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+++ Waffenrecht-News aus der Tagespresse +++
9. März 2010

Schützenbund geht gezielt in die Öffentlichkeitsarbeit

Pünktlich zum Beginn des Kartenvorverkaufs für die Ende Juli in Garching bei München stattfindenden Weltmeisterschaften aktiviert der Deutsche Schützenbund als Ausrichter die WM-Internetseiten.

WM Logo
Munitionshersteller RUAG ist mit seiner Marke RWS der Hauptsponsor der 50. Weltmeisterschaften in Garching bei München (bitte anklicken).
Unter www.wchmunich2010.de kann man alle wichtigen Informationen vor und während der Weltmeisterschaften (World Championships, also WCH...) finden, vom Programmablauf über die Liste der Aussteller und Sponsoren bis zu einer (sicher später noch zu füllenden) Bildergalerie. Die vom 29. Juli bis 11. August dauernde 50. Weltmeisterschaft der ISSF (also ab heute in 142 Tagen!) wird im übrigen auch durch eine 24-seitige Sonderbeilage in VISIER 8/2010 begleitet, die Mitte Juli erscheint.

Der Schützenbund nutzt das Frühjahr aber auch für andere Aktivitäten in punkto Öffentlichkeitsarbeit, und zwar auf modernstem Stand der Technik. Neben dem Newsletter, der über 20.000 Abonnenten aufweist, findet man den Schützenbund auf der Kurzmitteilungsplattform Twitter und seit Ende Januar auch bei Youtube mit eigenem Kanal "sportschiessen-TV" . In seiner Begrüßungsansprache im ungewohnten Medium versprach DSB-Präsident Josef Ambacher: „Der Deutsche Schützenbund wird diese Plattform zukünftig intensiv nutzen, um über aktuelle Themen aus den Bereichen Breiten- und Leistungssport sowie aus der Tradition und dem Verbandsgeschehen zu berichten“. Mit Verlaub eine Anmerkung der VISIER-Redaktion: Damit das keine einseitigen Verlautbarungen nach dem Motto "wir hier oben, ihr da unten" werden, sollte die bislang bei allen Beiträgen abgeschaltete Kommentar-Funktion schleunigst aktiviert werden. Sachliche Kritik sollte man aushalten und daraus lernen können, unsachliche einfach nicht beachten...     UE
5. März 2010

Die Kontrolle der Kontrolle

Während einige Gemeinden schon Gebühren für die Aufbewahrungskontrollen bei Waffenbesitzern einführen, planen andere Prüfungen weit über das erlaubte Maß hinaus. Was aber darf kontrolliert werden und was nicht?

Rechtsanwalt und Waffenrechts-Fachmann Joachim Streitberger hat deshalb zusammengefasst, welche Rechte Waffen-Kontrolleure und welche die besuchten Waffenbesitzer haben. Einige Vorgehensweisen, so Streitberger, seien gar nicht vom Gesetzgeber gewünscht und würden von Gemeinden eigenmächtig angesichts leerer Kassen und fehlendem Personal durchgedrückt: "Tatsache ist, dass der Bund in der Begründung des Waffengesetzes 2009 formuliert, dass die Kontrollen der Aufbewahrung im öffentlichen Interesse erfolgen und damit keine Gebühren ausgelöst werden sollen."

Oder wußten Sie etwa, dass eine Prüfung der Art der aufbewahrten Waffen und der Seriennummern vor Ort vom Gesetz gar nicht abgedeckt ist? Ein Leitfaden für Rechte wie Pflichten im freundlichen, aber bestimmten Umgang mit den ungebetenen Gästen, ideal für die Vereins-Pinnwand und hier zum Herunterladen als PDF:

Kontrollrechte bei der „Nachschau“ nach § 36 Abs. 3 WaffG



26. Februar 2010

Keine Meisterschaften 2010 in zahlreichen BDMP-Disziplinen

Ohne Moos nichts los: fünf Bundesreferenten des Bundes der Militär- und Polizeischützen haben jetzt gemeinsam erklärt, dass sie für ihre Bereiche die Deutschen Meisterschaften und alle weiteren Veranstaltungen des Sportjahrs 2010 nicht durchführen werden.

Logo
Die der VISIER-Redaktion vorliegende Erklärung besagt zugleich: "Auf Grund jahrelanger negativer Erfahrungen in dem Versuch, einen geregelten Sportbetrieb zu gewährleisten, erklären wir gleichwohl, dass wir nach dem Bundesdelegiertentag am 1. und 2. Mai 2010 in Erfurt für eine weitere Zusammenarbeit mit dem jetzigen Präsidium nicht mehr zur Verfügung stehen werden". Als Gründe werden neben der gerade verabschiedeten neuen Reisekostenordnung vor allem "das willkürliche Zurückhalten" der zugesagten Etats durch das gerade neuformierte Präsidium angegeben. Die geänderte Reisekostenordnung bedeute, so die Erklärung, "eine gravierende Verschlechterung für den Breiten- und das Aus für den Leistungssport", zudem fühlen sich die Referenten nicht vom Präsidium unterstützt, das zudem kaum erreichbar sei. Für den Anfang Mai angesetzten Bundesdelegiertentag in Erfurt, für den ohnehin Satzungsänderungen angekündigt waren, ist damit mit weiteren Tagesordnungspunkten und heftigen Diskussionen zu rechnen - die betroffenen Sportler hingegen, für die in den beliebten Disziplinen wie Bianchi-Cup, .30 M1, LAR, ZF-Gewehr oder den Dienstpistolen-Klassen nun die Meisterschaftssaison 2010 schon beendet ist, werden sich Gedanken machen, wie es zu diesem Desaster kommen konnte und wer dafür verantworlich ist.       UE
14. Februar 2010

