigartig ist, sorgten über 80 Sponsoren. Jeder Teilnehmer an der European Steel Callenge erhielt für seine sportliche Leistung einen Preis. Neben mehreren Pistolen gab es unter anderem hochwertige optische Zielgeräte, Munition, Wiederladekomponenten, Waffenpflegemittel, Holster, Range Bags.
Sponsoren der ESC 2004 Autohaus Knoll, Aimpoint, ASP, Ballistik Steel , Baumax, Bogenfuchs, Brenneke GmbH, Brunox, Bogenfuchs, Bul Transmark Ltd., Burgstaller, Bushnell Performance Optics, caliber, Der Outfitter, DWJ, Dillon, Docter, Dschullnig GmbH+CoKG, Double-Alpha Academy, Dutch Firearms Trading, Georg Fabricius, Geco, Glock, Gunport, Grafitex Siebdruck Feichter, Gould & Goodrich Holster, Gustav Genschow Nobel Ges.m.b.H., Haendler & Natermann, Hartmann, Heckler & Koch GmbH, Helmut Hofmann GmbH, Hodgdon, Hofmann Österreich, Hogue, Höppner & Schumann, Hornady, H.P.S, Idl Waffen, IFS Shooting Supplies, Impulse Gun Barrels Schranz, Korth, Kufsteiner Waffenstube, Lapua, Leupold & Stevens, Inc., Lothar Walther, Maitisch Walter, Maurice Drummen & Zn., Nikon Sports Optics, OKO-Dot, Osttirol Catering, Pardini, Peters Stahl, Power Speed, Pirsch, RHT, Robwein, Raiffeisenkasse Lienzer Talboden, Rohof, RUAG Ammotec, Sauer & Sohn GmbH, Sunbrite Industries, Waffen Schumacher OHG, Waffen Kosiol, Safariland, Schweizer Waffenmagazin, Seidler, Sellier & Bellot, Sickinger, Sinning Oberflächentechnik, Sodia, Sphinx, Steyr-Mannlicher GmbH & Co. KG, Swarovski, Swarovski Optik KG, Tanfoglio, Tool Park, Trijicon, Umarex, Uncle Mikes, Van Mulekom Schietsport, Vihtavuori, VILU, VISIER, WM Bullets
Autor und Veranstalter: Peter Paul Ploner, Obmann der Dolomitensportschützen, Tel. 04858/8380; Mobil 0644 557 87 00, E-Mail:esc-ppp@aon.at, Home:www.europeansteelchallenge.com
Voraussichtlicher Termin der ESC 2005: 2. – 3. Juli 2005 Anmeldezeitraum vom 1.1.2005 – 31.4.2005 per Mail
Die Schießanlage bei Lienz, am Fuß der Dolomiten
| 27. Juli 2004 | Deutsches Team top, aber ein Einzelschütze noch topper... |
Die deutsche Mannschaft gewann bei den Weltmeisterschaften "Field Target" in Ebern den Titel des Vizeweltmeisters hinter den favorisierten Briten - und Andreas Scholz wurde neuer Weltmeister mit dem Federdruck-Luftgewehr.
zu den Ergebnislisten der WM
(result lists World Championship Field Target Ebern 2004)
| Olympia 2004 | Alles versteh'n in Athen |
Großer Olympia-Sonderteil: VISIER-Online stellt die olympischen Schießdisziplinen und die heißen Favoriten auf Gold, Silber und Bronze vor. AKTUALISIERT: 15. August 2004
| 28. Juni 2004 | Generalprobe geglückt |
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Pawel Stepien (Polen), mit 50 von 60 Treffern Gesamtsieger der 3. Offenen Deutschen Meisterschaft im Field Target in Leipzig. |
Wenn die Weltmeisterschaft Field Target in Ebern Ende Juli genauso reibungslos klappt wie die nationalen Titelkämpfe in Leipzig, kann nur noch der Wettergott dazwischenfunken.
| 24. Juni 2004 | BDMP darf bei "1500" wieder Snubby-Revolver einsetzen |
Das Bundesverwaltungsamt erteilte eine Ausnahmegenehmigung nach § 6 Abs.3 der Allgemeinen Waffen-Verordnung (AWaffV), weil die kurzläufigen "Off Duty"-Modelle international fest im Wettkampfprogramm verankert sind.
