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11. Mai 2012

VISIER gibt's demnächst mittwochs ...

Näher dran am tatsächlichen Monat: die Juni-Ausgabe erscheint u.a. wegen des Feiertags (Christi Himmelfahrt) erst am Freitag, den 25. Mai.

Viele Stammleser haben über die Jahre erfahren müssen, dass Zeitschriften zumindest auf dem Titel ihrer Zeit weit voraus sind. So erscheinen etwa Juni-Ausgaben bereits in den ersten Mai-Tagen, was auch am Kiosk für Verwirrungen sorgt: „Habe ich dieses Heft schon oder ist nur das Cover ähnlich?“

VISIER erschien seit der ersten Ausgabe 10/1987 bisher am vorletzten Freitag jedes Monats. Im Zuge der Installation des neuen Redaktionssystems, was bei den letzten Heften leider mehrfach zu Verzögerungen der Auslieferung an die Abonnenten führte, haben wir gemeinsam mit unserem Vertrieb die nächsten Erstverkaufstage angepasst:

Künftig erscheint VISIER am jeweils letzten Mittwoch des Monats,
bei Feiertagen am vorletzten Mittwoch.


Wir sind damit jetzt „näher dran“ am eigentlichen, auf dem Cover auch genannten Monat, auch wenn wir die Verschiebung jetzt einmal in einem Ausgabezyklus ausgleichen müssen:
Die Juni-Ausgabe erscheint am Freitag, den 25. Mai (statt wie zunächst angekündigt am 18.5.). Die dann nächste VISIER-Ausgabe, Juli 2012, wird ab Mittwoch, den 27. Juni an den Kiosken ausliegen (das konkrete Datum der nächsten Ausgabe steht auch über der Vorschau auf der letzten redaktionellen Seite im Heft).

Die Abonnenten werden ihre Hefte durch die Umstellung und dadurch geänderte Versanddaten auch wieder pünktlicher als in den vergangenen drei Monaten erhalten – versprochen!
Ulrich Eichstädt und Matthias Recktenwald
Chefredaktion
8. Mai 2012

Hausmesse bei Transarms in Worms

Am 18. und 19. Mai veranstaltet Transarms seine bereits 17. Hausmesse.

"Im Winkel 6 in 67547 Worms" - das muss das Navi wissen. Dort gibt es dann Sportwaffen wie etwa das Izmash Dragunov/Tigr – original zu Sonderpreisen. Hinzu kommt eine große Auswahl an WK II-Waffen wie Mauser-Gewehren oder Mosin-Nagant-Scharfschützengewehren und  Sammler-Kurzwaffen wie etwa P 08, P 38, oder C 96. Daneben bietet Transarms Deko-Waffen verschiedener Hersteller zu Messepreisen und noch rund 100 weitere Kurzwaffenmodelle an.  Parkplätze sind vorhanden. Infos: www.transarms.de     VS
4. Mai 2012

Bei RWS mitspielen und gewinnen

Was ist Ihre bevorzugte Munition? Das fragt Munitionshersteller RUAG Ammotec (Marken RWS und Rottweil) in seinem Frühjahrs-Gewinnspiel.

RWS-Frühjahrsgewinnspiel
(zum QR-Code für Smartphones bitte klicken)
Die Aufgabe lautet: "Sagen Sie uns Ihre Meinung und gewinnen Sie mit RWS/Rottweil Ihren persönlichen Munitions-Gutschein."
 
Direkter Link zum Gewinnspiel.

Unter allen Teilnehmern werden folgende Preise verlost:
  • 1. Preis:  Gutschein: Ihre Wunsch-Munition im Wert von 300.- €
  • 2. bis 5. Preis:  Gutschein: Ihre Wunsch-Munition im Wert von je 100.- €
  • 6. bis 10. Preis: Gutschein: Ihre Wunsch-Munition im Wert von je 50.- €
  • 11. bis 20. Preis: Je ein RWS Cap mit gesticktem Logo in Signal Orange
Teilnahmeberechtigt sind alle, die über eine entsprechende Erwerbsberechtigung für Munition verfügen (Nachweis ist dann im Gewinnfall zu erbringen). Die Auslosung erfolgt unter allen Teilnehmern. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 22. Juni 2012. Den Gutschein können Sie bei Ihrem RWS-Händler einlösen. Den nächstgelegenen Händler finden Sie auf der RWS-Website unter Händlersuche.                                       RUAG/UE
24. April 2012

"Weil wir verantwortungsvoll Sport treiben" - Eine Erwiderung

Den Auftakt bildet ein die Faktenlage verzerrender Zeitungsartikel von Roman Grafe in der FAZ am Morgen, als Finale am Abend dann eine ARD-Reportage mit dem Titel "Waffen sind mein Leben". Ist das eine treffende Beschreibung des Schießsports und des Schützenwesens in Deutschland? "Nein", sagt Jürgen Kohlheim, Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes, in seiner Erwiderung.

Falsche Behauptungen werden nicht automatisch dadurch richtig, indem man sie nur oft genug wiederholt - und sei es aus Anlass des Jahrestages eines fürchterlichen Verbrechens (Erfurter Amoklauf 2002), auf Kosten dessen Opfer sich wahrlich niemand profilieren sollte.

Denn eines steht auch fest: Das derzeit geltende Waffenrecht wurde 2003 novelliert, wobei nach dem Amoklauf von Erfurt der vom Bundestag bereits beschlossene Gesetzentwurf noch einmal verschärft wurde. Neben dem nötigen Alter, der Eignung und Zuverlässigkeit sowie dem regelmäßigen sportlichen Schießen in einem Verein müssen Sportschützinnen und Sportschützen auch strenge Aufbewahrungsvorschriften erfüllen. Und selbst dann bleiben sie weiter unter staatlicher Aufsicht. Beschämend simpel, ja gerade grotesk muten da Grafes Sätze an wie der von den "Spaßschützen", die "ungebremst weiterschießen" würden.

Den kompletten Beitrag des Juristen Jürgen Kohlheim finden Sie
auf der Website des Deutschen Schützenbundes.

Zur ARD-Aufzeichnung der Sendung "Waffen sind mein Leben"
(war gestern abend ab 22:45 Uhr in der ARD zu sehen)



ab 20. April im Handel

VISIER-Special 64 "Tipps & Tricks der besten Gewehrschützen"

Kennen Sie den schon? Kommt einer zum Field Target
und weiß nicht, wie das geht..


VISIER-Special 64
(Zum Vergrößern bitte anklicken)
Kein Problem - zumindest nicht mit dem neuen VISIER-Special 64 unter dem Arm. Es ersetzt sicher keinen Schießkurs oder gar eine regelmäßige Betreuung durch einen Trainer. Aber auf den 116 Seiten dieses Sonderhefts finden Sie jede Menge Infos zu Gewehr-Disziplinen, die spannend, anspruchsvoll und abwechslungsreich sind, die man aber leider (noch) nicht in jedem Verein kennt.

