
Olympia 2008
VISIER-Portrait: Sportpistole 25 m
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Die zweite Pistolen-Disziplin für Frauen (neben der Luftpistole) bezieht ihren Reiz aus der Kombination von je 30 Präzisions- und 30 “Duell”-Schüssen. Dieser Name leitet sich aus der früheren Figurenscheibe ab, die im Laufe der Jahre immer mehr stilisiert wurde. Ende der 80er ersetzte man die damals nur noch rechteckige Ringscheibe durch eine Duell-Scheibe mit vergrößertem schwarzem und rundem Zentrum. Diese drehte sich für jeweils drei Sekunden zum Schuß den Schützen zu und wurde dann wieder für sieben Sekunden um ihre Längsachse weggeschwenkt (bot also nur die schmale Seite). Heute wird (wie bei allen olympischen Kugel-Disziplinen), elektronisch und direkt im Schuß ausgewertet, was die Drehanlagen überflüssig machte. Die Geschosse fliegen durch einen Rahmen, dessen schwarzes Zentrum (unerläßlich zum Zielen) eine dünne Gummischicht bildet. Beim Durchschlagen der Gummischicht entsteht ein Geräusch, das durch Mikrophone oben, unten, rechts und links vom Zentrum geortet werden kann. Durch den zeitlichen Unterschied, wann der Schall vom Mikrophon erfaßt wird, kann der Computer mit Hilfe der Formel der Schallgeschwindigkeit die Lage des Einschußlochs bis auf ein Hunderstel Millimeter genau berechnen und sofort anzeigen. Da die frühere Scheibendrehung wegfällt, zeigen rote und grüne Ampeln an, wann geschossen werden darf. Zu spät abgefeuerte Schüsse zeichnet die Elektronik nur als "Fehler" auf. Waffen: Während die Ende der 1960er Jahre vorgestellte Walther GSP fast drei Jahrzehnte die Sportpistolen-Stände dominierte, hat heute die italienische Pardini SP diesen Platz übernommen, sowohl mit mechanischem wie auch mit elektronischem Abzug. Das mag daran liegen, daß die KK-Sportpistole international nur in der Damenklasse geschossen wird – der frühere Vorteil der GSP, daß man auch ein Oberteil im Kaliber .32 S & W long für die ablaufgleichen Großkaliber-Wettkämpfe nehmen konnte, entfiel, weil diese Disziplin sowohl im Deutschen Schützenbund wie auch international nur für Herren angeboten wird. Die auch leichtere Pardini ist unkompliziert zu bedienen und nahezu störungsfrei – das wichtigste Kriterium für eine Sportpistole, weil Waffenstörungen immer zu schlechteren Resultaten führen, und sei es "nur" wegen der unterbrochenen Konzentration des Schützen. International sind neben der Pardini auch noch zahlreiche Exemplare der russischen Baikal IJ 35 oder der Feinwerkbau AW 93 vertreten, deren Rückstoßdämpfer auf einem russischen Patent beruht. Walther hat als Nachfolgemodell für die GSP das innovative Modell SSP herausgebracht, m8it dem zum Beispiel die deutsche Top-Schützin Dorjsuren Munkhbayar antritt.
Kaliber: .22 l.r. Entfernung: 25 Meter Größe der Zehn: Präzision — 50 mm (Ringabstand 25 mm), Duell — 100 mm (Ringabstand 40 mm) Anschlag: stehend einhändig frei, beim Duell Start aus mindestens 45 Grad abgesenkter Handhaltung Ablauf Präzision: sechs Serien zu je fünf Schuß in jeweils sechs Minuten Ablauf Duell: sechs Serien zu je fünf Schuß, jeweils sieben Sekunden Pause, dann je drei Sekunden Schießzeit Ablauf Finale: zwei Fünfer-Serien im Duell-Rhythmus (7/3 Sekunden und mit Zehntel-Wertung) Maximale Ringzahl: 600 Ringe (plus 109,0 Ringe im Finale)
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 | Pardini-Sportpistole SP: Kaliber .22 l.r., 5-Schuß-Magazin, Maße laut Regelwerk (maximal) 300 x 150 x 50 mm, Abzugswiderstand mind. 1000 g, Höchstgewicht der ungeladenen Waffe mit Magazin und Zubehör 1400 g |
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