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26. Januar 2012

Prolegal empfiehlt: E-Petition gegen Halbautomaten-Verbot unterzeichnen!

In einer Rundmail an alle Mitglieder weist die Waffenrechts-Organisation Prolegal auf eine Petition gegen das drohende Verbot militärisch aussehender Halbautomaten hin.

Am letzten Freitag erfolgte im Bundestag die "Erste Lesung" des von den Grünen/Bündnis 90 im November 2011 eingebrachten Gesetzesentwurfs zur Änderung des Waffengesetzes zum „Schutz vor Gefahren für Leib und Leben durch kriegswaffenähnliche halbautomatische Schusswaffen“ (siehe auch Bericht und Interview in VISIER 1/2012). Prompt nutzte Timo Schröder, ein Airsoft-Spieler und damit Legalwaffen-Besitzer, die legitime Möglichkeit als betroffener Bürger, gegen dieses drohende Verbot eine elektronische Petition beim Petitionsausschuss des Bundestags einzureichen.

Obwohl man über den Inhalt und die Form seines Textes lange streiten könnte (und viele dies auch einige Tage lang in den diversen Internet-Foren getan haben), empfiehlt Prolegal nun als erste Vereinigung, dass möglichst viele Legalwaffenbesitzer die E-Petition unterzeichnen. Rechtlich ist nämlich nur die erste und keine weitere, eventuell besser formulierte Petition zum gleichen Thema zulässig, und bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist am 7. Februar soll die notwendige Zahl von 50.000 Unterschriften erreicht sein — erst dann werden Vertreter der Petition in eine öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses eingeladen, um dort ihr Anliegen noch einmal persönlich zu verdeutlichen.

Prolegal dazu in der Rundmail: "Wir müssen jetzt mehr denn je auch nach außen zeigen, daß wir uns die Gängeleien der Politiker nicht gefallen lassen werden und sie von nun an mit massivem Widerstand rechnen müssen. Wir haben nur noch spätestens bis 2013 Zeit, das politische Ruder herumzureißen."

Daher schließt sich auch die VISIER-Redaktion an und bittet, diesen Hinweis auf eine möglichst rasche Unterzeichnung der E-Petition an möglichst viele weitere Legalwaffenbesitzer weiterzuleiten.


Nach dem Gesetzesentwurf, der hier als Drucksache 17/7732 einsehbar ist, wären nämlich nicht nur Besitzer von "kriegswaffenähnlichen" Großkaliber-Halbautomaten vom drohenden Verbot betroffen, sondern auch Besitzer entsprechender Kleinkaliber-, aber auch Druckluft-, CO2- und Airsoftwaffen bis hin zu Spielzeug und funktionsunfähigen Deko-Waffen. Und typisch für das Selbstverständnis der Grünen und Linken: natürlich denkt niemand an eine wenigstens finanzielle Entschädigung der bisherigen Besitzer — nach einem Verbot bleibt nämlich nur die Vernichtung der Waffen, da es keine Berechtigten mehr gäbe, an die man sie verkaufen könnte...               UE

Zur Registrierung (nur registrierte Personen dürfen mitzeichnen)

Zur E-Petition gegen das Halbautomaten-Verbot
 


18. Januar 2012

Erste Eindrücke von der Shot Show 2012

Direkt aus Las Vegas: VISIER-Chefredakteur Matthias Recktenwald über Neuheiten und Neuigkeiten nach den ersten zwei Tagen der weltgrößten Waffenmesse.

Logo
Die 34. SHOT Show begann wie immer für das schreibende Volk nicht am Strip, sondern einen Tag eher mit dem „Media Day“. Da vertauschen alle Heroen der Tastatur und des Drehsessels ihr Office mit einer ausserhalb von Vegas beim Örtchen Boulder gelegenen Shooting Range, von der deutsche Schuetzen nur träumen können.

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16. Januar 2012

Großwild-Flair mit Heym-Gewehren

Am 21. und 22. April dürfen sich Doppelbüchsen-Schützen (und solche, die es werden wollen) auf ein besonderes Ereignis freuen.

Beim 1. Heym Jumbo Challenge können Sie nicht nur die aktuellsten Heym-Gewehre testen, sondern auch im Wettkampf eins davon gewinnen.  Vorgeführt werden nicht nur die Jumbo-Doppelbüchse, sondern auch die brandneuen Heym-Martini-Repetierer. Das Thema „Großwildjagd“ zieht sich durch die gesamte Veranstaltung, von den sechs Wettkampfübungen mit simulierten (hier unblutigen) Jagdsituationen bis zum Gespräch mit den beiden „Professional Hunters“ (PH) Mark Sullivan und Peter Dafner über ihre Ausrüstung und ihre Erfahrungen auf der Jagd. Das Schießen findet am 21. April auf der modernen Anlage von Waffen-Albert in Schweinfurt statt (09721/4 76 34 53, www.waffen-albert.de), am 22. April kann nach Voranmeldung zudem das Heym-Werk in Gleichamberg besichtigt werden. Info und Voranmeldung zum Schießen (bis 28.2.2012) über heymtrophy@web.de und Telefon 0172/8 23 00 66. Und hier kann man auch die ausführliche Ausschreibung mit dem Rahmenprogramm herunterladen.    UE
2. Januar 2012

SPD Baden-Württemberg schießt scharf gegen Großkaliber

Mit einem Brief an Bundesinnenminister Friedrich (CSU) versucht die Landesregierung Baden-Württemberg eine erneute Verschärfung des Waffenrechts anzuregen - diesmal geht es gegen alle Großkaliberschützen.

Wie die Ulmer Südwestpresse am 30. Dezember meldete, habe sich Baden-Württembergs Landesinnenminister Reinhold Gall (SPD) in seinem Brief an den Bundesinnenminister für ein Großkaliberverbot eingesetzt. Zitat: "Großkalibrige Waffen gehören nicht in private Hände", sagt Günter Loos, Sprecher des Innenministeriums. "Das ist eine Konsequenz, die wir aus dem Amoklauf von Winnenden gezogen haben." Lediglich Jäger sind ausdrücklich ausgenommen, weil sie diese Waffen zur Ausübung der Jagd bräuchten - Schützen hingegen nicht. Sie hätten mit Luftgewehr- und Kleinkaliber-Disziplinen ein ausreichendes Betätigungsfeld. "Wir sehen beim Großkaliber-Schießen keinerlei sportlichen Mehrwert", sagt Loos."

Damit setzt Baden-Württemberg die Pläne der grün-roten Koalition zum GK-Verbot fort, die bereits im Koalitionsvertrag verankert sind und die auch eine Initiative im Bundesrat beinhalten. Bundesweit bisher einmalig ist allerdings die Arroganz der Politiker, gesetzlich festlegen zu wollen, was Sport ist und was nicht, was für das Volk ausreiche und dass es "einen sportlichen Mehrwert" geben müsse. Immerhin handelt es sich bei den hier angegriffenen Großkaliber-Disziplinen um Wettbewerbe von mindestens acht bereits bundesweit anerkannten Schießsportverbänden, deren Sportordnungen vom Bundesverwaltungsamt ebenfalls inklusive der GK-Wettbewerbe anerkannt wurden. Einem wie auch immer gearteten Großkaliberverbot würde faktisch eine Enteignung der heutigen Waffenbesitzer folgen, denn nach einem Verbot müßten ihre Waffen vernichtet oder "Berechtigten übergeben" werden, und natürlich denken grüne wie rote Vordenker nicht an eine finanzielle Entschädigung.