Mehr...
Die RF-Idee

VISIER-Tipp: Schön, schlau und schützend

Trio
(Zum Vergrößern Bild anklicken). Von links: Geldbörse mit Münzenfach, Passhülle und Visitenkarten-Etui (auch für Bank-/EC-Card usw.), alle aus (oder mit)  geflochtenem Edelstahlgewebe.
Schon einen neuen Personalausweis beantragt? Ein aktueller Reisepass oder eine schmucke EC-Karte in Sicht? Dann kennen Sie vielleicht die darin integrierten RFID-Chips schon, die Informationen speichern und, bei der neuen EC-Card, auch virtuelles Geld. Diese Chips können mit entsprechender Computer-Ausrüstung durch bloßes Auflegen auf ein Lesegerät, aber auch auf Distanz ausgelesen werden. Das ist sinnvoll, wenn demnächst Lebensmittel im Supermarkt RFID-Preisschilder tragen, Sie mit dem vollen Einkaufswagen an die Kasse kommen und diese sofort den zu zahlenden Gesamtbetrag anzeigt. Böse Buben allerdings, davor warnen Computer-Fachleute schon lange, können die Daten aber ebenfalls mitlesen (mehr dazu bei WIKI). RFID steht für „radio-frequency identification“, die ersten Geräte wurden bereits im II. Weltkrieg zur Freund-/Feind-Kennung von Flugzeugen eingesetzt. Wer also verhindern will, dass Unbefugte Daten aus Ausweisen, Krankenkassen-Karten oder der neuen EC-Card abzapfen (für Abbuchungen bis 20 Euro geht das hier ohne PIN und Unterschrift!), der muss vorsorgen. VISIER hat nun eine ebenso elegante wie effektive Methode entdeckt. Der New Yorker Designer Stewart/Stand hat eine Kollektion von Ausweis- und Kreditkarten-Hüllen sowie Geldbörsen entworfen, deren Außenhaut aus – man staune – feinst verwobenen Edelstahlfäden besteht. So fein, dass sich eine weiche, fast samtartige Oberfläche ergibt, die dazu in verschiedenen Prägungen erhältlich ist, dazu in Kombination mit feinem Leder, aber auch poppig gefärbtem Nylongewebe. Der Clou: die Schicht aus dem zu 85 Prozent recycelten Stahl bildet einen „Faraday’schen Käfig“, der keine RFID-Anpeilungen zulässt. Der Test in der Redaktion an einem von jedermann zu kaufenden Lesegerät belegte: Aufgeschlagen und damit mit Zustimmung des Besitzers, erfasst das Lesegerät alle Daten – etwa am Pass-Schalter des Flughafens. Zugeklappt bricht die Verbindung sofort ab. Nicht zuletzt: Wer Waffen aus Stainless Steel mag oder auch gebürstetes Aluminium bei Designstücken, der dürfte in der Kollektion von Stewart/Stand sicher etwas Schickes finden. Denn die hervorragend (in Italien) gefertigten Stücke sind nicht teuer (49 bis 79 Euro) und pflegeleicht trotz oder wegen der bald auftretenden Patina. VISIER-Leser erhalten einige ausgewählte Stücke zu Einführungs-Sonderpreisen im VS-Medien-SHOP     UE
20. März 2012

Bremer Senat kippt geplante Waffensteuer

Bremen. Die Waffensteuer ist gescheitert, schreibt der "WESER-KURIER online". Der Senat habe am Dienstag einen entsprechenden Bericht verabschiedet und an die Bürgerschaft weitergeleitet. Stattdessen will die Stadt künftig Gebühren von 120 bis 150 Euro je Kontrolle erheben.

Der Senat hat am Dienstag einen zweiseitigen Bericht verabschiedet und an die Bürgerschaft weitergeleitet. Darin wird begründet, warum das Kabinett eine Steuer auf Schusswaffen für nicht praktikabel hält: Wahrscheinlich würden Aufwand und fiskalischer Nutzen demnach in keinem günstigen Verhältnis stehen.

mehr dazu beim WESER-Kurier

Ob der Bremer Senat die im gleichen Antrag der SPD erhobenen Forderungen zur Waffenrechtsverschärfung an den Bundesrat weiterverfolgt, war dem Bericht zunächst nicht zu entnehmen.   UE
8. März 2012

RWS mit neuer Website im Internet

Pünktlich zur IWA präsentiert Munitionshersteller RUAG Ammotec aus Fürth einen komplett überarbeiteten Internetauftritt für die Marken RWS und ROTTWEIL.

RWS-Website
(zum Vergrößern bitte anklicken)
Die neue Startseite zeigt das Beste aus beiden Welten: Jagd und Sport. Große Auswahlfenster erleichtern den Einstieg in die Produkt-Welten. Mit nur wenigen Klicks ist der Nutzer direkt beim Produkt seiner Wahl. Dort findet man in neuer Struktur, übersichtlich präsentiert und sehr gut lesbar, alle Details zu jeder einzelnen Patrone.

Mehr Informationen...
27. Februar 2012

Die IWB in Sinsheim fällt aus!

Nach Auskunft des Veranstalters wird die Messe auf Frühjahr 2013 verschoben.

Die heute in der VISIER-Redaktion eingetroffene Meldung lautet: "Nach reiflicher Überlegung hat sich der Veranstalter H&K Messe GmbH & Co. KG dazu entschlossen, die IWB 2012 zu verschieben. Mehr erfahren Sie aus unserem beigefügten Statement. Dieses steht auch zum Download zur Verfügung. "

Offenbar wurden im Vorfeld von den Sinsheimer Behörden schon wieder (waffen-)rechtliche Vorgaben auferlegt, die zu erfüllen seien. "So werden von den unterschiedlichen Behörden derzeit noch zum Teil widersprüchliche Rechtspositionen vertreten, die unseren Ausstellern nicht gerecht werden und deshalb für uns als Veranstalter nicht tragbar sind."

VISIER wird weiter versuchen, Details zu den Auflagen der Behörden zu erfahren. Aussteller wenden sich besten bei Rückfragen direkt an die Messeleitung. UE


23. Februar 2012

Heute entscheidet Bremen über die Waffensteuer

Die Bremische Bürgerschaft wird heute nachmittag in erster Lesung den SPD-Entwurf zur neuen Waffensteuer behandeln.