Bundesregierung lehnt vorschnelle weitere Verschärfungen ab

Ende Januar hat die Bundesregierung zu den Empfehlungen des Bundesrats Stellung bezogen. Die Länderkammer hatte weitere Waffengesetz-Verschärfungen gefordert.

Dr. Thomas de Maizière
Dr. Thomas de Maizière
Dafür sieht Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (Foto) teilweise keinen Anlass, zum Teil aber auch viel zu hohe bürokratische und rechtliche Hindernisse. Der Bundesrat hatte in seiner 860. Sitzung am 10. Juli 2009 zu dem vom Deutschen Bundestag am 18. Juni 2009 verabschiedeten Vierten Gesetz zur Änderung des Sprengstoffgesetzes die Änderungen des Waffengesetzes begrüßt, gleichzeitig aber die Bundesregierung um Prüfung gebeten, ob und inwieweit das sportliche Schießen mit sogenannten großkalibrigen Kurzwaffen weiter eingeschränkt werden sollte. Darüber hinaus solle die Genehmigung von Sportordnungen für bestimmte Schießdisziplinen (IPSC-Schießen) kritisch überprüft werden (Link zum Bundesrats-Dokument als PDF). In der am 27. Januar abgegebenen Stellungnahme äussert sich das Bundesinnenministerium im Namen der Bundesregierung detailliert, sachkundig und erfreulich unvoreingenommen.

Mehr dazu plus Download der Antwort des BMI
13. Februar 2010

Hermann Historica auf internationalem Expansionskurs

Die Hermann Historica oHG, München, schmiedet eine strategische Allianz mit den britischen Auktionshäusern Bloomsbury Auctions und Dreweatts, London, New York und Rom

Foto
Nicholas McCullough
Hermann Historica, das wohl bekannteste Auktionshaus für Alte Waffen, Antiken sowie geschichtliche und militärische Objekte arbeitet künftig mit den internationalen Auktionatoren von Bloomsbury, dem weltweit führenden Auktionshaus für antiquarische Bücher, Manuskripte, Grafiken und dem traditionsreichen, 1759 gegründeten Auktionsverbund von Dreweatts zusammen. Die Kooperation bietet Hermann Historica eine ständige Repräsentanz in den Räumen von Bloomsbury, Maddox Street, Mayfair in London sowie Vertretungen in New York und Rom, was Hermann Historica größere Nähe zu seinem weiten internationalen Kundenkreis ermöglicht. Im Gegenzug werden Dreweatts und Bloomsbury Auctions in München bei Hermann Historica ihre deutsche Vertretung errichten, um die Präsenz im deutschsprachigen europäischen Markt zu verstärken. Die beteiligten Unternehmen legen Wert auf die Feststellung, dass es sich mit der Kooperation um eine rein strategisch-kommerzielle Allianz handelt und eine Zusammenlegung der Auktionshäuser weder jetzt, noch in Zukunft geplant ist. Für die neue Repräsentanz in London konnte Nicholas McCullough (52, Foto), vormals Leiter des Arms & Armour-Departments bei Christies, gewonnen werden. McCullough soll künftig als internationaler Berater das Team von Hermann Historica verstärken und besonders den Kunden im angloamerikanischen Raum als zusätzlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Bereits 1978 verantwortete er seine erste Waffenauktion, damals bei Bonhams, lange Jahre arbeite er danach bei Christie's und Sotheby's. Als Consultant Specialist von Sotheby’s London war er an der Bewertung und Versteigerungen vieler bedeutender Sammlungen auch des deutschen Hochadels beteiligt, wie der Versteigerung der Waffen des Hauses Thurn & Taxis, denen des Hauses Hannover oder der Waffenkammer des Großherzogs von Baden. Info: www.hermann-historica.com
10. Februar 2010

Waffen Schumacher gründet Schmeisser GmbH

Ein legendärer Name kehrt wieder in die deutsche Waffenbranche zurück.

Logo
Schon im Juli 2009 haben Thomas Hoff und Andreas Schumacher, die geschäftsführenden Gesellschafter des Krefelder Grosshändlers Waffen Schumacher, die "Schmeisser GmbH" als Waffenherstellungsunternehmen gegründet. Jetzt konnten auch die Namens- und Markenschutzrechte gesichert werden, so dass
die Neugründung pünktlich zur IWA 2010 arbeitsfähig ist. Thomas Hoff: "Hugo Schmeisser war seinerzeit sicherlich der innovativste Waffenkonstrukteur. Die Entwicklung z.B. der MP 18, MP 28, MP40 oder des StGw 44 und die Einflussnahme auf die Konstruktion der AK 47 sind nur Beispiele für seine Genialität. Diesen Geist wollen wir aufnehmen und versuchen, ihn weiterzuführen."
 
