HSG München und SGi Waldenburg siegen im Bundesliga-Finale
Unerwartet klar konnte sich die Hauptschützengesellschaft München in Coburg erstmals den Titel "Deutscher Mannschaftsmeister Luftgewehr" sichern, während die Schützengilde Waldenburg den Titel mit der Luftpistole gewann.
Siegerehrung Luftgewehr: Meister HSG München (Mitte), eingerahmt von Hubertus Elsen (l., Vizemeister) und dem Lokalrivalen Bund München auf dem Bronze-Stüfchen (DSB-Foto).
In der vollbesetzten Josef-Anger-Halle in Coburg traten am letzten Wochenende die besten Mannschaften der 13. Bundesliga-Saison 2009/10 zum Finale an. Die Sieger dürfen sich gleichzeitig "Deutscher Mannschaftsmeister" nennen. Wie im Bundesliga-Modus üblich, traten jeweils zwei Fünfer-Teams mit gesetzter Reihenfolge der Schützen gegeneinander an und kämpften um maximal fünf Punkte (möglich sind also 5:0, 4:1, 3:2-Erfolge). Im Luftpistolen-Finale am Samstag besiegte die SGi Waldenburg die Sportschützen vom TSV Ötlingen mit 3:2, im "kleinen Finale" kamen der SV Kehlheim-Gmünd auf Platz 3 durch einen Erfolg über die SSG Bremen-Bassum. Mit dem Luftgewehr konnte sich die HSG München deutlich mit 4:0 gegen den Vorjahresmeister Hubertus Elsen durchsetzen und konnte sich dank uneinholbarem Vorsprung sogar das eigentlich notwendige Stechen in der Spitzenpaarung Sonja Pfeilschifter (HSG) gegen Dick Boschman (Elsen) sparen, die beide ringleich mit 397 von 400 möglichen Ringen abschlossen. Platz 3 ging an den Bund München, der Germania Prittlbach mit 5:0 klar distanzierte. Alle Resultate und Details findet man auf der vom veranstaltenden Verein Coburg eingerichteten Website www.dm-finale.de UE
2. Februar 2010
Ausbildungsplätze frei für Büchsenmacher und Graveure
Altes Handwerk leidet unter Nachwuchsmangel
Graveure und Büchsenmacher können auch "-innen" sein (zum Vergrößern bitte anklicken)
Suhl, die Waffenstadt im Thüringer Wald, beherbergt die einzige Schule für Graveure und Büchsenmacher in Deutschland. In zwei Klassen werden dort sowohl Büchsenmacher als auch Graveure ausgebildet. Für das kommende Schuljahr sind noch etliche Plätze frei, teilt die Schulleitung mit. „Die Zukunftsaussichten sind entgegen allen Unkenrufen hervorragend“, bestätigt Carsten Bothe, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Büchsenmacher“. Er betreibt eine Personalbörse und kann den Bedarf nach gut ausgebildeten Büchsenmachern nicht decken. „Ein guter Büchsenmacher oder Graveur hat immer Arbeit“, so Bothe weiter. Die Schule ist als staatliche Schule kostenfrei, Voraussetzung ist der Hauptschulabschluß. Für auswärtige Schüler steht ein Internat zur Verfügung.
Der Anmeldeschluß ist der 31.3.2010, die Aufnahmeprüfung findet am 17.4.2010 statt. Weitere Informationen erhalten Interessierte direkt an der Schule oder als Download unter www.buechsenmacherverlag.de
Die Companhia Brasileira de Cartuchos (“CBC”) festgestellt, dass eine geringe Anzahl Munition einer einzelnen Produktionscharge (Details sind nachfolgend beschrieben) einen Fabrikationsfehler aufweist, welcher ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.
(Für Details bitte anklicken)
Aus der Erklärung: "Die betroffene Munition kann beim Abfeuern der Waffe zu einem hohen Druck in der Waffe führen. In der Folge kann nicht ausgeschlossen werden, dass der hohe Druck zu Schäden an der Waffe, aus der die betroffene Munition abgefeuert wird, führen kann. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass es dadurch auch zu Gesundheitsverletzungen kommen kann. Die gesamte Produktionscharge wird als Vorsichtsmaßnahme zurückgerufen."