Das Interesse der Medien wie der betroffenen Legalwaffenbesitzer ist immens. Seit die Kassenfüll-Pläne der den Bremer Senat dominierenden SPD-Fraktion bekannt wurden (siehe auch Meldung weiter unten), hat sich in der Hansestadt einiges getan. Nachdem der SPD-Fraktionsvorsitzende Björn Tschöpe ankündigte, die Ergebnisse der parallel laufenden Petition "kritisch zu hinterfragen", hatte ihm die Vorsitzende des Petitionsausschusses im Interview entgegengehalten, dass auch Legalwaffenbesitzer das Recht auf eine Petition haben, auch wenn es der SPD-Meinung widerspräche (hier geht's zum Fernsehbericht von Radio Bremen). Die Stadt Bremerhaven hat sich mittlerweile ausgeklinkt aus den Steuerplänen, dort hält man im Unterschied zu den Nachbarn eine Waffensteuer (die Bremer planen 300 Euro pro Waffe und Jahr) für nicht angebracht. Die Petition gegen die Erlassung einer Waffensteuer, an der laut Reglement übrigens nicht nur Bremer Bürger abstimmen können, hat momentan über 15000 Mitzeichner. Offenbar plant die Bremer SPD ohnehin, die Steuer nicht, wie zuerst angedacht, als Landessteuer anzulegen, sondern "nur noch" kommunal auszuschreiben. Die Bremer Schützenvereine und Jäger beruhigt das nicht: wenn heute nachmittag über den Entwurf diskutiert wird, dürften die Besucherränge randvoll besetzt sein. Da die SPD in der Bürgerschaft mit 30 Sitzen über eine klare Mehrheit verfügt, könnte sie den Gesetzentwurf selbst beschließen - dann hilft nur der Klageweg.                                   UE

Zur elektronischen Petition gegen eine Waffensteuer
(kann auch von Nicht-Bremern bis zum 23. März mitgezeichnet werden!)


3. Februar 2012

Gemeinsam gegen die Waffensteuer

„Wenn in Bremen eine Waffensteuer eingeführt wird, werden andere Kommunen folgen. Es wird dann den Sport, wie wir ihn kennen, nicht mehr geben: Kein Breitensport, kein Leistungsport, keine Medaillen mehr für Deutschland bei den Olympischen Spielen, bei Weltmeisterschaften, im Biathlon … das wäre dann alles vorbei!“

Thomas Glawe, Waffenrechtsreferent des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend, fand deutliche Worte. Der Landesverband hatte angesichts der aktuellen Entwicklungen in Bremen – dort nimmt die Planung zur Einführung einer Waffensteuer seitens der SPD konkrete Formen an –  zur Informationsveranstaltung nach Ohlendorf eingeladen.

mehr dazu...
26. Januar 2012

Prolegal empfiehlt: E-Petition gegen Halbautomaten-Verbot unterzeichnen!

In einer Rundmail an alle Mitglieder weist die Waffenrechts-Organisation Prolegal auf eine Petition gegen das drohende Verbot militärisch aussehender Halbautomaten hin.

Am letzten Freitag erfolgte im Bundestag die "Erste Lesung" des von den Grünen/Bündnis 90 im November 2011 eingebrachten Gesetzesentwurfs zur Änderung des Waffengesetzes zum „Schutz vor Gefahren für Leib und Leben durch kriegswaffenähnliche halbautomatische Schusswaffen“ (siehe auch Bericht und Interview in VISIER 1/2012). Prompt nutzte Timo Schröder, ein Airsoft-Spieler und damit Legalwaffen-Besitzer, die legitime Möglichkeit als betroffener Bürger, gegen dieses drohende Verbot eine elektronische Petition beim Petitionsausschuss des Bundestags einzureichen.

Obwohl man über den Inhalt und die Form seines Textes lange streiten könnte (und viele dies auch einige Tage lang in den diversen Internet-Foren getan haben), empfiehlt Prolegal nun als erste Vereinigung, dass möglichst viele Legalwaffenbesitzer die E-Petition unterzeichnen. Rechtlich ist nämlich nur die erste und keine weitere, eventuell besser formulierte Petition zum gleichen Thema zulässig, und bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist am 7. Februar soll die notwendige Zahl von 50.000 Unterschriften erreicht sein — erst dann werden Vertreter der Petition in eine öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses eingeladen, um dort ihr Anliegen noch einmal persönlich zu verdeutlichen.

Prolegal dazu in der Rundmail: "Wir müssen jetzt mehr denn je auch nach außen zeigen, daß wir uns die Gängeleien der Politiker nicht gefallen lassen werden und sie von nun an mit massivem Widerstand rechnen müssen. Wir haben nur noch spätestens bis 2013 Zeit, das politische Ruder herumzureißen."

Daher schließt sich auch die VISIER-Redaktion an und bittet, diesen Hinweis auf eine möglichst rasche Unterzeichnung der E-Petition an möglichst viele weitere Legalwaffenbesitzer weiterzuleiten.


Nach dem Gesetzesentwurf, der hier als Drucksache 17/7732 einsehbar ist, wären nämlich nicht nur Besitzer von "kriegswaffenähnlichen" Großkaliber-Halbautomaten vom drohenden Verbot betroffen, sondern auch Besitzer entsprechender Kleinkaliber-, aber auch Druckluft-, CO2- und Airsoftwaffen bis hin zu Spielzeug und funktionsunfähigen Deko-Waffen. Und typisch für das Selbstverständnis der Grünen und Linken: natürlich denkt niemand an eine wenigstens finanzielle Entschädigung der bisherigen Besitzer — nach einem Verbot bleibt nämlich nur die Vernichtung der Waffen, da es keine Berechtigten mehr gäbe, an die man sie verkaufen könnte...               UE

Zur Registrierung (nur registrierte Personen dürfen mitzeichnen)

Zur E-Petition gegen das Halbautomaten-Verbot
 


18. Januar 2012

Erste Eindrücke von der Shot Show 2012

Direkt aus Las Vegas: VISIER-Chefredakteur Matthias Recktenwald über Neuheiten und Neuigkeiten nach den ersten zwei Tagen der weltgrößten Waffenmesse.

Logo
Die 34. SHOT Show begann wie immer für das schreibende Volk nicht am Strip, sondern einen Tag eher mit dem „Media Day“. Da vertauschen alle Heroen der Tastatur und des Drehsessels ihr Office mit einer ausserhalb von Vegas beim Örtchen Boulder gelegenen Shooting Range, von der deutsche Schuetzen nur träumen können.

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2. Januar 2012

SPD Baden-Württemberg schießt scharf gegen Großkaliber

Mit einem Brief an Bundesinnenminister Friedrich (CSU) versucht die Landesregierung Baden-Württemberg eine erneute Verschärfung des Waffenrechts anzuregen - diesmal geht es gegen alle Großkaliberschützen.

Wie die Ulmer Südwestpresse am 30. Dezember meldete, habe sich Baden-Württembergs Landesinnenminister Reinhold Gall (SPD) in seinem Brief an den Bundesinnenminister für ein Großkaliberverbot eingesetzt. Zitat: "Großkalibrige Waffen gehören nicht in private Hände", sagt Günter Loos, Sprecher des Innenministeriums. "Das ist eine Konsequenz, die wir aus dem Amoklauf von Winnenden gezogen haben." Lediglich Jäger sind ausdrücklich ausgenommen, weil sie diese Waffen zur Ausübung der Jagd bräuchten - Schützen hingegen nicht. Sie hätten mit Luftgewehr- und Kleinkaliber-Disziplinen ein ausreichendes Betätigungsfeld. "Wir sehen beim Großkaliber-Schießen keinerlei sportlichen Mehrwert", sagt Loos."