Die mit Datum vom 23. Juni erteilte "Ausnahme von den Verboten des § 6 Abs.1 Nr.1 AWaffV (...) bezieht sich ausschliesslich auf die Wettkampfübungen des Teiles C.9.7 (C.9.7.1 und C.9.7.6; fünf- und sechsschüssige Revolver mit einer Lauflänge von weniger als drei Zoll)." Diese Abschnitte des BDMP-Sporthandbuchs (Link zum PDF) regeln die Abläufe im "Off Duty Revolver Match" innerhalb des "1500"-Kurzwaffenprogramms. (Link zur Präsidenten-Meldung auf www.bdmp.de)
(im PDF-Format)
| 2. Juni 2004 | DSB-Olympiateam der "Kugel-Schützen" jetzt komplett |
Nach den letzten Qualifikationen im Gewehrbereich der Damen wird der DSB 20 Schützinnen und Schützen dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland (NOK) zur endgültigen Nominierung namentlich benennen.
Der Deutsche Schützenbund hat darüber hinaus beim Internationalen Schießsport Verband (ISSF) zwei olympische Wildcards für den Gewehrbereich der Herren und im Skeet der Damen beantragt. Die Wettkämpfe der Sportschützen beginnen in der griechischen Hauptstadt am Samstag, den 14. August 2004, mit dem Wettbewerb Luftgewehr der Damen und enden am Sonntag, den 22. August 2004, mit dem Finale Skeet der Herren. Die Bogenschützen ermitteln ihre Olympiastarter in der nationalen Ausscheidung erst am Wochenende 3./4. Juli 2004 in der Sportschule Kienbaum. (Zur namentlichen Auflistung der Nominierten)
(Fremd-Link auf die DSB-Website)
| 19. April 2004 | Weltverband ISSF behält die (Schieß-)Hosen an |
...zumindest bis 2008: Bei der Generalversammlung in Athen wurden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt.
Nachdem der Plan des ISSF-Vizepräsidenten Gary Anderson für eine Abschaffung der speziell geschnittenen Schießhosen im Vorfeld zahlreiche Proteste hervorgerufen hatte (siehe VISIER-Bericht), entschied die ISSF, zunächst eine Kommission aus ISSF-Funktionären, Schützen, Trainern und der Zubehörindustrie einzusetzen, die ab sofort über mögliche Änderungen berät. Bis zur Weltmeisterschaft 2006 sollen dann konkrete Regeländerungen feststehen, auf der dortigen Generalversammlung verabschiedet werden und nach den nächsten Olympischen Spielen 2008 in Peking in Kraft treten. Wegen der weltweiten Konsequenzen (die International Shooting Sport Federation (ISSF) hat 158 Mitglieds-Nationen) können die Regeln nur jeweils nach olympischen Spielen geändert werden.
Weitere Entscheidungen der ISSF-Generalversammlung:
- die 50. Weltmeisterschaften im Schießen finden 2010 in Deutschland statt. - in die neu zu besetzenden ISSF-Kommissionen wurden folgende deutsche Repräsentanten gewählt: Technische Kommission: Max Mückl, Kampfrichter: Norbert Czupalla, Gewehr: Willi Grill, Pistole: Manfred Woelke, Laufende Scheibe: Renate Koch, Statuten: Jörg Brokamp, Medizin: Dr. Stefan Nolte
| 16. April 2004 | Wenn das mal nicht in die Hose geht… |
Die Internationale Schießsport-Federation ISSF will Ende dieser Woche auf ihrer Generalversammlung in Athen die Abschaffung der Gewehr-Schießhosen ab der Saison 2005 beschließen – aber Top-Schützen, Trainer und Jugendleiter weltweit protestieren.
| 8. Mai 2004 | Olympia 2004: „Wer nach oben will, braucht gute Helfer“ |
Mit dem 10. Platz beim vorolympischen Weltcup sicherte sich Skeet-Schütze Axel Wegner (Machern/Foto) die Nominierung für die Olympischen Spiele 2004 in der griechischen Hauptstadt Athen.