Es handelt sich konkret um: MAGTECH / CBC, Kaliber: .357MAG, Typ: Teilmantel (Semi Jacket Soft Point (SJSP)) Gewicht: 10,24 Gramm (158 grains), Produktionscharge: L-316 Produktionszeitraum: Juli 2009, Marketing / Vertrieb: seit Juli 2009
Die Kunden werden aufgefordert • gekaufte Munition aus der Charge L-316 nicht zu verwenden und • unverbrauchte Restbestände unverzüglich an ihre lokalen Händler zurückzugeben.
Sofern Sie Schwierigkeiten bei der Überprüfung haben sollten, ob Ihre Munition zu der betreffenden Charge gehört, kontaktieren Sie bitte Ihren örtlichen Händler. Hinweis: Dieser Produktrückruf ist eine Vorsichtsmaßnahme und bezieht sich ausschließlich auf die oben beschriebene Munition und nicht auf die gesamte von CBC / MAGTECH produzierte und vertriebene Munition.
22. Januar 2010
Klassisches KK-Gewehr bei Allermann
Exklusiv für das Schieß-Sport-Center Allermann aus Ottersberg fertigt die Ulmer Waffenschmiede Carl Walther das bewährte Modell KK 300 mit einem speziell ausgeführten, klassischen Universalschaft aus Schichtholz.
Insbesondere die Rechts/Links-Schäftung mit verlängertem Vorderschaft macht die Waffe nach Angaben der Firma zum universell einsetzbaren KK-Gewehr bei Auflage, Freihand oder im Dreistellungskampf. Der extralange Vorderschaft ist speziell für die Bedürfnisse beim Auflage-Schießen konzipiert und bietet einen nach den Hebelgesetzen günstigeren Auflagepunkt, ohne durch das geringe Mehrgewicht den Freihandanschlag zu beeinträchtigen. Auch die verlängerte Schaftbacke kann optimal für die verschiedenen Anschläge eingestellt werden. Der Vorderschaft beinhaltet eine Profilschiene als Aufnahme für den im Lieferumfang enthaltenen, abnehmbaren Auflagekeil oder einen Handstop. Grundgewicht ca. 5.950 g, Schaft aus farbigem Schichtholz Grau / Beige. Lieferung erfolgt inklusiv Visierung (Walther Standard-Matchdiopter und -Korntunnel), extralangem Auflagekeil, Diopterverlängerung, Werkzeug, Bedienungsanleitung mit Schussbild sowie im Kunststoffkoffer: Euro 1.895,00 exklusiv beim Schieß-Sport-Center Allermann (Artikel-Nr. 060 300).
20. Januar 2009
Frankonia mit modernem Internet-Auftritt
Ab sofort zeigt sich das Würzburger Unternehmen im Internet mit einem komplett überarbeiteten Online-Shop.
(zum Vergrößern anklicken)
"Deutschlands Marktführer im Bereich Jagd- und Sportschützenausrüstung" (eigene Angabe) hält über 40.000 Artikel zum bequemen Online-Bestellen bereit: "Bereits auf der Startseite ist durch eine Sortiments-Navigation übersichtlich erkennbar, wo es zu den Mode- und zu den Jagd-Angeboten geht und welche attraktiven Top-Angebote es aktuell gibt. Ebenfalls sofort im Blick: Filial-Finder und Katalog-Bestellmöglichkeit. Per A-bis-Z-Markennavigator geht es entweder direkt zur bevorzugten Marke oder über die neue flexible Sucheingabe zum exakt passenden Angebot." Am besten entdeckt man die vielen neuen Möglichkeiten, etwa die Bewertungen für Produkte, beim Surfen auf der Website. Anmerkung der Redaktion: Für Sportschützen wurde, getreu der neuen Ausrichtung des zur Otto-Gruppe gehörenden Unternehmens, sogar ein Quiz integriert. Wo ist denn wohl der Sportschützenbereich geblieben? Durchaus noch vorhanden, aber man muss zuvor auf "Jagd" klicken - die Startseite bietet nur die Wahl zwischen Jagd und Mode.... UE www.frankonia.de
8. Januar 2010
Vertrieb von Molot-Waffen wieder über Waffen-Schumacher
Nach knapp zwei Jahren Pause hat der Krefelder Großhändler Schumacher vom russischen Hersteller wieder die Vertriebsrechte erhalten.