Damit setzt Baden-Württemberg die Pläne der grün-roten Koalition zum GK-Verbot fort, die bereits im Koalitionsvertrag verankert sind und die auch eine Initiative im Bundesrat beinhalten. Bundesweit bisher einmalig ist allerdings die Arroganz der Politiker, gesetzlich festlegen zu wollen, was Sport ist und was nicht, was für das Volk ausreiche und dass es "einen sportlichen Mehrwert" geben müsse. Immerhin handelt es sich bei den hier angegriffenen Großkaliber-Disziplinen um Wettbewerbe von mindestens acht bereits bundesweit anerkannten Schießsportverbänden, deren Sportordnungen vom Bundesverwaltungsamt ebenfalls inklusive der GK-Wettbewerbe anerkannt wurden. Einem wie auch immer gearteten Großkaliberverbot würde faktisch eine Enteignung der heutigen Waffenbesitzer folgen, denn nach einem Verbot müßten ihre Waffen vernichtet oder "Berechtigten übergeben" werden, und natürlich denken grüne wie rote Vordenker nicht an eine finanzielle Entschädigung.

Bei den Schießsportverbänden formiert sich indes Widerstand. Hannelore Lange, die Präsidentin des Württembergischen Schützenverbandes, informierte ihre Mitglieder zum Jahreswechsel über die Verbands-Website und kündigte sachlichen Widerstand gegen diese Maßnahmen an. Sie bezog sich darin auch auf eine parallele Veröffentlichung von ProLegal - die Waffenrechtsorganisation machte nochmals deutlich, dass es hier nur zunächst um Großkaliber, in Konsequenz aber um das Verbot aller noch legalen Schusswaffen geht. Das geht aus zahlreichen Äußerungen von grünen wie SPD-Politikern, nicht nur aus Baden-Württemberg, hervor. Ihnen geht es um die Umsetzung ihrer Gutmenschen-Ideologie - denn Bestrebungen, den viel gefährlicheren Bestand an illegalen Schusswaffen zu verringern und damit die Kriminalitätsrate zu senken, die sucht man in beiden Parteien vergeblich.

Fatalerweise verquickt Gall seinen Ruf nach einem Großkaliber-Verbot mit den aktuellen Forderungen, Rechtsextremen den legalen Zugriff auf Waffen zu verwehren. Andere Politiker wie Zeitschriften springen auf den gleichen Zug auf, als wären Rechtsextremismus und Sportschützentum irgendwie das gleiche. Auch hier wehren sich legale Waffenbesitzer gegen derart plumpe Unterstellungen, meist von Politikern, die jahrelang auf dem rechten Auge blind gewesen sind und nun Aktionismus an den Tag legen.

Aus dem Bundesinnenministerium, dem Empfänger des Gall-Briefs, gab es bislang noch keine Stellungnahme. VISIER geht in der nächsten Ausgabe und natürlich hier online auf die weitere Entwicklung ein.                                       UE
VISIER XXL 1/2012

Doppelt gemoppelt und woanders abgeschnitten

Aufmerksame Abonnenten haben die Redaktion auf eine Panne in einem Artikel des Januar-Hefts hingewiesen - hier folgt die Korrektur.

Korrekturseite
Nein, an der "Weihnachtsfeier der Schriftsetzer", wie VISIER-Leser Heinz Friedrich vermutete, hat's wirklich nicht gelegen. Zum einen gibt es diesen Beruf heutzutage im Zeitalter des Digitaldrucks kaum noch, zum anderen war es ein hausgemachtes technisches Problem — aber der Reihe nach:

Im Artikel "In der Zange" über die neue Remington-Pistole R 1 (Seiten 108 bis 111) musste kurz vor dem Drucktermin eine Anzeige ausgetauscht worden. Und dabei verschob sich, leider unbemerkt, der auf der Nachbarseite 110 eingeplante redaktionelle Text. In der gedruckten und leider ja schon ausgelieferten Ausgabe fehlen da nun ein paar Zeilen und der Zusammenhang ging verloren. Abhilfe schafft hoffentlich die unten zum Herunterladen gedachte Ersatz-Doppelseite 110/111 mit dem korrekten und nun vollständigen Text. So bietet die VISIER-Redaktion eben eine kleine Bastelarbeit vor den Feiertagen — und bittet um Entschuldigung für die Panne.   UE

Korrigierte Doppelseite 110-111 aus VISIER 1-2012 (PDF-Dokument)


12. Dezember 2011

Viel zu erleben: Das VISIER Special Nr. 63 ist da!

Die Gegenwart hinter sich zu lassen, in die Vergangenheit einzutauchen — im neuen Special geht es um das Reenactment, also um die historische Darstellung. Man braucht keine Zeitmaschine à la H.G. Wells, um in die Ära der Kelten, Germanen, Römer, in die Epochen der Landsknechte, Musketiere und “Langen Kerls” oder in die der beiden Weltkriege zu wechseln.

VISIER-Special 63
(Zum Vergrößern bitte anklicken)
Das Nachspielen historischer Ereignisse hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem großen Trend entwickelt, die Darsteller tauchen in TV-Dokus ebenso auf wie in Kino-Spielfilmen. Längst ist das mit Millionenumsätzen auch wirtschaftlich relevant: Allein im Mittelalter-Segment gibt es gut 500 Veranstaltungen — pro Jahr. Ein Thema, mit dem sich VISIER seit jeher intensiv befasst hat, da es beim Reenactment sehr oft um Militärgeschichte und damit um Waffen geht. Doch wie stellt sich die Entwicklung dar? Welche Gruppen und Vereine gibt es, was für Veranstaltungen, wann und wo? Wie findet man Zugang, wo Waffen und Ausrüstung? Auf diese Fragen liefert das neue VISIER-Special Nr. 63 „Geschichte erleben – Reenactment“ umfassend Antworten, anhand der einzelnen Epochen gegliedert und unterfüttert mit geschichtlichen Fakten zu den jeweiligen Zeitabschnitten.

Mehr dazu...

5. Dezember 2011

Forum Waffenrecht kritisiert Bremer SPD-Pläne zur Waffensteuer

Björn Tschöpe, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bremer Senat und Initiator der geplanten Waffensteuer, dürfte sich momentan über zu wenig Post nicht beklagen. Das Schreiben des Forum Waffenrechts vom 28. November an ihn stellte kurz, aber prägnant die diversen rechtlichen Bedenken zusammen.