Bei den Schießsportverbänden formiert sich indes Widerstand. Hannelore Lange, die Präsidentin des Württembergischen Schützenverbandes, informierte ihre Mitglieder zum Jahreswechsel über die Verbands-Website und kündigte sachlichen Widerstand gegen diese Maßnahmen an. Sie bezog sich darin auch auf eine parallele Veröffentlichung von ProLegal - die Waffenrechtsorganisation machte nochmals deutlich, dass es hier nur zunächst um Großkaliber, in Konsequenz aber um das Verbot aller noch legalen Schusswaffen geht. Das geht aus zahlreichen Äußerungen von grünen wie SPD-Politikern, nicht nur aus Baden-Württemberg, hervor. Ihnen geht es um die Umsetzung ihrer Gutmenschen-Ideologie - denn Bestrebungen, den viel gefährlicheren Bestand an illegalen Schusswaffen zu verringern und damit die Kriminalitätsrate zu senken, die sucht man in beiden Parteien vergeblich.

Fatalerweise verquickt Gall seinen Ruf nach einem Großkaliber-Verbot mit den aktuellen Forderungen, Rechtsextremen den legalen Zugriff auf Waffen zu verwehren. Andere Politiker wie Zeitschriften springen auf den gleichen Zug auf, als wären Rechtsextremismus und Sportschützentum irgendwie das gleiche. Auch hier wehren sich legale Waffenbesitzer gegen derart plumpe Unterstellungen, meist von Politikern, die jahrelang auf dem rechten Auge blind gewesen sind und nun Aktionismus an den Tag legen.

Aus dem Bundesinnenministerium, dem Empfänger des Gall-Briefs, gab es bislang noch keine Stellungnahme. VISIER geht in der nächsten Ausgabe und natürlich hier online auf die weitere Entwicklung ein.                                       UE
VISIER XXL 1/2012

Doppelt gemoppelt und woanders abgeschnitten

Aufmerksame Abonnenten haben die Redaktion auf eine Panne in einem Artikel des Januar-Hefts hingewiesen - hier folgt die Korrektur.

Korrekturseite
Nein, an der "Weihnachtsfeier der Schriftsetzer", wie VISIER-Leser Heinz Friedrich vermutete, hat's wirklich nicht gelegen. Zum einen gibt es diesen Beruf heutzutage im Zeitalter des Digitaldrucks kaum noch, zum anderen war es ein hausgemachtes technisches Problem — aber der Reihe nach:

Im Artikel "In der Zange" über die neue Remington-Pistole R 1 (Seiten 108 bis 111) musste kurz vor dem Drucktermin eine Anzeige ausgetauscht worden. Und dabei verschob sich, leider unbemerkt, der auf der Nachbarseite 110 eingeplante redaktionelle Text. In der gedruckten und leider ja schon ausgelieferten Ausgabe fehlen da nun ein paar Zeilen und der Zusammenhang ging verloren. Abhilfe schafft hoffentlich die unten zum Herunterladen gedachte Ersatz-Doppelseite 110/111 mit dem korrekten und nun vollständigen Text. So bietet die VISIER-Redaktion eben eine kleine Bastelarbeit vor den Feiertagen — und bittet um Entschuldigung für die Panne.   UE

Korrigierte Doppelseite 110-111 aus VISIER 1-2012 (PDF-Dokument)


12. Dezember 2011

Viel zu erleben: Das VISIER Special Nr. 63 ist da!

Die Gegenwart hinter sich zu lassen, in die Vergangenheit einzutauchen — im neuen Special geht es um das Reenactment, also um die historische Darstellung. Man braucht keine Zeitmaschine à la H.G. Wells, um in die Ära der Kelten, Germanen, Römer, in die Epochen der Landsknechte, Musketiere und “Langen Kerls” oder in die der beiden Weltkriege zu wechseln.

VISIER-Special 63
(Zum Vergrößern bitte anklicken)
Das Nachspielen historischer Ereignisse hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem großen Trend entwickelt, die Darsteller tauchen in TV-Dokus ebenso auf wie in Kino-Spielfilmen. Längst ist das mit Millionenumsätzen auch wirtschaftlich relevant: Allein im Mittelalter-Segment gibt es gut 500 Veranstaltungen — pro Jahr. Ein Thema, mit dem sich VISIER seit jeher intensiv befasst hat, da es beim Reenactment sehr oft um Militärgeschichte und damit um Waffen geht. Doch wie stellt sich die Entwicklung dar? Welche Gruppen und Vereine gibt es, was für Veranstaltungen, wann und wo? Wie findet man Zugang, wo Waffen und Ausrüstung? Auf diese Fragen liefert das neue VISIER-Special Nr. 63 „Geschichte erleben – Reenactment“ umfassend Antworten, anhand der einzelnen Epochen gegliedert und unterfüttert mit geschichtlichen Fakten zu den jeweiligen Zeitabschnitten.

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5. Dezember 2011

Forum Waffenrecht kritisiert Bremer SPD-Pläne zur Waffensteuer

Björn Tschöpe, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bremer Senat und Initiator der geplanten Waffensteuer, dürfte sich momentan über zu wenig Post nicht beklagen. Das Schreiben des Forum Waffenrechts vom 28. November an ihn stellte kurz, aber prägnant die diversen rechtlichen Bedenken zusammen.

Logo FWR
Wie der FWR-Vorsitzende Hans-Herbert Keusgen VISIER gegenüber mitteilte, wurden in dem mehrseitigen Schreiben detailliert die Kritikpunkte dargestellt, ebenso die besondere gesellschaftliche Bedeutung der drei betroffenen Bevölkerungsgruppen Sportschützen, Jäger und Waffensammler. So sei etwa Tschöpes Annahme, die Waffenrechtsbehörden müssten alle drei Jahre die Aufbewahrung kontrollieren, vom Waffengesetz gar nicht gedeckt. Vor allem aber habe nur der Bund die Steuerhoheit, einzelne Bundesländer dürften lediglich örtliche Verbrauchs- und Aufwandssteuern erheben. Und diese richteten sich in der Höhe nur nach dem zum Unterhalt der Waffe(n) aufgebrachten Aufwands, so dass die geplante Höhe von 300 Euro pro Jahr und Waffe kaum zu rechtfertigen sei. FWR-Rechtsanwalt Frank Göpper wies als Unterzeichner des Schreibens an Tschöpe abschließend darauf hin, dass der angekündigte "Nebeneffekt", eine Verringerung der legalen Waffen im Stadtstaat Bremen, einem Bundesland nicht zustehe, da es sich beim Waffengesetz um Bundesrecht handele. Jeder überprüfte und zuverlässige Legalwaffenbesitzer habe danach einen Rechtsanspruch auf die erworbenen Waffen, der nicht durch Landessteuern untergraben werden dürfe. Das Gutachten zur Rechtmäßigkeit von Waffensteuern, das die dem FWR angeschlossenen Verbände einschließlich Deutscher Schützenbund und Deutscher Jagdschutzverband durch den Düsseldorfer Juristen Prof. Johannes Dietlein erstellen ließen, ging als Anlage mit zur Bremer SPD (Link zum damaligen VISIER-Artikel). Die Verbände hatten seinerzeit auch ihre Unterstützung für Klagen gegen Gemeinden zugesichert, die eine Waffensteuer wie jetzt Bremen einführen wollten.                                      UE
2. Dezember 2011

SVEN HELMES 1965 - 2011

Wir haben eine traurige Pflicht zu erfüllen: Sven Helmes, der frühere Chefredakteur von VISIER, ist am vergangenen Wochenende durch einen tragischen Unglücksfall in seiner Bonner Wohnung ums Leben gekommen.

Sven Helmes +
Der am 4. Mai 1965 in Mayen geborene Journalist und PR-Fachmann hatte in Augsburg Politik und Kommunikationswissenschaft studiert und von Dezember 1995 bis Juli 1997 ein Volontariat in der VISIER-Redaktion absolviert, damals noch im Verlag Paul Parey. Anschließend wechselte er in die Redaktion "Fisch & Fang" im selben Haus. Nachdem er ab Dezember 2000 in der Multimedia-Abteilung bei Parey die Zeitschriften-Websites mit aufgebaut hatte, übernahm er ab Dezember 2001 die Leitung dieser Abteilung. Nach Zwischenstationen ab 2004 als PR-Manager beim Jagdoptik-Unternehmen Swarovski AG in Tirol und bei der Heinz-Sielmann-Stiftung absolvierte er ein Zusatzstudium in Münster als "zertifizierter PR-Manager (ZAK)", bevor er im Juni 2008 als Chefredakteur wieder in die VISIER-Redaktion zurückkehrte. Denn in all den Jahren war die Verbindung zu den VISIER-Kollegen und Freunden im Nassauer Land nie abgerissen. Unter seiner Leitung und mit seinen Ideen wurde 2009 unter anderem die Aktion "W für Waffenbesitzer" gestartet — seither gilt das "W" am Sakkokragen als Erkennungszeichen engagierter Schützen, Jäger und Waffensammler.

