
OLYMPIA 2008
VISIER-Portrait: Luftgewehr 10 m
Die wohl weltweit meistgeschossene Wettkampfart gehört seit 1984 zum olympischen Programm. Im Hauptwettkampf zählen nur ganze Ringe. Anschließend im Finale hat jeder der acht Finalisten pro Schuß 75 Sekunden Zeit, die erzielten Ringe werden in Zehntel-Ringe unterteilt (Start und Stop werden für alle parallel angesagt). Eine Zehn im unmittelbaren Zentrum zählt 10,9 Ringe, eine nur sichtbar berührte gibt 10,0. Die Resultate aus Hauptwettkampf und Finale werden addiert. Bei Ringgleichheit erfolgt ein Stechen, bei dem der erste bessere Schuß entscheidet. Waffen: In den Druckluftwaffen-Disziplinen dominieren Modelle mit Preßlufttank, bei denen nur noch ein Diabolo für jeden Schuß in den Lauf befördert werden muß, also keine Kraftanstrengung zum Spannen erforderlich ist. Die meisten Starter wählen ein Modell mit Aluminium- statt Holzschaft, weil sich hier der Hinterschaft, der Pistolengriff und neuerdings auch der Vorderschaft individuell an den Anschlag anpassen lassen (was bei Holzschäften bauartbedingt nicht geht). "Absorber" oder "Stabilisatoren" (je nach Patent und Firma) schalten dabei den Rückstoß des Diabolos (0,5 g) fast aus. Wie bei allen olympischen Gewehr-Disziplinen wird mit einem Diopter (eine Lochblende) hinten auf dem System und einem Ringkorn im Korntunnel vorn an der Mündung gezielt. Die mit einem 200-bar-Preßlufttank ausgestatteten Modelle erlauben bis zu 500 Schuß pro Füllung, ein Manometer zeigt den verbleibenden Druck an. Führende Fabrikate und Modelle (alphabetisch): Anschütz 9003 Premium S2, Feinwerkbau P 700, Steyr LG 110, Walther LG 300 Alutec oder Carbontec
Kaliber: 4,5 mm Diabolo Entfernung: 10 Meter Größe der Zehn: 0,5 mm Ringabstand: 2,5 mm Anschlag: stehend frei Ablauf: Frauen — 40 Schuß in 75 Minuten, Männer — 60 Schuß in 105 Minuten Maximale Ringzahl: 400/600 Ringe (plus 109,0 Final-Ringe)
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 | Spitzenreiter der VISIER-Bestenliste mit 100 von 100 möglichen Punkten: das Anschütz 9003 Premium. |
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