
| 5. Oktober 2005 | Immer nach Norden und dann gerade aus ... |
... da gibt es außer eisgekühltem Hochprozentigen auch praktische Jagd- und Outdoor-Messer - etwa die von Brusletto aus Norwegen
Lange Jahre schien es, als würde es im allgemeinen westlichen Run auf den Kunststoff beim Messerbau nur ein Bollwerk geben -- die nordischen Hersteller. Denn gleichgültig, ob Norweger, Finnen oder Schweden, ihnen allen gelang es, auch natürliche Materialien wie Horn oder masurische Birke so zu formen, dass sie den modernen Ansprüchen an einen ergonomisch perfekt gestalteten Griff genügten.
Doch auf ewig konnten sich auch die Nordeuropäer nicht dem allgemeinen Trend verschließen. Und so stiegen Hersteller wie Marttiini oder Eriksson schon vor einigen Jahren auf Messer um, die mit Kunststoff-Griffen aufwarteten. Dem schloß sich nun auch Brusletto aus Norwegen an.
Und wie die beiden Bilder links vom respektive unter dem Text hier zeigen, achtete auch Brusletto bei ihrem neuen Griffmaterial wieder auf eine finger- und handgerechte Gestaltung. Als Material verwenden die Norweger hier den zur Zeit sehr in Mode stehenden Thermoflex: ein - wie der Name ausdrückt - biegsam-elastisches und handwarmes Material. Bei dem "Skinner" (links, Griff mit rotem Handschutz) handelt es sich um ein Messer mit traditionell geformter Abhäuteklinge. Bei dem Modell "Sprettern" (unten, grüner Handschutz) handelt es sich um ein Messer, dessen konkav gewölbte Schneide auf einer Höhe mit dem Griffrücken liegt und das sich demgemäß zum Ausbeinen wie zum Aufschärfen eignen soll. Laut Notiz des Importeurs Scandic Outdoor schnitt das Messer bei einem Test des größten norwegischen Jagdverbands als Sieger ab. Beide besitzen Klingen aus Sandvik-Stahl 12c27 und kommen mit Rindslederscheiden.
Ein Test dieser Messer folgt demnächst in einer VISIER-Ausgabe.
Mehr zu der norwegischen Firma findet sich auf der Werkshomepage
(MSR)
(Foto: Brusletto)
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