Im Juli 2010 wechselte er vom journalistischen Schreibtisch zur international tätigen Ausrüsterfirma 5.11 Tactical, für die er zahlreiche Veranstaltungen betreute. Zuletzt war er mit der eigenen Agentur "Tactical PR" für mehrere Kunden aus der Security- und Ausrüsterbranche tätig. Sven Helmes hinterläßt seine Lebensgefährtin und seine Mutter. Auch wir im Verlag VS Medien trauern um einen Vollblut-Journalisten und Fotografen.
Farewell, Sven.
Ulrich Eichstädt für das VISIER-Team

2. Dezember 2011

Nachhilfe in Gesetzeskunde und Steuerrecht

Nachdem die Bremer SPD-Fraktion ihren Gesetzesentwurf zur Waffenbesteuerung veröffentlicht hat (Link folgt weiter unten), wendet sich die Berliner Waffenhändlerin Katja Triebel in einem offenen Brief an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Björn Tschöpe.

Auf sechs Seiten schildert Katja Triebel, die sich seit Jahren für die Belange aller Legalwaffenbesitzer einsetzt, detailliert, welche Irrtümer der Argumention Tschöpes und damit der SPD Bremen zugrunde liegen (Link zum PDF-Dokument). Einige Punkte verstoßen gegen geltendes Steuerrecht und gegen die gerade erst erlassene Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz, nach der die Aufbewahrungskontrollen im öffentlichen Interesse liegen und deshalb keine Gebühren erhoben werden sollen (Link zur WaffVwV, hier Seite 92, letzter Absatz). Bei anderen werden falsche Zahlen und Fakten verwendet. Die Gegenpositionen Katja Triebels sind durchweg durch externe Quellen-Links untermauert.
 
Es kann auch für Legalwaffenbesitzer, die nicht in Bremen wohnen, nicht egal sein, wie verquer die Denkweise der regierenden Fraktion in Bremen ist - als Stadtstaat wäre die Einführung einer Waffensteuer (300 Euro pro Jahr und pro erlaubnispflichtige Waffe, geplant bereits ab 1. Januar 2012) ein Vorbild für weitere Bundesländer. Hier kann man dem Fraktionsvorsitzenden Björn Tschöpe seine Ansicht mitteilen: http://www.spdfraktion-bremen.de/koepfe/fraktionsvorsitzender
(bitte wie immer höflich schreiben, aber sachlich fundiert!)

Wie wenig die gebührengeile Bremer SPD die Materie durchblickt, über die sie makabrerweise nach den Mehrheitsverhältnissen im Bremer Senat entscheiden darf, sieht man daran, dass sie sogar illegale Waffen besteuern will: "Steuerschuldner ist, wer die Erlaubnis zum Besitz der Waffe hat. Wurde für eine Waffe keine Erlaubnis erteilt, ist Steuerschuldner, wer die Waffe in seinem Besitz hat." Na, das wird ein Spaß beim Eintreiben...                                UE

Offener Brief von Katja Triebel an die Bremer SPD

Katja Triebels Waffenrechts-News

Gesetzesentwurf der Bremer SPD-Fraktion zur Waffensteuer

Aktuelle Informationen zum Waffenrecht auf www.legalwaffenbesitzer.de
17. November 2011

SPD will Waffensteuer in Bremen

300 Euro pro Jahr - und das für jede legale Waffe. Mit diesen Plänen will die SPD im völlig überschuldeten Bremen offenbar die Kasse sanieren.

Ab 1. Januar 2012 bereits soll, so beschloss die Bremer SPD auf einer Klausurtagung laut BILD, die neue Steuer eingeführt werden - wenn der von der SPD (30 Sitze) und den Grünen (16) dominierte Bremer Senat den Antrag annimmt. SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe zu BILD: "Für jede Schusswaffe sollen die Besitzer jährlich 300 Euro zahlen. Bei einer Anzahl von 18 300 legalen Waffen in Bremen sind das zusätzliche Einnahmen von rund fünf Millionen Euro."

Schlau ausgedacht, denn das Geld soll nur zu einem Teil zur Deckung der Kosten der vorgeschriebenen Aufbewahrungskontrollen benutzt werden. Es muss das große Loch im Bremer Haushalt stopfen. Nebenbei soll durch die Steuer die Zahl der privaten Waffen reduziert werden - ob solche "Nachhilfemaßnahmen" für das eigentlich ja bundesweit geltende und für solche Steuerungen zuständige Waffengesetz zulässig sind, darüber wird unter Juristen gestritten. Die SPD in ihrem Antrag weiter: "Eine solche Reduzierung wäre wünschenswert, da in den vergangenen zwanzig Jahren in Deutschland über 100 Menschen mit legal besessenen Schusswaffen getötet worden sind."

Dass nach offiziellen Statistiken die Zahl der mit legalen Schusswaffen getöteten Personen konstant im unteren einstelligen Prozentbereich liegt, würde sicher nur die Rechnung der geldsuchenden Sozialdemokraten stören. Dabei müßten sie nur die Fachleute ihrer eigenen Universität befragen. Das Institut für Rechtspsychologie im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen hat 2008 eine Studie als Stellungnahme zur Waffengesetz-Verschärfung erstellt. Diese stellt klar den legalen Waffenbesitz als kriminalistisch unbedeutende Gefahr dar. Zitat: "Vereinfacht dargestellt wird in ca. doppelt so vielen Fällen mit einer Schusswaffe, ohne hierbei den Typ zu spezifizieren, gedroht als geschossen. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass in Relation zur Gesamtmenge erfasster Straftaten diejenigen, bei denen eine Schusswaffe involviert war, nur einen Anteil von 0,31% ausmacht. Dies entspricht 19 419 Fällen von insgesamt 6.264 723 Straftaten für das Jahr 2000 (vgl. PKS, 2000). Dieser skizzierte Trend ist von den Fallzahlen her seit Mitte der 90-er Jahre rückläufig.. (…) Unter diesem Gesichtspunkt verschieben sich die bereits genannten 4% Anteil an den Gesamtstraftaten und verlangen einen deutlicheren Blick auf diese Taten, welche in öffentlichen Diskussionen auch diejenigen sind, die eine emotionalisierte Debatte anstoßen." 

Übrigens: Autor
Michael Kuhn hat die natürlichen und unnatürlichen Todesursachen statistisch und stark pointiert in seinem Blog "Guntalk" unter die Lupe genommen - und zwar die Zahlen ausgerechnet aus dem Jahr 2009, als in Winnenden 16 Menschen starben, weil sie Tim K. mit der nicht weggeschlossenen legalen Pistole seines Vaters erschoß.                    UE

4. / 7. November 2011

Bundesrat beschließt Verwaltungsvorschriften

Mehrmals verschoben und neu diskutiert, wurde am 4. November die "Gebrauchsanweisung" für das Waffengesetz vom Bundesrat verabschiedet.

Bundesrat Logo
Unter Tagesordnungspunkt 27 soll heute die "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz" (WaffVwV) in der 889. Sitzung des Bundesrats in Berlin behandelt werden. Nachdem zuletzt der Ausschuss für Frauen und Jugend Bedenken hatte, weil ihm die für Jugendliche geltenden Ausnahmeregelungen von der Alterserfordernis zu weit gingen, konnte man sich aber nicht auf ein Mindestalter für das Schießen von Kindern einigen - der entsprechende Absatz wird daher komplett gestrichen. Als Ergebnis könnten die Bundesländer künftig aber unterschiedliche Regelungen anwenden. Um diesen Flickenteppich zu verhindern, stellt das Land NRW daher den Antrag, man möge beschließen: "...Daher fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, eine bundeseinheitliche Mindestaltersgrenze für den Umgang mit Waffen in Abstimmung mit den Ländern festzulegen." 