Das erste Projekt ist die Herstellung von modifizierten Selbstladebüchsen des Typs AR 15 und M 16 für den Zivil- und Behördenmarkt im In- und Ausland. Wesentlicher Punkt sei laut Hoff, "dass alle Systemteile in Deutschland gefertigt werden, um eine gleichbleibende und hohe Qualität sowie eine ständige Lieferfähigkeit zu erreichen. Die Fertigungs- & Qualitätskontrolle wird kompromisslos als wesentlicher Inhalt bei der Fertigung von Schusswaffen umgesetzt. Zielsetzung ist, in Krefeld die besten Waffen dieses Modells zu fertigen."

Die Auslieferung der auf der IWA erstmals gezeigten Modelle soll ab April 2010 erfolgen. Der Vertrieb der zivilen Produkte erfolgt über den Fachhandel, der von Waffen Schumacher in Deutschland als klassischer Großhandel bedient wird. Im Ausland wird die Firma Schmeisser die Waren direkt an die nationalen Großhändler liefern. Der Behördenmarkt im Inland wird durch die Schmeisser GmbH direkt erfolgen. Im Ausland wird der Behördenmarkt direkt und/oder indirekt durch den nationalen Großhandel bedient.                UE
8. Februar 2010

HSG München und SGi Waldenburg siegen im Bundesliga-Finale

Unerwartet klar konnte sich die Hauptschützengesellschaft München in Coburg erstmals den Titel "Deutscher Mannschaftsmeister Luftgewehr" sichern, während die Schützengilde Waldenburg den Titel mit der Luftpistole gewann.

Sieger Luftgewehr
Siegerehrung Luftgewehr: Meister HSG München (Mitte), eingerahmt von Hubertus Elsen (l., Vizemeister) und dem Lokalrivalen Bund München auf dem Bronze-Stüfchen (DSB-Foto).
In der vollbesetzten Josef-Anger-Halle in Coburg traten am letzten Wochenende die besten Mannschaften der 13. Bundesliga-Saison 2009/10 zum Finale an. Die Sieger dürfen sich gleichzeitig "Deutscher Mannschaftsmeister" nennen. Wie im Bundesliga-Modus üblich, traten jeweils zwei Fünfer-Teams mit gesetzter Reihenfolge der Schützen gegeneinander an und kämpften um maximal fünf Punkte (möglich sind also 5:0, 4:1, 3:2-Erfolge). Im Luftpistolen-Finale am Samstag besiegte die SGi Waldenburg die Sportschützen vom TSV Ötlingen mit 3:2, im "kleinen Finale" kamen der SV Kehlheim-Gmünd auf Platz 3 durch einen Erfolg über die SSG Bremen-Bassum. Mit dem Luftgewehr konnte sich die HSG München deutlich mit 4:0 gegen den Vorjahresmeister Hubertus Elsen durchsetzen und konnte sich dank uneinholbarem Vorsprung sogar das eigentlich notwendige Stechen in der Spitzenpaarung Sonja Pfeilschifter (HSG) gegen Dick Boschman (Elsen) sparen, die beide ringleich mit 397 von 400 möglichen Ringen abschlossen. Platz 3 ging an den Bund München, der Germania Prittlbach mit 5:0 klar distanzierte. Alle Resultate und Details findet man auf der vom veranstaltenden Verein Coburg eingerichteten Website www.dm-finale.de   UE
 
2. Februar 2010

Ausbildungsplätze frei für Büchsenmacher und Graveure

Altes Handwerk leidet unter Nachwuchsmangel

Graveur-Azubis
Graveure und Büchsenmacher können auch "-innen" sein (zum Vergrößern bitte anklicken)
Suhl, die Waffenstadt im Thüringer Wald, beherbergt die einzige Schule für Graveure und Büchsenmacher in Deutschland. In zwei Klassen werden  dort sowohl Büchsenmacher als auch Graveure ausgebildet. Für das kommende Schuljahr sind noch etliche Plätze frei, teilt die Schulleitung mit. „Die Zukunftsaussichten sind entgegen allen Unkenrufen hervorragend“, bestätigt Carsten Bothe, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Büchsenmacher“. Er betreibt eine Personalbörse und kann den Bedarf nach gut ausgebildeten Büchsenmachern nicht decken. „Ein guter Büchsenmacher oder Graveur hat immer Arbeit“, so Bothe weiter. Die Schule ist als staatliche Schule kostenfrei, Voraussetzung ist der Hauptschulabschluß. Für auswärtige Schüler steht ein Internat zur Verfügung.

Der Anmeldeschluß ist der 31.3.2010, die Aufnahmeprüfung findet am  
17.4.2010 statt. Weitere Informationen erhalten Interessierte direkt  
an der Schule oder als Download unter www.buechsenmacherverlag.de

Gewerblich-Kaufmännisches Berufsbildungszentrum Suhl
R. Schumann-Str. 6, 98529 Suhl
Tel.: 03681/71460
FAX: 03681/31267
lautenberg@gkbbz-suhl.de
27. Januar 2010

ACHTUNG: CBC ruft Magtech-Munition in .357 zurück

Die Companhia Brasileira de Cartuchos (“CBC”) festgestellt, dass eine geringe Anzahl Munition einer einzelnen Produktionscharge (Details sind nachfolgend beschrieben) einen Fabrikationsfehler aufweist, welcher ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.