Logo FWR
Wie der FWR-Vorsitzende Hans-Herbert Keusgen VISIER gegenüber mitteilte, wurden in dem mehrseitigen Schreiben detailliert die Kritikpunkte dargestellt, ebenso die besondere gesellschaftliche Bedeutung der drei betroffenen Bevölkerungsgruppen Sportschützen, Jäger und Waffensammler. So sei etwa Tschöpes Annahme, die Waffenrechtsbehörden müssten alle drei Jahre die Aufbewahrung kontrollieren, vom Waffengesetz gar nicht gedeckt. Vor allem aber habe nur der Bund die Steuerhoheit, einzelne Bundesländer dürften lediglich örtliche Verbrauchs- und Aufwandssteuern erheben. Und diese richteten sich in der Höhe nur nach dem zum Unterhalt der Waffe(n) aufgebrachten Aufwands, so dass die geplante Höhe von 300 Euro pro Jahr und Waffe kaum zu rechtfertigen sei. FWR-Rechtsanwalt Frank Göpper wies als Unterzeichner des Schreibens an Tschöpe abschließend darauf hin, dass der angekündigte "Nebeneffekt", eine Verringerung der legalen Waffen im Stadtstaat Bremen, einem Bundesland nicht zustehe, da es sich beim Waffengesetz um Bundesrecht handele. Jeder überprüfte und zuverlässige Legalwaffenbesitzer habe danach einen Rechtsanspruch auf die erworbenen Waffen, der nicht durch Landessteuern untergraben werden dürfe. Das Gutachten zur Rechtmäßigkeit von Waffensteuern, das die dem FWR angeschlossenen Verbände einschließlich Deutscher Schützenbund und Deutscher Jagdschutzverband durch den Düsseldorfer Juristen Prof. Johannes Dietlein erstellen ließen, ging als Anlage mit zur Bremer SPD (Link zum damaligen VISIER-Artikel). Die Verbände hatten seinerzeit auch ihre Unterstützung für Klagen gegen Gemeinden zugesichert, die eine Waffensteuer wie jetzt Bremen einführen wollten.                                      UE
2. Dezember 2011

SVEN HELMES 1965 - 2011

Wir haben eine traurige Pflicht zu erfüllen: Sven Helmes, der frühere Chefredakteur von VISIER, ist am vergangenen Wochenende durch einen tragischen Unglücksfall in seiner Bonner Wohnung ums Leben gekommen.

Sven Helmes +
Der am 4. Mai 1965 in Mayen geborene Journalist und PR-Fachmann hatte in Augsburg Politik und Kommunikationswissenschaft studiert und von Dezember 1995 bis Juli 1997 ein Volontariat in der VISIER-Redaktion absolviert, damals noch im Verlag Paul Parey. Anschließend wechselte er in die Redaktion "Fisch & Fang" im selben Haus. Nachdem er ab Dezember 2000 in der Multimedia-Abteilung bei Parey die Zeitschriften-Websites mit aufgebaut hatte, übernahm er ab Dezember 2001 die Leitung dieser Abteilung. Nach Zwischenstationen ab 2004 als PR-Manager beim Jagdoptik-Unternehmen Swarovski AG in Tirol und bei der Heinz-Sielmann-Stiftung absolvierte er ein Zusatzstudium in Münster als "zertifizierter PR-Manager (ZAK)", bevor er im Juni 2008 als Chefredakteur wieder in die VISIER-Redaktion zurückkehrte. Denn in all den Jahren war die Verbindung zu den VISIER-Kollegen und Freunden im Nassauer Land nie abgerissen. Unter seiner Leitung und mit seinen Ideen wurde 2009 unter anderem die Aktion "W für Waffenbesitzer" gestartet — seither gilt das "W" am Sakkokragen als Erkennungszeichen engagierter Schützen, Jäger und Waffensammler.

Im Juli 2010 wechselte er vom journalistischen Schreibtisch zur international tätigen Ausrüsterfirma 5.11 Tactical, für die er zahlreiche Veranstaltungen betreute. Zuletzt war er mit der eigenen Agentur "Tactical PR" für mehrere Kunden aus der Security- und Ausrüsterbranche tätig. Sven Helmes hinterläßt seine Lebensgefährtin und seine Mutter. Auch wir im Verlag VS Medien trauern um einen Vollblut-Journalisten und Fotografen.
Farewell, Sven.
Ulrich Eichstädt für das VISIER-Team

2. Dezember 2011

Nachhilfe in Gesetzeskunde und Steuerrecht

Nachdem die Bremer SPD-Fraktion ihren Gesetzesentwurf zur Waffenbesteuerung veröffentlicht hat (Link folgt weiter unten), wendet sich die Berliner Waffenhändlerin Katja Triebel in einem offenen Brief an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Björn Tschöpe.

Auf sechs Seiten schildert Katja Triebel, die sich seit Jahren für die Belange aller Legalwaffenbesitzer einsetzt, detailliert, welche Irrtümer der Argumention Tschöpes und damit der SPD Bremen zugrunde liegen (Link zum PDF-Dokument). Einige Punkte verstoßen gegen geltendes Steuerrecht und gegen die gerade erst erlassene Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz, nach der die Aufbewahrungskontrollen im öffentlichen Interesse liegen und deshalb keine Gebühren erhoben werden sollen (Link zur WaffVwV, hier Seite 92, letzter Absatz). Bei anderen werden falsche Zahlen und Fakten verwendet. Die Gegenpositionen Katja Triebels sind durchweg durch externe Quellen-Links untermauert.
 
Es kann auch für Legalwaffenbesitzer, die nicht in Bremen wohnen, nicht egal sein, wie verquer die Denkweise der regierenden Fraktion in Bremen ist - als Stadtstaat wäre die Einführung einer Waffensteuer (300 Euro pro Jahr und pro erlaubnispflichtige Waffe, geplant bereits ab 1. Januar 2012) ein Vorbild für weitere Bundesländer. Hier kann man dem Fraktionsvorsitzenden Björn Tschöpe seine Ansicht mitteilen: http://www.spdfraktion-bremen.de/koepfe/fraktionsvorsitzender
(bitte wie immer höflich schreiben, aber sachlich fundiert!)

Wie wenig die gebührengeile Bremer SPD die Materie durchblickt, über die sie makabrerweise nach den Mehrheitsverhältnissen im Bremer Senat entscheiden darf, sieht man daran, dass sie sogar illegale Waffen besteuern will: "Steuerschuldner ist, wer die Erlaubnis zum Besitz der Waffe hat. Wurde für eine Waffe keine Erlaubnis erteilt, ist Steuerschuldner, wer die Waffe in seinem Besitz hat." Na, das wird ein Spaß beim Eintreiben...                                UE

Offener Brief von Katja Triebel an die Bremer SPD

Katja Triebels Waffenrechts-News

Gesetzesentwurf der Bremer SPD-Fraktion zur Waffensteuer

Aktuelle Informationen zum Waffenrecht auf www.legalwaffenbesitzer.de
17. November 2011

SPD will Waffensteuer in Bremen

300 Euro pro Jahr - und das für jede legale Waffe. Mit diesen Plänen will die SPD im völlig überschuldeten Bremen offenbar die Kasse sanieren.