Bleibt zu hoffen, dass dies dann möglichst rasch geschieht - die Ausnahmeregelungen vom Mindestalter 12 Jahre unter bestimmten Voraussetzungen sind vor allem für den Leistungssport wichtig, und bislang waren die Ansichten von Bundesregierung und Innenministerium (im Vergleich zu manchen Länderregierungen) erfreulich sachlich und realitätsnah, was Restriktionen durch das Waffenrecht betraf.

Praktischer war da schon der Änderungsantrag des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz *): Um Doppelkontrollen der Aufbewahrung und doppelte Gebühren bei Jagdscheininhabern zu vermeiden, habe die Zuverlässigkeitsüberprüfung "grundsätzlich durch die Jagdbehörde im Rahmen der Erteilung des Jagdscheins zu erfolgen. Die Jagdbehörde hat die Zuverlässigkeit zu überprüfen, wenn der zu erteilende Jagdschein in seiner Laufzeit die 3-Jahres-Frist seit der letzten Überprüfung der Zuverlässigkeit überschreitet."          

Sollte die VwV tatsächlich heute den Bundesrat passieren, wäre das das Ende eines immerhin achtjährigen Vakuums - seit der ersten Waffengesetzverschärfung 2003 warten Behörden wie Waffenbesitzer gleichermaßen auf konkrete bundeseinheitliche Richtlinien für die Handhabung, was in dieser Zeit höchst individuellen Länder- und oft auch Gemeinde-Auslegungen Tür und Tor öffnete. UE

UPDATE: *) Der Bundesrat hat die Verwaltungsvorschriften verabschiedet, allerdings ohne den Änderungsantrag des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz. Außerdem wurden die Bereiche Jagd und Fischerei in die Ausnahmen für das Tragen von Einhand-Gebrauchsmessern aufgenommen.
27. Oktober 2011

Spitzenschützen sind jetzt Diplomtrainer

Die Nationalteam-Schützen Waldemar Schanz, Ralf Schumann und Karsten Bindrich (v.l.) erhielten im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung an der Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ihre Urkunden als Diplom-Trainer.

Diplomtrainer
(DSB-Foto)
Beate Dreilich (Foto links), Koordinatorin und Studienbetreuerin seitens des Deutschen Schützenbundes, gratulierte den drei frischgebackenen Trainern auf höchster Lizenzstufe als eine der Ersten —  immerhin standen alle drei noch während der Prüfungsphase als Wettkämpfer auf internationalen Schießständen. Ralf Schumann konnte sogar einen Quotenplatz mit der Schnellfeuerpistole für London 2012 erringen. Die VISIER-Redaktion schließt sich den Glückwünschen an.         DSB/UE

Zur vollständigen Meldung auf der DSB-Website
17. Oktober 2011

Für Walther-Fans und solche, die es werden wollen

Am 19. November 2011 findet der schon traditionelle Walther P99 Cup statt - und das bereits zum diesmal Glück bringenden 13. mal. Neu ist, dass er ab jetzt "Walther P99 / PPQ Cup" heißt.

Wie in den vergangenen Jahren wird der Cup wieder auf dem herrlichen Magnum Schießstand von Gerd Schiefke in Düsseldorf durchgeführt:
MAGNUM
Düsseldorfer Schiess-Sport-Zentrum
Altenbergstrasse 99a
40235 Düsseldorf

Organisator der Veranstaltung ist wie gewohnt Harald Gräff zusammen mit dem Walther IPSC Team. Insgesamt werden auf drei Ständen drei verschiedene Übungen geschossen und jede wird einzeln gewertet. Auf Stand 1 wird der Walther P99/PPQ Cup mit einer 50 Schuss-Übung auf eine Video-Animation stattfinden. Auf Stand 2 gibt es eine Mehrdistanz-Übung aus KK-Selbstladebüchse und KK-Pistole – etwas für Spezialisten, die mit Kurz- und Langwaffen umgehen können. Auf Stand 3 gibt es einen Überraschungswettkampf. Den Teilnehmern stehen auf dem Stand 4 verschiedene Kurzwaffen von der Firma Walther zur Verfügung, die dort auch getestet werden können. Unterstützt wird der Walther P99/PPQ Cup durch Geco Kurzwaffenmunition und RWS Kleinkalibermunition, die exklusiv beim Cup zur Verfügung gestellt wird. Viele Preise warten auf die Teilnehmer und am Schluss werden unter allen Teilnehmern eine Walther P 99 im Kaliber 9x19 und eine Colt 1911 Gold Cup im Kaliber .22 l.r. verlost.                Walther/UE

Infos und Anmeldung unter www.ascev.de
Ansprechpartner: Harald Gräff — Mail: harald.graeff@ascev.de
VISIER-Special 62 "Schiessen mit Flinten", ab 21. Oktober im Handel

Das neue VISIER-Special 62: "Schießen mit Flinten"

knüpft inhaltlich an das bereits vor mehr als einem Jahrzehnt erschienene und lange vergriffene Special Nr. 16 “Flinten” an. Während sich das alte Heft den technischen Details der glattläufigen Gewehre widmete, stößt das neue VISIER-Special Nr. 62 in eher sportliche Dimensionen vor, verzichtet dabei aber nicht auf die Erklärung wichtiger Fachbegriffe. Es zeichnet historische Entwicklungslinien beliebter Disziplinen nach und stellt zweckmäßig — nach Verbänden geordnet — die hierzulande geschossenen Wettbewerbe vor.

VISIER-Special 62
Flintenschießen ist heute kein Privileg der oberen Zehntausend mehr. Das Special will mit diesem Volkssport vertraut machen und nützliche Tipps geben. Dabei schwingt die Botschaft mit, die Disziplinen selbst einmal auszuprobieren — von den olympischen Disziplinen Trap und Skeet über den Jagdparcours und das Schießen mit Westernflinten bis hin zu den sportlichen Flintendisziplinen bei BDS, BDMP und DSU. Zahlreiche bebilderte, kurze und an die jeweiligen Disziplinen angelehnte Waffenbeschreibungen verschaffen dem Kaufinteressierten einen Überblick über neue wie gängige Flintenmodelle.

Weitere Artikel zu Munition, Schäften, Zubehör sowie ein ausführlicher Anhang mit den Adressen von Herstellern, Anbietern, Verbänden, Schießständen und Flintenschießlehrern runden das Sonderheft schließlich ab.

>>> Zum Inhaltsverzeichnis <<<


Das VISIER-Special Nr. 62 “Schießen mit Flinten” umfasst 116 Farbseiten im Format 21 x 28 Zentimeter und ist ab dem 21. Oktober 2011 im Handel zum Preis von 9,50 Euro erhältlich (und natürlich über den Verlag, dann plus Porto). Am bequemsten geht das über den VISIER-Shop.
22. September 2011

Seltenes Jubiläum: 100 Jahre Franz Bader

Das Hanauer Waffenfachgeschäft feiert heute sein 100-jähriges Bestehen - ein heutzutage nur wenigen Firmen vergönntes Jubiläum.

Franz Bader Hanau
Über die Firmengeschichte erfährt man einiges auf der Homepage des Familienunternehmens.
Gefeiert wird mit vielen Gästen, Vertretern der Stadt Hanau, der IHK, des Hanauer Handels und nicht zuletzt den Kunden in der Filiale BADER OUTDOOR, Am Freiheitsplatz 10 in 63450 Hanau, während das Hauptgeschäft Franz Bader & Söhne in der Salzstrasse 24 liegt. Beide Geschäfte haben auch eigene Internet-Websites, www.bader-hanau.de und www.bader-outdoor.com UE
16. September 2011

Jubiläumsbroschüren im Internet abrufbar

Der Deutsche Schützenbund hat zu den Feierlichkeiten anlässlich seines 150-jährigen Gründungsjubiläums in diesem Jahr verschiedene Broschüren angefertigt

DSB 150 Jahre
... und bei seinen Jubiläumsveranstaltungen in Wiesbaden, Neubrandenburg, Gotha und Köln in gedruckter Form verteilt. Inzwischen stehen diese Broschüren im praktischen PDF-Format auch kostenfrei zum Herunterladen bereit.  DSB/UE
13. September 2011

Ist denn schon wieder Weihnachten?

