Visier - Das internationale Waffen-Magazin
Aktuelles
Newsletter
Was gibt's Neues?
Was stand wo? (Lesefix)
VISIER-Forum
www.CO2Air.de
VISIER-Special 63
Vorstellung und Inhalt
- Kurzwaffen
- Langwaffen
- Messer/Blankwaffen
- Munition
- Zubehör
- Optik
Ranglisten
Testkriterien
Lexikon
Wiederladen
Waffentechnik
Waffenrecht
Schießsport
Spiele im VISIER-Test
Wettbewerbe
Linie
Impressum Suchen  Suchen  

VISIER-Spieletest: "Full Spectrum Warrior"

Ursprünglich als Trainingssimulator für die US Army entwickelt, bringt "Full Spectrum Warrior" vom Anbieter THQ frischen Wind in die Szene der taktischen Spiele auf dem PC und das, obwohl der Spieler die Protagonisten nicht direkt steuert. VISIER-Autor Philipp Rogmann-Proietti stellte sich der Herausforderung, zwei Trupps durch Feindesland zu führen.

Bild

Das fiktive Land Zekistan wird von einer Revolution heimgesucht und der fanatische Rebellenführer Mohammad Jabbour Al Afad mit seinen Mujaheddin will die gerade entstehende Demokratisierung des kleinen Wüstenstaats stoppen und die Macht übernehmen. Natürlich werden unter Führung der UN Soldaten entsandt um die Situation zu entschärfen. In Full Spectrum Warrior übernimmt der Spieler nun als unsichtbarer Offizier die Kontrolle über zwei MOUT (Military Operations in Urban Terrain) Trupps der US Army. Es gilt, vielfältige Situationen zu meistern und Missionen zu erfüllen. An diesem Punkt beginnt schon der Unterschied zu herkömmlichen Taktikspielen: außer dem Bewegen der Kamera hat der Spieler keine Möglichkeit, die einzelnen Soldaten zu steuern.

Die Steuerung und das Erteilen von Befehlen sind über ein sehr einfaches Interface realisiert und nach den vier verschiedenen Lern-Missionen leicht zu realisieren. Da die Soldaten nach ihrer Verwendung in der Gruppe – Rifleman (mit M16), Automatic Rifleman mit M249 Squad Automatic Weapon, Pionier (mit Granatwerfer) und Squad Leader (Möglichkeit, in gewissen Fällen Hilfe aus der Luft oder Artillerie-Unterstützung anzufordern) – die Befehle befolgen und Deckung selbstständig suchen und dort Ziele bekämpfen, ist es lediglich wichtig, die Hauptstrategie konstant an die Situation anzupassen. Oftmals sind Gegner in Deckung gegangen und können nur durch flankierendes Feuer bekämpft werden.

Wie im Infanteriekampf notwendig sollten offene Flächen gemieden werden, um Verluste zu vermeiden. Die Elemente, die die Gruppe am Leben halten sind Deckungen und Feuerzonen zuordnen, Flugzeuge zur Unterstützung anfordern und seine beiden Teams so durch die unübersichtlichen Strassen führen. Um das Team zu einem Punkt zu ordern gibt man einem Teil der Soldaten Marschbefehl mit einem Zeiger, der anzeigt, wo die Soldaten hingehen werden (dabei muss unbedingt bedacht werden, immer Deckung zu suchen). Dazu legt man noch fest, ob die Soldaten einen bestimmten Teil der Szenerie besonders überwachen sollen und gegebenenfalls Schießen sollen. Dann setzt sich das angesprochene Team in Bewegung und reagiert realistisch auf Bedrohungen, z.B. durch Eigendeckung, Sperrfeuer oder Suchen von Deckung. Durch einige andere Features kann der Spieler als Kommandant ebenfalls sehen, welche Sektoren von den Teams abgesichert werden.

Soundtechnisch gehört Full Spectrum Warrior zu einem der besten Spiele, die es im Moment gibt. Bei klarem, perfekt ortbarem und richtig eingesteuertem Dolby Digital-Sound kommt sehr beklemmende Atmosphäre auf. In einem Hinterhof festsitzend während man von allen Seiten beschossen wird, keine Ausflucht vorhanden und im Hintergrund das dumpfe Heranrollen eines feindlichen Panzers schaffen Gänsehaut. Viel besser hätte man den gesamten Sound des Spiels nicht machen können. Dazu – natürlich nur in Englisch wirklich authentisch – Funkgespräche und Befehle, die einen vergessen machen, dass es sich nur um ein Spiel handelt.

Grafisch ist dieser Titel exzellent. Besonders die Physik-Integration zeigt an allen Ecken und Enden Wirkung. Viele Deckungen sind vollkommen zerstörbar, ganze Fahrzeuge werden zerlegt und Teile fliegen durch die Gegend. Die Animationen der einzelnen Personen sind lebensecht, die Gestik ist detailgetreu.

Wer sich allein nicht in der Lage fühlt, die Situation durchzustehen, kann in einem kooperativen Modus im Netzwerk oder im Internet mit einem anderen Kommandanten zusammenspielen. Jeder übernimmt dabei eine Vierergruppe.



Fazit:
Der einzige Kritikpunkt ist, dass sich bestimmte Taktiken immer wieder wiederholen, weil Gegner in gleicher Art in Deckung sind (Sperrfeuer des einen Teams, anderes Team flankiert den Gegner). Darüber hinaus sollte jedem klar sein: dies ist kein Actionspiel in dem man selbst die Waffe in die Hand nimmt. Wer so etwas sucht, muss ein anderes Spiel nehmen. Ein absoluter Toptitel ist Full Spectrum Warrior aber auf jeden Fall, grafisch und akustisch brillant sowie realistisch und taktisch fordernd. Unbedingt anspielen!

Zur Screenshot-Gallerie

Unverbindliche Preisempfehlung:

49 € im Fachhandel:


Systemvoraussetzungen:


Prozessor: mindestens 1 GHz
Hauptspeicher: ab 256 MB
Betriebssystem: Windows 98/Me/2000/XP mit DirectX 9.0b
Grafikkarte: DirectX 9.0 kompatibel, mind. 64 MB Speicher
Soundkarte: DirectX 9.0 kompatibel
Weiterhin benötigt: CD-ROM-Laufwerk (mind. 4fache Geschwindigkeit), Netzwerkkarte (für kooperativen Onlinemodus)


Bild

(zur Website der Vertriebsfirma THQ)


VISIER XXL 2/2012

VISIER XXL 2/2012

Alle Themen der Februar-Ausgabe auf einen Blick

SWM 2/2012

In Deutschland nur in der XXL-Ausgabe von VISIER erhältlich!



> VISIER abonnieren
> zum VISIER-SHOP
> Adressen
(Firmen/Verbände)

> Termine
> Partnermagazine
> Anzeigen durchsuchen
> Anzeigen aufgeben
> Media Daten /AGB
> Advertising Rates