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aus VISIER 5/2005

Die große Unbekannte

Gleichgültig, ob brasilianischer Soldat, mexikanischer Revolutionär oder südafrikanischer Freiheitskämpfer — sie alle benutzten Mauser-Gewehre im Kaliber 7 x 57: eine Bestandsaufnahme.

7 x 57er Munition

Von wegen hoch zu Roß — 1898 kämpfte das US-Kavallerie-Regiment “Rough Riders” in Kuba während des Spanisch-Amerikanischen Krieges zu Fuß, weil seine Pferde versehentlich in Florida zurückgeblieben waren. Freilich hätten die Tiere der aus verwegenen Westerners und vornehmen Ostküsten-Elitestudenten zusammengesetzten Freiwilligen-Truppe nicht viel genutzt. Denn ihre Gegner waren meist “(...) komplett unsichtbar. Der Dschungel verbarg alles, und man konnte nirgends auch nur den kleinsten Rauchfaden sehen, um so zu erkennen, von wo die Geschosse kamen”, schrieb 1899 Theodore Roosevelt, ein Mitbegründer des Regiments, in dem Buch “The Rough Riders”. In Kuba lernten die Amerikaner auf die harte Tour, daß die Waffen der Gegner den damals höchsten Entwicklungsstand bei Militärgewehren repräsentierten: Die Spanier führten Mauser-Repetierer in 7 x 57.

Die hohe Power und Schußfolge der Mauser-Gewehre spürten nicht nur die Amerikaner in Kuba, sondern auch die Briten im Burenkrieg (1899-1902). Bei den Schlachten von Magersfontein, Spion Kop oder Vaal Krantz fielen Tausende von Soldaten unter den Schüssen der aufständischen, holländisch-stämmigen Buren, die großenteils mit brandneuen 7 x 57er Repetierern bewaffnet waren. Und als 1910 mit dem Sturz des Diktators Porfirio Diaz durch Francisco Madero die fast 20 Jahre andauernde, mexikanische Revolution begann, da spielten auch die Mehrlader in 7 x 57 eine entscheidende Rolle. Denn seit 1895 führte die Armee des Landes Waffen dieses Kalibers.

Die VISIER-Autoren Matthias S. Recktenwald und Hartmut Mrosek stellen die Familie der 7 x 57er vor, die nicht nur von zahlreichen Herstellern stammt und demnach ein weitgespanntes Sammelgebiet repräsentiert, sondern noch heute eine Alternative für den Ordonnanzgewehr-Wettkampfschützen darstellt – komplett zu lesen in der nächsten VISIER-Ausgabe 5/2005 – ab 22. April am Kiosk.




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