Laut der Pressemitteilung nimmt Schumacher nicht nur für Deutschland, sondern den vollständigen europaweiten Vertrieb der bekannten und bewährten Produkte des russischen Herstellers MOLOT, JSC wieder auf (an den Fachhandel, kein Direktverkauf): "Nach langer Suche nach einem passenden Vertriebspartner wurden wir von MOLOT erneut als bester Distributor ausgewählt. Daher wird sich die Marktsituation in naher Zukunft wieder zu Gunsten unserer Kunden verbessern." Weitere Infos: www.waffenschumacher.com
6. Januar 2010
Kunstschütze Byron Ferguson hat den Bogen raus
Gegen ihn wäre Winnetou wohl chancenlos, Robin Hood könnte Unterricht bei ihm nehmen: Der amerikanische Langbogen-Kunstschütze Byron Ferguson kommt nach Europa.
Genauer gesagt nach Graz in Österreich, und zwar am 28. März 2010 ins Hotel Novapark (Fischeraustraße 22). Die Videoclips von Ferguson bei Youtube und anderen Internet-Plattformen sind nicht zuletzt seit seinem Auftritt in der Jay-Leno-Show 2001 in den USA legendär: Der von den Jicarilla-Apachen "TDO-EE-CEE-E" getaufte Ferguson ("Mann, der nie vorbeischießt") macht darin seinem Ehrennamen alle Ehre: Er zerteilt hochgeworfene Aspirin-Tabletten mit dem Pfeil, öffnet schießend Cola-Flaschen oder trifft hochgeworfene Spielkarten mit traumwandlerischer Sicherheit - und das mit einem "American Longbow" ohne jede Visierung...
Auf seiner Website www.byronferguson.com kann man einiges über ihn erfahren, hier noch ein paar Links zu Videoclips:
Der Kartenpreis liegt bei 68 Euro - der Veranstalter Erwin Leth hat Byron und seine Familie auf eigene Kosten eingeladen, um dessen Schießkünste erstmals einem breiteren europäischen Publikum zu präsentieren. Veranstaltungsbeginn: 14:00 Uhr (Einlass um 13:30 - freie Platzwahl). Die Vorführung von Byron Ferguson dauert ca. 50 Minuten. Im Anschluss steht Byron Ferguson natürlich auch für Fragen zur Verfügung. Zusätzlich können Sie sich Byrons Buchbestseller „Become the Arrow“ signieren lassen. Info: www.leth-training.com/byron/ UE
22. Dezember 2009
UMAREX reinvestiert Gewinne zu 100 Prozent
Eine kleine Sensation: Zum 1. Januar 2010 übernimmt die Arnsberger Firma UMAREX die Waffensparte des weltbekannten Spannwerkzeuge Herstellers Röhm.
Bei der Vertragsunterzeichnung: Wulf-Heinz Pflaumer (l.), Geschäftsführender Gesellschafter der UMAREX Gruppe und Dr. Michael Fried, Geschäftsführer Röhm GmbH
Ausgerechnet im 100sten Jahr des Bestehens steckt der Spannzeug-Hersteller Röhm aus Sontheim wegen des Wegfalls einiger Grosskunden der Metallbranche in einer tiefen Finanzkrise, worunter auch die angegliederte, durchaus erfolgreiche Waffensparte leidet. Röhm stellt seit 1952 unter dem Markenzeichen RG Gas- und Alarmwaffen her. Zu den Schwerpunkten des breit gefächerten Produktprogramms zählen auch die Twinmaster-Luftgewehre, die als Einsteigerwaffen für das sportliche Schießen im Verein besonders populär sind.