Immerhin 16 Jahre nach seinem Olympiasieg in Seoul eine weitere Chance auf Gold? Die Kollegen der Sächsischen Schützenzeitung nutzten die Gelegenheit, Axel Wegner zur Olympiaschießanlage, den Bedingungen in Athen und seinen persönlichen Wünschen zu befragen. (Link zum Interview auf der DSB-Homepage)
| 14. April 2004 | Es ist was faul im Staate DSB |
Der Westfälische Schützenbund probt die Revolution: Er will künftig an den Deutschen Schützenbund nur noch Beiträge für aktive, nicht mehr für passive Mitglieder weiterleiten – gut 100.000 Euro weniger als noch im Vorjahr. Die Solidargemeinschaft des DSB, die (auch) auf der hohen Mitgliederzahl beruht, steht auf dem Prüfstand – nun soll das DSB-Sportgericht in erster Instanz entscheiden.
| 1. Oktober 2003 | Hier dreht sich alles um die Trommel |
Ende September fand unter Anleitung der international erfahrenen IPSC Schützen Sascha Back, Christian Kniep, Markus Schneider und Dietmar Rauer ein IPSC Lehrgang für Revolver-Schützen (salopp: „Trommeldreher“) statt.
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...und jetzt alles noch einmal, aber zackig! |
Dietmar Rauer begrüsste die sechs Lehrgangsteilnehmer in der "Oase für Schützen" in Edingen um 9 Uhr. Als erstes führte er uns in die Geheimnisse des richtigen Zubehörs ein. Da er selber in der Vergangenheit sehr viel Lehrgeld für falsches Equipment ausgegeben hatte, konnten wir uns glücklich schätzen, viele wichtige Tipps zu bekommen.
Was man unbedingt haben sollte: bequeme, atmungsaktive Kleidung, eng am Körper anliegende T-Shirts, festes Schuhwerk, das richtige Holster und die geeigneten Moonclipshalter! Auf die Dauer kommt man nicht mit Speedloader hin.
Was man vor einem Wettkampf nicht machen sollte: Waffe unmittelbar vorher auseinander nehmen, kein neues oder ungetestetes Zubehör mitnehmen, auf übermässigen Verzehr von Genussmitteln verzichten
Auch viele andere Kniffe wurden vermittelt, meistens mit sehr anschaulichen Erzählungen aus eigenen Wettkampferfahrungen.
Der praktische Teil wurde von Sascha und Christian in mehreren Übungen durchgeführt. Vom einfachen Beschuss der Stahlziele und IPSC Scheiben über einen kleinen Laufparcours bis hin zu einem selbständig zu erarbeitenden Stage-Ablauf war alles geboten. Jede Übung fand unter Wettkampfbedingungen statt und wurde im Anschluss besprochen. Nach dieser konstruktiven Manöverkritik durfte der Teilnehmer den Durchgang noch einmal schiessen. Sehr viel Wert wurde auf die sichere Waffenhandhabung und flüssige Bewegungsabläufe gelegt. Viele nützliche Tipps wie etwa richtige Körperhaltung, Sitzposition und Trockentraining wurden völlig uneigennützig weitergegeben.
Vier Stunden und 150 Schuss später folgte das Highlight: Stahlplatten kicken, es galt drei Stahlplatten zu Fall zu bringen , einen Reload durchzuführen und dann die Stop-Platte zu treffen. Der Wettkampf "Mann gegen Mann" hat allen ein breites Grinsen auf´s Gesicht getrieben. Sascha und Dietmar führten dabei so schnelle Munitionswechsel durch, daß selbst Pistolenschützen neidisch werden können.
Zum Abschluss begleitete uns Hans Wagner (Oase-Edingen) noch zum nahegelegenen Italiener. Dort konnten wir dann die Spezialisten noch so das eine oder andere Loch in den Bauch fragen. Hoffentlich wird es bald einen weiteren Lehrgang geben. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an euch. Schliesslich ist es nicht selbstverständlich, das sich die Creme de la Creme der deutschen IPSC-Trommeldreherszene einen ganzen Sonntag für uns Newbies Zeit nimmt.