Magtech 1
(Für Details bitte anklicken)
Aus der Erklärung: "Die betroffene Munition kann beim Abfeuern der Waffe zu einem hohen Druck in der Waffe führen. In der Folge kann nicht ausgeschlossen werden, dass der hohe Druck zu Schäden an der Waffe, aus der die betroffene Munition abgefeuert wird, führen kann. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass es dadurch auch zu Gesundheitsverletzungen kommen kann. Die gesamte Produktionscharge wird als Vorsichtsmaßnahme zurückgerufen."

Es handelt sich konkret um:
MAGTECH / CBC, Kaliber: .357MAG, Typ: Teilmantel (Semi Jacket Soft Point (SJSP))
Gewicht: 10,24 Gramm (158 grains), Produktionscharge: L-316
Produktionszeitraum: Juli 2009, Marketing / Vertrieb: seit Juli 2009

Die Kunden werden aufgefordert
• gekaufte Munition aus der Charge L-316 nicht zu verwenden und
• unverbrauchte Restbestände unverzüglich an ihre lokalen Händler
zurückzugeben.

Sofern Sie Schwierigkeiten bei der Überprüfung haben sollten, ob Ihre Munition zu der
betreffenden Charge gehört, kontaktieren Sie bitte Ihren örtlichen Händler.
Hinweis: Dieser Produktrückruf ist eine Vorsichtsmaßnahme und bezieht sich
ausschließlich auf die oben beschriebene Munition und nicht auf die gesamte von
CBC / MAGTECH produzierte und vertriebene Munition.


8. Januar 2010

Vertrieb von Molot-Waffen wieder über Waffen-Schumacher

Nach knapp zwei Jahren Pause hat der Krefelder Großhändler Schumacher vom russischen Hersteller wieder die Vertriebsrechte erhalten.

Laut der Pressemitteilung nimmt Schumacher nicht nur für Deutschland, sondern den vollständigen europaweiten Vertrieb der bekannten und bewährten Produkte des russischen Herstellers MOLOT, JSC wieder auf (an den Fachhandel, kein Direktverkauf): "Nach langer Suche nach einem passenden Vertriebspartner wurden wir von MOLOT erneut als bester Distributor ausgewählt. Daher wird sich die Marktsituation in naher Zukunft wieder zu Gunsten unserer Kunden verbessern." Weitere Infos: www.waffenschumacher.com
6. Januar 2010

Kunstschütze Byron Ferguson hat den Bogen raus

Gegen ihn wäre Winnetou wohl chancenlos, Robin Hood könnte Unterricht bei ihm nehmen: Der amerikanische Langbogen-Kunstschütze Byron Ferguson kommt nach Europa.

Byron
Genauer gesagt nach Graz in Österreich, und zwar am 28. März 2010 ins Hotel Novapark (Fischeraustraße 22). Die Videoclips von Ferguson bei Youtube und anderen Internet-Plattformen sind nicht zuletzt seit seinem Auftritt in der Jay-Leno-Show 2001 in den USA legendär: Der von den Jicarilla-Apachen "TDO-EE-CEE-E" getaufte Ferguson ("Mann, der nie vorbeischießt") macht darin seinem Ehrennamen alle Ehre: Er zerteilt hochgeworfene Aspirin-Tabletten mit dem Pfeil, öffnet schießend Cola-Flaschen oder trifft hochgeworfene Spielkarten mit traumwandlerischer Sicherheit - und das mit einem "American Longbow" ohne jede Visierung...

Auf seiner Website www.byronferguson.com kann man einiges über ihn erfahren, hier noch ein paar Links zu Videoclips:

http://www.youtube.com/watch?v=T39VlHP0oMw
http://www.youtube.com/watch?v=DLxS8W7lWMU
http://www.youtube.com/watch?v=Epw3XmIiZb8

Der Kartenpreis liegt bei 68 Euro - der Veranstalter Erwin Leth hat Byron und seine Familie auf eigene Kosten eingeladen, um dessen Schießkünste erstmals einem breiteren europäischen Publikum zu präsentieren. Veranstaltungsbeginn: 14:00 Uhr (Einlass um 13:30 - freie Platzwahl). Die Vorführung von Byron Ferguson dauert ca. 50 Minuten. Im Anschluss steht Byron Ferguson natürlich auch für Fragen zur Verfügung. Zusätzlich können Sie sich Byrons Buchbestseller „Become the Arrow“ signieren lassen. Info: www.leth-training.com/byron/                      UE



22. Dezember 2009

UMAREX reinvestiert Gewinne zu 100 Prozent

Eine kleine Sensation: Zum 1. Januar 2010 übernimmt die Arnsberger Firma UMAREX die Waffensparte des weltbekannten Spannwerkzeuge Herstellers Röhm.