Aus der Presseinfo: "Während diese beiden Produktgruppen das umfangreiche Produktprogramm der Unternehmensgruppe sinnvoll ergänzen, betritt UMAREX mit dem Röhm LTS-Licht-Training-System Neuland und setzt Zeichen für die Zukunft. "Beim dynamischen Schießen auf elektronische Ziele oder bei Trenddisziplinen wie Biathlon, aber auch beim statischen Leistungsschießen mit den Lichtwaffen ist der Spaßfaktor riesig," freut sich Wulf-Heinz Pflaumer, Geschäftsführender Gesellschafter der UMAREX Gruppe. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen, attraktiven Ideen, um unseren Sport interessant zu machen und damit langfristig die Arbeitsplätze in Neheim zu sichern."
Um dieses Ziel zu erreichen und auch ein äußeres Zeichen zu setzen, reinvestieren die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter, Wulf-Heinz Pflaumer und Franz Wonisch die kompletten Unternehmensgewinne der Jahre 2008 und 2009. Neben der Arbeitsplatzsicherung und der Entwicklung innovativer neuer Produkte finanziert die UMAREX Gruppe damit auch die Errichtung des neuen Firmengebäudes der US-Niederlassung und den kompletten Umbau und die Renovierung der Arnsberger Firmenzentrale. Die UMAREX Unternehmensgruppe erzielt im Jahr 2009 mit 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 150 Mio. €, was einer Steigerung zum Vorjahr um 28% entspricht." Umarex/UE
22. Dezember 2009
Umstrukturierung und Führungswechsel in Eckernförde
Robert Lackermeier ist der neue Geschäftsführer der SIG SAUER GmbH
Nach der Aufsplittung des 1751 gegründeten Eckernförder Traditionsunternehmen J.P. Sauer & Sohn GmbH in zwei Unternehmen folgt nun ein Wechsel an der Spitze: Neuer Geschäftsführer der SIG SAUER GmbH ist Dipl.-Ing. Robert Lackermeier, der nach dem Studium der Werkstoffwissenschaften, Schwerpunkt Maschinenbau, seine Karriere beim Wälzlagerhersteller SKF startete. Der 47-jährige setzte in verschiedenen international tätigen Produktionsunternehmen erfolgreich Umstrukturierungsmaßnahmen um. "Wir müssen unsere Kernkompetenzen ausbauen, die Fertigungstechnologien darauf hin ausrichten und beständig auf dem aktuellen Stand der Technik halten." so Lackermeier zu seiner neuen Strategie, außerdem "streben wir eine ständige Verbesserung unserer Produkte und unserer Serviceleistung an." SIG-Sauer/UE
21. Dezember 2009
DSB-Poster "Waffen-Aufbewahrung"
Der Deutsche Schützenbund hat zusammen mit seinem Partner Hartmann Tresore AG und mit freundlicher Unterstützung des Unternehmens Krüger Druck+Verlag ein anschauliches Plakat (Foto) mit Informationen zur sicheren und gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrung von Waffen erstellt.
Dieses Plakat dient allen Schützinnen und Schützen noch einmal auch als optisch vereinfachter Hinweis, wie die im Waffengesetz geforderten Vorschriften zwingend umgesetzt werden müssen (Anmerkung von VISIER: Anstelle der einschüssigen "Freien Pistole" als Kurzwaffensymbol können natürlich auch mehrschüssige Kurzwaffen in den Tresoren gelagert werden; das Bild ist etwas missverständlich...)
Der Deutsche Schützenbund stellt dieses Plakat über die Landesverbände allen Vereinen im DSB kostenlos zur Verfügung. Es kann aber auch hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden, auch ein vergrößerter Ausdruck des PDF-Dokuments zum Aushang ist von der Druckqualität her möglich. UE
Parallel zum Schwerpunktthema der VISIER-Ausgabe 1/2010 bietet die Redaktion einen Muster-Kaufvertrag für Gebrauchtwaffen (von privat an privat) an, der alle wichtigen rechtlichen Kriterien berücksichtigt. Die Vorlage darf weitergereicht und kopiert werden, solange der Copyright-Vermerk erhalten bleibt:
Umfrage unter (möglichst vielen) Besitzern legaler Waffen
Die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz startet eine Umfrage unter den Besitzern legaler Waffen. Als Hauptgewinn winkt ein wirklich ungewöhnlicher Preis.
