
| 27. Juni 2005 | Fehlschärfe bei www.fehlschaerfe.de... |
Peter Fronteddu aus Nürnberg geht das Thema "Messer" nicht nur aus einer, sondern aus vielen Richtungen heraus an.
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Oben: Einhand-Klappmesser von Andy Haas, mit Damaststahlklinge und Liner-Lock-System. Foto: Peter Fronteddu - herzlichen Dank!
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Internet, Fotografie, Messer und Forum — bei Peter Fronteddu läuft das alles zusammen: Der 40jährige Nürnberger betreibt seit 2004 das Messerforum (einst gegründet von Ray Lhotak aus Graz) und hat zudem im vorletzten April auch einen Internet-Versand für Messer eröffnet - der Name: fehlschaerfe.de. Hier verkauft er Messer, die zu seiner Philosphie passen: "Mein Ziel ist es, Messer anzubieten, die den jeweiligen Stil ihres Machers klar erkennen lassen, die aber auch bei aller Exklusivität das bleiben, was sie sind: Werkzeuge, gebaut, um benutzt zu werden."
Neu im Sortiment sind etwa Messer des Deutschen Andy Haas, im Hauptberuf Büchsenmacher bei der renommierten Firma Waffen-Brühl in Limburg, oder des Schweizers Roger Remund, der seine Artikel unter dem Markennamen "Bianco Knives" vertreibt.
Zwar handelt es sich bei fehlschaerfe.de vor allem um einen Internet-Versand, aber, wie Fronteddu erzählt, kommen auch immer wieder mal Kunden vorbei, um sich die Stücke vor Ort anzuschauen. Außerdem betätigt er sich noch als "distributor" für Knife-Kits, etwa nach dem Design des US-Messermachers Darrel Ralph.
Und weil ihm Messer so gut gefallen, fotografiert er sie auch — sei es auf Börsen, Messermachertreffen oder für Kataloge, sei es für Reportagen — "Hauptsache, es hat irgendwie mit Messern zu tun", so Fronteddu.
Und eine "Fehlschärfe"? Was ist das? Nun, Fronteddu wählte für seinen Shop als Namen einen Fachbegriff aus der Blankwaffenkunde. Unter "Fehlschärfe" versteht man die nicht geschärfte Partie am Klingenkopf, unmittelbar vor dem Handschutz oder der Parierstange gelegen und im Querschnitt üblicherweise rechteckig. Andere Termini dafür lauten "Ricasso" oder "Schild".
Gavin und Grant Hawk zeichnen für das in rein manueller Arbeit gefertigte Hawk ET verantwortlich. Der futuristische Rahmengriff des Klappmessers kennzeichnet das Modell, das nach seiner Prototypenphase bald wieder lieferbar sein soll, allerdings nur in kleinen Stückzahlen. Lieferzeit: 3 Monate. Foto: Peter Fronteddu - herzlichen Dank!
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