Umarex Röhm
Bei der Vertragsunterzeichnung: Wulf-Heinz Pflaumer (l.), Geschäftsführender Gesellschafter der UMAREX Gruppe und Dr. Michael Fried, Geschäftsführer Röhm GmbH
Ausgerechnet im 100sten Jahr des Bestehens steckt der Spannzeug-Hersteller Röhm aus Sontheim wegen des Wegfalls einiger Grosskunden der Metallbranche in einer tiefen Finanzkrise, worunter auch die angegliederte, durchaus erfolgreiche Waffensparte leidet. Röhm stellt seit 1952 unter dem Markenzeichen RG Gas- und Alarmwaffen her. Zu den Schwerpunkten des breit gefächerten Produktprogramms zählen auch die Twinmaster-Luftgewehre, die als Einsteigerwaffen für das sportliche Schießen im Verein besonders populär sind.

Aus der Presseinfo: "Während diese beiden Produktgruppen das umfangreiche Produktprogramm der Unternehmensgruppe sinnvoll ergänzen, betritt UMAREX mit dem Röhm LTS-Licht-Training-System Neuland und setzt Zeichen für die Zukunft. "Beim dynamischen Schießen auf elektronische Ziele oder bei Trenddisziplinen wie Biathlon, aber auch beim statischen Leistungsschießen mit den Lichtwaffen ist der Spaßfaktor riesig," freut sich Wulf-Heinz Pflaumer, Geschäftsführender Gesellschafter der UMAREX Gruppe. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen, attraktiven Ideen, um unseren Sport interessant zu machen und damit langfristig die Arbeitsplätze in Neheim zu sichern."

Um dieses Ziel zu erreichen und auch ein äußeres Zeichen zu setzen, reinvestieren die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter, Wulf-Heinz Pflaumer und Franz Wonisch die kompletten Unternehmensgewinne der Jahre 2008 und 2009. Neben der Arbeitsplatzsicherung und der Entwicklung innovativer neuer Produkte finanziert die UMAREX Gruppe damit auch die Errichtung des neuen Firmengebäudes der US-Niederlassung und den kompletten Umbau und die Renovierung der Arnsberger Firmenzentrale. Die UMAREX Unternehmensgruppe erzielt im Jahr 2009 mit 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 150 Mio. €, was einer Steigerung zum Vorjahr um 28% entspricht."             Umarex/UE
22. Dezember 2009

Umstrukturierung und Führungswechsel in Eckernförde

Robert Lackermeier ist der neue Geschäftsführer der SIG SAUER GmbH

Robert Lackermeier
Nach der Aufsplittung des 1751 gegründeten Eckernförder Traditionsunternehmen J.P. Sauer & Sohn GmbH in zwei Unternehmen folgt nun ein Wechsel an der Spitze: Neuer Geschäftsführer der SIG SAUER GmbH ist Dipl.-Ing. Robert Lackermeier, der nach dem Studium der Werkstoffwissenschaften, Schwerpunkt Maschinenbau, seine Karriere beim Wälzlagerhersteller SKF startete. Der 47-jährige setzte in verschiedenen international tätigen Produktionsunternehmen erfolgreich Umstrukturierungsmaßnahmen um. "Wir müssen unsere Kernkompetenzen ausbauen, die Fertigungstechnologien darauf hin ausrichten und beständig auf dem aktuellen Stand der Technik halten." so Lackermeier zu seiner neuen Strategie, außerdem "streben wir eine ständige Verbesserung unserer Produkte und unserer Serviceleistung an."   SIG-Sauer/UE
21. Dezember 2009

DSB-Poster "Waffen-Aufbewahrung"

Der Deutsche Schützenbund hat zusammen mit seinem Partner Hartmann Tresore AG und mit freundlicher Unterstützung des Unternehmens Krüger Druck+Verlag ein anschauliches Plakat (Foto) mit Informationen zur sicheren und gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrung von Waffen erstellt.

DSB-Plakat
Dieses Plakat dient allen Schützinnen und Schützen noch einmal auch als optisch vereinfachter Hinweis, wie die im Waffengesetz geforderten Vorschriften zwingend umgesetzt werden müssen (Anmerkung von VISIER: Anstelle der einschüssigen "Freien Pistole" als Kurzwaffensymbol können natürlich auch mehrschüssige Kurzwaffen in den Tresoren gelagert werden; das Bild ist etwas missverständlich...)

Der Deutsche Schützenbund stellt dieses Plakat über die Landesverbände allen Vereinen im DSB kostenlos zur Verfügung. Es kann aber auch hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden, auch ein vergrößerter Ausdruck des PDF-Dokuments zum Aushang ist von der Druckqualität her möglich.    UE

Link zur Meldung/zum Download auf der DSB-Website
19. Dezember 2009

VISIER-Service: Kaufvertrag für Gebrauchtwaffen

Parallel zum Schwerpunktthema der VISIER-Ausgabe 1/2010 bietet die Redaktion einen Muster-Kaufvertrag für Gebrauchtwaffen (von privat an privat) an, der alle wichtigen rechtlichen Kriterien berücksichtigt. Die Vorlage darf weitergereicht und kopiert werden, solange der Copyright-Vermerk erhalten bleibt:

Zum "Muster-Kaufvertrag Gebrauchtwaffen"
25. November 2009

Umfrage unter (möglichst vielen) Besitzern legaler Waffen

Die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz startet eine Umfrage unter den Besitzern legaler Waffen. Als Hauptgewinn winkt ein wirklich ungewöhnlicher Preis.