Ab 1. Januar 2012 bereits soll, so beschloss die Bremer SPD auf einer Klausurtagung laut BILD, die neue Steuer eingeführt werden - wenn der von der SPD (30 Sitze) und den Grünen (16) dominierte Bremer Senat den Antrag annimmt. SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe zu BILD: "Für jede Schusswaffe sollen die Besitzer jährlich 300 Euro zahlen. Bei einer Anzahl von 18 300 legalen Waffen in Bremen sind das zusätzliche Einnahmen von rund fünf Millionen Euro."

Schlau ausgedacht, denn das Geld soll nur zu einem Teil zur Deckung der Kosten der vorgeschriebenen Aufbewahrungskontrollen benutzt werden. Es muss das große Loch im Bremer Haushalt stopfen. Nebenbei soll durch die Steuer die Zahl der privaten Waffen reduziert werden - ob solche "Nachhilfemaßnahmen" für das eigentlich ja bundesweit geltende und für solche Steuerungen zuständige Waffengesetz zulässig sind, darüber wird unter Juristen gestritten. Die SPD in ihrem Antrag weiter: "Eine solche Reduzierung wäre wünschenswert, da in den vergangenen zwanzig Jahren in Deutschland über 100 Menschen mit legal besessenen Schusswaffen getötet worden sind."

Dass nach offiziellen Statistiken die Zahl der mit legalen Schusswaffen getöteten Personen konstant im unteren einstelligen Prozentbereich liegt, würde sicher nur die Rechnung der geldsuchenden Sozialdemokraten stören. Dabei müßten sie nur die Fachleute ihrer eigenen Universität befragen. Das Institut für Rechtspsychologie im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen hat 2008 eine Studie als Stellungnahme zur Waffengesetz-Verschärfung erstellt. Diese stellt klar den legalen Waffenbesitz als kriminalistisch unbedeutende Gefahr dar. Zitat: "Vereinfacht dargestellt wird in ca. doppelt so vielen Fällen mit einer Schusswaffe, ohne hierbei den Typ zu spezifizieren, gedroht als geschossen. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass in Relation zur Gesamtmenge erfasster Straftaten diejenigen, bei denen eine Schusswaffe involviert war, nur einen Anteil von 0,31% ausmacht. Dies entspricht 19 419 Fällen von insgesamt 6.264 723 Straftaten für das Jahr 2000 (vgl. PKS, 2000). Dieser skizzierte Trend ist von den Fallzahlen her seit Mitte der 90-er Jahre rückläufig.. (…) Unter diesem Gesichtspunkt verschieben sich die bereits genannten 4% Anteil an den Gesamtstraftaten und verlangen einen deutlicheren Blick auf diese Taten, welche in öffentlichen Diskussionen auch diejenigen sind, die eine emotionalisierte Debatte anstoßen." 

Übrigens: Autor
Michael Kuhn hat die natürlichen und unnatürlichen Todesursachen statistisch und stark pointiert in seinem Blog "Guntalk" unter die Lupe genommen - und zwar die Zahlen ausgerechnet aus dem Jahr 2009, als in Winnenden 16 Menschen starben, weil sie Tim K. mit der nicht weggeschlossenen legalen Pistole seines Vaters erschoß.                    UE

4. / 7. November 2011

Bundesrat beschließt Verwaltungsvorschriften

Mehrmals verschoben und neu diskutiert, wurde am 4. November die "Gebrauchsanweisung" für das Waffengesetz vom Bundesrat verabschiedet.

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Unter Tagesordnungspunkt 27 soll heute die "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz" (WaffVwV) in der 889. Sitzung des Bundesrats in Berlin behandelt werden. Nachdem zuletzt der Ausschuss für Frauen und Jugend Bedenken hatte, weil ihm die für Jugendliche geltenden Ausnahmeregelungen von der Alterserfordernis zu weit gingen, konnte man sich aber nicht auf ein Mindestalter für das Schießen von Kindern einigen - der entsprechende Absatz wird daher komplett gestrichen. Als Ergebnis könnten die Bundesländer künftig aber unterschiedliche Regelungen anwenden. Um diesen Flickenteppich zu verhindern, stellt das Land NRW daher den Antrag, man möge beschließen: "...Daher fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, eine bundeseinheitliche Mindestaltersgrenze für den Umgang mit Waffen in Abstimmung mit den Ländern festzulegen." 

Bleibt zu hoffen, dass dies dann möglichst rasch geschieht - die Ausnahmeregelungen vom Mindestalter 12 Jahre unter bestimmten Voraussetzungen sind vor allem für den Leistungssport wichtig, und bislang waren die Ansichten von Bundesregierung und Innenministerium (im Vergleich zu manchen Länderregierungen) erfreulich sachlich und realitätsnah, was Restriktionen durch das Waffenrecht betraf.

Praktischer war da schon der Änderungsantrag des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz *): Um Doppelkontrollen der Aufbewahrung und doppelte Gebühren bei Jagdscheininhabern zu vermeiden, habe die Zuverlässigkeitsüberprüfung "grundsätzlich durch die Jagdbehörde im Rahmen der Erteilung des Jagdscheins zu erfolgen. Die Jagdbehörde hat die Zuverlässigkeit zu überprüfen, wenn der zu erteilende Jagdschein in seiner Laufzeit die 3-Jahres-Frist seit der letzten Überprüfung der Zuverlässigkeit überschreitet."          

Sollte die VwV tatsächlich heute den Bundesrat passieren, wäre das das Ende eines immerhin achtjährigen Vakuums - seit der ersten Waffengesetzverschärfung 2003 warten Behörden wie Waffenbesitzer gleichermaßen auf konkrete bundeseinheitliche Richtlinien für die Handhabung, was in dieser Zeit höchst individuellen Länder- und oft auch Gemeinde-Auslegungen Tür und Tor öffnete. UE

UPDATE: *) Der Bundesrat hat die Verwaltungsvorschriften verabschiedet, allerdings ohne den Änderungsantrag des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz. Außerdem wurden die Bereiche Jagd und Fischerei in die Ausnahmen für das Tragen von Einhand-Gebrauchsmessern aufgenommen.
27. Oktober 2011

Spitzenschützen sind jetzt Diplomtrainer

Die Nationalteam-Schützen Waldemar Schanz, Ralf Schumann und Karsten Bindrich (v.l.) erhielten im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung an der Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ihre Urkunden als Diplom-Trainer.