Rugerclub - Oliver Seliger (der jetzt einen verbündeten Rugerschützen gefunden hat)
Dietmar Rauer zeigt das notwendige Equipment
| 4. September 2003 | Reportage: Mammut-Meisterschaften in München |
Den ersten Rekord gab es schon vor der Deutschen Meisterschaft des DSB: mit knapp 5500 Starts war die Olympia-Schießanlage in Garching bei München an elf Wettkampftagen ausgebucht.
| 2. September 2003 | Wetten, daß? |
Selten lagen die Vorhersagen der „Experten“ so weit auseinander wie vor dem ersten Zeiss-Cup, den der Optik-Hersteller aus Wetzlar gemeinsam mit dem Deutschen Schützenbund am 26. August während der Deutschen Meisterschaft durchführte.
| 12. September 2003 | Deutsche Hochschulmeisterschaften im Sportschießen |
Bei den deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) vom 25. bis zum 28. September 2003 in Magdeburg werden die Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole und Bogen Recurve FITA geschossen, wobei Einzel- und Mannschaftstitel ermittelt werden.
Zudem werden dabei im Rahmen eines bundesweiten Hochschulvergleiches die Sieger in verschiedenen KK-Disziplinen und im Bogen Compound ermittelt. Teilnahmeberechtigt an den Hochschulmeisterschaften sind alle eingeschriebenen Studenten, Mitarbeiter an Hochschulen und Hochschulabschlüssler im dem Erreichen des Abschlusses folgenden Jahr. Im Rahmen des bundesweiten Hochschulvergleiches können zudem auch ehemalige Studenten teilnehmen und sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen. Die Zielgruppe für die DHM und den Bundeshochschulvergleich sind sowohl leistungssportlich orientierte Schützen als auch Breitensportler.
Hier die offizielle Ausschreibung für diese Wettkämpfe (pdf-Datei/offizieller Anmeldeschluss: 17.9.03).
Der Bundeshochschulvergleich wird bereits seit dem Jahr 1991 ausgetragen. Mit der Aufnahme in den Allgemeinen deutschen Hochschulsportverband im vergangenen Jahr wurde die Grundlage dafür geschaffen, offizielle Hochschulmeisterschaften ausrichten und an internationalen Studentenmeisterschaften teilnehmen zu können.
So nahmen in den vergangenen Tagen drei deutsche Bogenschützinnen zum ersten Mal an der Universiade in Daegu, Südkorea, teil und werden Ende September Sportschützen an den Studentenweltmeisterschaften in Pilsen, Tschechische Republik, teilnehmen. Die Teilnahme an der DHM bildet die Grundlage dafür, um bei internationalen Studentenwettkämpfen mitschießen zu können.
| 11. Juli 2003 | Im Frühtau zu Berge... |
2. Deutsche Meisterschaft Field Target in Ebern/Franken
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Jörg Ruttjes (Klasse 3) im Stehend-Anschlag "bergab" |
Seit die deutschen Field-Target-Schützen im letzten Jahr in Norwegen Vize-Weltmeister geworden sind, ist ihnen offensichtlich kein Gelände, kein Parcours mehr anspruchsvoll genug. Und so durfte sich die Meisterschaftsstrecke der 2. Internationalen Deutschen Meisterschaft“ am ersten Juli-Wochenende zu Recht mit der weltweit zweithöchsten Schwierigkeits-Stufe „Master“ schmücken.
Silbermedaille für Susanne Hilger beim Europa Cup Gewehr 300m |
Die 27jährige Münchnerin Susanne Hilger (Foto) holte bei ihrem ersten internationalen Einsatz für den Deutschen Schützenbund beim Europa Cup Gewehr 300m im schweizerischen Thun in der Disziplin Sportgewehr Liegendkampf mit 593 Ringen überraschend die Silbermedaille.
Gold ging an die Norwegerin Gyda Olsen mit 595 Ringen und Bronze an die Schwedin Annelie Bohlin mit 592 Ringen. Bei den Herren siegte im Liegendkampf mit der Freien Waffe Pascal Bessy (FRA) mit 599 Ringen vor Per Sandberg (SWE) mit ebenfalls 599 Ringen und Thore Larsen (NOR) mit 598 Ringen. Friedel Roggendorf (Bornheim) erreichte als bester Deutscher mit 594 Ringen den 26. Platz. (DSB-Presseinformation)
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