FVLW-Logo
(zur FVLW-Website bitte Logo anklicken)
Bis zum 31. August 2010 sollen möglichst viele Fragebögen wieder an die FvLW zurückgeschickt werden — eine hohe Zahl an verwertbaren Antworten erlaubt dann hoffentlich statistisch fundierte (aber anonymisierte!) Aussagen über die Besitzer legaler Waffen, die man bisher nur schätzen konnte. Die parteilich und kommerziell unabhängige Fördervereinigung hatte in den letzten Monaten bereits ein weitreichendes Netzwerk von Helfern aufgebaut, unter anderem knapp 80 Wahlkreisbetreuer eingesetzt, die vor der Bundestagswahl Info-Veranstaltungen zu den verabschiedeten und noch geplanten Waffengesetz-Verschärfungen an verschiedenen Orten durchgeführt (VISIER hat online und im Heft darüber berichtet). Die FvLW in ihrer Ankündigung: "Wir möchten unsere Arbeit mehr an den Erfordernissen der einzelnen Waffenbesitzer und solcher, die es gern werden möchten, ausrichten. Wir wollen von Ihnen wissen, wie gut Sie als Betroffene über das Waffengesetz, seine Änderungen und Rechtsvorschriften informiert sind. Für diesen Zweck haben wir einen Fragebogen erarbeitet, dessen Auswertung der Kern unserer weiteren Arbeitsschwerpunkte sein wird."

Die Umfrage soll an möglichst viele Waffenbesitzer, Airsoftspieler, Reenactor, Waffensammler, kurz an alle Personen, die den Bestimmungen des Waffengesetzes unterliegen, weitergeleitet werden. Und jetzt kommt's: Unter den Teilnehmern, die zur Zeit noch nicht im Besitz einer dem Waffengesetz unterliegenden Schusswaffe sind, wird nach Einsendeschluß eine Schießsportausbildung im Wert von € 2.000,00 verlost. Details dazu stehen auf der Umfrage-Website, wo auch der Fragebogen herunterladbar ist: www.fvlw.de/umfrage                        UE

22. November 2009

Neues VISIER-Special über "Brownings Beste"

Cover VS 55
Ein Ehrentitel, der — das sei unbescheiden behauptet — einfach passt: Aus der von Technik-Genie John Moses Browning federführend konstruierten Colt-Pistole M 1911 entwickelte sich in den vergangenen 98 Jahren der Welt erfolgreichste, langlebigste und am häufigsten variierte Kurzwaffenfamilie. Und dazu gibt es jetzt das neue
VISIER-Special 55 "Pistolenfamilie Colt M 1911"
- und mehr dazu hier...
21. November 2009

Die Polizei Goslar und die Tücken der Waffen-Amnestie

In mehreren Zeitungsmeldungen der letzten Tage wurde berichtet, dass die Polizei im Raum Goslar zahlreiche Verfahren wegen unerlaubtem Führens einer Schusswaffe gegen Bürger eingeleitet hatte, die illegale Waffen im Rahmen der Amnestie direkt auf dem Revier abgeben wollten.

VISIER hatte daraufhin bei der Polizei Goslar offiziell nachgefragt, wie denn der Amnestieparagraph, der mit der Verschärfung im Juli 2009 eingeführt wurde, dort gehandhabt würde - denn dieser sagt (zumindest für juristische Laien) klar:

WaffG § 58
(8) Wer eine am 25. Juli 2009 unerlaubt besessene Waffe bis zum 31. Dezember 2009 unbrauchbar macht, einem Berechtigten überlässt oder der zuständigen Behörde oder einer Polizeidienststelle übergibt, wird nicht wegen unerlaubten Erwerbs, unerlaubten Besitzes oder unerlaubten Verbringens bestraft. (...)

Demnach sollte auch das Abgeben einer solchen illegal besessenen Waffe auf dem Polizeirevier straffrei bleiben (die Amnestie läuft zum Jahresende aus) - ansonsten wäre die Quote der Bürger, die diese Chance nutzen, um Opas KK-Gewehr oder ohne WBK besessene Waffen legal loszuwerden, sicher gering. Wenn man die Tonnen addiert, die einzelne Behörden an abgegebenen Waffen an die Medien melden, klappt das eigentlich auch ganz gut in der ganzen Republik. In der ganzen? Nein. Michael Blase, der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes in Goslar, sieht das anders und seine Behörde in der Pflicht, gegen Bürger, die nicht auf den Streifenwagen warten, der die Waffen bei ihnen abholt, mit der vollen Härte des Gesetzes vorzugehen. Die Strafverfolgung wegen Führens sei nicht zu umgehen, nur die Staatsanwaltschaft könne danach entscheiden, ob eine Anklage erhoben würde oder nicht. So ganz unrecht hat er dabei vielleicht gar nicht - hier seine vollständige Stellungnahme als PDF zum Herunterladen und Staunen.                  UE


16. November 2009

Die Firma Sauer trennt ihre Söhne

Zum 1. November 2009 trennte die Firma J. P. Sauer & Sohn GmbH die beiden Marken SIG SAUER und SAUER voneinander und vollzieht gleichzeitig eine Namensänderung und Umfirmierung.