(zur FVLW-Website bitte Logo anklicken)
Bis zum 31. August 2010 sollen möglichst viele Fragebögen wieder an die FvLW zurückgeschickt werden — eine hohe Zahl an verwertbaren Antworten erlaubt dann hoffentlich statistisch fundierte (aber anonymisierte!) Aussagen über die Besitzer legaler Waffen, die man bisher nur schätzen konnte. Die parteilich und kommerziell unabhängige Fördervereinigung hatte in den letzten Monaten bereits ein weitreichendes Netzwerk von Helfern aufgebaut, unter anderem knapp 80 Wahlkreisbetreuer eingesetzt, die vor der Bundestagswahl Info-Veranstaltungen zu den verabschiedeten und noch geplanten Waffengesetz-Verschärfungen an verschiedenen Orten durchgeführt (VISIER hat online und im Heft darüber berichtet). Die FvLW in ihrer Ankündigung: "Wir möchten unsere Arbeit mehr an den Erfordernissen der einzelnen Waffenbesitzer und solcher, die es gern werden möchten, ausrichten. Wir wollen von Ihnen wissen, wie gut Sie als Betroffene über das Waffengesetz, seine Änderungen und Rechtsvorschriften informiert sind. Für diesen Zweck haben wir einen Fragebogen erarbeitet, dessen Auswertung der Kern unserer weiteren Arbeitsschwerpunkte sein wird."
Die Umfrage soll an möglichst viele Waffenbesitzer, Airsoftspieler, Reenactor, Waffensammler, kurz an alle Personen, die den Bestimmungen des Waffengesetzes unterliegen, weitergeleitet werden. Und jetzt kommt's: Unter den Teilnehmern, die zur Zeit noch nicht im Besitz einer dem Waffengesetz unterliegenden Schusswaffe sind, wird nach Einsendeschluß eine Schießsportausbildung im Wert von € 2.000,00 verlost. Details dazu stehen auf der Umfrage-Website, wo auch der Fragebogen herunterladbar ist: www.fvlw.de/umfrage UE
22. November 2009
Neues VISIER-Special über "Brownings Beste"
Ein Ehrentitel, der — das sei unbescheiden behauptet — einfach passt: Aus der von Technik-Genie John Moses Browning federführend konstruierten Colt-Pistole M 1911 entwickelte sich in den vergangenen 98 Jahren der Welt erfolgreichste, langlebigste und am häufigsten variierte Kurzwaffenfamilie. Und dazu gibt es jetzt das neue VISIER-Special 55 "Pistolenfamilie Colt M 1911" - und mehr dazu hier...
21. November 2009
Die Polizei Goslar und die Tücken der Waffen-Amnestie
In mehreren Zeitungsmeldungen der letzten Tage wurde berichtet, dass die Polizei im Raum Goslar zahlreiche Verfahren wegen unerlaubtem Führens einer Schusswaffe gegen Bürger eingeleitet hatte, die illegale Waffen im Rahmen der Amnestie direkt auf dem Revier abgeben wollten.
VISIER hatte daraufhin bei der Polizei Goslar offiziell nachgefragt, wie denn der Amnestieparagraph, der mit der Verschärfung im Juli 2009 eingeführt wurde, dort gehandhabt würde - denn dieser sagt (zumindest für juristische Laien) klar:
WaffG § 58 (8)Wer eine am 25. Juli 2009 unerlaubt besessene Waffe bis zum 31. Dezember 2009 unbrauchbar macht, einem Berechtigten überlässt oder der zuständigen Behörde oder einer Polizeidienststelle übergibt, wird nicht wegen unerlaubten Erwerbs, unerlaubten Besitzes oder unerlaubten Verbringens bestraft. (...)