Was schenkt man einem Mann, der bereits alles hat? Keine Frage: etwas Scharfes. Etwas, das den Jäger- und Sammlerinstinkt in ihm weckt. Messerhersteller Victorinox hat da eine Idee.

Victorinox Damast
(Zum Vergrößern bitte anklicken)
Blitzblank aus der Meisterschmiede des renommierten Schweizer Messerspezialisten in Ibach kommt jetzt eine limited Edition des „Climber“ auf den Markt: Ein Taschenmesser von höchster Ästhetik, Präzision und nahezu unverwüstlich. Seine Klinge aus aufwendig gefertigtem Damaszener Stahl, seit Jahrtausenden berühmt als das Maß aller Schmiedekunst, weist eine sprichwörtlich unverwechselbare Maserung auf: die feinen Linien verlaufen bei jedem Stück anders, gleich einem Fingerabdruck. Für den perfekten Griff sorgt eine Schale aus schwarzem Ebenholz, die selbstverständlich die Insignie bester Schweizer Traditionsarbeit trägt: das Wappen mit Kreuz – hier aus hochglänzend poliertem Eisen und von Hand eingelegt. Wie gut, dass Mann heute kein Offizier der Schweizer Armee mehr sein muss, um in den Besitz eines solchen Kleinods zu kommen. Allein Schnelligkeit hilft: Für Deutschland beträgt die Auflage des „Damascus Limited Edition 2011“ in der Geschenkbox gerade einmal 400 Unikate. Na, dann mal los:  „Damascus limited Edition 2011“ von Victorinox, 160 Euro/194 CHF über www.victorinox.com                      Victorinox/UE
Victorinox Damast
10. September 2011

Christine Wenzel ist die neue Skeet-Weltmeisterin

Christine Wenzel (Ibbenbüren) hat sich im Skeetwettbewerb der Damen bei den Weltmeisterschaften Flinte in Belgrad (Serbien) mit 98 Treffern den Titel gesichert. Im Vorkampf stellte die 30-jährige Westfälin mit 74 Treffern zum dritten Mal nach 2006 und 2008 den Weltrekord ein, ließ im Finale noch einmal 24 Treffer folgen und hatte damit Gold gewonnen.

Silber ging an Ning Wei (China) und Bronze an Kimberly Rhode (USA). Beim Doppeltrap-Wettbewerb der Männer am Samstag hatte ebenfalls ein deutscher Starter Chance auf den Titel. Ein Stechen zwischen Andreas Löw (Weinberg) und Jun Li (China) musste nach jeweils 194 Treffern um Gold und Silber sowie um den einen zu vergebenen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2012 in London entscheiden. 4:3 siegte der Chinese in diesem Shoot-off und gewann den Weltmeistertitel sowie das Olympiaticket. Andreas Löw wurde Vizeweltmeister. Stefan Ommert (Langenlonsheim) belegte mit 142 Treffern den 24. Platz, Waldemar Schanz (Wiesbaden) kam mit 140 getroffenen Scheiben auf den 32. Rang.            DSB/UE

Zu den WM-Meldungen des Deutschen Schützenbundes
19. August 2011

Untersuchung zur Auswirkung des Schießsports auf Jugendliche

Bis Ende 1996 führte der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) ein auf zwei Jahre befristetes Pilotprojekt durch. Dabei wurde zur Nachwuchsgewinnung und -förderung die Möglichkeit eröffnet, auf unbürokratischem Weg Kindern bereits ab dem 8. Lebensjahr eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen und so unter Aufsicht das Schießen mit Luft- und Federdruck- sowie CO²-Waffen zu ermöglichen.

Das Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität München,
deren Abteilung „Problemorientierte Jugendforschung“ sich seit Jahren mit den Entwicklungseinflüssen des Sports und der Vereinszugehörigkeit von Kindern und Jugendlichen insbesondere im Hinblick auf deren Sucht- und Gewaltanfälligkeit befasst,
erforschte die pädagogische Wirkung dieses seinerzeit nicht unumstrittenen Pilotprojekts des BSSB e. V. und erarbeitete das Gutachten „Pädagogische Auswirkungen des Schießsports auf Kinder unter 12 Jahren“, dessen Ergebnisse es Wert sind, nachfolgend näher betrachtet zu werden. Ute Jansen-Rentz hat die Ergebnisse der Studie für das Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. zusammengefasst - hilfreiche Argumente, wenn mal wieder über den angeblichen negativen Einfluss des Schießsports auf Heranwachsende spekuliert wird...                    UE
Zusammenfassung der Studie von Ute Jansen-Rentz

Memorandum von Gregor Wensing (Kuratorium) 
VISIER-Special 61 "Messer 4", ab 22. Juli im Handel

Das neue VISIER-Special ist da: "Messer 4"

Mit einem Sonderheft über Messer fing die Reihe VISIER-Special 1994 an, 60 Hefte später folgt jetzt die vierte Ausgabe über Messer aller Art.

VISIER-Special 61
(Zum Vergrößern bitte anklicken)
... wobei es zwischendurch noch ein weiteres Special über Taschenmesser und je eins über Militärmesser und Bajonette gab. Anlass genug, auch die Zählweise von der römischen III zur arabischen Ziffer 4 zu wechseln. Modern ist auch die Bandbreite der Themen: von Jagd- und Outdoormessern über die gesetzlich in den Fokus gerückten Einhandmesser bis hin zur vielfältigen Gruppe der Tools. Den regionalen Klingen Frankreichs ist ein eigener Beitrag gewidmet, dem klassischen amerikanischen Bowie-Knife ebenso. Hobby-Köche werden (fast) alles über das richtige Kochmesser erfahren, zudem lernen Sie einige der innovativsten Custom-Messermacher aus Europa kennen. Das leider auch für Messer geltende Waffenrecht wird verständlich zusammengefasst, ebenso die wichtigsten Grundbegriffe rund um die Klinge. Das VISIER-Special 61 beginnt mit einer Übersicht der aktuellen Trends, beendet wird es durch den Anhang mit einem umfangreichen Adressenteil samt vieler Internet-Links.

Umfang 116 Seiten, Preis: 9,50 Euro. Das VISIER-Special Nr. 61 “Messer 4” ist ab dem 22. Juli 2011 im Handel oder über den Verlag erhältlich: per Telefon: (02603) 5060-102 oder -104, Fax: -103 oder per E-Mail: vertrieb@vsmedien.de
11. Juli 2011

Das war nix: Bundesrat behandelt VwV erst im Herbst

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat die geplante Verabschiedung der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen.

Danach kann die für die bundeseinheitliche Umsetzung des bereits 2009 verabschiedeten Waffengesetzes so wichtige "Gebrauchsanweisung" frühestens im September 2011 behandelt werden. Ausschlaggebend für die Absetzung von der Tagesordnung waren allerdings nach VISIER-Informationen Bedenken des Bundesrats-Ausschusses "Frauen und Jugend", während der ebenfalls involvierte Innenausschuss des Bundesrats keine Einwände gegen den bereits vom Bundeskabinett und vom Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) abgesegneten Entwurf hatte. Details, welche Fragen der Ausschuss noch hatte, sind nicht bekannt, die Ausschuss-Sitzungen sind vertraulich. Die nächste Sitzung ist für den 7. September angesetzt.           UE
1. Juli 2011

Bundeswehr erprobt Feuerleitgerät von FN

Beim Projekt “Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-2)” führt die Bundeswehr alle weiteren Erprobungen eines Zielgeräts für 40-Millimeter-Grantwerfer nun ausschließlich mit dem Feuerleitgerät FN FCU (Fire Control Unit) durch.