Die Produktions- und Geschäftsstätten in Eckernförde firmieren künftig unter dem Namen SIG SAUER GmbH. Dort werden weiterhin die SIG SAUER-Pistolen, das Präzisionsgewehr SSG 3000 sowie das Sportgewehr 200 STR hergestellt und vertrieben. Die traditionsreiche Jagdwaffen-Marke SAUER verlegt den Firmensitz und die Produktion der bekannten Modellreihen S 202, S 202 Take Down und S 303 an den neuen Standort Isny in Baden-Württemberg.
www.sauer-waffen.de ((Link korrigiert, sorry)) und www.sigsauer.de
5. November 2009 /ergänzt am 9.11.2009

Schützen gegen Coca-Cola: Weltmeisterschaft im Zurückrudern

Da hatte der Rheinische Schützenbund Anfang 2009 bei der zuständigen Coca-Cola-Vertretung Rheinland gefragt, ob man den Rheinischen Schützentag 2010 in Essen und die Landesmeisterschaft mit alkoholfreien Getränken sponsern wolle. Die schroffe Antwort des Cola-Gebietsrepräsentanten vom 30. März, kurz nach dem Amoklauf von Winnenden: “Aufgrund von Ereignissen in Deutschland und den USA wird sich die CCEAG nicht im Bereich Sportaktivitäten, die mit Schusswaffen zu tun haben, beteiligen.”

Das verblüffte RSB-Präsidium überlegte lang und stellte dann am 23. Oktober diesen Affront samt Kommentar auf seine Website. Von dort sprach sich die Absage in Windeseile unter den Schützen herum. Denn andersherum gibt es ja auch zahllose Schießsportvereine, die bei Veranstaltungen bisher Cola-Getränke ausschenkten (zum Konzern gehören noch viele andere alkoholfreie Getränke). Viele Waffenbesitzer bekundeten ihrerseits, künftig auf diese Anti-Waffen-Getränke zu verzichten (hier im Diskussionsforum "Waffen-Online"). Auf eine VISIER-Anfrage meldete sich nun Uwe Kleinert, Leiter Responsibility & Sustainability von Coca-Cola Deutschland (und damit zuständig für die Firmen-"Policies"), dem “keine solche grundsätzliche Aussage unserer Firma - weder der Coca-Cola GmbH noch der CCE AG auf nationaler Ebene bekannt war. Es hat sich auch bestätigt, dass es von den dafür maßgeblichen Abteilungen keine derartige spezielle Firmenpolitik gegenüber dem Sportschießen gibt. Vielmehr unterstützt Coca-Cola, wie Sie bereits angemerkt hatten, den Olympischen Gedanken insgesamt durch sein Engagement bei den Olympischen Spielen, den Paralympics, den Special Olympics und in Deutschland auch durch unser eigenes Programm Mission Olympic, bei dem übrigens die Sportschützen bei den fünf Finalevents jeweils integriert waren. Wir bitten deshalb ausdrücklich, die Formulierung in dem Ihnen vorliegenden Absageschreiben zu entschuldigen.“

Was an der Absage an den RSB natürlich nichts ändert und offenbar nichtolympisches Schießen auch nicht umfasst. Olympia ist gut, alles andere pfui? Während man sich zuckertriefende und kostenlose Cola schlürfende Leistungssportler kaum vorstellen kann, dürfte der (bezahlte!) Konsum an Cola & Co bei jedem Schützenfest oder Pokalschießen deutlich höher liegen. 

Die Rheinländer sitzen indes nicht auf dem Trockenen; schließlich wird der knapp 90 000 Mitglieder starke DSB-Landesverband schon seit Jahren und ohne Einschränkungen von den mit Coca-Cola konkurrierenden Firmen Sinalco und Rheinfelsquelle unterstützt, die dies auch weiterhin zugesagt haben.    UE

Update 9.11.: Uwe Kleinert hat sich nochmals gemeldet und klargestellt, dass er nicht "Pressesprecher" von CC Deutschland sei, sondern die Äußerungen und Darstellungen des Konzerns koordiniere. Es gäbe auch keine grundsätzliche Ablehnung nicht-olympischen Sportschießens, was sich anhand bisheriger Aktivitäten auch belegen lasse. Wir bleiben im Kontakt — das ist ja auch schon etwas Positives.           UE

30. Oktober 2009

Bundeskartellamt akzeptiert Nutzungseinschränkung bei Presslufttanks

Die Begrenzung der Lebensdauer von Druckgastanks durch die Sportwaffenhersteller und den Herstellerverband JSM verstößt nicht gegen § 1 GWB.

Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) besagt in seinem Paragraph 1: "Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten." Genau das war offenbar n einer beim Bundeskartellamt eingereichten Beschwerde vermutet worden. Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes durch das Bundeskartellamt hat dieses nunmehr klargestellt, dass das gemeinsame Vorgehen der im JSM organisierten Sportwaffenhersteller in Bezug auf die Nutzungsdauer von Druckgaskartuschen keine Wettbewerbsbeeinträchtigung bezweckte, da die Nutzungsbegrenzung aus Gründen des Gesundheitsschutzes erfolgte. Ein Verstoß gegen § 1 GWB wurde somit nicht gesehen, so dass das Bundeskartellamt die Vorermittlungsverfahren auch eingestellt hat. Weiterhin stellte das Bundeskartellamt fest, dass die vom JSM gewählte gemeinsame Vorgehensweise dazu diente, eine „möglichst effektive und einheitliche Kommunikation gegenüber den Schützen und deren Verbänden“ zu erreichen, um diese für das bestehende Gesundheitsrisiko bei der Verwendung von Druckgaskartuschen nach Ablauf von 10 Jahren zu sensibilisieren. VISIER hatte über die Aktionen der Hersteller wegen der Gefahr durch platzende Tanks in seinem "Pressluft-Knigge" in Heft 7/2008 berichtet. Der Deutsche Schützenbund hatte daraufhindie Nutzung von Presslufttanks auf maximal zehn Jahre in seine Sportordnung aufgenommen.          UE
26. Oktober 2009

Remington Arms geht an die Börse

Das hat zumindest der augenblicke Besitzer der US-Waffenfirma, der selbst angeschlagene Finanzinvestor Cerberus aus New York, nun geplant.

Remington-Logo
Wie (nicht nur) SPIEGEL-Online heute meldete, will Cerberus die "Freedom Group" aus seinem Portfolio an die Börse bringen. Dahinter verbergen sich sieben Waffenhersteller, aber allen voran die 1816 gegründete und damit älteste Waffenfirma der USA, die Remington Arms Company, deren Verwaltungssitz heute in Madison im Staat North Carolina ist. Neben Smith & Wesson und Sturm, Ruger & Company wäre Remington damit der dritte US-Waffenhersteller an der Börse, und seit den US-Präsidentschaftswahlen boomt der Waffenverkauf in den Staaten wie lange nicht mehr — also auch gute Aussichten auf Rendite: Die Freedom Group machte laut SPIEGEL im ersten Halbjahr 2009 einen Gesamtumsatz von 427,3 Millionen Dollar, 35 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.
Zur kompletten SPIEGEL-Meldung
12. Juni 2009

Das "W" kommt!

Jeder Abo-Ausgabe VISIER 7/2009 liegt ein Aufkleber bei:
"Auch Waffenbesitzer haben Grundrechte".


W-Aufkleber
(Bitte anklicken zum Vergrößern)
Eigentlich unglaublich: Wie VISIER bereits in der Juni-Ausgabe berichtete, werden in vielen Einwohnermelderegistern die Besitzer legaler Waffen mit einem "W" als Warnhinweis aufgelistet. Hier schauen etwa Polizeikräfte nach, bevor sie zu einem Einsatz ausrücken. Im W-Fall mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen - aus einer Ruhestörung kann so rasch mal ein SEK-Einsatz werden, wenn die Fantasie der Beamten durchgeht. Bisher ist nicht bekannt, ob Chemiker, Apotheker, entlassene Strafgefangene oder Karateweltmeister ähnlich im Melderegister markiert werden...

Gegen diese Stigmatisierung der Waffenbesitzer, die ihre Zuverlässigkeit zigfach überprüft belegt haben, sollte man sich mit demokratischen Mitteln wehren, ebenso gegen die geplanten verdachtsunabhängigen Kontrollbesuche der Ordnungsbehörde. Drehen wir den Spieß also um, zeigen wir mit dem "W" ganz offen, daß auch die Besitzer legaler Waffen, ob Sportschützen, Jäger oder Waffensammler, Bürger mit gleichen Rechten sind, für die ein Generalverdacht nach dem Motto "mitgefangen, mitgehangen" eher ein hilfloses Ohnmachts-Eingeständnis der Politiker ist.

Im September sind Bundestagswahlen. Schon bei der Europawahl und den Kommunal- und Landtagswahlen am letzten Wochenende haben Waffenbesitzer ganz klar gezeigt, daß ihre Stimme nicht an Parteien geht, die die nach dem Grundgesetz garantierten Rechte auf Unversehrtheit der Wohnung und Persönlichkeitsentfaltung nicht respektieren. Weitere Information folgen demnächst auf der auch auf dem Aufkleber angegebenen Website www.waffenbesitzer.de
(sorry, leider aus technischen Gründen noch nicht funktionsfähig)

Je ein Aufkleber im Format 23 x 7,5 cm liegt der Abo-Ausgabe bei, die in diesen Tagen im Briefkasten liegt. Weitere Aufkleber sowie ein Metall-Pin "W" (2 x 2 cm, ab Kalenderwoche 26) können über den VISIER-Shop bestellt werden (unter "Besondere Angebote):
  • 10 Aufkleber oder 1 Pin kosten 5 Euro inklusive Versandkosten, Händleranfragen erwünscht.                                UE

24. Juli 2007

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