Demnach sollte auch das Abgeben einer solchen illegal besessenen Waffe auf dem Polizeirevier straffrei bleiben (die Amnestie läuft zum Jahresende aus) - ansonsten wäre die Quote der Bürger, die diese Chance nutzen, um Opas KK-Gewehr oder ohne WBK besessene Waffen legal loszuwerden, sicher gering. Wenn man die Tonnen addiert, die einzelne Behörden an abgegebenen Waffen an die Medien melden, klappt das eigentlich auch ganz gut in der ganzen Republik. In der ganzen? Nein. Michael Blase, der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes in Goslar, sieht das anders und seine Behörde in der Pflicht, gegen Bürger, die nicht auf den Streifenwagen warten, der die Waffen bei ihnen abholt, mit der vollen Härte des Gesetzes vorzugehen. Die Strafverfolgung wegen Führens sei nicht zu umgehen, nur die Staatsanwaltschaft könne danach entscheiden, ob eine Anklage erhoben würde oder nicht. So ganz unrecht hat er dabei vielleicht gar nicht - hier seine vollständige Stellungnahme als PDF zum Herunterladen und Staunen. UE
16. November 2009
Die Firma Sauer trennt ihre Söhne
Zum 1. November 2009 trennte die Firma J. P. Sauer & Sohn GmbH die beiden Marken SIG SAUER und SAUER voneinander und vollzieht gleichzeitig eine Namensänderung und Umfirmierung.
Die Produktions- und Geschäftsstätten in Eckernförde firmieren künftig unter dem Namen SIG SAUER GmbH. Dort werden weiterhin die SIG SAUER-Pistolen, das Präzisionsgewehr SSG 3000 sowie das Sportgewehr 200 STR hergestellt und vertrieben. Die traditionsreiche Jagdwaffen-Marke SAUER verlegt den Firmensitz und die Produktion der bekannten Modellreihen S 202, S 202 Take Down und S 303 an den neuen Standort Isny in Baden-Württemberg. www.sauer-waffen.de((Link korrigiert, sorry)) und www.sigsauer.de
5. November 2009 /ergänzt am 9.11.2009
Schützen gegen Coca-Cola: Weltmeisterschaft im Zurückrudern
Da hatte der Rheinische Schützenbund Anfang 2009 bei der zuständigen Coca-Cola-Vertretung Rheinland gefragt, ob man den Rheinischen Schützentag 2010 in Essen und die Landesmeisterschaft mit alkoholfreien Getränken sponsern wolle. Die schroffe Antwort des Cola-Gebietsrepräsentanten vom 30. März, kurz nach dem Amoklauf von Winnenden: “Aufgrund von Ereignissen in Deutschland und den USA wird sich die CCEAG nicht im Bereich Sportaktivitäten, die mit Schusswaffen zu tun haben, beteiligen.”
Das verblüffte RSB-Präsidium überlegte lang und stellte dann am 23. Oktober diesen Affront samt Kommentar auf seine Website. Von dort sprach sich die Absage in Windeseile unter den Schützen herum. Denn andersherum gibt es ja auch zahllose Schießsportvereine, die bei Veranstaltungen bisher Cola-Getränke ausschenkten (zum Konzern gehören noch viele andere alkoholfreie Getränke). Viele Waffenbesitzer bekundeten ihrerseits, künftig auf diese Anti-Waffen-Getränke zu verzichten (hier im Diskussionsforum "Waffen-Online"). Auf eine VISIER-Anfrage meldete sich nun Uwe Kleinert, Leiter Responsibility & Sustainability von Coca-Cola Deutschland (und damit zuständig für die Firmen-"Policies"), dem “keine solche grundsätzliche Aussage unserer Firma - weder der Coca-Cola GmbH noch der CCE AG auf nationaler Ebene bekannt war. Es hat sich auch bestätigt, dass es von den dafür maßgeblichen Abteilungen keine derartige spezielle Firmenpolitik gegenüber dem Sportschießen gibt. Vielmehr unterstützt Coca-Cola, wie Sie bereits angemerkt hatten, den Olympischen Gedanken insgesamt durch sein Engagement bei den Olympischen Spielen, den Paralympics, den Special Olympics und in Deutschland auch durch unser eigenes Programm Mission Olympic, bei dem übrigens die Sportschützen bei den fünf Finalevents jeweils integriert waren. Wir bitten deshalb ausdrücklich, die Formulierung in dem Ihnen vorliegenden Absageschreiben zu entschuldigen.“
Was an der Absage an den RSB natürlich nichts ändert und offenbar nichtolympisches Schießen auch nicht umfasst. Olympia ist gut, alles andere pfui? Während man sich zuckertriefende und kostenlose Cola schlürfende Leistungssportler kaum vorstellen kann, dürfte der (bezahlte!) Konsum an Cola & Co bei jedem Schützenfest oder Pokalschießen deutlich höher liegen.
