
| 14. August 2005 | Buck Knives ist umgezogen ... |
...von Westen nach Osten
Die einst von Hoyt Buck gegründete und heute von Chuck Buck und CJ Buck geleitete Firma Buck Knives hat ihren Sitz von Kalifornien nach Idaho verlegt - etwas, das in der Messerherstellersezne der USA einer kleinen Sensation gleichkommen dürfte. Denn Buck begründete diesen Entschluß nicht nur mit wirtschaftlichen Erwägungen (das ländliche Idaho ist erheblich kostengünstiger als Kalifornien, immerhin die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt), sondern auch mit politischen Erwägungen. So gehörte Kalifornien zu den US-Staaten, die schon in den 1990ern Restriktionen im Messerbereich eingeführt haben.
Fragt sich, wie Buck ausgerechnet auf Idaho kam. Die Antwort fällt leicht: Nachdem das im südkalifornischen El Cajon ansässige Unternehmen mit diversen Städten wie Spokane oder Liberty Lake in Washington sowie Redmond in Oregon geliebäugelt hatte, entschloß sich das Familienunternehmen, dorthin zurückzukehren, wo das Werk seinen Anfang genommen hatte. Denn in Mountain Home, Idaho, begann sich der Kansaner Hoyt Buck, im Nebenbruf noch Pfarrer der God-Church-Glaubensgemeinschaft, ab 1902 mit dem Schmieden besserer Messerstähle und dem Bau hochwertiger Messer zu beschäftigen. Laut der Firmenelegende fertigte er jedes Messer von Hand und verwendete als Rohmaterial den Stahl ausgedienter Feilen. Im II. Weltkrieg versorgte er mit seinen Messern unzählige GI's in Europa ebenso wie im "Pacific Theater". Und nach Kriegsende begründeten er und sein Sohn Al Buck im kalifornischen San Diego die anfangs als "H.H. Buck and Son" bekannte Firma. 1980 folgte der Umzug von Buck Knives nach El Cajon. Und von da ging es also zurück nach Idaho. Freilich nicht nach Mountain Home, sondern nach Post Falls, wo das Werk für seine knapp 2560 Angestellten ein über 40000 Quadratmeter umfassendes Werk hingestellt hat. Das kann man nach Voranmeldung und Reservierung übrigens besichtigen - Touren finden von montags bis donnerstags morgens um 10 sowie 14 Uhr statt.
Die Firma Buck Knives gehört fraglos zu den weltweit bekanntesten US-Messerfabrikanten. Das Werk errang wurde bekannt als einer der ersten Hersteller, der bei feststehenden Messer auf Griffe aus hochglanzpolierten Kunststoffen und Aluminium-Elementen gesetzt hat. Zu den berühmtesten Produkten des Unternehmens zählten etwa das festehende Modell Buck Special sowie das 1963 von Al Buck entworfene Klappmesser-Modell 110 Folding Hunter. Dessen Linienführung wurde jahrelang von zig Herstellern rund um den Globus ebenso kopiert wie der perfekt glatte Lauf der Klinge.
Mehr zu Buck Knives findet sich auf ihrer Homepage. Und erreicht den Deutschland-Importeur, die Solinger Firma C. J. Herbertz erreicht man über ihren Messerclub. Hier gibt es derzeit auch ein besonderes Messer - das auf 1000 Exemplare begrenzte Buck Limited Edition-Signature Knife. Es heißt so, weil sich in seiner Klinge verewigt die Unterschriften der Firmenleiter Chuck Buck und CJ Buck finden.
Das Buck Limited Edition-Signature Knife beruht auf dem Design des Buck 119 Special. Die 145-mm-Klinge der Sonderversion besteht aus hochglanzpoliertem S 30 V-Stahl, die kreuzschraffierten Schalen aus Walnußholz. Foto: www.herbertz-messerclub.de
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