Dies gab der belgische Waffenhersteller FN während einer Pressevorführung auf seinem Schießstand bei Herstal bekannt. Das sehr kompakte FCU kombiniert eine optische Visierung mit einem Laserentfernungsmesser/-rechner. Der Soldat richtet ein Fadenkreuz auf das Ziel aus und löst mittels Schalter die Distanzmessung aus. Der integrierte Rechner leitet den Soldaten mit Pfeilsymbolen in der Optik, bis die Haltemarke optimal auf das zu bekämpfende Objekt ausgerichtet ist. Dadurch sollen Zielfehler des Schützen minimiert und die Erstschuss-Trefferwahrscheinlichkeit auf nahezu 100 % erhöht werden. Zusätzlich kann man die Entfernung um jeweils fünf Meter verkürzen oder verlängern. Die Trefferlage lässt sich so bei Bedarf verschiedenen taktischen Erfordernissen anpassen. Die Einsatzprüfung des neuen Feuerleitgerätes beginnt laut FN jetzt im Juli 2011. Die Projektbetreuung bei der Bundeswehr soll das Bad Oeynhausener Unternehmen Teutodefence Germany übernehmen. Der Hersteller FN will überdies sein Engagement in Deutschland wieder verstärken. Infos: www.fnherstal.com     AW
24. Juni 2011

Jede Ähnlichkeit wäre rein zufällig

Nachdenkliches zum Wochenende: Der Dortmunder Filmemacher J. D. Harris ist in zwei neuen Videoclips dem Phänomen "Hysterie im deutschen Waffenrecht" auf den Grund gegangen.

Sack Reis
Deutsche Hysterie, Teil 1

Deutsche Hysterie, Teil 2

Übrigens: Diese Links kann man ganz einfach an andere User weiterleiten - die müssen doch umgehend über diese Gefahren informiert werden...           UE
20. Juni 2011

Herzlichen Glückwunsch, Franz Wonisch!

Der Senior in der Firmengruppe Umarex/Walther feiert heute
seinen 80. Geburtstag.


Franz Wonisch
Der 1931 in der österreichischen Steyrmark geborene Sohn einer Handwerkerfamilie zog schon früh, nach seiner Lehre als Elektromechaniker, in die Ferne. Genauer, nach Westdeutschland, um beim renommierten Unternehmen ELMED in Essen anzufangen. Schon mit 24 Jahren übernahm er die Leitung seiner Abteilung, drei Jahre später wurde er Mitgesellschafter, und mit 36 Jahren folgte der Schritt in die Selbständigkeit. Die Verbindung zur Waffenbranche kam durch den Schwiegervater Karl Mayer, mit dem er 1970 die Firma Mayer & Wonisch in Neheim-Hüsten (heute Arnsberg) gründete und Mess- und Regeltechnik entwickelte. Mayer wiederum war über Mayer & Riem seit 1952 Hersteller der Perfecta-Schreckschusspistolen (Walter Riem wiederum hatte 1937, damals noch als Mitarbeiter der Firma Carl Walther in Zella-Mehlis, die Perfecta erfunden — so schließt sich heute der Kreis zu Umarex und Walther). Nach der Waffengesetz-Verschärfung 1972 sah Wonisch gemeinsam mit Wulf-Heinz Pflaumer darin die Chance für ein gänzlich neues Unternehmen. Als Gesellschafter gründeten sie Umarex (eine Zusammensetzung aus den Namen Ussfeller, Mayer und Reck — aber das ist eine andere Geschichte...) und produzierten fortan originalgetreue Schreckschusskopien berühmter Kurzwaffen. Durch geschickte Lizenzverträge wurde Umarex binnen weniger Jahre zum weltgrößten Produzenten von Gas- und Schreckschusswaffen. Auf dieser Grundlage wurde schließlich 1994 das in finanzielle Schwierigkeiten geratene Ulmer Unternehmen Carl Walther übernommen, 2006 folgte die ehemals Schweizer Firma Hämmerli. Stets war Wonisch als technischer Vordenker der Motor für Neu- und Weiterentwicklungen. Im inzwischen zur PW Group (für Pflaumer/Wonisch) umgestalteten Konsortium hat sich Franz Wonisch heute aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen - so ganz aber wiederum auch nicht: Zum heutigen runden Geburtstag hat er aufs Umarex-Firmengelände zu einem Sommerfest eingeladen, viele Branchenangehörige werden gratulieren kommen. Auch die VISIER-Redaktion und der Verlag VS Medien gratulieren herzlich!                       UE
31. Mai 2011

Verwaltungsvorschriften werden am 8. Juli im Bundesrat behandelt (Datum korrigiert!)

Nachdem die Bundesregierung die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) am 24. Mai verabschiedet hat, wurde sie an den nun zuständigen Bundesrat weitergeleitet.

Dort sollen sie, wie Hans-Herbert Keusgen vom Forum Waffenrecht heute mitteilte, am 8. Juli erstmals behandelt werden - es ist davon auszugehen, dass sie zunächst an die zuständigen Ausschüsse weitergeleitet werden. Federführend ist hier der Innenausschuss des Bundesrats. Keusgen dazu: "Es liegt in der Natur der Dinge, dass wir nicht mit allen Formulierungen der Verwaltungsvorschrift hundertprozentig einverstanden waren. Trotzdem haben wir uns im Vorstand des FWR einstimmig dafür entschieden, ihr in der jetzigen Fassung zuzustimmen und auf weitere Einsprüche zu verzichten."  Das FWR befürchtete, dass die VwV sonst nicht mehr vor den Parlamentsferien hätten verabschiedet werden können - tatsächlich aber bestand sonst die Gefahr, dass das Projekt zunächst liegenbliebe und eventuell in dieser Legislaturperiode gar nicht mehr "angefasst" werden würde. Dass aber die Lage nach der nächsten Wahl angesichts der Landtagswahlergebnisse in Baden-Württemberg oder Bremen für Legalwaffen-Besitzer nicht aussichtsreicher würde, ist nachvollziehbar. So liegen erstmals seit den Änderungen des Waffengesetzes von 2002, 2003, 2008 und 2009 wieder für alle Bundesländer einheitliche Vorschriften vor, wie die Behörden in waffenrechtlichen Einzelfällen agieren sollen.

VISIER hat die wichtigsten Kritikpunkte an der Verwaltungsvorschrift in der aktuellen Juni-Ausgabe veröffentlicht.  (und, sorry, heute das Datum Juni auf Juli korrigiert...)      UE

Der dem Bundesrat vorliegende Entwurf (Bundesratsdrucksache 331/11)
28. Februar 2011

Nachdenkenswertes über das deutsche Waffenrecht

Die Berliner Waffenfachhändlerin Katja Triebel hat in einer neunseitigen Ausarbeitung die Gründe gegenübergestellt, warum jemand für oder gegen Waffen eingestellt ist.

Katja Triebel geht in ihrem Essay "Waffenrecht in der demokratischen Bundesrepublik Deutschland" auch auf die oft zitierte "Waffenlobby" und deren Gegner ein. In der momentanen Diskussion nicht unwichtig: die Fussnoten sind perfekt wissenschaftlich angelegt (als Links zu den entsprechenden Quellen)...

Der Text im PDF-Format ist äußerst lesenswert und auch zum Weiterleiten geeignet — hier zum direkten Herunterladen.                           UE
18. Februar 2011

Shot Show-Video als Appetithappen

Ein paar visuelle Eindrücke von der größten
Waffen-Fachausstellung der Welt
(18. - 21.1. in Las Vegas).