Die Rheinländer sitzen indes nicht auf dem Trockenen; schließlich wird der knapp 90 000 Mitglieder starke DSB-Landesverband schon seit Jahren und ohne Einschränkungen von den mit Coca-Cola konkurrierenden Firmen Sinalco und Rheinfelsquelle unterstützt, die dies auch weiterhin zugesagt haben. UE
Update 9.11.: Uwe Kleinert hat sich nochmals gemeldet und klargestellt, dass er nicht "Pressesprecher" von CC Deutschland sei, sondern die Äußerungen und Darstellungen des Konzerns koordiniere. Es gäbe auch keine grundsätzliche Ablehnung nicht-olympischen Sportschießens, was sich anhand bisheriger Aktivitäten auch belegen lasse. Wir bleiben im Kontakt — das ist ja auch schon etwas Positives. UE
30. Oktober 2009
Bundeskartellamt akzeptiert Nutzungseinschränkung bei Presslufttanks
Die Begrenzung der Lebensdauer von Druckgastanks durch die Sportwaffenhersteller und den Herstellerverband JSM verstößt nicht gegen § 1 GWB.
Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) besagt in seinem Paragraph 1: "Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten." Genau das war offenbar n einer beim Bundeskartellamt eingereichten Beschwerde vermutet worden. Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes durch das Bundeskartellamt hat dieses nunmehr klargestellt, dass das gemeinsame Vorgehen der im JSM organisierten Sportwaffenhersteller in Bezug auf die Nutzungsdauer von Druckgaskartuschen keine Wettbewerbsbeeinträchtigung bezweckte, da die Nutzungsbegrenzung aus Gründen des Gesundheitsschutzes erfolgte. Ein Verstoß gegen § 1 GWB wurde somit nicht gesehen, so dass das Bundeskartellamt die Vorermittlungsverfahren auch eingestellt hat. Weiterhin stellte das Bundeskartellamt fest, dass die vom JSM gewählte gemeinsame Vorgehensweise dazu diente, eine „möglichst effektive und einheitliche Kommunikation gegenüber den Schützen und deren Verbänden“ zu erreichen, um diese für das bestehende Gesundheitsrisiko bei der Verwendung von Druckgaskartuschen nach Ablauf von 10 Jahren zu sensibilisieren. VISIER hatte über die Aktionen der Hersteller wegen der Gefahr durch platzende Tanks in seinem "Pressluft-Knigge" in Heft 7/2008 berichtet. Der Deutsche Schützenbund hatte daraufhindie Nutzung von Presslufttanks auf maximal zehn Jahre in seine Sportordnung aufgenommen. UE
26. Oktober 2009
Remington Arms geht an die Börse
Das hat zumindest der augenblicke Besitzer der US-Waffenfirma, der selbst angeschlagene Finanzinvestor Cerberus aus New York, nun geplant.
Wie (nicht nur) SPIEGEL-Online heute meldete, will Cerberus die "Freedom Group" aus seinem Portfolio an die Börse bringen. Dahinter verbergen sich sieben Waffenhersteller, aber allen voran die 1816 gegründete und damit älteste Waffenfirma der USA, die Remington Arms Company, deren Verwaltungssitz heute in Madison im Staat North Carolina ist. Neben Smith & Wesson und Sturm, Ruger & Company wäre Remington damit der dritte US-Waffenhersteller an der Börse, und seit den US-Präsidentschaftswahlen boomt der Waffenverkauf in den Staaten wie lange nicht mehr — also auch gute Aussichten auf Rendite: Die Freedom Group machte laut SPIEGEL im ersten Halbjahr 2009 einen Gesamtumsatz von 427,3 Millionen Dollar, 35 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Zur kompletten SPIEGEL-Meldung
12. Juni 2009
Das "W" kommt!
Jeder Abo-Ausgabe VISIER 7/2009 liegt ein Aufkleber bei: "Auch Waffenbesitzer haben Grundrechte".
