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19. Mai 2006

1. Deutsche Meisterschaft 3-GUN 2006

3-Gun? Des Rätsels Lösung: Hier handelt es sich um die Bezeichnung für eine junge Sportart aus dem IPSC-Bereich, die drei Waffenarten kombiniert und so besondere Anforderungen an die Vielseitigkeit der Teilnehmer stellt — hier berichtet mit Olav Klopfer einer davon:

Bild

Olav Klopfer beim Durchgang mit der Flinte, einer
der drei Waffen beim 3-Gun-Match.



Am 13. und 14. Mai diesen Jahres fand erstmals eine DM in dieser Disziplin, auf der Schießanlage Philippsburg statt. 40 Starter aus Deutschland und der Schweiz waren angetreten, um jeweils mit Pistole, Büchse und Flinte den sportlichen Vielseitigkeitswettkampf zu bestreiten. Dabei gab es für Pistole 5, für Büchse 7 und für die Flinte 6 Stages. Bei den Pistolenstages, durch unterschiedliche Distanzen alle sehr abwechslungsreich , gab es sicherlich nicht viele Überraschungen. Jedoch herrschte auch unter Topschützen nicht immer Einigkeit, welcher Lösungsweg der bessere sei: Dank des durchdachten Stagedesigns gab es oft mehrere Möglichkeiten, die Aufgabe zu lösen.

Bei der Büchse gab es zwei Laufparcoure auf den 50-Meter-Bahnen, wobei auf einer Stage nach dem Start stehend zehn kleine Stahlplates auf 50 Meter beschossen werden mußten, bevor man sich an die Abarbeitung der restlichen Ziele machen konnte. Hier verloren einige Schützen schon wertvolle Zeit. Die drei 100-Meter-Stages wurden auch auf Stahlplates geschossen, zweimal stehend angestrichen und einmal Freestyle, wobei der Schütze entscheiden konnte, wie er den vor ihm stehenden Tisch als Hilfe nutzen wollte. Absolut selektiv waren, wie schon im Vorjahr, die 250-Meter-Stages. Einmal angestrichen, einmal liegend, jeweils aus stehender Startposition. Erwartungsgemäß stellte sich heraus, daß stehend auf 250 Meter zehn IPSC-Classic-Stahlscheiben schon sehr klein werden können. Auch liegend ist das eine Übung, die besonders unter Zeitdruck geschossen, nicht ohne Reiz ist.

Die Flintenstages waren eine tolle Mischung aus Speed-Shoots und Laufparcouren, besonders die Stage mit 22 Stahlplates und 3 Wurfscheiben auf Ständern, verlangte den Schützen alles ab. Genaue Stageplanung, schnelle Zielwechsel, überlegte Nachladezyklen – Dirk Frey mit den Saiga-typisch blitzschnellen Magazinwechseln konnte hier wertvoll Matchpunkte holen – und in der Schlußposition bitte kein Ziel vergessen, denn hier warteten 10 Plates, die teilweise aus mehreren Positionen sichtbar waren, einige aber aus nur einer beschossen werden konnten.

Viele Schützen hatte aus den Erfahrungen der DM Büchse im April gelernt, ihre Waffen und Magazine überprüft, eventuell auch den Büchsenmacher konsultiert. Jedenfalls gab es weitaus weniger genervte Gesichter, da Störungen nicht mehr so oft auftraten. Natürlich sind hier die hochgezüchteten Matchwaffen in der mit 18 Startern besetzten Open-Division anfälliger, als die in der Production genutzten. Es haben sich aber gute Kombinationen herausgestellt, besonders für Open führt wohl kaum ein Weg an der Saiga-Flinte vorbei. Zuverlässigkeitssieger wären sicherlich Glock für Pistole und SIG für Büchse.

Selten habe ich bei einer Siegerehrung so viele überraschte Gesichter gesehen, denn die Standard-Division, gewann Richard-Bäther, IPSC4EVER e.V. vor seinem Vereinskameraden Thorsten Finke. Sicherlich trifft das nicht auf Oliver Damm zu, der absolut souverän und erwartungsgemäß die Open-Division gewann, sowie auf Volker Löffler der den Titel in der Production holte.Gewonnen haben auch alle Teilnehmer, denn sie waren Teil eines tollen Matches.Großen Dank auch an alle Helfer, RO´s und die drei Rangemaster.

Text und Fotos: Olav Klopfer

Und wer mehr zu alldem wissen will, der klicke einmal auf www.ipsc4ever.info

Bild
Von links:
Georg Gonglach, 4. Standard
Matthias Gedeon, 3. Standard
Thorsten Finke, 2. Standard
Richard Bäther, 1. Standard
Rigo Woll, 6. Production



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