Videoplayer
Den Messereport zur SHOT SHOW 2011 finden Sie in der März-Ausgabe von VISIER, die ab heute im Handel ist. Ein italienisches Kamerateam hat parallel dazu ein paar Impressionen aus Las Vegas im Video eingefangen und uns zur Verfügung gestellt (daher auch ohne deutschen Kommentar):

VISIER Shot-Show-Video (29 Mb, flv-Format)

VISIER Shot-Show-Video Kurzfassung (12 Mb, flv-Format)



4. Februar 2011

Rechtsstreit mit Armatix beendet

Vor dem Landgericht Hamburg wurde jetzt ein Schlussstrich unter das Verfahren zwischen VISIER/VS Medien GmbH und der Firma Armatix gezogen.

VISIER 3/2009
VISIER 3/2009
Hier die gemeinsame Stellungnahme beider Unternehmen:

Im VISIER-Heft 3/2009 stand unter der Überschrift “Beim ersten Versuch” ein Testbericht über ein Waffensicherungssystem der Firma Armatix GmbH aus München. Daran entzündete sich auf Betreiben von Armatix gegen die VS Medien GmbH, also den Verlag von VISIER, ein Rechtsstreit. Am 2. November 2010 hob das Landgericht Hamburg die einstweilige Verfügung vom 9. März 2009 auf und wies den auf ihren Erlass gerichteten Verfügungsantrag der Firma Armatix zurück. Die Kosten dieses Verfahrens muss gemäß dem Urteil Armatix allein tragen. Mit der einstweiligen Verfügung war es dem Verlag und den beiden beteiligten Redakteuren vorübergehend verboten gewesen, das im Beitrag “Beim ersten Versuch” behandelte und dazu im Bild vorgestellte Waffensperrelement als “Trustlock” des Münchner Unternehmens zu bezeichnen. Armatix hat sich daraufhin mit VS Medien und den beiden Redakteuren gütlich geeinigt.    UE/VSM
28. Januar / war 14. Januar 2011

"Schützenhilfe" von VISIER jetzt zum Herunterladen

Den umfassenden Artikel mit Argumenten für Diskussionen mit Waffengegnern gibt's jetzt zum Verteilen. Bitte im Vereinsheim aufhängen, an weitere Interessenten mailen und auswendig lernen...

Zahlreiche VISIER-Leser haben in der Redaktion angefragt, ob es den Waffenrechts-Beitrag aus der Dezember-Ausgabe nicht zum Herunterladen gibt. Hier ist er nun, im PDF-Format und zum Weiter-Verteilen (solange die Hinweise auf VISIER erhalten bleiben).

HINWEIS: In der zunächst veröffentlichten Datei vom 14. Januar fehlte die Seite 70 - das wurde nun korrigiert. Bitte also nur diese Datei verwenden!

"Schützen-Hilfe" aus VISIER 12/2010 (korrigierte Fassung inkl. Seite 70)
ab 22. Dezember im Handel

VISIER-Special 59 "Schießen mit Großkaliber-Gewehren"

Zum Start in die neue Saison gibt’s im VISIER-Special Nr. 59 einen Überblick über die besten Einzellader und Repetiergewehre. Die Bandbreite reicht vom klassischen Feuerstutzen bis zum Long-Range-Boliden.

VISIER-Special 59
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Die Qual der Wahl steht jedem bevor, der sich ein neues Präzisionsgewehr zulegen möchte. Innerhalb eines Jahrzehnts stieg die Zahl der Anbieter in Deutschland drastisch an, und dank Internet ist auch der Import von Gewehren, Zielfernrohren und Tuningteilen aus anderen Anbieterländern nur noch eine Frage des Geldbeutels. Gleichzeitig haben die Sportschützenverbände neue Disziplinen eingeführt, und der Experimentierfreude bei der Wahl des “idealen” Kalibers für 100, 300 oder gar 1000 Meter sind kaum Grenzen gesetzt. Das VISIER-Special Nr. 59, das am 22. Dezember erscheint, soll als Wegweiser dienen: Sowohl für die Auswahl eines im Wortsinn preiswerten Gewehrs wie auch zur Beurteilung, welche der oft als exotisch betrachteten neuen Kaliber wie 6 XC, .30 BR oder 6,5 x 47 für welchen Einsatzzweck geeignet sind. Von den in Süddeutschland beliebten Feuerstutzen über die Wettkampfmodelle mit Diopter und Ringkorn führt die Reise zu den Zielfernrohrbüchsen für Einsteiger, zur Mittelklasse bis 4000 Euro und zu den exklusiven Einzelstücken darüber. Übersichten zur Munition, zu ZFs, Spektiven und Montagen oder zur Ausrüstung von der Schießjacke bis zur Ballistik-Software ergänzen den Inhalt, zu dem auch die wichtigsten Schießregeln und die Adressen der Anbieter gehören.      UE

>> zum Inhaltsverzeichnis <<

Umfang 116 Seiten, Preis: 9,50 Euro. Das VISIER-Special Nr. 59 “Schießen mit Großkaliber-Gewehren” ist ab dem 22. Dezember 2010 im Handel oder über den Verlag erhältlich: per Telefon (02603) 5060-102 oder 104, Fax: -103 oder per E-Mail: vertrieb@vsmedien.de
26. November 2010

Die teuerste Luftpistole der Welt

Mit einem Rekordergebnis und dem über 20fachen Schätzwert wechselte James Bonds Luftpistole aus "Liebesgrüße aus Moskau" den Besitzer.

007-Bild
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Die berühmte Walther-Luftpistole LP 53, die das Kinoplakat des zweiten James Bond-Films zierte, sollte damals natürlich eine futuristische "scharfe" Pistole mit Ähnlichkeit zur Luger 08 darstellen - Kenner freuten sich indes seit über 40 Jahren über diesen meist nur ihnen aufgefallenen Gag. Nun wurde die LP 53, mit 15000 bis 20000 britischen Pfund als geschätztem möglichen Erlös beim Auktionshaus Christie's in London versteigert — den Zuschlag bekam ein anonymer Bieter für die sagenhafte Summe von 277.250 Pfund, umgerechnet 327.710 Euro. Das komplette Outfit von Darth Vader aus "Krieg der Sterne" hingegen, mit 160.000 Pfund Mindestgebot angesetzt, brachte jedoch nicht einmal dieses Gebot und blieb unversteigert.     UE 
In eigener Sache

VISIER vs. Armatix: Erstes Urteil

Einstweilige Verfügung aufgehoben

Im VISIER-Heft 3/09 stand unter der Überschrift “Beim ersten Versuch” ein Testbericht über ein Waffensicherungssystem der Firma Armatix GmbH aus München. Daran entzündete sich auf Betreiben von Armatix gegen die VS Medien GmbH, also den Verlag von VISIER, ein Rechtsstreit. Am 2. November 2010 fällte das Landgericht Hamburg ein erstes Urteil: Darin hob das LG Hamburg die einstweilige Verfügung vom 9. März 2009 auf und wies den auf ihren Erlass gerichteten Verfügungsantrag der Firma Armatix zurück. Die Kosten dieses Verfahrens muss gemäß dem Urteil Armatix allein tragen.

Mit der einstweiligen Verfügung war es dem Verlag und den beiden beteiligten Redakteuren vorübergehend verboten gewesen, das im Beitrag “Beim ersten Versuch” behandelte und dazu im Bild vorgestellte Waffensperrelement als “Trustlock” des Münchner Unternehmens zu bezeichnen. Offen ist derzeit, ob Armatix gegen das Urteil Berufung einlegen wird. Jedenfalls setzt sich der zugrunde liegende Streit aktuell in einem anderen Verfahren fort: Im sogenannten Hauptsacheverfahren wird ein Urteil noch folgen.    
VS Medien GmbH
4. November 2010

Herbstzeit, Kinozeit: Der neue Trailer für Western-Fans

Der Dortmunder Filmregisseur Dirk Rades hat einen bemerkenswert guten Videoclip erstellt.

Szene

Finstere Gesellen, die an einem fast erloschenen Lagerfeuer vorbeischleichen. Leises metallisches Klirren von Sporen und von Revolvern, die im Holster baumeln. Erschrockene Gesichter der unbeteiligten Bürger drumherum - das gibt was, da wird's gleich fürchterlich knallen, das kennt man ja alles...