(Bitte anklicken zum Vergrößern)
Eigentlich unglaublich: Wie VISIER bereits in der Juni-Ausgabe berichtete, werden in vielen Einwohnermelderegistern die Besitzer legaler Waffen mit einem "W" als Warnhinweis aufgelistet. Hier schauen etwa Polizeikräfte nach, bevor sie zu einem Einsatz ausrücken. Im W-Fall mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen - aus einer Ruhestörung kann so rasch mal ein SEK-Einsatz werden, wenn die Fantasie der Beamten durchgeht. Bisher ist nicht bekannt, ob Chemiker, Apotheker, entlassene Strafgefangene oder Karateweltmeister ähnlich im Melderegister markiert werden...
Gegen diese Stigmatisierung der Waffenbesitzer, die ihre Zuverlässigkeit zigfach überprüft belegt haben, sollte man sich mit demokratischen Mitteln wehren, ebenso gegen die geplanten verdachtsunabhängigen Kontrollbesuche der Ordnungsbehörde. Drehen wir den Spieß also um, zeigen wir mit dem "W" ganz offen, daß auch die Besitzer legaler Waffen, ob Sportschützen, Jäger oder Waffensammler, Bürger mit gleichen Rechten sind, für die ein Generalverdacht nach dem Motto "mitgefangen, mitgehangen" eher ein hilfloses Ohnmachts-Eingeständnis der Politiker ist.
Im September sind Bundestagswahlen. Schon bei der Europawahl und den Kommunal- und Landtagswahlen am letzten Wochenende haben Waffenbesitzer ganz klar gezeigt, daß ihre Stimme nicht an Parteien geht, die die nach dem Grundgesetz garantierten Rechte auf Unversehrtheit der Wohnung und Persönlichkeitsentfaltung nicht respektieren. Weitere Information folgen demnächst auf der auch auf dem Aufkleber angegebenen Website www.waffenbesitzer.de (sorry, leider aus technischen Gründen noch nicht funktionsfähig)
Je ein Aufkleber im Format 23 x 7,5 cm liegt der Abo-Ausgabe bei, die in diesen Tagen im Briefkasten liegt. Weitere Aufkleber sowie ein Metall-Pin "W" (2 x 2 cm, ab Kalenderwoche 26) können über den VISIER-Shop bestellt werden (unter "Besondere Angebote):
10 Aufkleber oder 1 Pin kosten 5 Euro inklusive Versandkosten, Händleranfragen erwünscht. UE
24. Juli 2007
Schon den neuen Shop für Abonnenten entdeckt?
VISIER-Abonnenten genießen eine Reihe von Vorteilen — sie erhalten das Heft pünktlich jeden Monat, gut eine Woche vor den Kiosk-Käufern, und sie können die Kleinanzeigen ebenfalls lange vor den anderen Lesern durchstöbern. Mit der August-Ausgabe kommt ein eigener Abo-Shop hinzu.
(Für Details bitte das Bild anklicken)
Mit der Kundennummer (steht auf dem Abo-Umschlag und der Rechnung) sowie der Postleitzahl können sich Abonnenten (wie schon bei den Online-Kleinanzeigen) nun auch im VISIER-Shop einloggen (dort siehe rechte Spalte). Erst danach sehen sie im neu eingerichteten Bereich "Abonnenten-Shop" die speziellen Angebote für die langjährigen VISIER-Leser. Die vier signierten Poster des Militärfotografen Tom Weber stehen als limitierte Auflage nur für Abonnenten zur Verfügung. Bei anderen Produkten gibt es eine Preisstaffelung nach der bisherigen Laufzeit des Abonnements - zum Beispiel das limitierte VISIER-Zippo-Feuerzeug für 29,95 statt 39,95 Euro, wenn Sie schon länger als elf Jahre fester VISIER-Leser sind (die Einstufung wird durch die Datenbank selbständig vorgenommen).
Treue lohnt sich also - und weitere Abonnenten-Angebote werden nach und nach folgen (und Noch-Nicht-Abonnenten können nachsehen, was es "da hinten" Schönes gibt, allerdings ohne Preisangaben)
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