Diplomtrainer
(DSB-Foto)
Beate Dreilich (Foto links), Koordinatorin und Studienbetreuerin seitens des Deutschen Schützenbundes, gratulierte den drei frischgebackenen Trainern auf höchster Lizenzstufe als eine der Ersten —  immerhin standen alle drei noch während der Prüfungsphase als Wettkämpfer auf internationalen Schießständen. Ralf Schumann konnte sogar einen Quotenplatz mit der Schnellfeuerpistole für London 2012 erringen. Die VISIER-Redaktion schließt sich den Glückwünschen an.         DSB/UE

Zur vollständigen Meldung auf der DSB-Website
VISIER-Special 62 "Schiessen mit Flinten", ab 21. Oktober im Handel

Das neue VISIER-Special 62: "Schießen mit Flinten"

knüpft inhaltlich an das bereits vor mehr als einem Jahrzehnt erschienene und lange vergriffene Special Nr. 16 “Flinten” an. Während sich das alte Heft den technischen Details der glattläufigen Gewehre widmete, stößt das neue VISIER-Special Nr. 62 in eher sportliche Dimensionen vor, verzichtet dabei aber nicht auf die Erklärung wichtiger Fachbegriffe. Es zeichnet historische Entwicklungslinien beliebter Disziplinen nach und stellt zweckmäßig — nach Verbänden geordnet — die hierzulande geschossenen Wettbewerbe vor.

VISIER-Special 62
Flintenschießen ist heute kein Privileg der oberen Zehntausend mehr. Das Special will mit diesem Volkssport vertraut machen und nützliche Tipps geben. Dabei schwingt die Botschaft mit, die Disziplinen selbst einmal auszuprobieren — von den olympischen Disziplinen Trap und Skeet über den Jagdparcours und das Schießen mit Westernflinten bis hin zu den sportlichen Flintendisziplinen bei BDS, BDMP und DSU. Zahlreiche bebilderte, kurze und an die jeweiligen Disziplinen angelehnte Waffenbeschreibungen verschaffen dem Kaufinteressierten einen Überblick über neue wie gängige Flintenmodelle.

Weitere Artikel zu Munition, Schäften, Zubehör sowie ein ausführlicher Anhang mit den Adressen von Herstellern, Anbietern, Verbänden, Schießständen und Flintenschießlehrern runden das Sonderheft schließlich ab.

>>> Zum Inhaltsverzeichnis <<<


Das VISIER-Special Nr. 62 “Schießen mit Flinten” umfasst 116 Farbseiten im Format 21 x 28 Zentimeter und ist ab dem 21. Oktober 2011 im Handel zum Preis von 9,50 Euro erhältlich (und natürlich über den Verlag, dann plus Porto). Am bequemsten geht das über den VISIER-Shop.
16. September 2011

Jubiläumsbroschüren im Internet abrufbar

Der Deutsche Schützenbund hat zu den Feierlichkeiten anlässlich seines 150-jährigen Gründungsjubiläums in diesem Jahr verschiedene Broschüren angefertigt

DSB 150 Jahre
... und bei seinen Jubiläumsveranstaltungen in Wiesbaden, Neubrandenburg, Gotha und Köln in gedruckter Form verteilt. Inzwischen stehen diese Broschüren im praktischen PDF-Format auch kostenfrei zum Herunterladen bereit.  DSB/UE
13. September 2011

Ist denn schon wieder Weihnachten?

Was schenkt man einem Mann, der bereits alles hat? Keine Frage: etwas Scharfes. Etwas, das den Jäger- und Sammlerinstinkt in ihm weckt. Messerhersteller Victorinox hat da eine Idee.

Victorinox Damast
(Zum Vergrößern bitte anklicken)
Blitzblank aus der Meisterschmiede des renommierten Schweizer Messerspezialisten in Ibach kommt jetzt eine limited Edition des „Climber“ auf den Markt: Ein Taschenmesser von höchster Ästhetik, Präzision und nahezu unverwüstlich. Seine Klinge aus aufwendig gefertigtem Damaszener Stahl, seit Jahrtausenden berühmt als das Maß aller Schmiedekunst, weist eine sprichwörtlich unverwechselbare Maserung auf: die feinen Linien verlaufen bei jedem Stück anders, gleich einem Fingerabdruck. Für den perfekten Griff sorgt eine Schale aus schwarzem Ebenholz, die selbstverständlich die Insignie bester Schweizer Traditionsarbeit trägt: das Wappen mit Kreuz – hier aus hochglänzend poliertem Eisen und von Hand eingelegt. Wie gut, dass Mann heute kein Offizier der Schweizer Armee mehr sein muss, um in den Besitz eines solchen Kleinods zu kommen. Allein Schnelligkeit hilft: Für Deutschland beträgt die Auflage des „Damascus Limited Edition 2011“ in der Geschenkbox gerade einmal 400 Unikate. Na, dann mal los:  „Damascus limited Edition 2011“ von Victorinox, 160 Euro/194 CHF über www.victorinox.com                      Victorinox/UE
Victorinox Damast
19. August 2011

Untersuchung zur Auswirkung des Schießsports auf Jugendliche

Bis Ende 1996 führte der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) ein auf zwei Jahre befristetes Pilotprojekt durch. Dabei wurde zur Nachwuchsgewinnung und -förderung die Möglichkeit eröffnet, auf unbürokratischem Weg Kindern bereits ab dem 8. Lebensjahr eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen und so unter Aufsicht das Schießen mit Luft- und Federdruck- sowie CO²-Waffen zu ermöglichen.

Das Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität München,
deren Abteilung „Problemorientierte Jugendforschung“ sich seit Jahren mit den Entwicklungseinflüssen des Sports und der Vereinszugehörigkeit von Kindern und Jugendlichen insbesondere im Hinblick auf deren Sucht- und Gewaltanfälligkeit befasst,
erforschte die pädagogische Wirkung dieses seinerzeit nicht unumstrittenen Pilotprojekts des BSSB e. V. und erarbeitete das Gutachten „Pädagogische Auswirkungen des Schießsports auf Kinder unter 12 Jahren“, dessen Ergebnisse es Wert sind, nachfolgend näher betrachtet zu werden. Ute Jansen-Rentz hat die Ergebnisse der Studie für das Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. zusammengefasst - hilfreiche Argumente, wenn mal wieder über den angeblichen negativen Einfluss des Schießsports auf Heranwachsende spekuliert wird...                    UE
Zusammenfassung der Studie von Ute Jansen-Rentz

Memorandum von Gregor Wensing (Kuratorium) 
11. Juli 2011

Das war nix: Bundesrat behandelt VwV erst im Herbst

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat die geplante Verabschiedung der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen.

