
Olympia 2008
VISIER-PORTRAIT Freie Pistole 50 m
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 | Zongliang Zang (China), einer der Favoriten
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Von Kennern als anspruchsvollste Pistolen-“Königin“ bezeichnet, gehörte die "FP" schon bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 dazu, damals noch im Großkaliber (30 Schuß auf 30 Meter und 20er Ringscheiben). 1900 in Paris wechselte man zu 50 Meter, geschossen wurde mit Großkaliber-Revolvern. Seit 1908 in London trat die KK-Patrone auch bei den einschüssigen Freien Pistolen ihren Siegeszug an. Der Schwierigkeitsgrad leitet sich daraus ab, daß auf die lange Distanz selbst kleinste Zielfehler das Geschoß weit vom Zentrum entfernt einschlagen lassen. Bei der FP geht alles langsam: Die Top-Modelle sind seit 20 oder gar 50 Jahren kaum verändert worden, der Weltrekord des Russen Alexander Melentjew hält auch schon mehr als 20 Jahre. Waffen: Die Freie Pistole wird (wie alle olympischen Pistolen-Disziplinen) mit der klassischen offenen Visierung geschossen, also eine Kimme mit meist rechteckigem Ausschnitt und ein damit korrespondieres Balkenkorn. Die Visierlinie wird möglichst lang gewählt (es gibt keine Vorgaben außer der Bewegungsfreiheit des Handgelenks und der Auslösung des Schusses mit der haltenden Hand), allerdings sieht man dann auch die Schwankungen deutlicher. Obwohl es in den letzten zwei Jahrzehnten viele Neuentwicklungen mit moderner Elektronik gab, gilt die bereits 1958 von Ephraim Chaidurow entwickelte russische TOZ 35 immer noch als die meistgeschossene FP der Welt – auf höchstem Niveau allerdings hat international das Modell CM 84 E des schweizerischen Herstellers Morini Competition Arm die Erbfolge angetreten. Kaliber: .22 l.r. Entfernung: 50 Meter Größe der Zehn: 50 mm Ringabstand: 25 mm Anschlag: stehend einhändig frei Ablauf: 60 Schuß in 120 Minuten, unbegrenzte Probeschüsse, im Finale: 10 Schuß stehend in je 75 Sekunden mit Zehntelwertung Maximale Ringzahl: 600 Ringe (plus 109,0 Ringe im Finale) Weltrekord: Alexander Melentiew (URS) 581 Ringe (seit 1980!) Final-Weltrekord: William Demarest (USA) 577 + 99,2 Final-Ringe
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 | Die Morini CM 84 E arbeitet mit einem Fallblockverschluß, obenliegendem Ladehebel (links) und einer im Griff verborgenen Abzugselektronik. Nur der Abzugsfinger, der den Strahl einer Lichtschranke unterbricht, kann den Schuß auslösen, was bisher unerreicht niedrige Abzugswiderstände von wenigen Gramm ermöglicht. |
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