Oder auch nicht. Lassen Sie sich überraschen...                      UE
Link zum Youtube-Video
26. Oktober 2010

Oberland Arms gibt Prozente - für Pro-Legal-Beitritt

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme wollen Matthias Hainich und Frank Satzinger, die Chefs des Huglfinger Waffenhandels Oberland Arms, für den legalen Waffenbesitz werben.

Jeder Kunde, der einen ausgefüllten Mitgliedsantrag (Neumitgliedschaft) für pro-legal, die Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.,l mit seiner Bestellung bei Oberland Arms zuschickt, bekommt auf diese Bestellung 5% Rabatt auf alle Artikel - und das kann, je nach dem gewählten Produkt, eine ganz beachtliche Ersparnis sein. Weitere Infos: www.oberlandarms.com und www.pro-legal.de              UE
16. September 2010

Jede Woche ein neues Sonderangebot bei Walther

Im 4. Quartal 2010 bietet der Ulmer Sportwaffenhersteller WALTHER über seine Internetseite jede Woche ein neues, interessantes Angebot für Sportschützen.

Target-Shop
Den Anfang macht in der KW 40 (Anfang Oktober) eine Walther-Sportpistole mit 50 % Preisnachlass!! Das Angebot wechselt jeweils am Montag und kann direkt im Internet als Bestellanfrage an einen der Walther Target Shop Händler übermittelt werden.     Nähere Informationen bei Carl Walther GmbH, Postfach 2740, 59717 Arnsberg, Tel.: 02932/638-100, Fax: 02932/638-149, Email: sales@carl-walther.de oder unter www.carl-walther.de  Die Auslieferung erfolgt über den Walther Target Shop Fachhandel.  
3. September 2010

Unglaublich: 13 Jahre geklagt für Waffenschein

Nicht nur die obersten deutschen Gerichte kritisieren die Rechtsprechung und heben Gesetze wieder auf. Nun fordert der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg eine grundlegende Reform, was die Verfahrensdauer angeht - und das rasch, binnen Jahresfrist.

Wie SPIEGEL-Online gestern meldete, haben die sieben Strassburger Richter in einem ersten sogenannten Piloturteil gegen Deutschland einstimmig entschieden, dass Deutschland dem Kläger im vorliegenden Fall 10.000 Euro Entschädigung bezahlen und darüber hinaus gesetzlich etwas gegen lahme Richter tun muss - und zwar dringend. "Unverzüglich" müsse ein "wirksamer Rechtsbehelf gegen überlange Verfahrensdauern" eingeführt werden, spätestens "innerhalb eines Jahres nach Rechtskraft" des aktuellen Urteils.

Allein bezogen auf das Jahr 2009 wurde von den Straßburger Richtern die "überlange Verfahrensdauer" von 13 deutschen Zivilprozessen bemängelt. 55 weitere, ähnlich gelagerte Verfahren gegen Deutschland seien zudem in Straßburg anhängig. So klagte der Inhaber eines Personenschutz-Unternehmens in Sachsen-Anhalt seit 1993 um seinen Waffenschein - letztlich vergeblich. Doch nicht der Ausgang des Verfahrens erzürnte die Straßburger Richter, sondern dass über die Sache nicht, wie es die Europäische Menschenrechtskonvention vorsieht, "innerhalb angemessener Frist" verhandelt und entschieden wurde.

Deutschlands Gesetzes-Mühlen mahlen langsam - es sei denn, jemand von außen beschleunigt das mal. Wer weiß, vielleicht kann der eine oder andere Richter oder Staatsanwalt demnächst das Sportabzeichen ablegen...             UE
21./22. August 2010

VISIER-Steuertipp Nr. 6: Es ist noch lange nicht vorbei

Auch wenn Stuttgarts Stadtoberen momentan mit den Protesten gegen das Bahnhofs-Milliardengrab Stuttgart21 alle Hände voll zu tun haben und Urlaubszeit ist: Die Pläne für eine Besteuerung der geschätzt 29.000 Waffen in der Schwabenmetropole haben sie nicht aufgegeben.

Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) mußte zwar zwischendurch einen wahrscheinlich lukrativen Nebenposten im Beirat des Milliardenprojekts Stuttgart21 aufgeben, dennoch verschickt er in Sachen Waffensteuer unverdrossen seine bisherige Auffassung an anfragende Bürger (PDF-Dokument des Musterbriefs). Man habe in der Presse die kompletten Argumente für die Besteuerung nicht gedruckt, um auf einer Extraseite nicht mehr als das zu wiederholen, was auch schon in den Tages- und Fachzeitungen stand: 100 Euro pro Waffe, juristische Personen (Vereine) und berufliche Waffenbenutzer seien ausgenommen, natürlich auch diejenigen, die ihre legal erworbenen und bezahlten (!) Waffen bis zum Jahresende abgeben - natürlich ohne einen Werteausgleich, so würde sich die Geldmaschine ja nicht rechnen. Im September soll die Verwaltung detaillierte Pläne für die Durchführung vorlegen, man wolle auch mit den betroffenen Verbänden reden (die allerdings nach Kenntnis der VISIER-Redaktion bisher nichts davon bemerkt haben).

Andere Städte wie in Mannheim oder Freiburg, aber nicht nur in Baden-Württemberg, halten sich zunächst einmal nach dem Gegengutachten der Verbände rund um das Forum Waffenrecht zurück, lassen es prüfen und versuchen verzweifelt, doch noch eine Lücke in der dortigen Argumentation, eine Waffenbesteuerung sei unzulässig und rechtswidrig, zu finden. Kein Grund also, nicht weiter als Besitzer legaler Waffen aktiv zu werden:

VISIER-Steuertipp Nr. 6


Wie schreibe ich was, wie trete ich dem Politiker gegenüber auf? Hier gilt vor allem eine Regel: Höflich, aber bestimmt. Sich also selber fragen, wie man auf so ein Schreiben/eine Frage reagieren würde. Texte von jemandem gegenlesen lassen. Dann: Nicht zu "Rundumschlägen" ausholen. Längst nicht jeder Politiker auf Bund-, Landes- oder Regionalebene befürwortet dieses Steuer-Vorhaben - wenn man diese Personen nun hart angeht, ist niemandem gedient. Immer daran denken: Die Bürgermeister, Gemeindekämmerer oder Bauhofsleiter der ländlichen Gemeinden und der Kleinstädte haben in der Regel ihr Ohr viel näher an den Bedürfnissen ihrer Bürger, weil der Kontakt viel enger ist. Und sie leben zumeist ja auch ein ähnliches Leben, mit all den Vergnügungen, die das Leben auf dem Land bietet, sei es Angeln, sei es Reitsport, Jagen oder eben Sportschießen. Auch viele dieser Lokalpolitiker (das zeigen die VISIER-Gespräche) wissen zum Teil noch gar nicht, was man sich da in der großen Stadt am Neckar ausgesponnen hat: Informieren. Und immer sachlich bleiben und argumentieren, nicht polemisieren. Völlig tabu, weil absolut kontraproduktiv: Beleidigungen oder gar Drohungen.

Nutzen Sie die Musterbriefvorlagen (im PDF-Format oder als WORD-Dokument, um es abwandeln zu können), die Sie nach Gutdünken verwenden oder auch so abschicken können:

Muster-Protestschreiben als PDF-Dokument

Muster-Protestschreiben als WORD-Dokument




zu VISIER 8/2010

Ladedaten-Nachschub in .38 Special

Der Oldie-Test im August befasste sich mit der S & W-Pistole M 52, einer der ersten Großkaliber-Sportpistolen.

VISIER-Tester Hartmut Mrosek hatte es besonders gut gemeint und zahlreiche selbstlaborierte Patronensorten getestet - zu viele für den begrenzten Platz im Heft. Hier geht's zu weiteren Ladedaten, wie immer natürlich "ohne Gew(e)ähr und auf eigenes Risiko, jeder Wiederlader ist für seine Munition selbst verantwortlich".

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