Danach kann die für die bundeseinheitliche Umsetzung des bereits 2009 verabschiedeten Waffengesetzes so wichtige "Gebrauchsanweisung" frühestens im September 2011 behandelt werden. Ausschlaggebend für die Absetzung von der Tagesordnung waren allerdings nach VISIER-Informationen Bedenken des Bundesrats-Ausschusses "Frauen und Jugend", während der ebenfalls involvierte Innenausschuss des Bundesrats keine Einwände gegen den bereits vom Bundeskabinett und vom Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) abgesegneten Entwurf hatte. Details, welche Fragen der Ausschuss noch hatte, sind nicht bekannt, die Ausschuss-Sitzungen sind vertraulich. Die nächste Sitzung ist für den 7. September angesetzt.           UE
24. Juni 2011

Jede Ähnlichkeit wäre rein zufällig

Nachdenkliches zum Wochenende: Der Dortmunder Filmemacher J. D. Harris ist in zwei neuen Videoclips dem Phänomen "Hysterie im deutschen Waffenrecht" auf den Grund gegangen.

Sack Reis
Deutsche Hysterie, Teil 1

Deutsche Hysterie, Teil 2

Übrigens: Diese Links kann man ganz einfach an andere User weiterleiten - die müssen doch umgehend über diese Gefahren informiert werden...           UE
31. Mai 2011

Verwaltungsvorschriften werden am 8. Juli im Bundesrat behandelt (Datum korrigiert!)

Nachdem die Bundesregierung die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) am 24. Mai verabschiedet hat, wurde sie an den nun zuständigen Bundesrat weitergeleitet.

Dort sollen sie, wie Hans-Herbert Keusgen vom Forum Waffenrecht heute mitteilte, am 8. Juli erstmals behandelt werden - es ist davon auszugehen, dass sie zunächst an die zuständigen Ausschüsse weitergeleitet werden. Federführend ist hier der Innenausschuss des Bundesrats. Keusgen dazu: "Es liegt in der Natur der Dinge, dass wir nicht mit allen Formulierungen der Verwaltungsvorschrift hundertprozentig einverstanden waren. Trotzdem haben wir uns im Vorstand des FWR einstimmig dafür entschieden, ihr in der jetzigen Fassung zuzustimmen und auf weitere Einsprüche zu verzichten."  Das FWR befürchtete, dass die VwV sonst nicht mehr vor den Parlamentsferien hätten verabschiedet werden können - tatsächlich aber bestand sonst die Gefahr, dass das Projekt zunächst liegenbliebe und eventuell in dieser Legislaturperiode gar nicht mehr "angefasst" werden würde. Dass aber die Lage nach der nächsten Wahl angesichts der Landtagswahlergebnisse in Baden-Württemberg oder Bremen für Legalwaffen-Besitzer nicht aussichtsreicher würde, ist nachvollziehbar. So liegen erstmals seit den Änderungen des Waffengesetzes von 2002, 2003, 2008 und 2009 wieder für alle Bundesländer einheitliche Vorschriften vor, wie die Behörden in waffenrechtlichen Einzelfällen agieren sollen.

VISIER hat die wichtigsten Kritikpunkte an der Verwaltungsvorschrift in der aktuellen Juni-Ausgabe veröffentlicht.  (und, sorry, heute das Datum Juni auf Juli korrigiert...)      UE

Der dem Bundesrat vorliegende Entwurf (Bundesratsdrucksache 331/11)
28. Februar 2011

Nachdenkenswertes über das deutsche Waffenrecht

Die Berliner Waffenfachhändlerin Katja Triebel hat in einer neunseitigen Ausarbeitung die Gründe gegenübergestellt, warum jemand für oder gegen Waffen eingestellt ist.

Katja Triebel geht in ihrem Essay "Waffenrecht in der demokratischen Bundesrepublik Deutschland" auch auf die oft zitierte "Waffenlobby" und deren Gegner ein. In der momentanen Diskussion nicht unwichtig: die Fussnoten sind perfekt wissenschaftlich angelegt (als Links zu den entsprechenden Quellen)...

Der Text im PDF-Format ist äußerst lesenswert und auch zum Weiterleiten geeignet — hier zum direkten Herunterladen.                           UE
4. Februar 2011

Rechtsstreit mit Armatix beendet

Vor dem Landgericht Hamburg wurde jetzt ein Schlussstrich unter das Verfahren zwischen VISIER/VS Medien GmbH und der Firma Armatix gezogen.

VISIER 3/2009
VISIER 3/2009
Hier die gemeinsame Stellungnahme beider Unternehmen:

Im VISIER-Heft 3/2009 stand unter der Überschrift “Beim ersten Versuch” ein Testbericht über ein Waffensicherungssystem der Firma Armatix GmbH aus München. Daran entzündete sich auf Betreiben von Armatix gegen die VS Medien GmbH, also den Verlag von VISIER, ein Rechtsstreit. Am 2. November 2010 hob das Landgericht Hamburg die einstweilige Verfügung vom 9. März 2009 auf und wies den auf ihren Erlass gerichteten Verfügungsantrag der Firma Armatix zurück. Die Kosten dieses Verfahrens muss gemäß dem Urteil Armatix allein tragen. Mit der einstweiligen Verfügung war es dem Verlag und den beiden beteiligten Redakteuren vorübergehend verboten gewesen, das im Beitrag “Beim ersten Versuch” behandelte und dazu im Bild vorgestellte Waffensperrelement als “Trustlock” des Münchner Unternehmens zu bezeichnen. Armatix hat sich daraufhin mit VS Medien und den beiden Redakteuren gütlich geeinigt.    UE/VSM
28. Januar / war 14. Januar 2011

"Schützenhilfe" von VISIER jetzt zum Herunterladen

Den umfassenden Artikel mit Argumenten für Diskussionen mit Waffengegnern gibt's jetzt zum Verteilen. Bitte im Vereinsheim aufhängen, an weitere Interessenten mailen und auswendig lernen...

Zahlreiche VISIER-Leser haben in der Redaktion angefragt, ob es den Waffenrechts-Beitrag aus der Dezember-Ausgabe nicht zum Herunterladen gibt. Hier ist er nun, im PDF-Format und zum Weiter-Verteilen (solange die Hinweise auf VISIER erhalten bleiben).

HINWEIS: In der zunächst veröffentlichten Datei vom 14. Januar fehlte die Seite 70 - das wurde nun korrigiert. Bitte also nur diese Datei verwenden!

"Schützen-Hilfe" aus VISIER 12/2010 (korrigierte Fassung inkl. Seite 70)
zu VISIER 8/2010

Ladedaten-Nachschub in .38 Special

Der Oldie-Test im August befasste sich mit der S & W-Pistole M 52, einer der ersten Großkaliber-Sportpistolen.

VISIER-Tester Hartmut Mrosek hatte es besonders gut gemeint und zahlreiche selbstlaborierte Patronensorten getestet - zu viele für den begrenzten Platz im Heft. Hier geht's zu weiteren Ladedaten, wie immer natürlich "ohne Gew(e)ähr und auf eigenes Risiko, jeder Wiederlader ist für seine Munition selbst verantwortlich".

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